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Veröffentlicht am 23.08.2022

Ein neues tolles Hexenabenteuer voller Spannung, Fantasie und Magie!

Ein Mädchen namens Willow 3: Flügelrauschen
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Da ich die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann immer sehr gerne lese und die ersten beiden Bände ihrer Willow-Serie echte Highlights für mich waren, habe ich mich riesig gefreut als ich hörte, dass es ...

Da ich die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann immer sehr gerne lese und die ersten beiden Bände ihrer Willow-Serie echte Highlights für mich waren, habe ich mich riesig gefreut als ich hörte, dass es dieses Jahr mit Willow und ihren Hexenfreundinnen weitergehen wird. Den dritten Band musste ich natürlich unbedingt bei mir einziehen lassen.

Was ist nur mit Lotti los? Gerade haben Willow, Valentina und Gretchen noch gemeinsam mit ihr ihren neunten Geburtstag gefeiert und nun verhält sich ihre Freundin auf einmal ganz komisch und meidet Willows Hexenwald. Warum fürchtet sich Lotti plötzlich so sehr vor dem Wald? Er will ihr doch gar nichts Böses, im Gegenteil, er wird immer schwächer und benötigt dringend die Hilfe der vier Junghexen. Und ausgerechnet jetzt möchte Willows neue Lehrerin mit der Klasse eine Projektwoche dort machen. Obwohl Willow überhaupt nicht begeistert von der Idee ist und sie eigentlich gerade ganz andere Sorgen hat, stimmt sie zu. Das Hexenmädchen erkennt dann aber sehr schnell, dass der Klassenausflug vielleicht auch die Chance für sie ist, ihren Mitschülerinnen die Wichtigkeit und Schönheit der Natur zu zeigen und ihren geliebten Wald zu retten.

Bei mir ist es nun tatsächlich schon wieder fast ein Jahr her, dass ich den zweiten Teil gelesen habe und obwohl ich mich inzwischen nicht mehr an alles erinnern konnte, habe ich mühelos in den dritten Band hineingefunden. Vermutlich kann man das Buch sogar ohne jegliche Vorkenntnisse gut lesen, allerdings kann ich jedem Neueinsteiger nur raten, die korrekte chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Das Lesevergnügen ist dann einfach deutlich höher.

Für mich hat sich das Eintauchen in die Geschichte fast so angefühlt, als würde ich nach Hause kommen. In der Welt, die die Sabine Bohlmann für ihre Willow-Serie kreiert hat, fühle ich mich einfach immer rundum wohl und die vielen außergewöhnlichen Charaktere, die darin ihr Unwesen treiben, habe ich schon längst in mein Herz geschlossen. Zu meiner großen Freude sind auch dieses Mal viele alte Bekannte aus den beiden Vorgängern mit von der Partie wie die drei Jungs Emil, Noah und Carlo, auch bekannt als die Waldschrate, und das Zauberbuch Grimmoor. Neben vertrauten Gesichtern dürfen wir aber auch einige neue Gesichter kennenlernen wie ein paar von Willows Klassenkameraden oder den Lehrer Herrn Schlöter.
Ich mochte sämtliche Figuren unheimlich gerne, vor allem unsere Hauptprotagonistin Willow und ihre drei Freundinnen haben mir erneut ganz besonders gut gefallen. Mit diesem sympathischen Junghexen-Quartett hat die Sabine Bohlmann vier absolut bezaubernde Heldinnen erschaffen, die sich mit ihren verschiedenen Eigenschaften und liebenswerten Besonderheiten einfach sofort in die Herz von uns Leser
innen schleichen.

Settingmäßig konnte das Buch ebenfalls bei mir punkten. Dank der Projektwoche von Willows Schulklasse verschlägt es uns wieder hauptsächlich in den Zauberwald unserer Romanheldin – ein magischer und märchenhafter Ort mit Eigenleben, an dem man die aufregendsten Dinge erleben kann. Abenteuer- und Naturliebhaberinnen werden in diesem Band auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Gemeinsam mit den vielen verschiedenen Figuren verbringen wir in Willows Wald eine sehr turbulente und spaßige Zeit und kommen in den Genuss von ganz viel herrlicher Natur.

