Cover-Bild Lady Grace Mysteries
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Knesebeck
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 19.03.2026
  • ISBN: 9783989620032
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Grace Cavendish

Lady Grace Mysteries

Band 1: Giftmord
Sarah Heidelberger (Übersetzer)

Seit dem Tod ihrer Mutter ist Lady Grace die liebste Hofjungfer von Elisabeth I. Doch nun wünscht die Königin, dass Grace sich verlobt. Die Wahl zwischen ihren Verehrern – dem gütigen alten Sir Charles, dem überheblichen Sir Gerald und dem schüchternen Lord Robert – fällt Grace leicht: Sie will keinen von ihnen heiraten! Als Gerald nach dem Ball, bei dem Grace ihre Wahl hätte treffen sollen, tot aufgefunden wird, gerät Lord Robert unter Verdacht. Aber Grace hat bemerkt, dass Sir Charles sich äußerst seltsam verhält – und dass etwas mit der Leiche nicht stimmt. Mit ihren Freunden Ellie, dem Dienstmädchen, und Masou, dem Akrobaten, macht sich Lady Grace auf den Weg, um herauszufinden, was in dieser Nacht wirklich passiert ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2026

Gift, Geheimnisse und eine ungewöhnliche Heldin

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Lady Grace Cavendish ist dreizehn Jahre alt und lebt als Hofdame am Hof von Königin Elizabeth I. Dort führt sie ein Tagebuch über ihr Leben. das allerdings alles andere als gewöhnlich verläuft. Im Zuge ...

Lady Grace Cavendish ist dreizehn Jahre alt und lebt als Hofdame am Hof von Königin Elizabeth I. Dort führt sie ein Tagebuch über ihr Leben. das allerdings alles andere als gewöhnlich verläuft. Im Zuge einer geplanten Verlobung muss sie sich zwischen drei Verehrern entscheiden. Doch noch bevor alles seinen geregelten Lauf nehmen kann, geschieht ein Mord. Einer der Bewerber stirbt unter mysteriösen Umständen, und ausgerechnet derjenige, den Grace bevorzugt, wird beschuldigt. Entschlossen, seine Unschuld zu beweisen, beginnt Grace auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei immer tiefer in ein Netz aus Geheimnissen, Intrigen und falschen Fährten am königlichen Hof.

Dieser Roman überrascht vor allem durch ihre ungewöhnliche Hauptfigur. Lady Grace hebt sich deutlich von vielen anderen adligen Ermittlerinnen ab. Sie ist jung, direkt, neugierig und angenehm unaufgeregt, besonders, weil romantische Verwicklungen hier kaum eine Rolle spielen. Stattdessen steht ihr scharfer Verstand im Vordergrund, was erfrischend anders wirkt. Der historische Hintergrund ist dabei liebevoll ausgearbeitet und vermittelt ein lebendiges Bild des elisabethanischen Hofes. Details zu Kleidung, Essen und gesellschaftlichen Regeln schaffen eine dichte Atmosphäre, ohne dabei zu überladen zu wirken. Gut gelungen ist auch die Darstellung von Königin Elizabeth, die als vielschichtige, temperamentvolle Persönlichkeit erscheint. Das eigentliche Highlight ist jedoch der Kriminalfall. Die Handlung ist spannend konstruiert, mit gut platzierten Hinweisen, die zum Miträtseln einladen. Für ein Buch dieser Zielgruppe wirkt das Rätsel erstaunlich durchdacht und unterhaltsam. Der Schreibstil in Tagebuchform ist dabei interessant, bremst jedoch die Spannung etwas, da Ereignisse oft erst im Nachhinein geschildert werden. Zudem wirkt Grace stellenweise moderner und unabhängiger, als es historisch glaubwürdig erscheint.

Ein kurzweiliger, origineller historischer Krimi mit einer sympathischen jungen Heldin und einem überraschend starken Rätsel. Trotz kleiner Schwächen im Stil und in der historischen Glaubwürdigkeit überzeugt das Buch vor allem durch seine frische Perspektive und die gelungene Mischung aus Geschichte und Spannung und somit ein leichter und cleverer Einstieg in historische Mystery-Geschichten.

Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein mysteriöser Mord am Hofe Elisabeth I.

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Die junge Lady Grace ist nach dem Tod ihrer Mutter die liebste Hofjungfer von Elisabeth I. Seit etwa einem Jahr ist Lady Grace Vollwaise. Nun kommt sie in das Alter, in dem man sie verloben kann. Zu diesem ...

Die junge Lady Grace ist nach dem Tod ihrer Mutter die liebste Hofjungfer von Elisabeth I. Seit etwa einem Jahr ist Lady Grace Vollwaise. Nun kommt sie in das Alter, in dem man sie verloben kann. Zu diesem Zweck hat Königin Elisabeth drei Freier ausgesucht, die sich um die Hand von Lady Grace bewerben.

Auf einem Ball soll Lady Grace ihre Wahl treffen. Doch dann kommt alles ganz anders, denn plötzlich ist einer der Freier tot, ein anderer wird des Mordes verdächtigt und der dritte verhält sich seltsam.

