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Veröffentlicht am 28.10.2022

Witzig, turbulent und magisch. Eine wunderbare Body-Switch-Geschichte!

Plötzlich vertauscht
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Die fast 13-jährige Isa und ihr Mitschüler Anthony könnten unterschiedlicher kaum sein. Isa ist schüchtern, zurückhaltend und gut in der Schule ist, sie bringt vor Erwachsenen meist kein Wort heraus und ...

Die fast 13-jährige Isa und ihr Mitschüler Anthony könnten unterschiedlicher kaum sein. Isa ist schüchtern, zurückhaltend und gut in der Schule ist, sie bringt vor Erwachsenen meist kein Wort heraus und da sie mit ihrem Vater direkt am Friedhof wohnt, ist sie für ihre Mitschülerinnen nur das freaky Friedhofsmädchen. Anthony wiederum ist der Mädchenschwarm der Klasse und zählt zu den Coolen, er steht gerne im Mittelpunkt und mit super Noten kann er nicht gerade glänzen. Auch Isa findet Anthony eigentlich ziemlich süß mit seinen warmen, haselnussbrauen Augen, den langen Wimpern und den verstrubbelten Haaren, allerdings würde sie das niemals zugeben. Und so wirklich leiden kann sie ihn irgendwie nicht. Ihre Begeisterung hält sich daher ziemlich in Grenzen, als ausgerechnet sie dazu ausgewählt wird, Anthony, der mal wieder fehlt, die Hausaufgaben vorbeizubringen. Eigentlich hatte sie vorgehabt, die Arbeitsblätter schnell in den Briefkasten zu werfen und dann schleunigst zu verduften, doch soll es ganz anders kommen. Durch Zufall landen die zwei in demselben Spind in der Tanzschule von Anthonys Eltern und es passiert etwas Unglaubliches: Isa steckt auf einmal in dem Körper von Anthony und er in ihrem! Oh Gott, wie peinlich und crazy ist das denn? Für die beiden steht sofort fest, dass sie den Körpertausch wieder rückgängig machen müssen. Das Ganze stellt sich nur als viel kniffliger heraus als gedacht.

Zu Körpertauschgeschichten greife ich immer wahnsinnig gerne. Mich hat es daher sehr gefreut, dass uns Stefanie Gerstenberger nach ihrem ersten Body-Switch-Roman „Summer Switch“, den sie vor ein paar Jahren gemeinsam mit ihrer Tochter geschrieben hat, nun ein weiteres Buch schenkt, in dem zwei Teenager sich auf einmal in den Körpern des jeweils anderen wiederfinden. Dieses Mal handelt es sich jedoch nicht um einen Switch zwischen zwei weiblichen Figuren, sondern um einem zwischen Junge und Mädchen. Dass dies jede Menge Chaos, Peinlichkeiten und urkomische Szenen bedeutet, kann man sich denken. Ich habe mir daher eine Story mit einer ordentlichen Portion Lach- und Schmunzelgarantie erhofft. Ich habe sie auch bekommen, definitiv, allerdings habe ich bereits kurz nach meinem Eintauchen in die Geschichte gemerkt, dass in „Plötzlich vertauscht“ deutlich mehr steckt als nur eine lustige, süße Teeniestory. Das Buch regt auch zum Nachdenken an und greift viele tiefgehende Themen auf wie Vertrauen, Ehrlichkeit, Liebe und Freundschaft, Familie, Verlust, Trauer und Geheimnisse. Die Geschichte führt uns vor Augen, wie wichtig es ist zusammenzuhalten und für andere und sich selbst einzustehen und dass es sich lohnt, hinter die Fassade eines Menschen zu blicken und dessen inneren Werte kennenzulernen. Zudem zeigt sie uns, dass es durchaus vom Vorteil sein kann, wenn man sich selbst mal von außen betrachtet und sieht wie man auf andere wirkt. Die Erzählung vermittelt wirklich so einige wertvolle Botschaften, was mich sehr freudig überrascht hat.

Neben dem gelungenen Mix aus Tiefgründigkeit und Komik hat das Buch auch mit unseren beiden grundverschiedenen und authentisch gezeichneten Hauptprotagonisten bei mir punkten können. Mir waren Isa und Anthony auf Anhieb sympathisch, vor allem Isa mochte ich sehr. Da der größte Teil der Handlung aus ihrer Sicht geschildert wird, erhält man ihre Gefühls- und Gedankenwelt einen besonders anschaulichen Einblick und fühlt sich ihr von Anfang an sehr nahe. Im Verlauf des Buches gibt es aber auch immer wieder Passagen, die aus dem Blickwinkel von Anthony geschrieben sind, sodass man auch bei ihm erfährt, was er denkt und empfindet.
Mir sind Isa und Anthony innerhalb kurzer Zeit richtig ans Herz gewachsen. Ich habe mich jederzeit problemlos in die beiden hineinversetzen können und fand es wundervoll mitzuerleben wie sie sich weiterentwickeln und über sich selbst hinauswachsen werden. Die zwei können sich anfangs überhaupt nicht gut riechen und haben ein ziemlich falsches Bild von dem jeweils anderen im Kopf. Dank ihres plötzlichen Körpertausches wird sich jedoch nicht nur ihre Beziehung positiv verändern – auch sie selbst werden sich wandeln. Die beiden werden immer vertrauter miteinander werden und sich näherkommen, sie werden voneinander lernen und Dinge tun, die sie sich im eigenen Leben nie zugetraut hätten.