Mit dem Stichwort Natur leite ich dann auch mal zur Handlung über. Die Themen Umweltschutz und Naturverbundenheit stehen auch dieses Mal sehr im Vordergrund der Geschehnisse, was mir persönlich richtig gut gefallen hat. Auf eine kindgerechte Art und Weise wird uns vor Augen geführt, wie schön und wichtig die Natur ist und dass wir Menschen unsere Wälder auf gar keinen Fall mit unserem Müll verschmutzen und krankmachen dürfen. Ich fand es so toll zu sehen, wie sehr sich unsere vier Hexenfreundinnen für Willows Wald einsetzen und was sie sich alles einfallen lassen, um ihn schützen. Der Zusammenhalt der vier Mädchen und ihre innige Verbundenheit werden einfach mal wieder großartig beschrieben, die vier verbindet wahrlich ein ganz besonderes Band der Freundschaft.

Neben den pädagogisch wertvollen Aspekten kommen natürlich auch die Spannung und der Humor nicht zu kurz, sodass man beim Lesen ordentlich ins Mitfiebern und Schmunzeln gerät, und auch die Portion an fantasievollen Ideen und amüsanten Zaubereien kann sich mal wieder sehen lassen. Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf, auch mich, als Erwachsene, haben die Ereignisse durchweg packen und bestens unterhalten können.

Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 10 Jahren und dem schließe ich mich an, ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass die Reihe auch schon für geübtere Leser
innen ab 8 Jahren geeignet ist. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und nicht zu kindlich, die Schrift ist recht groß, die Kapitel sind angenehm kurz und es gibt viele Bilder, die den Textfluss auflockern. Erfahrenere Leser*innen ab etwa 8 Jahren sollen bei der Willow-Serie in meinen Augen wirklich keine Probleme mit dem Selberlesen haben.

Auch die Gestaltung des Buches hat mich vollauf begeistern können. Simona M. Ceccarelli, der wir auch dieses traumhafte Cover zu verdanken haben, hat auch dieses Band mit vielen liebevollen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die die Stimmung der Geschichte perfekt einfangen und das Leseerlebnis nur noch schöner machen. Vorne im Buch befindet sich zudem noch eine doppelseitige Karte von Willows Wald, die ebenfalls eine ganz besondere Atmosphäre schafft und lauter süße Details enthält.

Fazit: Ein neues tolles Abenteuer voller starker Freundschaftsmomente und zauberhafter Hexenmagie!
Sabine Bohlmann ist mit „Flügelrauschen“ ein weiterer gelungener Folgeband geglückt, der spannend, witzig und lehrreich zugleich ist, mit viel Herz und Fantasie erzählt wird und für alle Hexen- und Naturfans ein großes Muss ist. Ich kann die Willow-Serie nur empfehlen, für mich ist sie eine richtige Wohlfühlreihe. Ich hatte auch dieses Mal jede Menge Spaß beim Lesen und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Junghexe Willow, ihren Freundinnen und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2022

Warmherzig, berührend, witzig und tiefgründig. Ein großartiges Buch!

Neun Wünsche für Archie
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Da mir Helen Rutter mit ihrem Debüt „Ich heiße Billy Plimpton“ ein echtes Highlight beschert hat, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihren zweiten Kinderroman unbedingt lesen muss. Auf „Neun Wünsche ...

Da mir Helen Rutter mit ihrem Debüt „Ich heiße Billy Plimpton“ ein echtes Highlight beschert hat, stand für mich sofort fest, dass ich auch ihren zweiten Kinderroman unbedingt lesen muss. Auf „Neun Wünsche für Archie“ war ich unheimlich gespannt!