Kann Lady Grace gemeinsam mit ihren Freunden, dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou Licht in die Angelegenheit bringen?

Das Buch ist nicht nur optisch sehr ansprechend und der Geschichte würdig gestaltet, auch der Inhalt konnte mich begeistern. Lady Gaces Erlebnis wird in Tagebuchform geschrieben. Dabei führt Lady Gace selbst die Feder und auch optisch erweckt das Buch manchmal den Eindruck, man liest wirklich in einem Tagebuch.

Durch diese besondere Form ist die Geschichte auch anspruchsvoller. Man springt hin und her, wird unterbrochen, gerade so, wie Lady Grace ihre Eintragungen machen konnte und was ihr durch den Kopf ging. Neben den Ermittlungen zu dem Mord, konnte ich auch sehr spannende Einblicke in das Leben am Hof, der Medizin und Kräuterkunde erhalten.

Das Buch wird als historischer Krimi für Leser*innen ab 12 Jahren beworben, doch auch ich hatte als erwachsene Leserin meinen Spaß mit der Geschichte und freue mich schon auf den nächsten Teil.

Fazit:
Ermittlungen zu Zeiten Elisabeth I. von einer Hofjungfer, der ein Mord nicht egal ist und herausfinden möchte, was wirklich passiert.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Historischer Krimi-Auftakt mit rebellischer Heldin

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Die Renaissance war in vollem Gange und Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten beherrschen die politischen Spannungen in Europa. Ihre Majestät, die Königin von England, richtet zum Tag des heiligen ...

Die Renaissance war in vollem Gange und Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten beherrschen die politischen Spannungen in Europa. Ihre Majestät, die Königin von England, richtet zum Tag des heiligen Valentins einen Ball aus, an dem die etwas 13-jährige Hofjungfer Lady Grace Cavendish sich für einen der drei Freier entscheiden muss, den sie heiraten soll, sobald sie alt genug ist. Am folgenden Tag erschüttert ein Mord den Adel – einer der verschmähten Freier wurde getötet. Daraufhin beginnt Lady Grace gemeinsam mit ihren Freunden geheime Nachforschungen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Geschrieben aus dem Blickwinkel von Grace, die ihre Ermittlungen humorvoll bei Kerzenschein mit Feder und Tinte in ihr Tagebuch niederschreibt, bekommt man vor allem von ihr ein klares Bild, während alle anderen Protagonisten blass bleiben. Es wird suggeriert, dass Grace Cavendish dieses Buch geschrieben hat. Abgesehen von einer Anmerkung am Ende gibt es keine Hinweise auf die Autorin. Grace wird als kluge, neugierige und mutige junge Adlige dargestellt, die sich gegen die Normen ihrer Zeit stellt und ein Händchen für Rätsel und Knobelaufgaben beweist. Sie schleicht sich aus ihrem Gemach, hat heimlich Freunde in der Unterschicht und verabscheut traditionelle gesellschaftliche Erwartungen und den Heiratsmarkt der Londoner High Society. Dieser rebellische Charakter passt ausgezeichnet zu einen jungen Romanheldin, die viele Abenteuer erleben wird.
Besonders gefallen hat mir die entsprechende Ausdrucksweise, bei der man sich wunderbar in diese Zeit hineinversetzten kann, und ein angenehmer Lesefluss entsteht, wenn man sich einmal an den Erzählstil gewöhnt hat. Das erzeugt eine Atmosphäre, die Grace unterstreicht, wenn sie gedankliche Ausflüge in ihren Alltag macht und ein Bild von der Tudorzeit vermittelt. Vordergründig wird allerdings die Handlung und die Aufklärung des Falls vorangetrieben, weshalb das Buch nicht ausufernd ist. Die Wendungen sind überraschend und versprechen spannende Unterhaltung, die man nicht sofort durchschaut. Die Mischung aus historischen Fakten und Fiktion ist lehrreich und am Ende gibt es eine geschichtliche Einordnung und Begriffe werden kurz und prägnant erklärt.
Am besten hat mir die Dynamik zwischen Grace und der Königin gefallen, der Grace als Hofjungfer zwar untergeben ist, die aber einen besonderen Platz im Herzen ihrer Majestät zu haben scheint und von ihr bevorzugt wird.

Eine vielversprechende Krimi-Reihe ab 12 Jahren mit einer mutigen Hobby-Detektivin, die gute Beziehungen zur Königin von England pflegt und von treuen Freunden unterstützt wird. Toller historischer Krimi im elisabethanischen England, der sich für kleine und größere Spürnasen lohnt. Die Fortsetzung erscheint bereits in wenigen Monaten im Mai 2026 und verspricht ein Abenteuer mit Piraten.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Spannender historischer Krimi

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Optisch hat mich das Buch direkt angesprochen. Das Cover und der Farbschnitt sind farblich einheitlich gestaltet. Der Buchtitel 'Lady Grace' und die Ornamente haben eine schöne Goldverzierung und sind ...

