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Veröffentlicht am 22.09.2021

Ein weiterer toller Band der Twisted-Tales-Reihe!

Disney. Twisted Tales: Inmitten der Wasserwelt (Arielle)
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Da ich ein großer Disney- und Arielle-Fan bin und mir die bisherigen Twisted-Tales-Bände total gut gefallen haben, habe ich mich auf „Inmitten der Wasserwelt“ wahnsinnig gefreut. Ich war so gespannt wie ...

Da ich ein großer Disney- und Arielle-Fan bin und mir die bisherigen Twisted-Tales-Bände total gut gefallen haben, habe ich mich auf „Inmitten der Wasserwelt“ wahnsinnig gefreut. Ich war so gespannt wie mir Liz Braswells Neuerzählung von Arielle wohl gefallen wird.

Fünf Jahre sind vergangen seit die böse Seehexe Ursula die Meerjungfrau Arielle besiegt hat. Da bei dem Kampf König Triton ums Leben gekommen ist, ist nun dessen Tochter Arielle die Herrscherin von Atlantica. Ursula wiederum regiert gemeinsam mit Prinz Eric dessen Königreich und genießt als Prinzessin Vanessa und mit Arielles Stimme in vollen Zügen ihre Macht und großen Reichtum. Vaterlos, stumm und weit weg von ihrer großen Liebe führt Arielle ein Leben in Traurigkeit. Doch als sie die Nachricht erreicht, dass König Triton doch noch am Leben ist, macht sie sich sofort an die Meeresoberfläche auf. Ob es ihr gelingen wird, ihren Vater zu retten und Prinz Eric zurückzugewinnen?

Von Liz Braswell kannte ich bereits ihre Adaption von „Die Schönes das Biest“ und da sie mich mit dieser hellauf begeistern konnte, war ich ausgesprochen guter Dinge, dass mir auch ihre Neuinterpretation von Disneys „Arielle“ sehr gut gefallen wird. Ich sollte mit dieser Vermutung dann auch absolut richtig liegen. In meinen Augen hat Liz Braswell mit „Inmitten der Wasserwelt“ eine richtig tolle Neuerzählung des Disneyfilms „Arielle“ aufs Papier gebracht, die deutlich düsterer als das Original ist und eine einfallsreiche Mischung aus Altbekannt und Neu enthält. Ich fand es mal wieder überaus faszinierend zu sehen, wie Vertrautes aus der ursprünglichen Story ihren Platz in der Neuerzählung gefunden hat und mit den eigenen Ideen der Autorin verbunden wurde, sodass letztendlich eine komplett andere Geschichte dabei herausgekommen ist.

„Inmitten der Wasserwelt“ spielt fünf Jahre nach dem Ende der Arielle-Disneyverfilmung und ist sozusagen eine Fortsetzung davon – allerdings wirklich nur sozusagen, schließlich baut Liz Braswells Adaption auf einem anderen Schluss der Vorgeschichte auf. Ursula wurde nicht besiegt und regiert als Prinzessin Vanessa zusammen mit Prinz Eric dessen Königreich. Eric ist immer noch von Ursula verzaubert und besitzt keine Erinnerungen an Arielle. Arielle wiederum ist Königin der Unterwasserwelt, nachdem ihr Vater Triton von Ursula getötet wurde (zumindest denken alle, dass Triton tot ist). Ursula ist zudem weiterhin im Besitz von Arielles Stimme und Arielle somit stumm. An diese Ausgangslage knüpft Liz Braswell nun also an. Wir bekommen es also wirklich mit einer völlig anderen Story zu tun, aber da wir in dieser auf lauter wohlvertraute Figuren aus dem Original treffen dürfen und an bekannte Orte mitgenommen werden, verströmt das Buch dennoch diesen herrlichen Disney-Zauber, den wir alle so lieben und lässt die Herzen aller Arielle-Fans höherschlagen. Bei mir zumindest war es so. Ich fand es einfach wundervoll auf lauter liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen und endlich mal wieder in die einzigartige Welt von Arielle eintauchen zu dürfen.

Mit den Charakteren hat mich Liz Braswell auf jeden Fall überzeugen können. In meinen Augen hat sie die Figuren genau richtig ausgearbeitet: Alte Bekannte besitzen nach wie vor ihren einmaligen Charme aus der herkömmlichen Fassung, sind zugleich aber auch irgendwie anders. Arielle beispielsweise ist nach wie vor ganz fasziniert von der Menschenwelt und hoffnungslos in Eric verliebt, nur da sie inzwischen älter geworden ist und als Regentin eine große Verantwortung trägt, wirkt sie deutlich reifer, erwachsener und ernster.
Also mir haben die Darstellungsweisen sämtlicher Figuren total gut gefallen. Und über mein Wiedersehen mit Sebastian und Fabuis habe ich mich ganz besonders gefreut.