Der 11-jährige Archie Crumb hat es nicht leicht. Seit sein Vater ausgezogen ist, verlässt seine Mutter kaum noch das Haus und liegt fast nur noch im Bett, sodass Archie sich um alles kümmern muss; das Geld ist knapp, da seine Mum ihren Job verloren hat; in der Schule wird Archie fies gehänselt und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, gibt ihm sein Dad auch noch ständig zu spüren, dass er nicht Teil von dessen neuer Familie ist. Zum Glück hat er Maus, seine allerbeste Freundin, die einer der wenigen Lichtblicke in seinem schweren Leben ist.
Als Archie eines Tages einen Fahrradunfall hat, soll sich alles schlagartig ändern. Vor ihm steht auf einmal sein absoluter Lieblingsfußballspieler Lucas Bailey, der ihm neun Wünsche schenkt. Archie hält das Ganze zunächst für einen Traum, muss dann aber sehr schnell feststellen, dass er nicht geträumt hat und seine Wünsche tatsächlich wahr werden! Archie ist begeistert und beginnt sich die tollsten Dinge zu wünschen. Mit der Zeit erkennt er aber, dass es an ihm alleine liegt, sein Leben zu verändern.

Wie oben bereits erwähnt, mochte ich den Debütroman von Helen Rutter wahnsinnig gerne. Von ihrem zweiten Werk habe ich mir daher natürlich enorm viel erhofft und um es kurz zu machen: Meine Erwartungen konnten komplett erfüllt werden! In meinen Augen hat die englische Autorin die schmale Gratwanderung zwischen Ernst und Komik erneut mit Bravour gemeistert und eine Story aufs Paper gebracht, die tiefgründig, bewegend und witzig zugleich ist, von Anfang bis Ende mitreißt und voller origineller Ideen steckt. Mir persönlich hat Helen Rutters zweites Buch genauso gut gefallen wie ihr erstes. Ich habe eine herrliche – und leider viel zu kurze – Zeit zwischen den Seiten verbracht und kann jedem nur ans Herz legen es mir zu gleichzutun und die Geschichte von Archie Crumb kennenzulernen.

Archie, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Mit ihm hat die Autorin einen bezaubernden und starken Helden erschaffen. Archie ist ein total lieber und sympathischer Junge, man muss ihn einfach gernhaben, und da man dank der gewählten Erzählform ganz dicht dran ist an seinen Gefühlen und Gedanken und diese authentisch dargestellt werden, fühlt man sich ihm beim Lesen ungeheuer nahe. Ich habe mich jederzeit mühelos in unseren 11-jährigen Hauptprotagonisten hineinversetzen können und ihm mitgefiebert, mitgefühlt und mitgelitten.

Schon in ihrem Erstlingswerk hat Helen Rutter gezeigt, dass sie keine Scheu davor hat, über die harten Realitäten des Lebens zu schreiben und ein großes Talent dafür besitzt, diese behutsam und humorvoll zu behandeln. Dieses Mal gibt sie uns einen ehrlichen, aber völlig kindgerechten Einblick in das Leben eines Jungen, der alleine mit einem schwer depressiven Elternteil zusammenwohnt und sich mit den täglichen Herausforderungen und Sorgen auseinandersetzen muss, die damit einhergehen. Mir tat es richtig weh zu sehen, wie sehr Archie darunter leidet, dass seine Mum nichts mehr auf die Reihe kriegt und sich kaum noch um ihn kümmern kann und er ständig diese große Angst hat, dass jemand von den Zuständen bei ihm daheim erfahren könnte. Gleichzeitig habe ich ihn aber auch zutiefst für seine Stärke und Tapferkeit bewundert und fand es wunderschön mitzuerleben, wie er sich im Verlauf der Geschichte weiterentwickeln wird.

