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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2021

Spannend, fantasievoll, herrlich schräg und witzig!

Das Haus am Rande der Magie
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Bei dem Kinderroman „Das Haus am Rande der Magie“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn lesen muss. Bei einem Blick auf das hinreißende Cover war es sofort um mich geschehen und da mich der Klappentext ...

Bei dem Kinderroman „Das Haus am Rande der Magie“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn lesen muss. Bei einem Blick auf das hinreißende Cover war es sofort um mich geschehen und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, zögerte ich wirklich gar nicht lange und packte das Buch auf meine Want-to-read-Liste.

Die Waise Neun ist eine Straßenräuberin und verdient sich mit ihren Diebstählen ihre Unterkunft. Als sie mal wieder auf Beutezug unterwegs ist und von einer Frau ein Miniaturhaus ergaunert, wird sich ihr Leben schlagartig ändern. Neun klopft an die winzig kleine Tür des Häuschens und dieses beginnt auf einmal zu wachsen bis es riesengroß vor ihr steht. Als das Mädchen das Haus betritt, stolpert sie mitten hinein in eine fremde und magische Welt voller unglaublicher Dinge und verrückter Kreaturen. So wird sie unter anderem die Bekanntschaft mit einem ziemlich durchgeknallten Zauberer namens Eiderdaus machen und mit einem sprechenden Löffel im Schottenrock. Das Haus steht allerdings unter einem Fluch und Neun soll den Bewohnern dabei helfen ihn zu brechen. Ein unvorstellbares Abenteuer beginnt.

Die britische Kinderbuchautorin Amy Sparkes war mir bisher vollkommen unbekannt gewesen; der Auftaktband ihrer „Das Haus am Rande der Magie“ - Reihe war also mein erstes Werk von ihr. Es wird auch nicht mein letztes gewesen sein: Mir hat das, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet hat, richtig gut gefallen. In meinen Augen hat Amy Sparkes mit „Das Haus am Rande der Magie“ einen überzeugenden Serienstart aufs Papier gebracht, der vor witzigen und schrägen Momenten nur so sprüht und unglaublich fantasievoll ist. Da ich solche Bücher immer wahnsinnig gerne lese, war die Geschichte wirklich ganz nach meinem Geschmack. Allerdings hat es mir letztendlich dann leider doch nicht für die volle Sternenzahl gereicht. Ein bisschen mehr hatte ich mir von dem Buch dann irgendwie doch erhofft. Aber wie gesagt, begeistert bin ich dennoch und ich werde die Reihe auch auf jeden Fall weiterverfolgen. Im Englischen wird die Fortsetzung Anfang nächsten Jahres erscheinen und die deutsche Übersetzung soll voraussichtlich im Mai folgen. Auf den zweiten Teil freue ich mich schon sehr.

Aber zurück zum ersten Band. Der Einstieg in die Handlung ist mir mühelos geglückt; sowohl der Sprachstil als auch die Erzählform haben sofort bei mir punkten können. Amy Sparkes besitzt eine wunderbare Art zu schreiben, schön leicht, mitreißend und humorvoll und absolut passend für die Zielgruppe. Der Altersempfehlung vonseiten des Verlags schließe ich mich daher an. Leserinnen ab 10 Jahren sollte der Text keinerlei Schwierigkeiten bereiten und mit unserer Hauptprotagonistin, die den ungewöhnlichen Namen Neun trägt, werden sie sich garantiert prima identifizieren können.

Neun, aus deren Sicht wir alles in der dritten Person erfahren, habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Dass sie eine geschickte Taschendiebin ist, macht sie zwar im ersten Moment natürlich eher weniger sympathisch, aber da sie in einer Zeit lebt, in der es üblich war, dass sich Kinder mithilfe von Diebstählen über Wasser halten, verzeiht man es ihr als Leser
in, dass sie keine Scheu davor hat reiche Leute auf den Straßen um ihre Wertgegenstände zu erleichtern. Also ich fand Neun klasse, ich mochte ihre pfiffige, vorlaute und selbstbewusste Art auf Anhieb.