Gemeinsam mit Isa, Anthony und den weiteren unterschiedlichen und teils recht schrägen Charakteren erlebt man als Leser
in ein äußerst aufregendes und amüsantes Abenteuer, bei dem unter anderem eine berühmte Oma, ein gestohlener Spind und ein tolles Mutter-Tochter-Gespann wichtigen Rollen spielen werden. Wie genau dies alles zusammenhängt und ob es Isa und Anthony am Ende gelingen wird ihre Körper zurückzutauschen, werde ich euch hier jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Die Altersangabe vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich an. Der locker-leichte Erzählstil mit seiner jugendlichen Sprache und den vielen humorvollen Dialogen wird bei der Zielgruppe garantiert richtig gut ankommen und da wir beide Geschlechter als Hauptfiguren vertreten haben, ist das Buch für Mädchen und Jungen gleichermaßen gut geeignet. Das Cover wird zwar in erster Linie vermutlich junge Mädels ansprechen, allerdings kann ich es auch Jungen wirklich nur ans Herz legen. Und erwachsenen Leser*innen natürlich auch. Für diese schöne Teeniegeschichte ist man in meinen Augen nie zu alt.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle Langeweile auf. Mich haben die Geschehnisse von Beginn an packen, begeistern und bestens unterhalten können und da mich auch das Ende der Geschichte vollkommen zufriedenstellen konnte, habe ich das Buch glücklich wieder zuklappen können.

Fazit: Turbulent, warmherzig, superwitzig. Ein herrliches Lesevergnügen für Jung und Alt!
Mit ihrem neuen Werk „Plötzlich vertauscht“ beschert uns die deutsche Autorin Stefanie Gerstenberger ein weiteres wunderbar magisches Leseabenteuer, das eine perfekte Mischung aus Spannung, Humor und Tiefgang enthält und von den ersten Seiten an zum Mitfiebern und Wohlfühlen einlädt. Ich kann das Buch nur empfehlen, mir hat es zauberhafte Lesestunden bereiten können. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich an vielen Stellen prächtig amüsiert. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 25.10.2022

Bewegend, herzerwärmend, wunderschön. Ein großartiges Buch!

Der letzte Bär
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Die 11-jährige April ist ganz begeistert, als ihr Vater ihr eröffnet, dass sie für sechs Monate auf einer abgelegen kleinen Insel am nordischen Polarkreis leben werden: Die Bäreninsel. Während ihr Dad ...

Die 11-jährige April ist ganz begeistert, als ihr Vater ihr eröffnet, dass sie für sechs Monate auf einer abgelegen kleinen Insel am nordischen Polarkreis leben werden: Die Bäreninsel. Während ihr Dad sich seinen wissenschaftlichen Forschungen in der Wetterstation widmen wird, wird sie die unberührte wilde Natur erkunden und hoffentlich einen Eisbären sehen. Laut ihrem Vater gibt es allerdings aufgrund der voranschreitenden Eisschmelze schon lange keine Eisbären mehr auf der Insel. Doch dann sieht April eines Nachts eine bärenförmige Silhouette am Horizont. Sie begibt sich auf die Suche und findet tatsächlich einen Eisbären. Aber was macht er hier ganz allein auf der Insel, fast verhungert und weit weg von zu Hause? Für April steht sofort fest, dass sie dem Bären helfen muss.

Es gibt solche Bücher, bei denen man einfach schon vor dem Lesen weiß, dass man sie lieben wird. „Der letzte Bär“ war so ein Buch für mich. Ich wusste wirklich schon damals, als ich es zum ersten Mal in der Vorschau sah, dass mir Hannah Gold mit ihrem Erstlingswerk ein neues Herzensbuch schenken wird. Inzwischen habe ich gelesen und tja, was soll ich sagen, ich habe vollkommen richtig vermutet: Ich bin total verliebt in dieses Buch.