Neben Depression und Vernachlässigung setzt sich die Erzählung noch mit so einigen weiteren schwierigen Themen auseinander wie Mobbing, Scheidung und Geldsorgen und sie zeigt auf, wie wichtig es ist um Hilfe zu bitten wenn man sie braucht. Das Buch ist stellenweise schon recht traurig und ergreifend, es wird aber niemals zu bedrückend, denn wie gesagt: Helen Rutter hat diese Gabe, ernsten Stoff mit viel Wärme und der genau richtigen Portion Witz und Leichtigkeit zu verpacken. „Neun für Wünsche Archie“ handelt zudem auch noch von vielen schönen Dingen wie Freundschaft, Geschwisterliebe, Hoffnung und der Glaube an sich selbst. Mir ist beim Lesen öfters ganz warm ums Herz geworden, vor allem die Szenen, die verdeutlichen, wie sehr Archie seine kleine Halbschwester Scadge liebt, haben mir ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. Die Freundschaft zwischen Archie und Maus hat mich aber auch sehr berührt, die innige Bindung der beiden wird einfach nur wundervoll beschrieben.
Unterhaltungstechnisch bin ich ebenfalls ganz auf meine Kosten gekommen. Allein die Kapitelanfänge, die stets einen weisen Spruch des Fußballstars Lucas Bailey enthalten, auf die Archie antwortet, fand ich oft äußerst amüsant, aber auch die Handlung hat mir zahlreiche Gründe zum Schmunzeln geliefert. Archies Wünscherei wird für eine Menge Chaos und Überraschungen sorgen, so viel sei schon mal verraten, aber was genau alles passieren wird und wie Archies Wünsche lauten, werde ich euch hier nicht erzählen. Und ob bei dem Ganzen wirklich Magie mit im Spiel ist, wird hier in meiner Rezension ebenfalls ein Geheimnis bleiben. All das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Von den Nebenfiguren möchte ich euch aber noch kurz berichten. Auch diese wurden, wie unser Hauptprotagonist, mit viel Liebe ausgearbeitet und wirken wie Personen aus dem echten Leben. Mir haben sämtliche Charaktere sehr gut gefallen, auch die unsympathischen Figuren, und da mich das Ende der Geschichte ebenfalls vollends überzeugen konnte, habe ich das Buch mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen wieder zuklappen können.

Fazit: Eine großartige und herzerwärmende Geschichte, die wunschlos glücklich macht.
Der englischen Autorin Helen Rutter ist mit „Neun Wünsche für Archie“ ein weiterer zauberhafter Kinderroman ab 10 Jahren gelungen, der ihrem vorherigen Werk in nichts nachsteht und den ich jedem, egal ob Jung oder Alt, nur empfehlen kann. Das Buch steckt voller Hoffnung, Emotionen und wertvoller Botschaften und ist mit viel Herz und Humor geschrieben, es ist spannend, berührend, lustig und klug, ein bisschen magisch und trotz der schweren Themen ein echter Mutmacher mit Gute-Laune-Garantie. Ich habe mich von den ersten Zeilen an in die Geschichte verliebt und Archie nur zu gerne auf seinem Weg begleitet. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.08.2022

Ein wunderbares Fantasyabenteuer!

Die Schule am wilden Drachenwald
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Als ich beim Durchstöbern der Vorschau des Dressler Verlags den neuen Roman von Heather Fawcett entdeckte, stand für mich sofort fest, dass ich ihn lesen muss. Der Klappentext klang einfach so gut und ...

Als ich beim Durchstöbern der Vorschau des Dressler Verlags den neuen Roman von Heather Fawcett entdeckte, stand für mich sofort fest, dass ich ihn lesen muss. Der Klappentext klang einfach so gut und bei dem wunderschönen Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick. Von der kanadischen Autorin Heather Fawcett hatte ich bisher noch nichts gelesen. „Die Schule am wilden Drachenwald“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Die 12-jährige Autumn Malog ist, wie der Rest ihrer Familie, eine Dienstbotin und Bestienhüterin an der Zauberschule Ingelnook und kümmert sich um die Monsterwesen in der Menagerie – insbesondere um die Drachen, an den die Schülerinnen von Ingelnook ihre Magie trainieren, um eines Tages gute Monsterjäger zu werden. In den finsteren Wäldern am Rande der Schule treiben viele gefährliche Geschöpfe ihr Unwesen – vor allem der grauenvolle Schattendrache stellt eine große Bedrohung dar. Angeblich soll er auch für das mysteriöse Verschwinden von Autumns Zwillingsbruder Winter verantwortlich sein und ihn verschlungen haben. Autumn aber kann das nicht glauben. Sie ist überzeugt davon, dass Winter noch lebt und sich irgendwo in Inglenook aufhält. Als der berühmte Zauberschüler Cai Morrigan sie um Hilfe bittet, stimmt sie unter einer Bedingung zu: Cai soll ihr bei der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder helfen. Was Autumn aber nicht weiß: Der junge Sternmagier hat ein gefährliches Geheimnis…