Mir hat es insgesamt unheimlich viel Freude bereitet Zeit mit den vielen verschiedenen Figuren zu verbringen und gemeinsam mit ihnen ein Abenteuer voller Überraschungen und Magie zu erleben. Etwas erstaunt hat mich dabei nur, dass der größte Teil der Erzählung auf dem Land spielt. Da der Titel „Inmitten der Wasserwelt“ lautet, hatte ich irgendwie mit mehr Unterwasserweltszenen gerechnet. Dass ich von denen nun weniger als erwartet bekommen habe, hat mich persönlich allerdings nicht gestört. Ich mochte das Setting super gerne. Alle Schauplätze werden sehr bildhaft und stimmungsvoll beschrieben und die märchenhafte und düstere Atmosphäre, die durchweg herrscht, konnte mich vollkommen verzaubern.

Mit dem Schreibstil und der Erzählweise hat das Buch ebenfalls bei mir punkten können. Für mich hat sich der locker-leichte Sprachstil angenehm flüssig lesen lassen und die Wahl, die Handlung im Wechsel von mehreren Personen schildern zu lassen, finde ich rundum gelungen. Wir erfahren die Geschehnisse aus vielen verschiedenen Blickwinkeln wie Arielle, Ursula, Eric und der Möwe Scuttle - jeweils in der dritten Person – und durch diese ständigen Perspektivwechsel wird das Leseerlebnis wunderbar abwechslungsreich und mitreißend gestaltet. Für mich kamen nur leider stellenweise dennoch ein paar Längen auf; ein bisschen mehr Tempo und Spannung hier und da hätte ich nicht schlecht gefunden. Die etwas langatmigen Szenen hielten sich aber zum Glück noch in Grenzen.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte allerdings so richtig an Fahrt auf, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Mir hat das Ende sehr gut gefallen. Es ist zufriedenstellend und schließt die Erzählung prima ab, sodass ich das Buch glücklich wieder zuklappen konnte.

Fazit: Eine originelle Neuerzählung des Disneyfilms „Arielle“ voller Überraschungen und Fantasie!
Dies war mein zweiter Twisted-Tales-Band aus der Feder von Liz Braswell und auch mit diesem hat mir die US-amerikanische Autorin tolle Lesestunden bescheren können. Die Geschichte steckt voller cooler Ideen und Twists und obwohl sie stark von dem klassischen Plot der Disneyverfilmung abweicht, versprüht sie dennoch einen wunderbar heimischen Ariellezauber. Ich kann „Inmitten der Wasserwelt“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Für mich persönlich der bisher schwächste Band der Reihe

Disney. Twisted Tales: Wie ein unendlicher Traum (Dornröschen)
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Da ich die Disneyverfilmung von Dornröschen sehr liebe und die Twisted-Tales-Serie super gerne mag, habe ich mich auf „Wie ein unendlicher Traum“ riesig gefreut. Das Buch musste ich natürlich ganz unbedingt ...

Da ich die Disneyverfilmung von Dornröschen sehr liebe und die Twisted-Tales-Serie super gerne mag, habe ich mich auf „Wie ein unendlicher Traum“ riesig gefreut. Das Buch musste ich natürlich ganz unbedingt bei mir einziehen lassen.

Eigentlich sollte Prinz Phillip die schlafende Prinzessin Aurora mit einem Kuss aufwecken, doch es soll ganz anders kommen. Anstatt den Fluch von der Prinzessin zu nehmen, fällt Phillip selbst in einen tiefen Schlummer. Nun sind beide Gefangene von Auroras Traumwelt, die von Maleficent erschaffen wurde und von ihr kontrolliert wird. Es ist eine Welt voller dunkler Gefahren und Merkwürdigkeiten, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. Ob es Aurora Rose wohl noch gelingen wird ihren Träumen zu entfliehen? Wird sie es schaffen die böse Fee Maleficient zu besiegen?

Dies war mein sechster Twisted-Tales-Band und ich muss leider sagen, dass er für mich der bisher schwächste Teil aus der Reihe ist. Während mich Liz Braswell mit ihren Adaptionen von „Die Schöne und das Biest“ und „Arielle“ richtig begeistern konnte, hat sie mich mit ihrer Neuerzählung von „Dornröschen“ nicht so wirklich überzeugen können. Ich habe insgesamt zwar schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht und kann es auch empfehlen, aber irgendwie hatte ich mir eindeutig mehr erhofft.