Die englische Autorin Hannah Gold hat mit ihrem ersten Roman ein großartiges Debüt aufs Papier gebracht, bei welchem ich sehr hoffe, dass es eine große Leserschaft erhalten und die Aufmerksamkeit bekommen wird, die es verdient. Es steckt einfach so viel Wundervolles und Kostbares zwischen diesen Seiten!
Das Buch erzählt eine herzbewegende Geschichte über die außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem einsamen kleinen Mädchen und einem einsamen riesigen Bären. Es handelt von Familie, Liebe, Entschlossenheit und dem Klimawandel, von Trauer, Verlust, Vernachlässigung und Hoffnung. Es führt uns kindgerecht die Auswirkungen der globalen Erwärmung vor Augen (vor allem für die Eisbärenpopulation) und ermutigt und inspiriert einen dazu, selbst aktiv zu werden, um unsere Erde zu schützen. Es verdeutlicht, was für eine starke Bindung wir Menschen zu Tieren haben können, wenn wir ihnen freundlich begegnen und lernen, sie zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren. „Der letzte Bär“ vermittelt wirklich eine Menge, die Story wirkt aber in keinster Weise zu überladen, und obwohl so einige ernste Themen dabei sind, ist die Stimmung niemals zu bedrückend. Die Altersangabe vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich auf jeden Fall an. Kinder ab diesem Alter werden die Aussagen der Geschichte problemlos erfassen können und in unserer 11-jährigen Hauptprotagonistin April werden sie garantiert eine ideale Identifikationsfigur finden.

April, aus deren Sicht alles in der dritten Person geschildert wird, habe ich auf Anhieb fest in mein Herz geschlossen. Mit ihr hat die Autorin eine bezaubernde Romanheldin erschaffen, die man als Leser*in einfach sofort gernhaben muss. April ist äußerst reif für ihr Alter, besitzt zugleich aber auch noch diese kindliche Neugier und Unschuld, sie ist einfühlsam, tierlieb, clever und authentisch und bewundernswert mutig und tapfer. Sie zeigt uns, dass man niemals zu jung ist, um etwas zu bewirken und dass man alles schaffen kann, wenn man an sich selbst glaubt. Es sollte definitiv viel mehr Aprils auf dieser Welt geben. Ich hoffe sehr, dass viele Kinder (und auch Erwachsene) sich April als Vorbild nehmen werden und wie sie etwas gegen die Klimakrise tun. Wir alles müssen einfach etwas ändern, nur so können wir unseren Planeten retten.

Auch Bär habe ich unheimlich liebgewonnen. Wie die Annäherung zwischen ihm und April und ihre innige Bindung veranschaulicht wird, ist einfach so schön. Mich haben diese Szenen zutiefst berührt.
Mit viel Mut, Geduld und Empathie (und jeder Menge Erdnussbutter) wird April das Vertrauen des Eisbären gewinnen und innerhalb kurzer Zeit wird sich eine tiefgehende Freundschaft zwischen den beiden entwickeln. Natürlich hat sich die Autorin dabei ein paar Freiheiten erlaubt, wie man auch ihrem Nachwort entnehmen kann. Eisbären sind schließlich sehr gefährliche Tiere, auch wenn sie kuschelig aussehen. Dass ein Mädchen und ein wilder Eisbär so vertraut miteinander werden, ist wohl doch eher unwahrscheinlich, aber das ist ja mit das Besondere an diesem Buch: Dieses einzigartige Mischung aus realen Fakten und eigenen fantasievollen Ideen. Es steckt viel Wahres in diesem Buch, wie uns Hannah Gold im Anschluss an die Geschichte verrät. So gibt es die Bäreninsel tatsächlich und auch die Schilderungen bezüglich des Klimawandels sind, leider, grausame Realität.

Neben der Beziehung zwischen Mensch und Tier und der Umweltthematik spielen auch das Vater-Tochter-Verhältnis sowie Trauerbewältigung wichtige Rollen in der Erzählung. Die Mutter unserer Protagonistin ist vor einigen Jahren gestorben. Aprils Dad hat daraufhin Flucht in seiner Arbeit gesucht und verbringt den ganzen Tag nur mit seinen Forschungen. Ich habe sehr mit April mitgefühlt, weil sich ihr Papa nur so wenig um sie kümmert und sie ziemlich auf sich alleine gestellt. Es wird sich aber noch etwas ändern, so viel sei schon mal verraten, und zudem wird auch nur zu deutlich, wie lieb der Vater seine Tochter hat, auch wenn er sie so vernachlässigt.

Auch mit dem Setting hat „Der letzte Bär“ gänzlich bei mir punkten können. Die Geschichte spielt hauptsächlich auf der norwegischen Bäreninsel und da alles überaus bildhaft und stimmungsvoll beschrieben wird, hat man richtig das Gefühl, selbst dort zu sein. Man meint die eisige Kälte und das flauschige Fell von Bär selbst spüren zu können, hat die karge Landschaft der Insel regelrecht vor Augen, die frische arktische Luft in der Nase und Bärs eindrucksvolles Eisbärbrüllen im Ohr.