Dies war also mein erstes Buch von Heather Fawcett und es wird nicht mein letztes gewesen sein. Zwei ihrer vorherigen Bücher stehen sogar bereits in meinem Regal und da hoffe ich nun sehr, dass ich in absehbarer Zeit endlich dazu kommen werde, sie zu lesen. Da mir „Die Schule am wilden Drachenwald“ richtig gut gefallen hat, ist meine Neugierde auf die anderen Werke der kanadischen Autorin jetzt nur noch größer geworden.
Mir hat das Buch ein tolles Lesevergnügen bescheren können. Für die volle Sternenzahl hat es mir letztendlich zwar dann leider doch nicht gereicht, aber insgesamt hat es mir wirklich viel Spaß gemacht, mich zusammen mit unserer Hauptprotagonistin in ein packendes Abenteuer zu stürzen und gemeinsam mit ihr lauter Gefahren und Herausforderungen zu stellen.

In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der bildliche und mitreißende Schreibstil gefiel mir auf Anhieb, für mich hat er sich angenehm flüssig lesen lassen, und Autumn, aus deren Sicht der größte Teil geschildert wird, war mir direkt sympathisch. Mit ihr hat die Autorin eine starke Heldin kreiert, vor deren Tapferkeit und Entschlossenheit man nur den Hut ziehen kann und die sich mit ihrer liebenswerten Art sofort in die Herzen von uns Leser
innen schleicht. Ich habe mich jederzeit mühelos in Autumn hineinversetzen können und mit ihr mitgefühlt, mitgelitten und mitgefiebert.

Neben unserer Protagonistin dürfen wir noch viele weitere interessante Charaktere kennenlernen wie Autumns forsche, aber herzensgute Gran; ihre drei großen Brüder und den berühmten Zauberschüler Cai Morrigan, der so ganz anders ist, als man zunächst denkt und dem prophezeit wurde, dass er eines Tages den fürchterlichen Schattendrachen besiegen wird. Und dann wäre da natürlich noch Winter, der Zwillingsbruder unserer Romanheldin, der vor einem Jahr spurlos verschwunden ist und aus dessen Perspektive wir ebenfalls einige Passagen zu lesen bekommen. Winters Kapitel haben mir besonders gut gefallen, sie haben so etwas herrlich Geheimnisvolles an sich und machen das Leseerlebnis nur noch nur aufregender und abwechslungsreicher.

Aber noch einmal zurück zu den Figuren. Neben Menschen dürfen wir natürlich auch auf viele magische Kreaturen und Monsterwesen treffen wie Drachen, Greife, Bluthunde und – einer meiner Favoriten – den Booghart.
Fabeltier-Liebhaber*innen und Fantasyfreunde werden in diesem Buch definitiv ganz auf ihre Kosten kommen, für die ist „Die Schule am wilden Drachenwald“ die perfekte Lektüre. Heather Fawcett hat ihrer Fantasie zweifellos ihren freien Lauf gelassen und sich eine Welt ausgedacht, die vor kreativen Ideen und märchenhafter Magie nur so sprüht. Mir hat das Setting unheimlich gut gefallen. Die düstere Atmosphäre habe ich absolut geliebt und von dem Einfallsreichtum der Autorin war ich beim Lesen richtig fasziniert. Was ich persönlich nur etwas vermisst habe, ist eine Karte der Schauplätze. Ich habe mich zwar auch ohne zeichnerische Hilfe problemlos zurechtgefunden, aber eine Karte hätte ich trotz allem nicht schlecht gefunden.