Mit den weiteren Charakteren hat mich die Autorin ebenfalls überzeugen können. Sie bleiben zwar recht oberflächlich, aber gestört hat mich das nicht. Ich habe es als rundum stimmig für die Handlung empfunden, dass die Figuren nicht allzu tiefgründig ausgearbeitet wurden. Amy Sparkes hat das Augenmerk eindeutig darauf gelegt, die Geschichte mit lauter ausgefallenen Gestalten zu versehen und das ist ihr zweifellos hervorragend geglückt. Die Bewohner des magischen Hauses, auf welches Neun stoßen wird, kann man wahrlich nur als verrückt bezeichnen. Verrückt auf eine liebenswerte Art und Weise, versteht sich. Ich habe mich über die ulkigen Eigenarten der Charaktere und die vielen lustigen Dialoge prächtig amüsiert und das Schmunzeln oft gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.

Neben den unterhaltsamen Momenten kommen natürlich auch die Spannung und Rätselhaftigkeiten nicht zu kurz. Da muss ich nur sagen, dass es der Story irgendwie dennoch nicht gelungen ist, mich durchgehend an die Seiten zu fesseln. Ich kann noch nicht mal sagen, woran genau es nun gelegen hat, denn eigentlich passiert wirklich ständig etwas neues Aufregendes und Überraschendes. Komplett packen konnte mich die Handlung aber dennoch nicht. Bis auf diesen Punkt kann ich mich aber wirklich nur positiv zu dem Buch äußern. So auch zum Setting, mit welchem mich Amy Sparkes hellauf begeistern konnte.

Kulissenmäßig bin ich definitiv ganz auf meine Kosten gekommen. Mein Highlight war natürlich das Haus. Mit diesem hat Amy Sparkes einen einzigartigen Schauplatz erschaffen, von welchem man einfach entzückt und fasziniert sein muss. Ich meine: Ein umher wandelndes Klo? Eine rülpsende Zuckerdose? In diesem Haus wimmelt es einfach nur so vor Kuriositäten und Magie und auch die Mysterien können sich sehen lassen. Ich habe meinen Aufenthalt in diesem skurrilen Haus richtig genossen und die magische Atmosphäre, die es verströmt, hat mich völlig verzaubern können. Schade eigentlich, dass es keine Innenillustrationen gibt. Diese hätten die besondere Stimmung bestimmt nur noch verstärkt und die Geschichte noch lebendiger gemacht.

Das Ende ist recht abgeschlossen, weckt aber dennoch die Neugier auf den zweiten Band. Auf den freue ich mich wirklich schon sehr. Ich bin total gespannt wie es wohl mit Neun und Co. weitergehen wird.

Fazit: Ein toller Reihenauftakt voller Spannung, Spaß, Wunder und Magie.
Die britische Autorin Amy Sparkes hat mit „Das Haus am Rande der Magie“ ein gelungenes Kinderbuch für Leser*innen ab 10 Jahren geschrieben, mit welchem sie Jung und Alt ein wundervolles Fantasyabenteuer beschert. Die Geschichte steckt voller außergewöhnlicher Charaktere, herrlicher Verrücktheiten, Geheimnisse und ein kleines bisschen Grusel und wird mit viel Humor, Tempo und Fantasie erzählt. Ich habe eine zauberhafte Zeit mit dem Buch verbracht und kann es nur empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Traumhaft schön und einzigartig! Ein echtes Schätzchen.

Alice im Wunderland
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Als ich hörte, dass der Mixtvision Verlag dieses Jahr ein prachtvoll illustriertes Bilderbuch im Großformat von „Alice im Wunderland“ herausbringen wird, war meine Freude riesig. „Alice im Wunderland“ ...

Als ich hörte, dass der Mixtvision Verlag dieses Jahr ein prachtvoll illustriertes Bilderbuch im Großformat von „Alice im Wunderland“ herausbringen wird, war meine Freude riesig. „Alice im Wunderland“ zählt zu meinen absoluten Lieblingsklassikern – in meinen Bücherregalen stehen mittlerweile die verschiedensten Ausgaben dieses beliebten Werkes. Der Mixtvision-Schmuckband durfte in meiner Sammlung natürlich auf gar keinen Fall fehlen.