Wovon ich euch ebenfalls endlos etwas vorschwärmen könnte, ist die Innengestaltung des Buches. Levi Pinfold, der wir auch dieses zauberhafte Cover zu verdanken haben, hat die Erzählung mit zahlreichen ganzseitigen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die die Atmosphäre der Geschichte perfekt einfangen und einfach nur zum Träumen schön sind.

Das Ende hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Es ist ergreifend und geht richtig zu Herzen und schließt die Geschichte rundum gelungen ab. Toll fand ich auch den mehrseitigen Anhang hinten im Buch, der uns unter anderem noch einmal die Klimakrise näherbringt und eine Liste mit zehn Energiespartipps enthält. Also für mich hat hier alles gestimmt, ich finde dieses Buch einfach nur perfekt und kann es kaum erwarten, mehr von Hannah Gold zu lesen. Zu meiner großen Freude habe ich auf Goodreads entdeckt, dass die Autorin bereits einen zweiten Roman geschrieben hat: „The Lost Whale“. Hoffentlich wird dieses Buch auch noch ins Deutsche übertragen!

Fazit: Ein beeindruckendes Debüt, das ganz viel begeistertes Brüllen verdient hat!
„Der letzte Bär“ ist so ein Buch, welches ich am liebsten vielen Menschen in die Hand drücken möchte, damit sie es lesen. Es erzählt eine tief berührende, ehrliche und wichtige Geschichte über eine ganz besondere herzerwärmende Freundschaft. Es ist wunderschön geschrieben und traumhaft illustriert, es steckt voller bärengroßer Liebe und wertvoller Botschaften und beschert uns ein Abenteuer, das man so schnell nicht mehr vergisst.
Mich hat Hannah Gold auf eine unvergessliche, emotionale Reise mitgenommen. Ich habe April nur zu gerne auf ihrem Weg begleitet und kann jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen es mir gleichzutun. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Bewegend, tiefgründig, unterhaltsam. Ein wunderbares Buch!

Einfach nur Paul
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Endlich gibt es neues Lesefutter von der deutschen Autorin Tania Witte! Sowohl ihre zwei vorherigen Jugendbücher „Die Stille zwischen den Sekunden“ und „Marilu“ als auch der Roman „Wild – Sie hören dich ...

Endlich gibt es neues Lesefutter von der deutschen Autorin Tania Witte! Sowohl ihre zwei vorherigen Jugendbücher „Die Stille zwischen den Sekunden“ und „Marilu“ als auch der Roman „Wild – Sie hören dich denken“, den sie gemeinsam mit Antje Wagner unter dem Pseudonym Ella Blix geschrieben hat, waren echte Highlights für mich. Auf „Einfach nur Paul“ war ich daher wahnsinnig gespannt.

Paul ist 16 Jahre alt und nicht so wirklich glücklich mit seinem Leben: Er ist Mitglied in einer Band, in der er eigentlich gar nicht sein möchte, und verliebt in ein Mädchen, das er nicht bekommen kann. Obwohl er viel mehr auf elektronische Musik steht, heimlich davon träumt, ein erfolgreicher DJ zu werden und kein Talent fürs Singen hat, verlässt er die Band nicht und macht weiter den Frontmann. Amira zuliebe. Amira, seine allerbeste Freundin, die die Band damals gegründet hat und für die Paul schon seit langem deutlich mehr empfindet als nur Freundschaft. Amira erwidert seine Gefühle jedoch nicht, was Paul auch weiß. Dennoch ist er gerne mit ihr zusammen. Vor allem in der letzten Zeit kann er ihre Nähe gut gebrauchen. Paul gerät ständig mit seinem Vater aneinander, gefühlt kann er ihm nichts recht machen, jedes Gespräch mit ihm endet in einem lautstarken Streit. Als seine kleine Schwester für ihren Biologieunterricht etwas Unglaubliches herausfindet, gerät Pauls Welt komplett aus den Fugen. Bei einem Blutgruppentest kommt raus, dass er nicht der biologische Sohn seiner Eltern sein kann. Auf einmal sind da lauter Fragen in seinem Kopf. Wer ist seine richtige Mutter? Warum hat sie ihn verlassen? Wer ist er eigentlich? Eine Suche voller Herausforderungen beginnt. Ob Paul die Antworten auf seine Fragen finden wird?