Dann komme ich als nächstes einfach zu mal den Dingen, die mir nicht so gut gefallen haben.
Meine große Vorfreude auf die Geschichte hat leider gleich zu Beginn einen kleinen Dämpfer erhalten – irgendwie habe ich zunächst nicht so recht in die Story hineingefunden. Mir war sie eine ganze Weile etwas zu konfus und auch im Verlaufe des Buches gab es immer mal wieder längere Passagen, die mich erneut verwirrt haben. Normalerweise liebe ich es, wenn man in Büchern eine lange Zeit nicht weiß, was nun eigentlich Realität und was Traum ist und man so richtig ins herumrätseln gerät, aber hier hat es mir nicht so gut gefallen. Ich spreche nun natürlich nur für mich, so manch andere werden das Ganze bestimmt besser durchblicken können als ich, aber ich saß wirklich öfters mit einem Fragezeichen im Kopf da, das für meinen Geschmack ein wenig zu groß war.
Zu meiner Verwirrtheit hat sich dann hin und wieder auch ein bisschen Langeweile dazugesellt. Stellenweise passierte mir persönlich einfach zu wenig, insgesamt hatte die Handlung so einige Längen für mich. Zum Glück haben sich die langatmigen Szenen dank des Schreibstils aber recht zügig und flüssig für mich lesen lassen.
Mit dem Stichpunkt Schreibstil komme ich dann auch zu meinen letzten negativen Kritikpunkt. Ich habe die Erzählweise zwar als locker-leicht empfunden, allerdings bin ich öfters über Formulierungen gestolpert, die mich verwundert haben. Die Wortwahl ist teils wirklich merkwürdig, irgendwie so gar nicht märchenhaft. Und einige Dialoge haben mir von der Ausdrucksweise her auch nicht so zugesagt.

Ansonsten hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Die düstere Atmosphäre, die von Anfang an herrscht, konnte mich sofort in ihren Bann ziehen und verzaubern und auch hinsichtlich der Schauplätze bin ich auf meine Kosten gekommen. Die Schloss-Kulisse, die so etwas herrlich Märchenhaftes verströmt, die vielen Szenen im Wald, die etwas wunderbar Abenteuerliches an sich haben – das war einfach absolut meins. Da Liz Braswell zudem alles sehr bildhaft und anschaulich beschreibt, hat man beim Lesen durchweg das reinste Kopfkino.

Bezüglich der Charaktere muss ich gestehen, dass ich erst im Nachhinein begeistert von ihnen bin. Während des Lesens fand ich es irgendwie etwas schade, dass viele nicht den Charme aus dem Original besitzen. Unsere Hauptprotagonistin Dornröschen zum Beispiel, die hier den Namen Aurora Rose trägt, hat, wie ich finde, nur wenige Gemeinsamkeiten mit der Figur aus dem Film. Sie ist zwar liebenswert und reizend, zugleich ist sie aber auch ziemlich kämpferisch, scharfzüngig und selbstbewusst drauf. Vor allem zum Ende hin entwickelt sie sich zu einer wahren Amazone, was mich im ersten Moment gestört hat. Da es aber perfekt zur Handlung passt und ich, nachdem ich über diese Veränderung nachgedacht habe, dieses andere Dornröschen eigentlich doch ziemlich cool finde, fand ich es letztendlich doch nicht mehr schlimm, dass die altvertraute Dornröschen-Stimmung ziemlich abhanden kommt.
Liz Braswell hat mit „Wie ein unendlicher Traum“ zweifellos eine komplett neue Erzählung des Disneyfilms von Dornröschen aufs Papier gebracht, die stark vom Original abweicht und voller eigener und teils sehr origineller und fantasievoller Ideen steckt. Aber keine Sorge an alle Disney-Liebhaber*innen unter euch: Natürlich enthält die Story auch Vertrautes, sodass der Disney-Dornröschen-Zauber nicht vollends verloren geht. So spielen natürlich auch die drei Feen und die Spindel eine wichtige Rolle in der Geschichte und Maleficent ist die böse und skrupellose Fee wie wir sie kennen.

Zum Ende hin können sich Spannung und Action dann wahrhaftig sehen lassen, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Kampfszenen fand ich besonders klasse, was eigentlich erstaunlich ist, denn normalerweise stehe ich gar nicht so auf actionreiche Schlachten und Gefechte. Hier aber hat mir der große Showdown echt gut gefallen, ich bin da so richtig ins Mitfiebern geraten.

Der Schluss konnte mich ebenfalls zufriedenstellen, auch wenn mir Aurora Roses heldenmütiges Verhalten dann irgendwie doch schon wieder etwas too much war. Für ihre 16 Jahre gibt sie sich wirklich sehr tough und selbstsicher. Da es aber zum Rest der Story passt und alles stimmig geklärt wird, kann ich mit dem Ende letztendlich doch gut leben.

Fazit: Dies war mein dritter Twisted-Tales-Band aus der Feder von Liz Braswell und leider konnte er mich nicht so verzaubern wie die zwei Vorgänger. Die Idee mit der Traumwelt finde ich toll, aber die Umsetzung fand ich nicht so gelungen; mir persönlich war die Story an vielen Stellen zu verwirrend und langatmig. Trotz allem hatte ich aber Spaß beim Lesen und kann das Buch empfehlen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Eine zauberhafte und hexenstarke Fortsetzung!

