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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein herrlich abgedrehtes Weltraumabenteuer!

Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums
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Die drei Freunde George, Neila und Dresch haben einen großen Traum: Sie wollen beim Musik-Wettbewerb ihrer Schule alle aus den Socken rocken. Leider sind sie nicht besonders talentiert. Um ehrlich zu sein, ...

Die drei Freunde George, Neila und Dresch haben einen großen Traum: Sie wollen beim Musik-Wettbewerb ihrer Schule alle aus den Socken rocken. Leider sind sie nicht besonders talentiert. Um ehrlich zu sein, sind sie sogar ziemlich grottig. Davon lassen sich die drei aber nicht unterkriegen. Was ihnen an Talent fehlt, machen sie durch ihre Leidenschaft allemal wieder wett. Fest entschlossen, es allen zu zeigen, treten sie als „Die Erdlinge“ an. Doch als sie anfangen zu spielen, werden sie auf einmal ins Weltall gebeamt – echt wahr! Ehe sie es sich versehen, befinden sie sich auf einem intergalaktischen Festival und müssen gegen außerirdische Bands aus allen Galaxien antreten. Werden sie es schaffen, die beste Band des Universum zu werden und ihre Welt zu retten?

Endlich gibt es neues Lesefutter von Tom Fletcher! Ich liebe die Bücher des britischen Autors (vor allem seine zauberhafte Weihnachtosaurus-Reihe). An seiner Space Band konnte ich daher natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Schon das Cover verspricht jede Menge Spaß und Action und genau das bekommt man hier auch.

Tom Fletcher beschert uns hier ein unterhaltsames Sci-Fi-Musik-Abenteuer, an dem vor allem Fans von David Walliams ihre helle Freude haben werden. Ähnlich schräg und humorvoll wie man es von Walliams kennt, präsentiert sich die Geschichte rund um die drei Freunde George, Neila und Dresch. Der Beginn mag noch recht ruhig daherkommen, doch sobald es mit dem Trio ins All geht, hebt die Handlung so richtig ab und wird ganz schön abenteuerlich und verrückt - für meinen Geschmack schon etwas zu viel des Guten. Kinder aber werden den Humor garantiert lieben. Tom Fletcher weiß einfach, wie er sein junges Publikum bei Laune hält. Die lebendige Erzählweise und kurzen Kapitel lassen die über 300 Seiten nur so dahinfliegen und die Aufmachung peppt das Ganze zusätzlich auf. Der Text spielt gekonnt mit verschiedenen Schriftarten, zahlreiche schwarz-weiß Illustrationen von Dynamo untermalen die Ereignisse gekonnt und die eingeschobenen Comic-Passagen sorgen nochmals für eine Portion Abwechslung. Langweilig wird es hier zu keiner Zeit. Ob die kreativen Namen der verschiedenen Rockbands wie die Gas-Giganten, der aufregende Wettbewerb oder Georges selbst komponierte Songs – galaktischer Spaß ist hier garantiert. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte aber auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt und Vielfalt. Ich-Erzähler George, Neila und Dresch sind ein tolles Team, immer füreinander da und gemeinsam unschlagbar. Sie zeigen uns, was wahre Freundschaft ausmacht. Dass Musik verbindet und jeder dort Hause ist wo er sich wohlfühlt, ganz egal woher man kommt. Unsere Welt ist bunt und dafür sollte sie gefeiert werden!

Sehr cool sind auch die QR-Codes zu den Songs, mit denen man sich die Lieder auf Englisch anhören kann. In diesem Buch steckt wirklich sehr viel Kreativität und Liebe zum Detail. Dass sich im Klappentext und beim Inhaltsverzeichnis kleine Fehler eingeschlichen haben, schmälert das Ganze nur geringfügig.

Fazit: Ein herrlich abgedrehtes und fetzig-witziges Weltraumabenteuer hat uns der Tom Fletcher hier gezaubert. Eine warmherzige Freundschaftsgeschichte ab 8 Jahren über Unterschiede und Vielfalt. Mir war persönlich war das Buch stellenweise schon etwas zu abgespaced, aber wer es gerne verrückt und actionreich mag und für Rockmusik brennt, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Eine wunderbare Fortsetzung voller Freundschaft, Spannung und Magie!