Handlungstechnisch konnte mich das Buch leider nicht vollends überzeugen. Obwohl die Story mit zahlreichen überraschenden Wendungen und Mysterien aufwarten kann und auch der Humor nicht zu kurz kommt, ist es ihr irgendwie dennoch nicht gelungen, mich durchgehend an die Seiten zu fesseln; für mich hatte die Geschichte stellenweise ein paar leichte Längen.
Auch das Ende hat mich nicht komplett zufriedenstellen können. Da ich persönlich davon ausgehe, dass es sich hier um einen Einzelband handelt, ist mir persönlich ein klein wenig zu viel offen geblieben. Vielleicht irre ich mich ja aber auch und es wird noch einen zweiten Band geben. Potenzial dafür wäre auf jeden Fall vorhanden.
Ansonsten kann ich mich aber nur positiv zur Handlung äußern. Die Idee mit einem Auserwählten mag nichts Neues sein und auch Geschichten über Zauberschulen gibt es inzwischen überaus viele, aber Heather Fawcett hat mit „Die Schule am wilden Drachenwald“ dennoch etwas Eigenständiges erschaffen, das einen überzeugenden Mix aus vertrauten Elementen und neuen originellen Einfällen enthält.
Sehr gut gefallen hat mir auch, wie viele wichtige Themen und Werte die Geschichte vermittelt. Geschwisterliebe, Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, das Hinauswachsen über sich selbst – von all diesen Dingen handelt das Buch unter anderem, klasse verpackt in einer spannenden und warmherzigen Fantasygeschichte.

Fazit: Ein wunderbares Abenteuer voller Geheimnisse und Magie!
Heather Fawcett hat mit „Die Schule am wilden Drachenwald“ eine zauberhafte Geschichte ab 10 Jahren aufs Papier gebracht, die fantasievoll, unterhaltsam und berührend zugleich ist und die Herzen aller Fantasyfans höher schlagen lässt. Ich kann das Buch nur empfehlen. Mir hat es viel Freude bereitet, in Heather Fawcetts märchenhafte Welt einzutauchen und unsere mutige Heldin Autumn auf ihrer Suche nach ihrem Bruder zu begleiten. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.08.2022

Magisch, märchenhaft und einzigartig und wunderschön illustriert!

Abbys Traum
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Bei dem Bilderbuch „Abbys Traum“ stand für mich sofort fest, dass ich es haben muss. Von dem bezaubernden Cover habe ich mich wie magisch angezogen gefühlt und auch der Klappentext sprach mich direkt ...

Bei dem Bilderbuch „Abbys Traum“ stand für mich sofort fest, dass ich es haben muss. Von dem bezaubernden Cover habe ich mich wie magisch angezogen gefühlt und auch der Klappentext sprach mich direkt an. Hinzu kam natürlich der Aspekt, dass das Buch auf einem Computerspiel basiert. In meinen Augen eine geniale Idee, deren Umsetzung ich unbedingt kennenlernen wollte.

Die kleine Marionette Abby ist eine Zirkusartistin und führt auf den ersten Blick das Leben, wovon viele andere träumen: Jeden Tag steht sie vor einem großen Publikum auf der Bühne und begeistert die Zuschauer mit ihren tollen Tänzen und Kunststücken. Der schöne Schein trügt aber: Abby ist eine Gefangene, der Puppenspieler Jack hält ihre Fäden fest in seinen Händen und steuert jeden ihrer Schritte. In Abby erwacht der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Als sie eines Tages die Chance zur Flucht erhält, ergreift sie sie und setzt alles daran, endlich richtig frei zu sein.

Wie oben bereits erwähnt, hat mich die Idee einer Bilderbuch-Adaption von einem Computerspiel auf Anhieb faszinieren können. Da ich nur leider das Game „A Juggler's Tale“ von Kaleidoscube, auf der „Abbys Traum“ beruht, noch nicht kenne, kann ich jetzt keinen Vergleich zwischen Spiel und Buch ziehen und somit nicht sagen, ob die Umsetzung gelungen ist. Ich gehe aber sehr davon aus, dass dem so ist. Mich zumindest hat das, was mich im Inneren von „Abbys Traum“ erwartet hat, hellauf begeistern können, vor allem von den Illustrationen bin ich ganz hin und weg.