Ein Mädchen namens Willow 2: Waldgeflüster
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Ich liebe die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann und der erste Band ihrer Willow-Serie konnte mich im vergangenen Jahr vollauf begeistern. Mir stellt sich daher gar nicht erst die Frage ob ich auch ...

Ich liebe die Kinderbücher von der Sabine Bohlmann und der erste Band ihrer Willow-Serie konnte mich im vergangenen Jahr vollauf begeistern. Mir stellt sich daher gar nicht erst die Frage ob ich auch die Fortsetzung lesen möchte. Natürlich musste ich auch diese unbedingt bei mir einziehen lassen.

Junghexe Willow und ihre drei Hexenfreundinnen hatten sich riesig auf ihre Übernachtungsparty in ihrem Hexenhaus gefreut, doch als eine Gruppe Jungs ganz plötzlich in ihrem Wald auftaucht, vergeht den vier Mädchen die gute Laune. Diese drei Jungs, die sich den albernen Namen „Die Waldschrate“ gegeben haben, wollen sich ohne zu fragen ein Baumhaus im Wald bauen! Also das geht ja mal gar nicht. Willow, Valentina, Gretchen und Lotti sind sich sofort einig, dass diese drei Idioten unbedingt aus ihrem Wald vertrieben werden müssen. Und die blöde Gundula, die sich nach wie vor an Willows Vater rannmacht, muss ebenfalls endlich vergrault werden. Willow will diese dumme Pute und ihre beiden Kinder einfach nicht in ihrem Leben haben. Würde sich ihr Papa doch nur in Valentinas Mutter Amanda verlieben. Dann wären alle glücklich und Amanda würde nicht mehr darüber nachdenken mit ihren Kindern nach Australien auszuwandern. Die Liebe kann nur manchmal ganz schön kompliziert sein. Ob die Freundinnen vielleicht mal mit ein bisschen Liebestrank nachhelfen sollten?

Endlich habe ich mich gemeinsam mit Willow und ihren drei Freundinnen in ein neues tolles Hexenabenteuer stürzen können und tja, was soll ich sagen, die Wartezeit von über eineinhalb Jahren hat sich definitiv gelohnt: Ich finde die Fortsetzung absolut bezaubernd, mir persönlich hat sie sogar ein bisschen besser gefallen als der Vorgänger und bereits dieser war ein Highlight für mich. Mit „Ein Mädchen namens Willow“ hat die Sabine Bohlmann einfach eine ganz besondere Kinderbuchserie herausgebracht, voller Spannung, Spaß, Warmherzigkeit und magischem Hexencharme.

Solltet ihr gerne in Hexengeschichten eintauchen und noch nicht die Bekanntschaft mit Junghexe Willow gemacht haben, kann ich euch echt nur nahelegen dies schleunigst zu ändern. Für Hexenfans, egal ob Groß oder Klein, ist diese Reihe ganz klar ein großes Muss. Allerdings würde ich raten lieber zuerst zu Band 1 zu greifen. Zwingend erforderlich ist es zwar nicht – meinem Empfinden nach kann man die beiden Bücher gut unabhängig voneinander lesen – aber da die Bände aufeinander aufbauen, ist die Lesefreude zweifellos um einiges höher wenn man sie in der chronologischen Reihenfolge liest.

Bei mir trat auch dieses Mal von Beginn an das ein, was schon beim Serienstart der Fall war: Einmal nach dem Buch gegriffen und darin versunken, wollte ich es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Story konnte mich von den ersten Zeilen an mitreißen und begeistern und von Sabine Bohlmanns wunderschönem Schreibstil war ich mal wieder sofort ganz angetan; für mich hat er sich abermals angenehm flüssig lesen lassen. Da ich zum Glück gerade sehr viel Zeit zum Lesen hatte und diese natürlich ganz Willows neuem Abenteuer gewidmet habe, habe ich das Buch quasi in einem Rutsch durchgeschmökert.
Langeweile kam für mich dabei wahrlich an keiner Stelle auf. Die Geschichte sprüht nur so vor Witz, Charme und Einfallsreichtum und kann mit viel Spannung und lauter Überraschungen aufwarten. So sorgen unter anderem die teils sehr amüsanten Eigenarten der Figuren für die allerbeste Unterhaltung sowie die witzigen Hexereien von Willow und ihren Freundinnen. Ich bin stellenweise aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herausgekommen – vor allem Gretchens ulkige Sprüche fand ich einfach wieder herrlich. Und als sie dank eines Zaubers eine Zeit lang nur noch ganz geschwollen und altmodisch reden kann, habe ich das vergnügte Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekommen, hihi.
Ins Mitfiebern bin ich aber natürlich auch geraten, und wie. So sorgt vor allem der Plan von Valentinas Mutter nach Australien auszuwandern für jede Menge Aufregung. Dass dieser verhindert werden muss, steht für die vier Freundinnen selbstverständlich sofort fest, sie wollen schließlich auf gar keinen Fall voneinander getrennt werden. Aber auch die drei Jungs, die plötzlich im Wald auftauchen, treiben die Handlung ordentlich voran. Ich kann euch versprechen: Einmal mit dem Lesen begonnen, mag man wirklich nicht mehr damit aufhören.