Secret Forest Academy. Der Seelendieb
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Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, hat sich das Leben der 12-jährigen Ava komplett verändert. Sie ist nun Schülerin an der Secret Foresr Academy – ein geheimes Internat für Waldwandler. Doch nicht ...

Seit ihre Eltern spurlos verschwunden sind, hat sich das Leben der 12-jährigen Ava komplett verändert. Sie ist nun Schülerin an der Secret Foresr Academy – ein geheimes Internat für Waldwandler. Doch nicht alle hegen friedliche Absichten. Um den finsteren Plänen von Morbus auf den Grund zu gehen, treten Ava und River auf die andere Seite des Schattenportals. Dort wird Avas Seelentier Spirit schwer verletzt, als er versucht den kleinen Tigerwelpen Ü zu retten. Ihnen gelingt die Flucht, aber wird Spirit durchkommen? Zurück in der Schule, wird er sofort auf der Pflasterstation versorgt, aber seine Lebensenergie wird immer schwächer. Um ihn zu retten, gibt es nur ein Mittel: Das Goldene Samenkorn vom Zauberbaum. Ava würde alles für ihren geliebten Spirit zu tun. Zum Glück kann sie sich immer auf ihre Freundinnen verlassen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Endlich geht es mit der Secret Forest Academy weiter! Nachdem mich Tina Stein mit dem Auftakt ihrer ersten Kinderbuchreihe begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Diese schließt nahtlos an den Vorgänger an – der erste Band sollte daher bekannt sein.

Ein weiteres Mal entführt uns Tina Stein in den Norden Kaliforniens an die Secret Forest Academy und beschert uns magischen Lesegenuss vom Feinsten. Der zweite Band geht genauso aufregend weiter wie der erste geendet hat. Zusammen mit Ich-Erzählerin Ava und ihren Freund
innen begibt man sich als Leser*in auf eine abenteuerliche Suche voller Rätsel, Gefahren und unerwarteten Entdeckungen. Einmal mit dem Lesen begonnen, kann/mag man nicht mehr damit aufhören. Tina Stein schreibt gewohnt fesselnd und atmosphärisch und so bildhaft, dass man direkt in die Geschichte eintauchen kann. Dazu die kurzen Kapiteln, die selten mehr als fünf Seiten umfassen, lassen die Lesezeit nur so im Fluge vergehen. Es macht einfach wieder richtig Spaß in diese faszinierende Welt einzutauchen, die weitaus mehr bereithält als nur ein fantastisches Abenteuer. Die Autorin vereint erneut gekonnt eine magische Schulgeschichte mit wichtigen Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Verantwortung und Vertrauen. Ava, River, Tami und Gemma sind ein tolles Team, immer füreinander da und zusammen unschlagbar. Gemeinsam wachsen sie über sich hinaus und zeigen uns, was wahre Freundschaft ausmacht.
Die weiteren Charaktere sind jedoch nicht minder liebevoll gestaltet. Ob der sprechende Bär Urs, das Wichtelmädchen Little oder der kleine knuffige Tigerwelpe Ü – allesamt machen sie das Lesen zu einem besonderen Erlebnis.
Ein ausführliches Personenregister und Glossar im Anschluss runden das Ganze ab und zum Cover muss hier vermutlich nicht groß was gesagt werden, oder? Die Bente Schlick hat sich mal wieder selbst übertroffen, auch dieser Band ist ein echter Hingucker!

Das Ende macht neugierig auf mehr, am liebsten würde man sofort weiterlesen. Soweit ich weiß, ist bisher noch kein dritter Band angekündigt, ich hoffe aber sehr, dass sich das noch ändern wird. Ich würde Ava und Co. unheimlich gerne noch länger begleiten.

Fazit: Eine wunderbare Fortsetzung hat uns die Tina Stein hier gezaubert. „Secret Forest Academy – Der Seelendieb“ ist ein spannendes und unterhaltsames Fantasyabenteuer voller Freundschaft, Geheimnisse und Magie. Das perfekte Lesefutter für alle ab 10 Jahren, die gerne in fantastische Welten eintauchen. Ich kann auch diesen Band nur empfehlen, mir hat er genauso gut gefallen wie der erste. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

Märchenhaft, düster, anspruchsvoll.