„Alice im Wunderland“ begleitet und fasziniert mich seit meiner Kindheit. Sei es über die japanische Anime-Serie, die Disney-Zeichenverfilmung, die unterschiedlichsten Hörspielfassungen und Buchausgaben – ich habe die kleine Alice nun schon viele Male in das kuriose Wunderland begleitet. Mein letzter buchiger Aufenthalt ist sogar noch gar nicht so lange her: Erst im vergangenen Jahr habe ich die Alice-MinaLima-Schmuckausgabe aus dem Coppenrath Verlag gelesen, bei der sich es sogar um dieselbe Übersetzung handelt wie bei der Mixtvision-Version. Wenn ihr nun aber denken solltet, dass ich mich beim erneuten Durchschmökern der Geschichte gelangweilt habe, habt ihr definitiv falsch gedacht! Dank der fantastischen Bilder von Valeria Docampo habe ich Lewis Carrolls bekannten Kinderbuchklassiker auf eine vollkommen neue Art und Weise kennenlernen und erleben dürfen und mich dabei nur noch mehr in dieses zeitlose Werk verliebt.

In meinen Augen ist dem Mixtvision Verlag mit seiner Bilderbuchausgabe von „Alice im Wunderland“ ein wahres Meisterwerk gelungen. Das Buch ist so unglaublich schön gestaltet; das Cover ist der reinste Hingucker und im Innenteil kommen wir nahezu auf jeder Doppelseite in den Genuss einer ganzseitigen farbigen Illustration der Künstlerin Valeria Docampo. Von den Bildern könnte ich euch ohne Ende etwas vorschwärmen, sie stecken voller Magie und Fantasie und erwecken die einzigartigen Figuren aus Lewis Carrolls wundersamer Welt auf eine bisher nie dagewesene und großartige Weise zum Leben. Für mich war es einfach nur das pure Vergnügen mich von den vielen kunterbunten Illustrationen in mein geliebtes Wunderland entführen zu lassen und neu entdecken zu dürfen.
Meiner Ansicht nach ist es Valeria Docampo vortrefflich gelungen, den besonderen Charme der Erzählung mit ihrer Interpretation einzufangen und in Szene zu setzen. Ihre ausdrucksstarken und teils etwas abstrakten Zeichnungen passen einfach nur perfekt zu dieser skurrilen Geschichte.

Auf den Inhalt brauche ich, glaube ich, vermutlich gar nicht groß eingehen, oder? Ich meine: Wer ist nicht schon zusammen mit der aufgeweckten Alice dem weißen Kaninchen ins Wunderland gefolgt, ist der einmaligen Grinsekatze, der rauchenden Raupe, dem verrückten Hutmacher oder der Herzkönigin begegnet und war bei der wohl bizarrsten Teeparty und dem merkwürdigsten Croquetspiel aller Zeiten dabei? Also ich gehe wirklich sehr davon aus, dass die meisten von euch die Story kennen und schon die Bekanntschaft mit den vielen liebenswert-schrägen Figuren aus Lewis Carrolls völlig verdrehter Welt gemacht haben. Und solltet ihr dem Wunderland tatsächlich noch keinen Besuch abgestattet haben, kann ich euch nur ans Herz legen dies unbedingt noch zu ändern. „Alice im Wunderland“ ist eindeutig nicht ohne Grund zu so einem namhaften Klassiker geworden. Wobei vermutlich schon dazu gesagt sein muss, dass er nicht jedermanns Sache sein wird. Die Geschichte ist wirklich ziemlich abstrus und ausgefallen. Ich jedenfalls liebe sie und kann gar nicht oft genug in sie eintauchen.

Was die deutsche Übersetzung dieser Ausgabe angeht, habe ich euch ja bereits erzählt, dass sie mir schon bekannt war. Auch dieses Mal kann ich mich nur positiv zu ihr äußern. Meiner Meinung nach hat Christian Enzensberger den Text wunderbar in Deutsche übertragen. Die Sprache ist leicht und flüssig und genau richtig modern. Für mich hat sich der Schreibstil erneut sehr angenehm lesen lassen und in meinen Augen eignet er sich auch prima zum Vorlesen. Kinder, die aufmerksame Zuhörer sind, sollten den Geschehnissen ohne Schwierigkeiten folgen können und garantiert unheimlich viel Freude dabei haben, die vielen märchenhaften Bilder zu betrachten und sich von ihnen verzaubern zu lassen.