Neben den spannenden und unterhaltsamen Szenen kommen dann auch die berührenden und nachdenklich stimmenden Momente nicht zu kurz. Wie ich es von Sabine Bohlmann gewohnt bin, hat sie auch dieses Mal eine Geschichte aufs Papier gebracht, die voller bedeutsamer Botschaften und Werte steckt. Mit viel Herz und Wärme werden einem viele wunderbare Themen nähergebracht wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Ehrlichkeit. Zudem wird aufgezeigt, dass man sehr viel aus seinen Fehlern lernen kann und auch die Wichtigkeit und Schönheit von Natur wird auf eine kindgerechte Weise vermittelt.

Mit den Charakteren hat mich Sabine Bohlmann ebenfalls wieder vollends überzeugen können. Ob bekannte Gesichter oder neue Personen – alle wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften zu einem ganz besonderem.
Da hätten wir zum Beispiel Junghexe Willow, unsere personale Erzählerin. Willow fand ich bereits im ersten Band wundervoll und auch dieses Mal hat sie sich sofort in mein Herz geschlichen. Sie ist liebenswert, mutig und aufgeweckt, man muss diesen pfiffigen rothaarigen Wuschelkopf einfach gernhaben.
Mit ihren drei Freundinnen Valentina, Gretchen und Lotti schaut dies ganz genauso aus. Die Mädchen sind einfach alle vier ganz reizend und einzigartig und ergeben gemeinsam ein erstklassiges und starkes Team.

Auch von der Gestaltung des Buches bin ich völlig hingerissen. Simona M. Ceccarelli, deren Zeichenstil ich wahnsinnig gerne mag, hat die Geschichte mit zahlreichen traumhaft schönen schwarz-weiß Illustrationen versehen, die perfekt zu diesem fantasievollen Abenteuer passen und eine magische Atmosphäre schaffen.
Bezüglich des Covers brauche ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Sieht es nicht toll aus? Also ich liebe es.

Das Ende konnte mich ebenfalls vollkommen zufriedenstellen. Es ist herzerwärmend und absolut stimmig und obwohl es recht abgeschlossen ist, macht es dennoch große Hoffnung auf einen weiteren Folgeband. Also ich hoffe sehr, dass es auch noch einen dritten Teil geben wird. Ich würde unglaublich gerne noch viele weitere aufregende Abenteuer mit Willow und Co. erleben.

Fazit: Warmherzig, lustig, hexenstark. Eine zauberhafte Fortsetzung voller Abenteuer, Fantasie und turbulenter Hexenmagie!
Auf mein Wiedersehen mit Willow und ihren Freundinnen habe ich mich eindeutig zurecht so sehr gefreut: Mich hat Sabine Bohlmann mit dem zweiten Band ihrer „Ein Mädchen namens Willow“ - Serie sogar noch etwas mehr verzaubern können als mit dem Vorgänger. Ich finde diese Kinderbuchreihe ab 10 Jahren einfach großartig und kann sie jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen. „Waldgeflüster“ erhält von mir 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Berührend, unterhaltsam, tiefgründig, wunderschön!

Marthas Boot
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Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Polly Horvath ausgesprochen gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt als ich das erste Mal von ihrem neuen Buch „Marthas Boot“ hörte. Beim ...

Da mir meine bisherigen Werke aus der Feder von Polly Horvath ausgesprochen gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt als ich das erste Mal von ihrem neuen Buch „Marthas Boot“ hörte. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick und da mich der Klappentext ebenfalls direkt ansprach, stand für mich sehr schnell fest: Die vier McCready-Schwestern möchte ich unbedingt kennenlernen.

Als die Eltern der McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben kommen, erklärt sich nur ihre Großtante Martha dazu bereit die vier Mädchen bei sich aufzunehmen. Doch als Fiona (14), Marlin (12), Natasha (10) und Charlie (8) in Kanada ankommen, erwartet sie dort bereits die nächste schlimme Nachricht: Auch ihre Großtante ist ganz plötzlich verstorben. Völlig auf sich alleine gestellt versuchen die vier Schwestern nun, sich auf der idyllisch gelegenen kleinen Farm ihrer Großtante ein neues Leben aufzubauen. Dass die vier Mädchen alleine leben, muss allerdings streng geheim bleiben. Sollte das Jugendamt davon erfahren, würden sie sonst ganz bestimmt voneinander getrennt werden. Ob ihr Plan auf lange Sicht gut gehen kann?