Da mir die bisherigen Jugendromane von Tania Witte so gut gefallen haben, habe ich mir von ihrem neuen Werk nun natürlich sehr viel erhofft und um es kurz zu machen: Meine Erwartungen konnten auch dieses Mal gänzlich erfüllt werden! Tania Witte ist es in meinen Augen erneut hervorragend gelungen, wichtigen Stoff einfühlsam und leicht und mit einer genau richtigen Portion Humor zu verpacken. „Einfach nur Paul“ erzählt eine berührende und tiefgründige Geschichte über viele aktuelle und sensible Themen wie die Frage nach der eigenen Herkunft und dem Finden zu sich selbst, über Freundschaft, Familie, unerfüllte Liebe, Glenderklischees und Toleranz. Das Buch besitzt eine Menge Tiefgang und bewegt und stimmt nachdenklich, zugleich enthält es aber auch eine wunderbare Leichtigkeit und zaubert einem des öfteren ein Schmunzeln auf die Lippen. Ich hatte dank des flüssigen und jugendlichen Schreibstils einen mühelosen Einstieg in die Geschichte und da mich die Handlung von Beginn an packen und fesseln konnte, habe ich die gut 272 Seiten innerhalb kurzer Zeit verschlungen.

Erzählt wird die Geschichte meist aus der Sicht von Paul in der Ich-Perspektive. Mir hat unser 16-jähriger Hauptprotagonist auf Anhieb gefallen. Er ist ein supersympathischer Typ und lebensnah gezeichnet, er denkt viel nach und verliert sich öfters in seinem Kopfchaos, er liebt Musik und steckt voller großer Lebensträume, er eckt an und fällt gerne auf (zumindest manchmal) und hält überhaupt nichts davon, sich in eine Schublade stecken zu lassen. Paul trägt gerne Nagellack und Make-up – was andere davon halten, kümmert ihn nicht groß. Diesbezüglich macht Paul einfach sein Ding, wofür ich ihn sehr bewundert habe, es gibt aber auch einiges in seinem Leben, das er nicht so selbstbewusst durchzieht. So möchte er eigentlich gar nicht in der Band sein, die seine beste Freundin Amira gegründet hat, traut sich aber nicht, Amira die Wahrheit zu sagen und macht ihr zuliebe mit. Also ich fand Paul einfach nur toll. Ich habe sein Fühlen, Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen und mich auch als Erwachsenen ohne Probleme in ihn hineinversetzen können.

Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr. Sie wurden wie Paul vielschichtig ausgearbeitet und wirken wie Personen aus dem echten Leben. Da hätten wir zum Beispiel die bereits von mir genannte Amira, in die Paul schon seit langem verliebt ist (sie aber leider nicht in ihn); und Em, die eigentlich nicht Em heißt und blaue Haare hat und auf die Paul während seiner Suche nach der Wahrheit treffen wird. Und dann wäre da natürlich noch Pauls jüngere 14-jährige Schwester Linn, die er immer liebevoll Keks nennt und die sich mit ihrer bezaubernden und pfiffigen Art sofort in mein Herz geschlichen hat.

Neben den Figuren konnte das Buch auch mit der Erzählweise bei mir punkten. Wie oben schon erwähnt, wird der größte Teil aus dem Blickwinkel von Paul geschildert, es gibt aber auch immer mal wieder kurze Einschübe in einer anderen Schriftart, bei denen es sich um Briefe an Paul von einer Person namens K. handelt. Wer K. ist und was es mit den Briefen auf sich hat, werde ich euch hier jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.
Auch sonst möchte ich hinsichtlich der Handlung gar nicht weiter groß was sagen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass euch das Buch auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mitnehmen wird und ihr es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mögt. Bei mir zumindest war es so, ich habe insgesamt eine sehr emotionale Zeit mit „Einfach nur Paul“ verbracht. Und wie ich es von Tania Witte gewohnt bin, hat sie mich auch dieses Mal mit einer für mich völlig unvorhersehbaren Wende zum Ende hin ziemlich aus den Socken hauen können. Was diesen Plottwist angeht, werde ich hier aber definitiv nicht weiter ins Detail gehen, da ich ansonsten ziemlich spoilern würde.

Der Ausgang der Erzählung hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Er ist passend und schließt den Roman rundum gelungen ab.

Fazit: Mitreißend, bewegend, authentisch und ehrlich. Eine wundervolle Coming-of-Age-Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität und dem richtigen Platz im Leben.
Dies war mein viertes Werk aus der Feder von Tania Witte und auch mit diesem hat mich die deutsche Autorin vollauf begeistern können. Das Buch greift viele wichtige Themen auf und steckt voller Emotionen und Tiefgang, es ist ernst und unterhaltsam zugleich, großartig geschrieben und nicht nur ein Roman für Jugendliche ab 12 Jahren, sondern auch für erwachsene Leser*innen. Ich habe Paul nur zu gerne auf seinem Weg zu sich selbst begleitet und kann jedem nur empfehlen es mir gleichzutun. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.10.2022

Ein zauberhaftes Buch!