Fazit: Der Mixtvision Verlag hat mit seiner großformatigen Neuausgabe des Kinderbuchklassikers „Alice im Wunderland“ einen echten Buchschatz herausgebracht, der in keinem guten Bücherregal fehlen darf und für Alice-Fans und Schmuckausgaben-Liebhaber*innen ganz klar ein absolutes Must-Have ist. Die Gestaltung des Buches ist einfach nur ein Traum und die vielen fantasievollen und magischen Bilder von Valeria Docampo machen die wohlvertraute Geschichte von Lewis Carrolls berühmten Klassiker zu einem ganz neuen und unvergesslichen Erlebnis. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen und habe zauberhafte Lesestunden damit verbracht. Von mir gibt es nur zu gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.11.2021

Ein märchenhaft schönes Buch voller frostiger Magie, Spannung und Geheimnisse!

Ein Mädchen namens Owl
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Bei „Ein Mädchen namens Owl“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen muss. In das wunderhübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext sprach mich ...

Bei „Ein Mädchen namens Owl“ stand für mich sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen muss. In das wunderhübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und auch der Klappentext sprach mich direkt an. Von der britischen Autorin Amy Wilson hatte ich bisher noch nichts gelesen. „Ein Mädchen namens Owl“ sollte also mein erstes Werk von ihr werden.

Die 13-jährige Owl kann ihren Namen nicht leiden und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass ihre Mutter sie nach einem Vogel benannt hat, weigert sie sich auch noch beharrlich ihrer Tochter mehr von ihrem Vater zu erzählen. Owl hat ihren Vater nie kennengelernt und weiß so gut wie nichts über ihn. Wie gerne würde sie mehr über ihn wissen, aber mit einer schweigenden Mutter gestaltet sich das Nachforschungen anstellen äußerst schwierig. Auch von ihrer besten Freundin Mallory kann Owl gerade mit keiner großen Unterstützung rechnen, da diese zurzeit ihren eigenen Problemen beschäftigt ist.
Owls Leben wird völlig auf den Kopf gestellt werden, als sie eines Tages eine merkwürdige Veränderung an sich feststellt. Was hat es mit den Frostmustern auf ihrer Haut und den Eistränen nur auf sich? Owl begibt sich auf die Suche nach Antworten und landet sehr bald in einer magischen Welt. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

Dies war also mein erstes Werk aus der Feder von Amy Wilson und es wird auf jeden Fall nicht mein letztes gewesen sein. Mein Riecher hat mich mal wieder nicht im Stich gelassen – ich bin vollkommen verzaubert von dem Buch. In meinen Augen hat die britische Autorin Amy Wilson mit dem Auftaktband ihrer „Die Abenteuer der Tochter des Windes“ - Trilogie eine wundervolle Fantasygeschichte ab 10 Jahren geschrieben, welche voller winterlichem Zauber, eisiger Magie und Mysterien steckt, mit viel Herz und Fantasie erzählt wird und für die kalte Jahreszeit einfach nur die perfekte Lektüre ist.

Ich hatte einen super Einstieg in die Geschichte. In den Erzählstil habe ich mich sofort verliebt – er ist fesselnd und bildlich, für mich hat er sich wunderbar lesen lassen – und auch die Handlung hat mich vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen und begeistern können.
Als Leserin wird man zunächst in unsere Welt mitgenommen und lernt Owl, unsere 13-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin, näher kennen. Owl habe ich augenblicklich in mein Herz geschlossen. Sie ist sympathisch, aufgeweckt und klug und bemerkenswert selbstbewusst und mutig. Mit ihr hat die Autorin eine großartige Romanheldin erschaffen, die man als Leserin einfach sofort gernhaben muss und in die man sich dank der authentischen Darstellungsweise ihrer Empfindungen und Gedanken jederzeit mühelos in sie hineinversetzen kann. Auch ich, als Erwachsene, habe mich spielend leicht in Owl hineinfühlen können. So hatte ich beispielsweise großes Verständnis dafür, dass sie ihren ungewöhnlichen Namen nicht so wirklich leiden kann (ich würde irgendwie auch nicht so gerne Eule heißen) und dass sie unbedingt mehr über ihren Vater wissen möchte, habe ich ebenfalls völlig nachvollziehen können. Leider weigert sich Owls Mutter nur beharrlich mehr über ihn erzählen. Aus welchem Grund bloß? Weshalb möchte sie nicht über ihn sprechen?
Neben dieser Frage gibt es noch viele weitere Rätselhaftigkeiten, auf die man unbedingt Antworten haben möchte: Was hat es mit diesen seltsamen Frostmustern auf sich, die sich plötzlich auf Owls Haut bilden? Wieso verwandeln sich ihre Tränen auf einmal in Eis? Haben diese neu entdeckten Kräfte vielleicht etwas mit ihrem Vater zu tun? Und wer ist eigentlich dieser neue Mitschüler namens Alberic? Irgendwie verhält er sich äußerst sonderbar. Was hat er nur zu verbergen?
Für eine zusätzliche geheimnisvolle Stimmung sorgen dann noch die kurzen poetischen Zwischenkapitel, die nicht aus Owls Blickwinkel erzählt werden und die etwas Märchenhaftes an sich haben. Was genau hat es mit diesen auf sich?