Dies war mal wieder so ein Buch, bei dem ich einfach schon nach wenigen Seiten wusste, dass ich es lieben werde. Trotz des traurigen Anfangs habe ich mich sofort pudelwohl in der Geschichte gefühlt und wollte, nachdem ich einmal in ihr versunken war, am liebsten gar nicht mehr aus ihr auftauchen. Da die Erzählung an keiner Stelle ihren Zauber auf mich verloren hat (ganz im Gegenteil) und sich der leichte und flüssige Schreibstil superangenehm für mich hat lesen lassen, bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe „Marthas Boot“ innerhalb eines Tages verschlungen. Mein Lesevergnügen war insgesamt also ein recht kurzes, dafür aber ein zauberhaft schönes. Mein erster Eindruck hat mich also nicht getäuscht: Ja, ich bin total begeistert von diesem Buch!

Beginnen tut die Geschichte wie bereits erwähnt ziemlich traurig. Gleich im ersten Kapitel erfahren wir, dass die Eltern der vier McCready-Schwestern bei einem Tsunami ums Leben gekommen sind und da außer Großtante Martha niemand aus der Familie die vier Mädchen bei sich aufnehmen möchte, verschlägt es uns Leserinnen sehr schnell nach Kanada, wo die Großtante weit abgeschieden auf einer kleinen Farm lebt. Leider müssen die Geschwister kurz nach ihrer Ankunft jedoch erfahren, dass auch ihr neuer Vormund verstorben ist und sie somit nun ganz auf sich alleine gestellt sind.

Obwohl die Stimmung zunächst recht hoffnungslos ist, war ich sofort ganz angetan von ihr. Vor allem ab dem Moment, wenn wir in Kanada ankommen, habe ich die Atmosphäre richtig geliebt. Ich lese wahnsinnig gerne Bücher, die in Kanada spielen, insbesondere in British Columbia. Kulissenmäßig bin ich daher vollkommen auf meine Kosten gekommen – das Setting wird einfach großartig beschrieben. Die Landschaft und die Natur von Pine Island, Tante Marthas malerische kleine Farm...traumhaft, sag ich euch. Ich hatte beim Lesen lauter herrliche Bilder im Kopf und wäre nur zu gerne in das Buch hineingekrochen.

Auch mit den Charakteren hat mich Polly Horvath überzeugen können. Allesamt wurden sie mit viel Liebe und Authentizität ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften zu einem ganz besonderen.
Da hätten wir zum einen die vier McCready-Schwestern, die ich augenblicklich in mein Herz geschlossen habe. Mich persönlich haben die vier irgendwie ein kleines bisschen an die March-Schwestern aus „Little Women“ erinnert. Wie diese, so müssen auch Fiona, Marlin, Natasha und Charlie gemeinsam eine harte Zeit durchstehen und könnten unterschiedlicher nicht sein. Jede von ihnen besitzt ihre Besonderheiten, mit denen sie uns Leser
innen verzaubern und so einige sehr spaßige Momente bescheren.
Obwohl die Grundstimmung eine recht melancholische ist, bin ich insgesamt erstaunlich oft ins Schmunzeln geraten. Vor allem die kleine achtjährige Charlie hat mich an vielen Stellen bestens unterhalten und auch die aufgeweckte Marlin hat bei mir öfters für große Erheiterung gesorgt. Also in meinen Augen ist Polly Horvath die Balance zwischen Tiefe und Leichtigkeit, Ernst und Humor fabelhaft geglückt. Sitzt man in einem Moment noch ganz ergriffen da und leidet mit, hat man im nächsten schon wieder ein vergnügtes Lächeln auf den Lippen.

Mich hat es tief bewegt zu sehen wie die vier Schwestern gemeinsam ihre Probleme meistern und dabei über sich selbst hinauswachsen werden und niemals ans Aufgeben denken. Ich bin richtig ins Mitfiebern geraten und habe es einfach zutiefst genossen Zeit mit diesen vier ungleichen Mädchen zu verbringen und mitzuerleben wie sie sich ein neues Leben in Kanada aufbauen.
Wen ich von den Vieren ich am liebsten gewonnen habe, kann ich gar nicht sagen. Mit Fiona, in deren Gefühls- und Gedankenwelt wir eindeutig den anschaulichsten Einblick erhalten, habe ich mich jedenfalls am meisten verbunden gefühlt. Da ich selbst eine große Schwester bin, habe ich mich nur zu gut in sie hineinversetzen können und an vielen Stellen unendlich mit ihr mitgelitten. Da sie die Älteste ist, bleibt das Meiste an ihr hängen und diese große Verantwortung, die permanent auf ihr lastet, erdrückt sie regelrecht und treibt sie öfters an ihre Grenzen. Fiona ist aber beeindruckend stark und entschlossen und sehr erwachsen für ihr Alter – ich habe sie richtig dafür bewundert wie wunderbar sie das alles managt.