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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In dem kleinen englischen Fischerdorf Rye scheint der Winter kein Ende nehmen zu wollen. Obwohl schon Mai ist, ist es kalt, regnerisch und grau. Alle Bäume sind noch kahl, nirgendwo zeigt sich eine Blume. ...

In dem kleinen englischen Fischerdorf Rye scheint der Winter kein Ende nehmen zu wollen. Obwohl schon Mai ist, ist es kalt, regnerisch und grau. Alle Bäume sind noch kahl, nirgendwo zeigt sich eine Blume. An diesem tristen Ort lebt die 13-jährige Flora Brimble. Es sind keine guten Zeiten, das Geld ist knapp, ihr Vater ist krank und das trostlose Wetter drückt aufs Gemüt. Floras einziger Lichtblick sind ihre Geschichten, die sie leidenschaftlich gerne schreibt. Als sie an ihrem Geburtstag eine besondere Tinte kauft, beginnt für das Mädchen ein unglaubliches Abenteuer. Flora macht sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Maikönigin, die den Frühling nach Rye zurückbringen soll. Auf ihrem Weg trifft sie auf einen kauzigen Kobold und ein sprechendes Eichhörnchen. Kurz darauf begegnet ihnen auch noch eine böse Hexe und ein Mädchen namens Harriet, das eigentlich nur Floras ausgedachte Romanheldin ist. Schnell wird klar, dass ihre Reise viel komplizierter ist als gedacht...

Ein großartiges Cover hat uns der Max Meinzold hier gezaubert. Das Mädchen mit diesem eindringlichen Blick zieht einen förmlich magisch an und dazu noch der wunderschöne Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Hingucker. Ich war sofort wie gebannt und da auch der Klappentext sehr interessant klang, war schnell klar, dass ich Flora Brimble kennenlernen möchte.

Marcus Raffel präsentiert hier einen sehr ungewöhnlichen Fantasy-Schmöker, der weitaus tiefgründiger daherkommt als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Man merkt schnell, dass zwischen diesen Buchdeckel viel mehr steckt als nur ein magisches Abenteuer. „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ nimmt uns mit auf eine poetische und geheimnisvolle Reise über die Macht der Geschichten und Kraft der Freundschaft, Ängste, Mut und Hoffnung. Die Erzählung wechselt oft zwischen Wirklichkeit, Fantasie und Intertextualität, immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen dem was, was real ist und dem, was aus Floras eigener Feder stammen könnte. Die Handlung erscheint dadurch öfters etwas wirr und kann für junge Leser*innen schwer zu greifen sein. Manchmal fühlt es sich so an, als wäre man in Lewis Carrolls’ skurrilem Wunderland gelandet.
Die Atmosphäre ist überwiegend recht düster und melancholisch, wird durch die charmanten Charaktere aber gekonnt aufgelockert. Ob die mutige und aufgeweckte Flora, die fröhliche Harriet, das redselige Eichhörnchen Parzival, der eigenwillige Kobold Grisold oder die weiteren Figuren – allesamt sind sie mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und bleiben lange im Gedächtnis. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch zwiespältig zurückgelassen. Für meinen Geschmack ist es für ein Kinderbuch ab 10 Jahren zu komplex und verworren.

Fazit: „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist eine philosophische und märchenhafte Geschichte voller feinsinnigem Humor, Spannung und Magie. Ein außergewöhnliches und anspruchsvolles Kinderbuch ab 10 Jahren, das sich durch seinen besonderen Erzählstil und seine fantasievolle Handlung von anderen Fantasybüchern dieser Altersklasse abhebt. Wer gerne Geschichten à la „Alice im Wunderland“ liest, sollte sich „Flora Brimble“ vielleicht mal genauer anschauen. Ich persönlich hatte etwas anderes erwartet, habe die Lektüre aber dennoch nicht bereut. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein vielversprechender Auftakt einer magischen Hexencomic-Reihe!

Elsbeth. Band 1
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Am Rande der Welt gibt es eine kleine Insel namens Refugium, die allerhand magischen Wesen Schutz bietet und von Hexen reagiert wird. Vor langer Zeit traf der Fluch der Schönen Stille sämtliche Jungen ...