Man mag das Buch wirklich gar nicht mehr aus der Hand legen, da man endlich Licht ins Dunkle bringen möchte und einfach ständig etwas neues Aufregendes und Überraschendes passiert.
Ich bin beim Lesen so richtig ins Mitfiebern geraten und da neben der Spannung auch die bewegenden und tiefgründigen Momente nicht zu kurz kommen, saß des öfteren auch ganz gerührt da.
In „Ein Mädchen namens Owl“ schlummert definitiv nicht nur ein spannungsreiches Fantasyabenteuer – es vermittelt auf eine sehr warmherzige Art und Weise auch lauter bedeutsame Themen und Werte wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Familie, Vertrauen, Identitätsfindung und das Hinauswachsen über sich selbst. Owl wird im Verlauf des Buches eine Stärke und Entschlossenheit zutage legen, für die ich sie zutiefst bewundert habe und wie die innige Freundschaft zwischen ihr und ihrer besten Freundin Mallory dargestellt wird, hat mir richtig das Herz erwärmt.

Mit Mallory leite ich dann auch mal zu den Charakteren über. Nicht nur Owl wurde hervorragend ausgearbeitet – auch die weiteren Figuren hat die Autorin facettenreich skizziert. Besonders liebgewonnen habe ich die bereits genannte Mallory, die wie Owl ein so tolles, pfiffiges und starkes Mädchen ist. Besonders gut gefallen hat mir auch noch Alberic – ihn mochte ich, im Gegensatz zu Owl, vom ersten Augenblick an sehr gerne.
Zu den weiteren Figuren sage ich nun mal nichts weiter. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass ihr zwischen den Seiten lauter außergewöhnlichen und magischen Gestalten begegnen werdet, von denen manche liebenswert und freundlich sind und andere keine guten Absichten hegen.

Mit dem Setting hat das Buch ebenfalls auf ganzer Linie bei mir punkten können. Dank der anschaulichen und stimmungsvollen Beschreibungen hat man beim Lesen das reinste Kopfkino und kommt durchweg in den Genuss einer ganz besonderen, winterlichen Atmosphäre. Ich habe sowohl die Schauplätze in der Realität als auch die in Amy Wilsons fantasievoller Welt richtig geliebt und das frostklirrende Ambiente der Erzählung einfach nur zutiefst genossen.

Wovon ich ebenfalls ganz angetan bin, ist die liebevolle Innengestaltung, die die einzigartige Atmosphäre der Geschichte nur noch verstärkt. Es gibt bezaubernde schwarz-weiß Illustrationen von Schneeflocken und die Kapitelanfänge werden von süßen Eulen-Zeichnungen geziert.

Das Ende schließt das Abenteuer absolut stimmig und zufriedenstellend ab, lässt allerdings genügend Spielraum für eine Fortsetzung. Auf Englisch gibt es diese sogar schon und die deutsche Übersetzung soll voraussichtlich im nächsten Frühjahr erscheinen. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr, ich bin total gespannt wie es mit Owl und Co. wohl weitergehen wird.

Fazit: Packend, atmosphärisch, herzerwärmend. Ein märchenhaft schönes Lesevergügen voller frostiger Magie, Abenteuer und Geheimnisse.
Amy Wilson ist mit „Ein Mädchen namens Owl“ ein rundum gelungenes Kinderbuchdebüt geglückt, mit welchem sie Jung und Alt ein wahres Wintermärchen beschert. Schneeweiße Winterlandschaften, eine mysteriöse Vergangenheit, Feen, Elfen, faszinierende Figuren, Mythen, Machtkämpfe und Gefahren – all das und noch mehr erwartet euch hier. Ich habe Owl nur zu gerne auf ihrem Abenteuer begleitet und eine herrliche Zeit mit ihr und den weiteren Charakteren verbracht. Auf mein Wiedersehen mit ihnen freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.11.2021

Wunderschön!

