Profilbild von Tanpopo

Tanpopo

Lesejury Star
offline

Tanpopo ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tanpopo über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2026

Tutto bene?

Die wilde Baumhausschule, Band 4: Eine Klasse im Schoki-Fieber
0

Das wandelnde Lexikon Pit ist plötzlich ganz still und in sich gekehrt. Seit kurzem lebt seine italienische Großmutter bei seiner Familie. Und alle erwarten, dass er zwischen ihr und allen anderen sprachlich ...

Das wandelnde Lexikon Pit ist plötzlich ganz still und in sich gekehrt. Seit kurzem lebt seine italienische Großmutter bei seiner Familie. Und alle erwarten, dass er zwischen ihr und allen anderen sprachlich vermitteln kann, denn Nonnas Deutsch ist noch nicht so hundertprozentig.
und dann macht da ein Streifenhörnchen im Ort und der Schule die Runde, das einfach alles Essbare stibitzt, dass ihm in die kleinen Pfoten kommt. Unter den Einwohnern geht das Gerücht einer „Hörnchenschwemme“ um.

Im letzten Band lässt es die Autorin noch einmal hoch her gehen.
Gekonnt einfühlsam für das Lesealter setzt sich die Autorin mit Themen wie Mobbing sowie innerer Erwartungshaltung und damit verbundenem erwarteten Gesichtsverlust auseinander. Und wie gewohnt müssen die Schüler lernen hinter Fassaden und Vorurteile zu schauen, um die anstehenden Probleme zu lösen. Aber durch Freundschaft und Zusammenarbeit schaffen sie es auch diesmal.
Das italienisch – deutsche Glossar am Ende des Buches macht es den Kindern einfach der gesamten Handlung besser zu folgen.

Das Buch war ein schöner Abschluss der ganzen Reihe, die ich im übrigen wirklich nur empfehlen kann, wenn sie nun doch schon ein wenig Älter ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2026

Gar nicht schlecht

The Games Gods Play – Schattenverführt
0

Eigentlich wollte ich den ganzen Hype um das Buch ja gar nicht mitmachen. Ein Romance Roman, von daher für mich doch zumeist ein wenig zu kitschig.
Doch als ich erst einmal zu Lesen begonnen hatte, konnte ...

Eigentlich wollte ich den ganzen Hype um das Buch ja gar nicht mitmachen. Ein Romance Roman, von daher für mich doch zumeist ein wenig zu kitschig.
Doch als ich erst einmal zu Lesen begonnen hatte, konnte ich das Buch erst wieder zur Seite legen, als die Story beendet war.
Was gefiel mir denn nun an dem Buch eigentlich so?
Bei Lyra, der Heldin der Geschichte bin ich mir immer wieder nicht sicher, ob ich sie wirklich so sehr ins Herz geschlossen habe, da sie zum Teil ein wenig stereotyp daher kam – eigenwillig, darauf bedacht immer die Oberhand zu haben, große Klappe (und zum Teil nichts dahinter) und selbstverständlich innerlich zerbrechlich und zweifelnd. Also fast noch ein wenig „postpubertär“.
Und Hades, tja, der ist eben Hades, der sexy Typ von Nebenan – unabhängig, unbeugsam, sein eigenes Ding machend. Nach innen aber sucht auch er nach Liebe.
Die ab und an bis auf die Spitze getriebenen Dialoge erinnerten mich immer wieder einmal an die eigenen ersten romantischen Erfahrungen. Vielleicht ist es das, was den Charme des Romans für mich ausgemacht hat.
Davon unabhängig fand ich das Setting um den Olymp richtig gut und auch anders umgesetzt, als in bisher von mir gelesener Literatur, in der auf die griechische Mythologie zurück gegriffen wurde. Und die Spiele, die ja den Großteil der Rahmenhandlung ausmachen sind fantasievoll ausgedacht und mitunter spannend. Das Lesen hat eben Spaß gemacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2026

Mein Zwiespalt mit Romantasy

The Courting of Bristol Keats
0

Die Geschichte ist im Wesentlichen mit dem Covertext schon umrissen.
Ein Mädchen mit einem harten Schicksal muss mit dem Elfenkönig mitgehen, um ein paar grundlegende Fragen ihres Lebens vielleicht beantwortet ...

Die Geschichte ist im Wesentlichen mit dem Covertext schon umrissen.
Ein Mädchen mit einem harten Schicksal muss mit dem Elfenkönig mitgehen, um ein paar grundlegende Fragen ihres Lebens vielleicht beantwortet zu bekommen. Der Elfenkönig wiederum benötigt das Mädchen als Schlüssel zur Rettung seiner Welt. Beide Welten funktionieren nach unterschiedlichen Prinzipien, so dass Missverständnisse und moralische Implikationen für die Protagonisten auf jeden Fall vorhanden sind und sich der entwickelnden Beziehung immer wieder in den Weg stellen.