Von der Innengestaltung könnte ich euch ohne Ende etwas vorschwärmen. Die vielen bunten Illustrationen, die meist mehr als eine Seite einnehmen, laden zum Hineinträumen und Staunen ein und strahlen dank der dunklen und gedeckten Farben etwas herrlich Geheimnisvolles und Magisches aus. Also ich habe mich an den fantasievollen Bildern gar nicht sattsehen können und die schaurig-schöne Atmosphäre habe ich richtig geliebt. Was letzteres angeht, bin ich allerdings auch ein klein wenig ins Grübeln geraten. Die Stimmung ist insgesamt schon recht düster, finde ich, ich bin mir daher nicht so sicher, ob das Buch für jedes Kind geeignet ist. Ich halte die Altersempfehlung von ab 5 Jahren zwar durchaus für angemessen, könnte mir aber vorstellen, dass manche junge Kinder die Bilder als zu finster und unheimlich empfinden werden.

Neben der Aufmachung hat mir auch die Erzählung überaus gut gefallen. Die amerikanische Autorin Laurel Snyder, die mir nicht unbekannt war, hat meiner Meinung nach einen überzeugenden Job gemacht und die Handlung des Computerspiels „A Jugglers Tale“ wunderbar als Bilderbuchgeschichte aufs Papier gebracht. Ihre poetischen und sanften Worte harmonieren stets perfekt mit den Zeichnungen und erzählen mit ihnen gemeinsam ein modernes Märchen über viele wichtige Themen und Werte wie Freiheit, Selbstbestimmung, Mut, der Glaube an sich selbst und das Einstehen für seine Wünsche und Träume. Das Buch nimmt uns definitiv nicht nur auf ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer mit – es ist auch inspirierend und berührend und regt sehr zum Nachdenken an.

Fazit: Eine wundervolle Geschichte über den Wunsch, frei zu sein und den Mut, für sich selbst einzustehen.
Mit „Abbys Traum“ hat der Mixtvision Verlag eine echte Besonderheit herausgebracht, mit welchem er Jung und Alt ein einzigartiges Bilderbuchvergnügen beschert. Ich kann „Abbys Traum“ nur empfehlen. Mir hat es viel Freude bereitet, in eine Welt voller Geheimnisse, Magie und Fantasie einzutauchen und mich beim Lesen von der märchenhaften Geschichte und den kunstvollen und traumhaften Bildern verzaubern zu lassen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Eine wunderschöne Geschichte voller Herzenswärme und Humor!

Reißaus mit Krabbenbrötchen
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Da mir meine bisherigen Werke von Silke Schlichtmann unheimlich gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Kinderroman „Reißaus mit Krabbenbrötchen“ hörte. Cover und ...

Da mir meine bisherigen Werke von Silke Schlichtmann unheimlich gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich von ihrem neuen Kinderroman „Reißaus mit Krabbenbrötchen“ hörte. Cover und Klappentext sprachen mich direkt an – ich zögerte daher gar nicht lange und ließ das Buch bei mir einziehen.

Als die 10-jährige Jonte erfährt, dass ihre Mutter darüber nachdenkt, Opa Peter in ein Altersheim abzuschieben, ist sie entsetzt. Nur, weil er halbnackt im Garten Yoga macht, sein Handy im Kühlschrank aufbewahrt und sich 23 Gläser Senf in seinem Vorratsschrank befinden, gehört er doch nicht gleich in ein Seniorenheim. Für Jonte steht sofort fest, dass sie etwas unternehmen muss. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Schippo und ihren Geschwistern Henrik und Ditte tüftelt sie einen Plan aus, um Opa Peter zu retten.

Kinderromane, die unterhaltsam, berührend und tiefgründig zugleich sind, lese ich immer ganz besonders gerne. Sollten solche Bücher ebenfalls in euer Beuteschema fallen, kann ich euch „Reißaus mit Krabbenbrötchen“ nur ans Herz legen!
Ich habe mir eindeutig nicht zu viel von dem neuen Werk von Silke Schlichtmann versprochen: Mich hat zwischen den Buchdeckeln exakt das erwartet, was ich mir erhofft habe: Eine mitreißende und originelle Familiengeschichte, die mit viel Witz und Wärme geschrieben ist, eine genau richtige Portion Tiefe und Ernsthaftigkeit enthält und von vielen bezaubernden Illustrationen begleitet wird. Ich habe mich von Beginn an rundum wohl zwischen den Seiten gefühlt und eine herrliche (und leider viel zu kurze) Zeit mit dem Buch verbracht.