Annes unvergleichliche Teeparty
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Endlich geht es mit der Anne-auf-Green-Gables-Vorlesebuchserie weiter! Da ich von den ersten beiden Bänden ganz hin und weg war, musste ich natürlich auch den dritten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. ...

Endlich geht es mit der Anne-auf-Green-Gables-Vorlesebuchserie weiter! Da ich von den ersten beiden Bänden ganz hin und weg war, musste ich natürlich auch den dritten Band unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf „Annes unvergleichliche Teeparty“ habe ich mich unheimlich gefreut.

Anne kann ihr Glück gar nicht fassen, als Marilla ihr erlaubt, ihre beste Freundin Diana Barry zum Tee einzuladen. Eine Teeparty mit ihrer Seelenverwandten Diana, das klingt einfach großartig und so wunderbar vornehm und erwachsen. Anne ist fest entschlossen, die schönste und erwachsendste Teeparty zu veranstalten, die sie aufbieten kann. Als sie Diana jedoch versehentlich statt Himbeersirup Marillas Johannisbeerwein serviert und betrunken macht, endet Annes Teeparty mit katastrophalen Folgen. Dianas Mutter, die eh schon immer der Meinung war, dass Anne kein guter Umgang für ihre Tochter ist, verbietet den Mädchen, sich weiterhin zu treffen. Anne und Diana sind am Boden zerstört. Ob Anne ihren Fehler wohl wiedergutmachen kann? Wird Mrs Barry ihr jemals vergeben?

Mit dem rothaarigen Waisenmädchen Anne Shirley hat die kanadische Autorin Lucy Maud Montgomery eine wundervolle und einzigartige Buchfigur erschaffen, deren Geschichten eindeutig zurecht zu solch beliebten Klassikern geworden sind und auf gar keinen Fall in Vergessenheit geraten dürfen. Ich kann daher gar nicht oft genug betonen wie froh ich darüber bin, dass es inzwischen eine Vorlesebuchreihe zu „Anne auf Green Gables“ gibt, dank der schon jüngere Kinder in den Genuss von Annes Abenteuern kommen können und die Möglichkeit erhalten, ihre Liebe für diesen aufgeweckten Rotschopf zu entdecken. Mit „Annes unvergleichliche Teeparty“ ist nun also der dritte Anne-Vorleseband erschienen und hach, was soll ich sagen, auch bei diesem ist es bei mir ganz große Liebe.

Mich haben Kallie George und Abigail Halpin auch mit ihrem dritten Anne-Vorlesebuch vollauf begeistern können. Kallie George ist es in meinen Augen erneut hervorragend gelungen, einen Teil von „Anne auf Green Gables“ auf eine sehr vereinfachte Weise neu zu erzählen und für eine jüngere Leserschaft zugänglich zu machen, ohne dass der besondere Charme des Originals dabei verloren geht. Sämtliche Charaktere besitzen ihre jeweiligen bekannten Eigenschaften und Besonderheiten und verhalten sich wie in der herkömmlichen Geschichte. So ist Anne das quirlige junge Mädchen, wie wir es alle kennen und lieben, und verzaubert uns auch in diesem Band mit ihrer lebhaften Fantasie, ihrer Leidenschaft fürs Reden und ihrem Talent in unglückliche Situationen zu geraten. Dieses Mal wird es also eine Teeparty sein, die überhaupt nicht so ablaufen wird wie geplant und die für Anne und Diana wenig erfreulich enden wird. Mir war diese Szene natürlich nur zu gut bekannt. Welcher Anne-auf-Green-Gables-Fan kennt sie nicht, die berüchtigte Teeparty, bei der Anne ihre beste Freundin aus Versehen betrunken macht? Für mich war es mal wieder die reinste Freude in dieses Kapitel aus Lucy Maud Montgomerys Klassiker einzutauchen und es dank der tollen Nacherzählung von Kallie George und Abigail Halpins traumhaften Bildern auf eine neue Art und Weise erleben zu dürfen.

Was die Gestaltung des Buches anbelangt, könnte ich nun mal wieder endlos ins Schwärmen geraten. Abigail Halpin, die bereits die beiden Vorgänger bebildert hat, hat auch diesen Band mit vielen farbenfrohen nostalgischen Illustrationen versehen, die meist eine ganze Seite einnehmen und den besonderen Zauber der Geschichte perfekt einfangen. Ich habe mich an den Bildern erneut gar nicht sattsehen können, sie sind einfach so wunderschön und liebevoll gezeichnet.