Am Rande der Welt gibt es eine kleine Insel namens Refugium, die allerhand magischen Wesen Schutz bietet und von Hexen reagiert wird. Vor langer Zeit traf der Fluch der Schönen Stille sämtliche Jungen dieses Reiches und beraubte sie ihrer Stimme und Zauberkraft. Sie tragen fortan ein Brett vor der Brust, um sich mithilfe geschriebener Sprache auszudrücken. Auch die junge Hexe Elsbeth lebt in dieser Welt, wo sie an der schwebenden Universität mit vielen anderen Hexen ausgebildet wird. Sie ist eine begabte Studentin, schafft es aber irgendwie immer wieder, bei ihren Lehrerinnen anzuecken. Zum Glück hat sie Janine, ihren Geliebten, auf den sie sich immer verlassen kann. Doch wie gerne würde sie mal die Worte „Ich liebe dich“ aus seinem Mund hören. Da kommt ihr eine Idee: Sie will das Geheimnis des Fluchs lüften und Janine seine Stimme zurückgeben!

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Das Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe Geschichten, die an Zauberschulen spielen und von mutigen Heldinnen handeln! Ihr auch? Dann solltet ihr euch „Elsbeth“ vielleicht mal genauer anschauen. Für mich persönlich ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber Tristan Roulot und Sarah Conradsen präsentieren hier dennoch einen sehr gelungenen Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

Der erste Band rund um die junge Hexe Elsbeth legt den Grundstein für ein faszinierende Welt voller Geheimnisse und Magie. Viele Elemente und Ideen werden eingefleischten Fantasy-Leserinnen sicherlich vertraut vorkommen, doch die Künstlerinnen schaffen es trotz allem, etwas Neues und Originelles daraus zu machen. Es macht richtig Spaß, in dieses Universum einzutauchen, in welchem Frauen und Hexen das Sagen haben und Männer und Jungen nur mit einem Brett vor der Brust kommunizieren können. Man erhält interessante Einblicke in die Vergangenheit, die schnell deutlich machen, dass die Story weitaus tiefgründiger ist als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Tristan Roulot vereint gekonnt ein fesselndes Hexenabenteuer mit wichtigen Themen wie Macht, Freiheit, Gleichheit und das Streben nach Gerechtigkeit. Elsbeth ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art direkt ins Herz schließt. Sie lässt sich so leicht nicht unterkriegen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Rätsel des Fluchs zu lösen und das Gleichgewicht zwischen den beiden Geschlechtern wiederherzustellen. Sie ist ein tolles und inspirierendes Vorbild für junge Leser*innen und ermutigt sie dazu, Dinge zu hinterfragen und für sich selbst einzustehen.
Am Ende bleiben recht viele Fragen offen und da es natürlich auch einen fiesen Cliffhanger gibt, kann man das Weiterlesen kaum erwarten. Ich jedenfalls freue mich schon sehr darauf, Elsbeth und ihre Freundinnen weiter zu begleiten.

Optisch ist dieser Comic ein besonderes Highlight. Sarah Conradsens Zeichnungen mit Disney-Touch sind modern, verspielt und ausdrucksstark, die Farben hell leuchtend und warm. Sie erwecken das Erzählte perfekt zum Leben und sorgen für eine herrlich magische Atmosphäre.

Fazit: „Elsbeth – Der Fluch der Schönen Stille“ ist ein vielversprechender Auftakt einer spannenden Fantay-Comic-Reihe ab 9 Jahren. Ein bezaubernder Wohlfühlcomic für Jung und Alt, der durch seine starke Heldin und sein wunderschönes Artwork besticht. Auch wenn es mir für die volle Sternenzahl nicht ganz gereicht hat, hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein wunderbarer Schulcomic! Unterhaltsam und informativ zugleich.

Der Comic-Club
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Nach Unterrichtsschluss treffen vier völlig unterschiedliche Schülerinnen zufällig in der Schulbibliothek aufeinander: Makayla, die vor Fantasie und Einfällen nur so sprüht, aber nicht weiß, wie sie ihre ...