Disney: Das große goldene Buch der Villains
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Ich bin eine große Disney-Liebhaberin und ich mag die prachtvollen Sammelbände mit dem goldenen Buchschnitt total gerne. „Das große goldene Buch der Villains“ war daher natürlich ein absolutes Must-Have ...

Ich bin eine große Disney-Liebhaberin und ich mag die prachtvollen Sammelbände mit dem goldenen Buchschnitt total gerne. „Das große goldene Buch der Villains“ war daher natürlich ein absolutes Must-Have für mich.

Als mein Exemplar bei mir eintraf und ich die äußere Gestaltung das erste Mal in natura bewundern durfte, war es sofort um mich geschehen. Wie die vorherigen großen goldenen Disney-Bücher, so ist auch dieser Band unglaublich schön aufgemacht. Das hochwertig verarbeitete Cover mit diesen edlen goldenen Verzierungen, der herrlich schimmernde Goldschnitt – optisch ist das Buch wahrlich ein echtes Highlight und der reinste Hingucker im Regal.
Die innere Gestaltung kann sich allerdings ebenfalls sehen lassen. Alle 13 Geschichten, die in diesem Band enthalten sind, wurden mit zahlreichen farbenfrohen Bildern versehen, jede Doppelseite enthält mindestens eine Illustration. Es gibt also ganz viel zum Betrachten und Bestaunen und da der Zeichenstil, wie in schon in den Vorgängern, natürlich derselbe wie in den Zeichentrickfilmen ist, herrscht durchweg die pure Disney-Filmklassiker-Magie.


Hinsichtlich der Optik konnte mich das Buch also gänzlich überzeugen. Wie aber schaut es inhaltlich aus?
Was die 13 unterschiedlichen Erzählungen angeht, ist mein nicht so dermaßen groß wie bei der Gestaltung, aber begeistert bin ich dennoch. Die Kurzgeschichten sind tolle Ergänzungen zu den bekannten Filmklassikern und besitzen allesamt eine ideale Vorleselänge. Der Schreibstil ist, wie in allen goldenen Disney-Büchern, sehr einfach gehalten, mit schön kurzen Sätzen. Zum Vorlesen für Kinder ab etwa 4 Jahren ist das Buch daher wirklich perfekt geeignet. Es ist allerdings ziemlich schwer. Wer schon einen Band aus dieser Serie in der Hand gehalten hat, weiß, dass die Bücher ordentlich was wiegen. Aufgrund der Handhabe werde ich aber natürlich keinen Stern abziehen.
Die volle Sternenzahl habe ich am Ende dann aber leider doch nicht vergeben können. Ich persönlich fand es etwas schade, dass es von manchen Bösewichten mehr als eine Erzählung gibt und andere dafür überhaupt nicht vorkommen. So habe ich zum Beispiel die böse Stiefmutter aus „Cinderella“ ein wenig vermisst. Und sehr gewundert hat mich, dass man Hades, den Schurken aus „Hercules“ vorne auf dem Cover sieht, er aber überhaupt nicht in dem Buch auftaucht.
Die Auswahl der Bösewichte hätte für meinen Geschmack wirklich gerne vielfältiger sein können. Zumindest aber wurden gerade einem meiner liebsten Disney-Filme drei Geschichten gewidmet: „Peter Pan“. Das wiederum hat mich sehr gefreut, diesen Disney-Klassiker mochte ich einfach schon immer ganz besonders gerne.
Zu den Erzählungen an sich kann ich mich aber, bis auf die letzte, wirklich nur positiv äußern. Die letzte Geschichte hat mich ein bisschen enttäuscht, da es sich bei dieser eigentlich nur um eine Nacherzählung von „Dornröschen“ handelt, aber ansonsten haben mir die Kurzgeschichten echt gut gefallen. Sie sind spannend, lustig und magisch und verströmen ganz viel wunderbares Disney-Flair.