Fürs Vorlesen ab 5 Jahren und Selberlesen ab etwa 8 Jahren ist „Annes unvergleichliche Teeparty“ prima geeignet. Mit seinen kurzen Kapiteln, der großen Schrift, den vielen Zeichnungen und der insgesamt recht geringen Textmenge ist auch dieser Band einfach das ideale Vorlese- und Erstleserbuch. Erwachsenen kann ich die Anne-Vorlesebücher aber auch nur ans Herz legen, für diese ist man definitiv nie zu alt.

Fazit: Mit „Annes unvergleichliche Teeparty“ bescheren uns Kallie George und Abigail Halpin eine weitere zeitlos schöne Nacherzählung des kanadischen Kinderbuchklassikers „Anne auf Green Gables“, die ich jedem, egal ob Jung oder Alt, von ganzem Herzen nur empfehlen kann. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen. Auch dieser Band ist mit viel Wärme geschrieben und absolut bezaubernd illustriert und gehört in das Regal eines jeden Anne-auf-Green-Gables-Fans. Ich habe eine herrliche Zeit mit dem Buch verbracht und vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Ein herrliches Lesevergnügen voller Spannung, Spaß und geistreicher Ideen!

SpooKI: Den Geist aufgeben gibt's nicht!
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Als ich zum ersten Mal von dem Auftakt der SpooKI-Serie hörte, konnten das Cover und der Titel meine Neugierde sofort wecken. Nachdem ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, war ich nur noch mehr ...

Als ich zum ersten Mal von dem Auftakt der SpooKI-Serie hörte, konnten das Cover und der Titel meine Neugierde sofort wecken. Nachdem ich mir dann den Klappentext durchgelesen hatte, war ich nur noch mehr Feuer und Flamme. Das Buch klang einfach nur richtig gut und nach einer Story ganz nach meinen Geschmack. Und da mir meine bisherigen Werke von Ruth Rahlff zudem sehr gut gefallen haben, stand für mich schnell fest, dass ich ihre neue Kinderbuchreihe kennenlernen möchte.

Robert ist eigentlich ein ganz normaler Junge – mal abgesehen von der Tatsache, dass er als einziger Mensch in einer Geisterfamilie lebt. Da niemand davon erfahren darf, dass seine Familie nicht aus Fleisch und Blut besteht und schon mehrere hundert Jahre alt ist, gerät er immer wieder in ziemlich verzwickte und erklärungsbedürftige Situationen. Robert hat es wahrlich nicht leicht. Er lebt unter lauter altmodischen Geistern, die nichts von Technik halten und die er unbedingt vor der Außenwelt (und vor extrem neugierigen Nachbarn) geheim halten muss; er hat Probleme in der Schule und von seinem Mitschüler Damon wird er ständig geärgert. Und als wäre das alles nicht schon mehr als genug, passieren auf einmal lauter seltsame Dinge, nachdem sein Geisteropa bei einem Preisausschreiben ein Smartphone für ihn gewonnen hat. Was hat es mit diesen Vorfällen nur auf sich? Zum Glück ist Robert inzwischen nicht mehr länger auf sich alleine gestellt: In seiner neuen Klassenkameradin Isabella hat er eine tolle Freundin gefunden und auch sein Geistercousin Lorenzo steht ihm zur Seite. Gemeinsam versuchen die drei die ganzen rätselhaften Ereignissen zu ergründen und stoßen dabei auf eine künstliche Intelligenz.

Schon damals, als ich das Buch zum ersten Mal in der Vorschau sah, war mir sofort klar, dass es sich bei „SpooKI“ um eine sehr fantasievolle und amüsante Kinderbuchreihe handelt. Allein schon der kreative Titel macht deutlich, dass zwischen den Buchdeckeln eine Story schlummert, die nicht nur von Spukgestalten handelt, sondern auch von künstlicher Intelligenz – eine ungewöhnliche, aber ausgesprochen interessante Mischung. Ob sie aber auch funktionieren kann?
Um es kurz zu machen: Ja, kann sie! Mich zumindest hat Ruth Rahlff mit dem ersten Band von „SpooKI“ auf ganzer Linie überzeugen können; ich habe definitiv das bekommen, was ich mir erhofft habe: Einen vielversprechenden Serienstart, der eine originelle Kombi aus Geisterwelt und Realität enthält und vor Witz, Charme und Trubel nur so sprüht.

Mich hat die Handlung von den ersten Seiten an mitreißen und bestens unterhalten können. Bereits die ersten Kapiteln sind sehr ereignisreich und spaßig und machen neugierig auf den weiteren Fortgang der Geschichte. Wieso scheint niemand außer unserem Hauptprotagonisten Robert seinen Hund Unfug sehen zu können? Was hat es mit der Drohne auf sich, die plötzlich auftaucht? Und warum ist Robert der einzige Mensch in seiner Familie?
Die Antwort auf die erste Frage erhalten wir sehr schnell: Nicht nur Roberts Familie sind Gespenster – auch bei Unfug handelt es sich um eine Spukgestalt. Und da Menschen Geister normalerweise nicht sehen können – außer sie manifestieren sich – sieht es für alle immer so aus, als würde Robert Selbstgespräche führen.
Bezüglich der Hintergrundgeschichte zu Roberts außergewöhnlicher Familienkonstellation erfahren wir erst nach und nach etwas mehr, allerdings wird längst nicht alles geklärt. Weitere Details über die familiäre Situation unseres Buchhelden werden dann wohl sehr wahrscheinlich in den weiteren Bänden folgen.