Nach Unterrichtsschluss treffen vier völlig unterschiedliche Schülerinnen zufällig in der Schulbibliothek aufeinander: Makayla, die vor Fantasie und Einfällen nur so sprüht, aber nicht weiß, wie sie ihre Ideen in eine Geschichte packen soll. Howard, der leidenschaftlich gerne zeichnet (auch im Matheunterricht) und davon träumt, Comickünstler zu werden. Art, der alles liebt, was kreativ ist und immer gerne Neues ausprobiert. Und Lynda, die ziemlich schüchtern ist und mehr ihre Fehler als ihr Können in ihren Zeichnungen sieht. So verschieden die Vier auch sein mögen, haben sie doch eine Sache gemeinsam: Sie lieben Comics! Kurzentschlossen gründen sie den Comic-Club, unterstützt von der engagierten Schulbibliothekarin Frau Fatima. Gemeinsam erfahren die Freunde nicht nur, wie man Comics macht und seine Ideen in fantastische Abenteuer verwandelt – sie lernen auch zusammenzuarbeiten und zu sich selbst zu stehen.

Seit ich die Bücher von Raina Telgemeier für mich entdeckt habe, freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihr auf Deutsch erscheint. „Der Comic-Club“ war daher natürlich ein absolutes Muss für mich und ich wurde nicht enttäuscht!

Scott McCloud und Raina Telgemeier präsentieren mit ihrem Gemeinschaftswerk eine großartige Graphic Novel, die vor allem für Comic-Begeisterte ein echter Leckerbissen ist. Jede Menge interessantes Wissen aus der Welt der Comics wird hier auf eine wunderbar spielerische Weise vermittelt. Wie zeichnet und textet man Comics? Welche Materialien benötigt man? Was sind Panels, Grawlixes und Plewds? All das und noch mehr erklären die beiden New York Bestseller-Künstler
innen, gekonnt verpackt in einer fröhlichen Schulgeschichte. Von Langeweile oder trockenem Sachbuch ist hier keine Spur! Die Story wird herrlich humorvoll und mitreißend erzählt und punktet neben Wissensvermittlung auch mit wertvollen Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen. Unsere vier Hauptprotagonistinnen könnten unterschiedlicher kaum sein, doch ihre gemeinsame Leidenschaft schweißt sie zusammen. Sie zeigen uns, wie viel Spaß es machen kann, gemeinsam kreativ zu sein und dass es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, die immer für einen da sind. Es ist toll zu sehen, wie die Vier einander respektieren und sich gegenseitig dazu ermutigen, ihre Ideen zu verwirklichen. Ihre Begeisterung für Comics wirkt richtig ansteckend und wird sicherlich viele Kids dazu motivieren, selbst zum Zeichenstift zu greifen und vielleicht auch ihren eigenen Club zu gründen.

Darüber hinaus wird auch deutlich, wie viel Arbeit, Zeit und Herzblut in jedem einzelnen Comic steckt. So manche Erwachsene, die diese Art von Büchern eher müde belächeln (wenig Text und so) werden sie nach dieser Lektüre garantiert mit ganz anderen Augen sehen.

Auch optisch überzeugt dieser Titel auf ganzer Linie. Raina Telgemeiers farbenfrohe Illustrationen sind modern, lebendig und ausdrucksstark, die Charaktere sympathisch und divers gezeichnet. Sie setzen das Erzählte perfekt in Szene, viele Worte sind dabei meist gar nicht vonnöten. Durch das sehr übersichtliche Layout und den geringen Textanteil ist das Buch ideal für Wenigleser
innen geeignet und vermag sicherlich sogar den größten Lesemuffel in den Bann zu ziehen.

Fazit: „Der Comic-Club“ ist ein witziger und inspirierender Schulcomic ab 8 Jahren über Freundschaft, Kreativität und den Mut, etwas Neues auszuprobieren. Das perfekte Geschenk für alle Comic-Fans und die, die es noch werden wollen. Unterhaltsam und informativ zugleich und mit ganz viel Herz. Wer sich für Comics interessiert und selbst gerne zeichnet, sollte sich dieses Buch unbedingt mal genauer anschauen! Ich bin begeistert und kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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