Fazit: Ein wunderschönes Vorlesebuch voller märchenhaftem Disney-Zauber.
Mit „Das große goldene Buch der Villains“ durfte ein weiteres Schmuckstück in meine buchige Disney-Sammlung einziehen und obwohl es meine Erwartungen nicht vollends erfüllen konnte, wird es auf jeden Fall einen festen Platz in meinem Regal erhalten. Von der gesamten liebevollen Aufmachung des Buches bin ich völlig verzaubert, sie ist einfach nur ein Traum, und auch die Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Mich persönlich hat allerdings die Auswahl der Bösewichte nicht komplett zufriedenstellen können, ich hätte mir da etwas mehr Vielfalt und Abwechslung gewünscht. Wärmstens empfehlen kann ich „Das große goldene Buch der Villains“ aber definitiv dennoch, allen voran natürlich Disney-Fans. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.11.2021

Ein wundervolles Buch! Mitreißend, humorvoll, emotional & romantisch!

Dancing with Raven. Unser wildes Herz
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Da mir die Royal-Horses-Trilogie von Jana Hoch so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Jugendroman hörte. Auf „Dancing with Raven“ war ich wahnsinnig ...

Da mir die Royal-Horses-Trilogie von Jana Hoch so gut gefallen hat, war ich sofort Feuer und Flamme als ich das erste Mal von ihrem neuen Jugendroman hörte. Auf „Dancing with Raven“ war ich wahnsinnig gespannt.

Ein Neuanfang – den erhofft sich die 16-jährige Katrina auf ihrer neuen Schule. Auf dem Internat wird es ihr hoffentlich gelingen ihre schwere Vergangenheit hinter sich zu lassen und wieder nach vorne zu blicken. Und wenn sie die Probezeit besteht, was sie einfach muss, wird sie endlich ihre geliebte Stute Daisy wiederbekommen. Katrina hat sich allerdings geschworen, vorerst auf kein Pferd mehr zu steigen. Reiten, das kann sie einfach gerade nicht, nicht nach allem, was passiert ist. Und für neue Freunde ist sie auch noch nicht bereit. Doch dann tritt der Palomino Raven in ihr Leben und Katrinas Vorsatz gerät ins Wanken. Mit seiner ungestümen Art zieht der Hengst die 16-jährige sofort in seinen Bann, bei ihm fühlt sie endlich wieder glücklicher und freier. Und dann wäre da noch der Junge Henry, zu dem sich Katrina ebenfalls immer mehr hingezogen fühlt. Und auch er scheint sich sehr für sie zu interessieren.

Bei diesem Buch war ich mir bereits vor dem Lesen ziemlich sicher, dass es mich begeistern wird. Der Inhalt klang einfach nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und da ich die Royal-Horses-Trilogie so klasse finde, war ich wirklich ausgesprochen guter Dinge, dass mir auch das neueste Werk aus der Feder von Jana Hoch unheimlich gut gefallen wird.
Langer Rede, kurzer Sinn: Ich habe goldrichtig vermutet! In meinen Augen hat Jana Hoch mit „Dancing with Raven“ einen weiteren zauberhaften Jugendroman aufs Papier gebracht, in welchem sie gekonnt die drei Themen Pferde, Liebe und Internat miteinander vereint und rundum gelungenen schwere Themen auf eine leichte Weise behandelt. Jede Menge Emotionen, Drama und Romantik, ganz viel Pferdezauber und Internatsfeeling, lustige, berührende und tiefgründige Momente – all das erwartet euch hier. Solltet ihr Erzählungen solcher Art gerne lesen, kann ich euch echt nur nahelegen „Dancing with Raven“ bei euch einziehen zu lassen.

Ich hatte einen prima Einstieg in die Geschichte. In den wunderbaren Schreibstil von Jana Hoch habe ich mich mal wieder sofort verliebt – für mich hat er sich erneut superangenehm lesen lassen – und unsere 16-jährige Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Katrina war mir auf Anhieb sympathisch. Ich mochte ihre schlagfertige und sarkastische Art total gerne und habe mich von Beginn an mühelos in sie hineinversetzen und ihr Denken, Handeln und Fühlen jederzeit nachvollziehen können.

Als Leserin wird einem sehr schnell klar, dass Katrina eine äußerst harte Zeit hinter sich hat, die ihr immer noch schwer zu schaffen macht. Was genau geschehen ist, erfahren wir allerdings erst so nach und nach, sodass Katrinas Vergangenheit zunächst voller Geheimnisse steckt. Warum wurde Katrina ihre geliebte Stute Daisy weggenommen? Wieso hat sie Florida verlassen und lebt nun bei ihrem Vater Peter in Deutschland? Weshalb kann sie Peter nicht leiden? Was ist bloß passiert, sodass Katrina dem Reiten abgeschworen hat und sich in therapeutische Behandlung begeben musste?

Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, da man den Antworten auf diese vielen Fragen ganz gebannt entgegen gefiebert und endlich Licht ins Dunkle bringen möchte. Langweilig wird es dabei an keiner Stelle, die Handlung kann mit einer konstanten Spannung und lauter Überraschungen aufwarten und auch der Humor kann sich sehen lassen. So sorgen vor allem die spritzigen Dialoge und amüsanten Wortgefechte für die allerbeste Unterhaltung.
Die ernsten und ergreifenden Augenblicke kommen allerdings ebenfalls nicht zu kurz. Die Handlung setzt sich mit so einigen schweren Themen auseinander wie Verlust, Ängste und Mobbing, da sie aber mit einer genau richtigen Leichtigkeit behandelt werden, wird die Story an keiner Stelle zu bedrückend. Ganz im Gegenteil, sie lädt durchweg zum Wohlfühlen und Träumen ein.

Was natürlich ebenfalls ein großer Bestandteil der Geschichte ist: Die gefühlvollen Pferdemomente. Sei es die außergewöhnliche und herzbewegende Beziehung zwischen Katrina und dem Palomino Raven, Katrinas Liebe für ihre Stute Daisy oder die innige Bindung zwischen Henry und Sinclair – dieses Buch steckt voller Pferdemagie und lässt die Herzen aller Pferdefreunde höherschlagen.
Auch Romantiker werden völlig auf ihre Kosten kommen. „Dancing with Raven“ beinhaltet eine wunderschöne Liebesgeschichte, die absolut glaubhaft dargestellt wird, ganz ohne Kitsch auskommt und einfach nur bezaubernd ist. Also mich hat die Lovestory gänzlich überzeugen können und sehr berührt.
Wer ebenfalls großen Grund zur Freude haben wird, sind Internatsliebhaber
innen. Mit dem Internat Silver Willow hat die Autorin eine ganz besondere Kulisse erschaffen. Die Silver Willow International School wird einfach großartig beschrieben und verströmt von Anfang an diese einzigartige Internatsatmosphäre, die ich seit meiner Hanni-und-Nanni-Phase so liebe.

Mit den zahlreichen Nebenfiguren hat Jana Hoch ebenfalls bei mir punkten können. Sie wurden allesamt hervorgehend ausgearbeitet und wirken bemerkenswert lebensecht.
Da hätten wir zum Beispiel Henry, unseren Love-Interest. Henry hat mein Herz im Sturm erobert, er ist so ein toller, witziger und sympathischer Typ, ich war seinem Charme wirklich im Nu komplett verfallen.
Unheimlich liebgewonnen habe ich auch Emily, die Tochter der Schuldirektorin und Katrinas Zimmermitbewohnerin. Emily ist so schön quirlig und aufgeweckt drauf, man muss sie einfach gernhaben. Mir hat sie so einige Gründe zum Schmunzeln geliefert und auch die Jungs aus dem Fußballteam haben mich an vielen Stellen bestens unterhalten. Da Katrina nicht nur eine Leidenschaft für Pferde hegt, sondern auch fürs Fußballspielen, wird sie der Fußballmannschaft der Jungs beitreten. Fußballbegeisterte Leser*innen werden bei diesem Buch also definitiv ebenfalls nicht enttäuscht werden.

Das Ende ist sehr abgeschlossen, sodass ich persönlich davon ausgehe, dass es sich bei „Dancing wirh Raven“ um einen Einzelband handelt. Mir hat der Schluss richtig gut gefallen, er ist stimmig, bewegend und vollkommen zufriedenstellend. Ich habe das Buch glücklich wieder zuklappen können, nachdem ich eine herrliche Zeit darin verbracht habe.

Fazit: Mitreißend, humorvoll, emotional und romantisch. Ein wundervoller Roman, der so viel mehr ist als nur ein Pferdebuch!
Nach ihrer dreibändigen Royal-Horses-Reihe hat mir Jana Hoch nun auch mit ihren neuen Jugendroman ein weiteres Lesehighlight und absolutes Wohlfühlbuch bescheren können. Die Mischung aus verschiedenen Themen, die Charaktere, das Setting – hier stimmt einfach alles. Ich kann „Dancing with Raven“ nur empfehlen – und zwar nicht nur Pferdefans – und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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