Was die Charaktere anbelangt, kann ich mich nur mit heller Begeisterung äußern. Robert, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Er ist sympathisch und authentisch und eine ideale Identifikationsfigur für die Zielgruppe, sprich Kinder ab 9 Jahren.
Auch Roberts schräge Familie mochte ich vom ersten Moment an. Mit diesem liebenswert-verrückten Haufen hat die Autorin einfach unvergleichbare Erscheinungen erschaffen. Papa Henry, Mama Ophelia, Opa Arthur, Cousin Lorenzo, Wolfshund Unfug – man muss sie einfach alle lieben. Besonders klasse und lustig fand ich den Opa, der noch am meisten mit der Zeit mitgegangen ist und sich immer heimlich im Keller alte Filme auf seinem Uraltfernseher anschaut. Papa Henry hat mir aber auch zahlreiche Gründe zum Schmunzeln geliefert. Er hegt eine große Leidenschaft für das Ausprobieren neuer Rezepte – sehr zum Leidwesen von Robert. Lorenzo ist allerdings ebenfalls ein genialer Charakter und sorgt für eine richtig gute Stimmung.
Eine weitere wichtige Figur ist Isabella – Roberts pfiffige neue Klassenkameradin, die eine ganz besondere Gabe besitzt und ein wahres Computergenie ist. Sie und Robert werden innerhalb kurzer Zeit gute Freunde werden und gemeinsam versuchen den vielen merkwürdigen Vorkommnissen auf den Grund zu gehen.

Ich kann euch versprechen: Langeweile kommt in diesem Buch an keiner Stelle auf. Die Handlung kann mit jeder Menge Überraschungen, Geheimnisse und Action aufwarten und auch die witzigen Szenen können sich sehen lassen. Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, da es einen so sehr fesselt und so viel Spaß bringt. Auch ich, als Erwachsene, bin ordentlich ins Mitfiebern geraten und habe mich stellenweise einfach nur prächtig amüsiert.
Die Geschichte ist allerdings nicht nur spannend und unterhaltsam – sie ist stellenweise auch etwas ernster und vermittelt viele aktuelle Themen wie Mobbing, Schulsorgen, die Gefahren des Internets und von künstlicher Intelligenz, die Abhängigkeit von Smartphone und Co. sowie der Umgang mit Datenschutz. All das hat seinen Platz in der Erzählung gefunden, kindgerecht und einfallsreich verpackt in einem coolen geisterstarken Abenteuer.

Neben der Story kann das Buch auch mit einer tollen Gestaltung punkten. Das Cover mit seinen Glow-in-the-Dark-Effekten ist ein echter Hingucker und wird bei der Zielgruppe ganz bestimmt richtig gut ankommen.
Der Innenteil kann sich aber ebenfalls sehen lassen. Timo Grubing hat die Handlung mit zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die mit ihrem modernen Stil einfach nur hervorragend zur Geschichte passen und deren skurrilen Humor perfekt unterstreichen. Vorne im Buch gibt es zudem noch eine farbige doppelseitige Porträtdarstellung, die alle wichtigen Charaktere zeigt.

Das Ende lässt so einiges offen, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte. Was bin ich froh, dass die ersten beiden Bände zeitgleich erschienen sind und wir uns somit nicht lange auf die Fortsetzung gedulden müssen. Besitzen tue ich den zweiten Band bislang noch nicht, was sich aber auf jeden Fall noch ändern wird. Ich bin total gespannt, wie es wohl mit Robert und Co. weitergehen wird!

Fazit: Traditionelle Spukfamilie meets moderne Technik oder: Ein herrliches Lesevergnügen voller Spannung, Spaß und geistreicher Ideen!
Ruth Rahlff hat mit „SpooKI – Den Geist aufgeben gibt’s nicht!“ einen rundum gelungen Reihenauftakt aufs Papier gebracht, der große Lust auf mehr macht und auch erwachsenen Leser*innen die allerbeste Unterhaltung beschert. Mich hat Ruth Rahlff mit dem ersten Band ihrer neuen Kinderbuchreihe absolut beGEISTERten können. Ich habe eine wunderbare Zeit mit Robert und den weiteren Charakteren verbracht und freue mich schon sehr auf mein Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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