Neben den McCready-Schwestern dürfen wir im Verlauf der Geschichte noch viele weitere tolle Figuren kennenlernen wie die herzliche und hilfsbereite Schuldirektorin Miss Webster und den Nachbar Al Farber. Letzteren kann man allerdings nicht als sympathisch bezeichnen. Dieser Typ ist der absolute Griesgram. So unfreundlich und übellaunig er aber auch sein mag, er erklärt sich dazu bereit den Schwestern dabei zu helfen ihre aktuelle Lebenssituation geheim zu halten. Zudem wird sich noch zeigen, dass in ihm durchaus auch nette und positive Züge stecken. Die Entwicklung von Al hat mir neben denen von den Schwestern ganz besonders gut gefallen. Mich hat sie sehr berührt.

Das Ende konnte mich ebenfalls komplett zufriedenstellen. Es ist stimmig und herzerwärmend und rundet die Geschichte perfekt ab. Ich habe das Buch mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht wieder zuklappen können, nachdem ich eine unvergessliche Zeit darin verbracht habe.

Fazit: Ein wundervoller und sehr berührender Roman über vier starke Schwestern, die sich nicht unterkriegen lassen.
Mir hat Polly Horvath mit „Marthas Boot“ ein echtes Highlight und absolutes Wohlfühlbuch bescheren können. Das Buch erzählt eine wunderschöne Geschichte über Geschwisterliebe, die Bedeutung von Familie, Hoffnung, Entschlossenheit, Schicksalsschläge und Zusammenhalt, es ist unterhaltsam und ergreifend zugleich und steckt voller Warmherzigkeit und Tiefgang. Ich kann „Marthas Boot“ jedem, egal ob Jung oder Alt, nur ans Herz legen und vergebe 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Eine zauberhafte Fortsetzung!

Mila und die geheime Schule 2. Schlafende Drachen weckt man nicht
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Da mir der erste Band von „Mila und die geheime Schule“ so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Milas zweites Abenteuer war ich tierisch ...

Da mir der erste Band von „Mila und die geheime Schule“ so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt bei mir einziehen lassen. Auf Milas zweites Abenteuer war ich tierisch gespannt!

Mila hat sich wunderbar auf ihrer neuen Schule, Internat Burg Wiesenfels, eingelebt und kann es kaum erwarten endlich dort wohnen zu dürfen. Tja, kein Wunder, schließlich ist Burg Wiesenfels kein normales Internat, sondern ein magisches und zudem eine Schutzstation für die letzten Fabelwesen der Welt. Mila ist jedoch nicht die einzige neue Schülerin: Auch der Junge Adrik soll fortan in ihre Klasse gehen. Irgendetwas stimmt mit diesem Jungen aber nicht, Mila ist er richtig unheimlich. Als dann auch noch plötzlich sämtliche Fabeltiere krank werden und sie selbst sich ebenfalls überhaupt nicht gut fühlt, überkommt Mila sehr schnell der Verdacht, dass Adrik dahinterstecken könnte. Aber kann das wirklich sein? Mila muss der Sache schleunigst auf den Grund gehen.

Obwohl es bei mir nun tatsächlich schon wieder relativ genau ein Jahr her ist, dass ich den Auftaktband gelesen habe, waren mir dessen Geschehnisse noch sehr präsent. Ich habe daher mühelos nach Burg Wiesenfels zurückgefunden. Kurze Info an alle Neueinsteiger: Da der zweite Teil sehr auf den ersten aufbaut, rate ich dringend die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten. Ich bin mir nicht sicher ob man der Handlung in der Fortsetzung ohne Probleme folgen kann, wenn man ohne Vorwissen in sie eintaucht.

Wie oben bereits erwähnt, konnte mich Miriam Mann mit dem Serienstart hellauf begeistern. Von der Fortsetzung habe ich mir dementsprechend natürlich ziemlich viel erhofft und um es kurz zu machen: Ich wurde nicht enttäuscht! Miriam Mann hat mich auch mit dem zweiten Teil auf ganzer Linie überzeugen können. In meinen Augen ist ihr mit „Schlafende Drachen weckt man nicht“ ein rundum gelungener Folgeband geglückt, der genauso wundervoll und fabelhaft ist wie der Vorgänger und große Lust auf mehr macht. Ich habe mich auch dieses Mal von den ersten Zeilen an pudelwohl beim Lesen gefühlt und das Buch für meinen Geschmack leider viel zu schnell beendet.

Die Handlung setzt ziemlich direkt an dem Ende von Band 1 an und man ist sofort wieder mittendrin im Geschehen. Zu Beginn der Geschichte halten wir uns noch bei Mila zu Hause auf, allerdings wird es uns bereits im ersten Kapitel zurück nach Burg Wiesenfels verschlagen – Milas neuer Schule, auf der sie fortan sogar wohnen wird. Da ich Internatsgeschichten wahnsinnig gerne mag, habe ich mich diebisch über die Neuigkeit gefreut, dass Burg Wiesenfels künftig Milas neues Zuhause sein wird. Ich bin dann auch zum Glück ganz auf meine Kosten gekommen: Die Erzählung spielt ausschließlich auf Burg Wiesenfels und es kommt vom ersten Moment an ein herrliches Internatsfeeling auf.