Optisch hat mich das Buch direkt angesprochen. Das Cover und der Farbschnitt sind farblich einheitlich gestaltet. Der Buchtitel 'Lady Grace' und die Ornamente haben eine schöne Goldverzierung und sind optisch hervorgehoben. Der Vorsatz und dem Nachsatz des Buches sind auch passend zu der Geschichte gestaltet. Es wirkt geheimnisvoll. Der Giftgrüne Farbschnitt passt zu dem Titel "Giftmord'. Ihre Geschichte lernt man durch die Erzählungen in ihrem Tagebuch kennen. Die Titel der jeweiligen Kapitel geben Auskunft darüber, in welcher Zeit und Tagesform die Geschichte sich abspielte. (16. Jahrhundert). Durch die spannende Schreibweise wird man direkt in die Geschichte gezogen. Ein Hof voller Geheimnisse, toller Kleider und Tänze. Die Wortwahl ist für das 16. Jahrhundert angepasst, ein Glossar zu den interessanten Worten befindet sich hinten im Buch. Ohne dieses Glossar wäre die Geschichte heutzutage nicht ganz verständlich. Lady Grace ist mutig und selbstbewusst, zudem weiß genau was sie will. Ihre beiden engen Freunde helfen ihr bei den Ermittlungen und bilden ein gutes Team in der Geschichte. Mehr Hintergrundwissen zu Ellie und Masou wären gut gewesen, um sie noch besser kennenzulernen und die Absichten zu verstehen. Lady Grace Cavendish, eine dreizehnjährige Hofdame, lebt am Hof von Königin Elizabeth I. Für die Hofjungfer ist das Leben alles andere als leicht. Sie steht vor der Wahl zwischen drei Heiratskandidaten – Sir Charles, Lord Robert und Sir Gerald. Allerdings beabsichtigt sie nicht zu heiraten. Nachdem sie sich für einen der Heiratskandidaten entschieden hat, wird Sir Gerald am morgen danach Tod aufgefunden. Gemeinsam mit ihren Freunden Ellie, einer Weise und Wäschemädchen, sowie dem Akrobaten Masou verfolgt sie jede Spur und möchte herausfinden, was wirklich geschehen ist und wer der Mörder ist.
Das Ende hat mir gut gefallen. Es ist ein spannender historischer Krimi, mit einigen Wendungen und interessante Einblicke in das Leben auf dem Hofe von Königin Elizabeth I. Der zweite Band erscheint bereits im Mai 2026.

Veröffentlicht am 23.03.2026

Eine Kriminalgeschichte in der elisabethanischen Ära

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In „Giftmord“ hält die 13jährige Hofjungfer Grace in ihrem Tagebuch die Ereignisse rund um ihr Verlöbnis am Valentinstag 1569 fest. Elisabeth I. hat Lady Grace nach dem Tod von deren Mutter in ihren Hofstaat ...

In „Giftmord“ hält die 13jährige Hofjungfer Grace in ihrem Tagebuch die Ereignisse rund um ihr Verlöbnis am Valentinstag 1569 fest. Elisabeth I. hat Lady Grace nach dem Tod von deren Mutter in ihren Hofstaat aufgenommen und lässt ihr besondere Aufmerksamkeit zuteil werden. Dazu gehört, dass sie 3 Anwärter um die Hand von Grace auserkoren hat. Als einer der drei Männer anscheinend von einem der Rivalen ermordet wird, beginnt Grace zu ermitteln.

Obwohl das Buch einige kleinere Längen hatte, in denen ich mir die Handlung etwas straffer gewünscht hätte, hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Grace als Protagonisten ist in ihrem Selbstbewusstsein zwar dem modernen Mädchenbild etwas angepasst, doch der Zeitgeist der elisabethanischen Ära kommt zu jeder Zeit gut zum Tragen. Denn trotz Grace‘ sehr unabhängigen Ermittlungen werden immer wieder die möglichen Folgen ihres Handelns hervorgehoben, so dass man die Stellung der Frau im damaligen sozialen Gefüge gut nachvollziehen kann.
Die Erzählperspektive einer Tagebuchschreiberin macht die ganz Handlung für junge Leser nahbar und emotional annehmbar. Wenn man sich darauf einlässt, wird das Buch so zum Erlebnis.
Das Glossar am Ende sorgt dafür, dass die Lesenden auch ihnen unbekannt Begriffe nachschlagen können. Also kommt zur schönen Geschichte noch ein „Bildungsfaktor“ hinzu.

Eine kleine Kritik meinerseits gibt es zur möglichen zu starken Übersetzung von englischen Begrifflichkeiten. Beispielsweise der Begriff „Koller“. Im Glossar wird dieser erläutert. So weit so gut. Ich denke, dass in der Originalausgabe „Partlet“ stand, eben die englischsprachige Bezeichnung für dieses Kleidungsstück. Man muss nicht immer alles übersetzen, vor allem dann nicht, wenn die Übersetzung in den eigenen Sprachgebrauch auch erst einer Erläuterung bedarf.

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