Geschildert wird alles aus der Sicht der 10-jährigen Jonte in der Ich-Perspektive. Mir war unsere liebenswerte und pfiffige Hauptprotagonistin auf Anhieb sympathisch und von der Art und Weise, wie sie uns von den Ereignissen berichtet, war ich sofort ganz hingerissen. Silke Schlichtmann versteht sich einfach bestens darin, aus dem Blickwinkel von jungen Kindern zu schreiben, dies hat sie bereits in ihren vorherigen Büchern nur zu gut unter Beweis gestellt. Auch hier hat sie den kindlichen Erzählton mal wieder perfekt getroffen und stellt Jontes Gefühle und Gedanken jederzeit vollkommen authentisch und nachvollziehbar dar. Die Zielgruppe, sprich Kinder ab etwa acht Jahren, wird sich garantiert sehr gut mit Jonte identifizieren können, aber auch mir, als Erwachsene, ist es stets mühelos geglückt, mich in unsere Romanheldin hineinzuversetzen.
Neben Jonte dürfen wir noch viele weitere interessante Figuren kennenlernen wie beispielsweise Jontes schlauen besten Freund Schippo, ihre großen Geschwister Henrik und Ditte, ihre Eltern und natürlich Opa Peter, der eine besonders wichtige Rolle spielt.
Ich mochte sämtliche Charaktere total gerne. Allesamt wurden sie glaubhaft ausgearbeitet und besitzen ihre Eigenschaften und Besonderheiten, mit denen sie für lauter wundervolle und vergnügliche Lesemomente sorgen.

Auch handlungstechnisch hat mich Silke Schlichtmann überzeugen können. Ihr ist es in meinen Augen hervorragend geglückt, ein ernstes Thema leicht und einfühlsam in einer spannenden Story zu verpacken. Das Buch führt uns kindgerecht vor Augen, wie wichtig es ist miteinander zu reden und sich gegenseitig zuzuhören. Wenn man offen und ehrlich kommuniziert, einander vertraut und zusammenhält, lassen sich gemeinsam für viele Probleme erfolgreich Lösungen finden. Die Geschichte regt definitiv zum Nachdenken an und liefert Stoff zum Diskutieren, gleichzeitig nimmt sie uns aber auch auf eine abenteuerliche Opa-Peter-Rettungsaktion mit, die uns bis nach Husum an die Nordsee führen wird und die voller Überraschungen, toller Ideen und leckerer Krabbenbrötchen steckt. Was letzteres angeht, sollte ich vielleicht besser mal vorwarnen: Das Buch macht einen großen Appetit auf Krabbenbrötchen. Wie gut, dass sich hinten im Anhang ein Rezept für dieses Gericht befindet. Deckt euch vor dem Lesen also vielleicht schon mal mit den Zutaten ein, damit ihr euren Krabbenbrötchen-Heißhunger schnell stillen könnt. ;)
Mehr über die Handlung möchte ich dann auch gar nicht verraten. Wenn ihr gerne wissen möchtet, ob Opa Peter wirklich dement ist und in ein Altersheim gehört oder ob die 23 Senfgläser in seinem Vorratsschrank und sein Handy im Kühlschrank vielleicht ganz andere Gründe haben, müsst ihr das Buch schon selbst lesen.

Von der Innengestaltung möchte ich euch aber noch kurz erzählen. Der Illustrator und Autor Jens Rassmus hat die Erzählung mit vielen liebevollen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die ideal mit dem Geschehen im Text harmonieren und das Leseerlebnis nur noch schöner machen.

Fazit: Warmherzig, witzig, bewegend und klug. Ein großartiges Buch für Jung und Alt!
Mit ihrem neuen Kinderroman „Reißaus mit Krabbenbrötchen“ beschert uns die deutsche Autorin Silke Schlichtmann eine wunderbare Familiengeschichte, in welcher sie mit viel Herz und kindlichen Humor ein schwieriges Thema behandelt. Ich kann das Buch jedem nur wärmstens empfehlen, mich hat es hellauf begeistern können. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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