Das Setting konnte auf jeden Fall wieder vollends bei mir punkten. Mit Burg Wiesenfels hat Miriam Mann einfach eine einzigartige Kulisse erschaffen, voller Magie, Rätsel und außergewöhnlicher Fabelwesen. Dank der bildlichen Beschreibungen habe ich mir erneut alles ganz genau vorstellen können und die geheimnisvolle Atmosphäre konnte mich mal wieder komplett verzaubern.

Auch die Charaktere haben mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Ob bekannte Gesichter oder neu eingeführte Personen – allesamt wurden sie mit viel Liebe ausgearbeitet und machen das Leseerlebnis mit ihren verschiedenen Eigenschaften und Besonderheiten absolut perfekt.
Da hätten wir zum Beispiel Mila, unsere Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir wieder alles in der Ich-Perspektive erfahren. Mit ihr hat die Autorin eine bezaubernde und starke Buchheldin skizziert; Mila ist mutig, aufgeweckt und sympathisch, man muss sie einfach gernhaben und da ihre Gefühls- und Gedankenwelt völlig authentisch dargestellt wird, gelingt es einem jederzeit spielend leicht sich in sie hineinzuversetzen.

Neben Mila treiben noch viele weitere liebenswerte Figuren ihr Unwesen in dieser Reihe wie Freddie, den man meist in seiner Tiergestalt antrifft, oder Laila, Milas neue Freundin, mit der sie sich ein Zimmer im Internat teilen wird. Es gibt allerdings auch ein paar weniger freundliche Gestalten wie der grimmige Lehrer Herr Ritter. Und der neue Schüler Adrik macht zunächst irgendwie auch keinen so wirklich netten Eindruck. Irgendetwas ist komisch an ihm, er verbirgt etwas, nur was? Liegt es wirklich an ihm, dass plötzlich alle Fabeltiere krank werden?

Was genau es hat mit Adrik auf sich hat, werde ich euch hier natürlich nicht verraten. Das müsst ihr schon selbst herausfinden. Auch sonst möchte ich zur Handlung eigentlich gar nicht mehr viel sagen. Ich kann euch jedenfalls versprechen, dass ihr beim Lesen so richtig ins Mitfiebern geraten werdet und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mögt.
Neben der Spannung kommen auch die Fantasyelemente nicht zu kurz – Fans von Fabelwesen werden definitiv nicht enttäuscht werden. Und neben diesen Dingen vermittelt die Erzählung dann auch noch wichtige Themen und Werte wie Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft, was mich sehr gefreut hat. So etwas darf für mich bei einem guten Kinderbuch einfach nicht fehlen.

Die Altersempfehlung vonseiten des Verlags liegt bei ab 8 Jahren und dem schließe ich mich an. Wer schon ein geübter Leser ist, sollte bei dieser Reihe keine Schwierigkeiten mit dem Selberlesen haben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Schrift hat eine angenehme Größe und die Kapitel sind schön kurz. Es gibt zudem zahlreiche Illustrationen, die den Textfluss prima auflockern.

Zu den wunderhübschen schwarz-weiß Zeichnungen von Simona M. Ceccarelli kann ich mich mal wieder nur verzückt äußern. Zu meiner großen Freude wird die Geschichte von sehr vielen Bildern begleitet und egal ob die kleineren Illustrationen oder die größeren – alle sind sie zum Träumen schön und schaffen eine ganz besondere Stimmung.
Zum Cover brauche ich vermutlich gar nicht groß was sagen, oder? Sieht es nicht großartig aus? Die Simona M. Ceccarelli kann einfach so toll zeichnen. Ich liebe ihren Zeichenstil.

Das Ende ist recht abgeschlossen, allerdings wird dennoch deutlich, dass es weitergehen wird. Auf der Verlagsseite habe ich gestern entdeckt, dass der dritte Band dort sogar schon für März 2022 angekündigt wird, yay! Auf mein Wiedersehen mit Mila und Co. freue ich mich schon sehr.

Fazit: Ein fantastisches Schulabenteuer voller Überraschungen, Geheimnisse und zauberhafter Fabeltiermagie!
Miriam Mann hat mit dem zweiten Teil ihrer „Mila und die geheime Schule“ - Serie eine wunderbare Fortsetzung aufs Papier gebracht, mit welcher sie mich genauso begeistern konnte wie mit dem Vorgänger. Wenn ihr gerne spannende und unterhaltsame Tierfantasy- und Schulgeschichten lesen solltet und Fans von Fabeltwesen seid, kann ich euch nur ans Herz legen Mila nach Burg Wiesenfels zu begleiten. Mir hat es unheimlich viel Vergnügen bereitet in den zweiten Band einzutauchen, daher vergebe ich sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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