Bristol hat zum Glück wirklich sehr selbstbestimmte Züge, aber sie ist ja auch kein Teeny mehr. Dem entsprechend geht sie bisweilen ihre eigenen Wege, sehr zum Unmut Tyghans. Tyghan hat alles, wovon junge Mädchen wohl träumen mögen. Er ist attraktiv, nicht dumm und trotzdem ein wenig der „Held in strahlender Rüstung“, der die Person zu der er sich hingezogen fühlt immer wieder auffängt, selbst wenn es ihm das Leben kosten würde. Und Bristol? Sie ihrerseits ist ja letzten Endes auch bis zur Selbstaufgabe bereit, ihren Helden zu retten – die wahre Liebe der Romantasy eben.

Das ist zumeist der Punkt, an dem ich das Buch gerne einmal weglege. Zu viel Klischee ist wie zu viel Öl in der Speise …
Aber letztendlich las sich der Roman dann doch ganz rund, so dass ich den zweiten Band auch lesen will.
Sowohl sprachlich, als auch durch die recht geradlinige Handlung passt das Buch ganz gut in die Young Adult Abteilung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Ein Reihenbeginn, von dem ich mehr möchte

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
0

Irida und ihre drei Freunde sind die „Furchtlosen“. Jugendliche die sich bisweilen durch ihre Handicaps etwas ausgegrenzt fühlen, sich in der Gruppe aber Verständnis entgegenbringen und Zusammenhalt. Das ...

Irida und ihre drei Freunde sind die „Furchtlosen“. Jugendliche die sich bisweilen durch ihre Handicaps etwas ausgegrenzt fühlen, sich in der Gruppe aber Verständnis entgegenbringen und Zusammenhalt. Das kleine und zumeist ruhige Städtchen Hohenburg, das die Gruppe ihr Zuhause nennt hat erstaunlich viel zu bieten – Sagen und Legenden zum Teil mit keltischem Hintergrund, zum Teil aus dem Mittelalter, eine Burg, Höhlen. Da wundert es nicht, dass es anscheinend Geister und andere Wesen doch nicht nur in den Sagen und Legenden gibt?

Auf jeden Fall hat Markus Heitz eine recht fantastische Hintergrundgeschichte innerhalb unserer alltäglichen Lebenswelt erschaffen, in der sich die Furchtlosen mit anderen bisweilen recht mystischen Gruppierungen auseinandersetzen müssen. Dabei kommen immer wieder die individuellen Talente der Jugendlichen zum Einsatz, so dass der Leserschaft vermittelt wird, das „Handicaps“ nichts sind, was man verbergen sollte, denn sie können durchaus individuelle Stärken sein.

Dieses erste Buch ist trotz oder gerade wegen der vielen Personen, Fraktionen und Ereignisse in erster Linie ein Reihenauftakt. Das schmälert das Buch aber nicht, da es sich sehr gut liest und viele Handlungsansätze hat, die einem beim Lesen schon ein wenig anteasern.

Qualitativ hat der Oetinger Verlag ein gut gebundenes Buch mit einem schönen Farbschnitt herausgegeben. Die Covergestaltung von Max Meinzold passt optisch sehr gut zum Inhalt und hat zugegebener Maßen mit dafür gesorgt, dass ich unbedingt einmal reinschauen wollte.

Die Altersempfehlung von 11 Jahren ist gut angemessen. Kinder mit gutem Leseverständnis für etwas komplexere Handlungen sollten dem Inhalt auch problemlos folgen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2025

Entsprach nicht meinen Erwartungen

Die Götter von Asgard
0

Um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll.
Die Story ließ sich zwar leicht und recht schnell lesen, entsprach aber weder meinen Erwartungen an den Titel noch irgendeinem ...

Um ehrlich zu sein. Ich weiß nicht, was ich von der Geschichte halten soll.
Die Story ließ sich zwar leicht und recht schnell lesen, entsprach aber weder meinen Erwartungen an den Titel noch irgendeinem gehaltvollen Lesegenuss.
Es handelt sich um eine sehr seichte Mädchengeschichte über Ray, die ihren Weg im Leben bisher nicht gefunden hat.
Die Autorin betont recht regelmäßig die Rolle der Protagonisten als Heldin. Doch wie eine derartige kommt Ray mir nicht vor, eher wie ein noch immer nicht ganz flügge gewordener Vogel.

Vom Titel her hätte ich mir den Einfluss der nordischen Götterwelt auf das gesamte Leseerlebnis doch anders vorgestellt. Auch wenn die in der Geschichte vorkommenden Götter und Wesen ihren Stereotypen, die eigentlich jeder kennt gerecht werden, konnte mich die Umsetzung überhaupt nicht überzeugen. Die ganze mythologische Welt bildet im Kern nur den Rahmen für Ray’s Selbstfindungstrip und die Beziehungsgeschichte zischen Ray und Tyr.

Mein Fazit – seichte Geschichte und eigentlich nichts für Liebhaber klassischer Fantasy. Ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Werke der Autorin lesen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere