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Veröffentlicht am 08.02.2026

Eine gelungene Fortsetzung!

Mika Mysteries - Die Spur der Meisterdiebin
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Stockholm, 1880. Der bitterkalte Winter ist endlich vorbei und die gesamte Stadt fiebert einem besonderen Ereignis entgegen: Die Rückkehr der Vega, das erste Schiff, das die Nordostpassage durchquert. ...

Stockholm, 1880. Der bitterkalte Winter ist endlich vorbei und die gesamte Stadt fiebert einem besonderen Ereignis entgegen: Die Rückkehr der Vega, das erste Schiff, das die Nordostpassage durchquert. Die 13-jährige Mika beschäftigen gerade allerdings ganz andere Sachen. Der kleinen Nora im Waisenhaus geht es immer schlechter und ein paar der ältere Kinder verhalten sich äußerst seltsam und verschwinden immer wieder. Als Kommissar Hoff dann auch noch um ihre Hilfe bei der Aufklärung einer Diebstahlserie bittet, beschleicht Mika der Verdacht, dass das Ganze irgendwie zusammenhängt. Sie beginnt zu ermitteln und stößt auf eine geheimnisvolle Frau im blauen Mantel. Wer ist diese Dame und was hat sie mit den Kindern vor? Ob Mika und der Kommissar wohl auch diesen gefährlichen Fall rechtzeitig aufklären können?

Hierbei handelt es sich um den zweiten Band von „Mika Mysteries“, der relativ zeitnah an die vorangegangenen Ereignisse anknüpft. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, die Bände in der chronologischen Reihenfolge zu lesen.
Nach meiner großen Begeisterung für den ersten Teil musste natürlich auch der zweite bei mir Einzug halten. Schon das Cover konnte wieder direkt bei mir punkten, ich liebe einfach die Aufmachung dieser Reihe. Von der heimeligen äußeren Erscheinung sollte man sich allerdings auch dieses Mal nicht täuschen lassen. Im Gegenteil, die Fortsetzung präsentiert sich sogar noch ein wenig finsterer als der Vorgänger.

Erneut entführt Johan Rundberg seine Leserschaft ins Jahr 1880 nach Stockholm und schafft es gekonnt, ein realistisches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Vor allem das harte Leben der Waisenkinder wird sehr eindringlich und bildhaft beschrieben, sodass das Gelesene stellenweise ganz schön unter die Haut geht. Die Altersangabe ist durchaus mit Vorsicht zu genießen, nicht für jedes zehnjährige Kind wird diese Reihe schon etwas sein. Wer aber gerne atmosphärisch-düstere Detektivgeschichten liest, kommt hier ganz auf seine Kosten. Besonders Enola-Holmes-Fans ist diese schwedische Kinderkrimi-Reihe wärmstens zu empfehlen.
In gewisser Hinsicht ähnelt unsere 13-jährige Hautprotagonistin sehr der jüngeren Schwester von Sherlock Holmes. Auch Mika ist äußerst taff, mutig und clever und wirkt älter als sie eigentlich ist. Diesmal kommt ihre scharfe Kombinationsgabe vielleicht nicht ganz so zum Tragen wie beim vorherigen Fall, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tut. Die Handlung ist durchweg mitreißend und abwechslungsreich, hält einige unerwartete Wendungen parat und lädt zum Miträtseln ein. Ein besonderes Highlight ist erneut das unterhaltsame Zusammenspiel zwischen Mika und dem Kommissar, das die ernste Grundstimmung wunderbar aufgelockert. Die kurzen Kapitel lassen die Seiten wieder nur so dahinfliegen und da das Geheimnis um Mikas Herkunft auch diesmal nicht gelüftet wird, kann man den dritten Band kaum erwarten.

Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung hat Johan Rundberg hier geschaffen. Auch „Mika Mysteries – Die Spur der Meisterdiebin“ ist ein fesselnder und düsterer Kinderkrimi vor historischer Kulisse. Ein kriminell spannendes Lesevergnügen ab 10 Jahren mit einer starken Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich bin auch von diesem Band begeistert! Auf den dritten Teil (der leider erst in einem halben Jahr erscheinen wird) freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Märchenhaft, düster, fesselnd und atmosphärisch.

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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Am Rande eines dunklen Waldes lebt Ava mit ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester Linn. Sie führen kein leichtes Leben, die Armut und der nagende Hunger werden immer größer. Als der Winter naht, beschließt ...

Am Rande eines dunklen Waldes lebt Ava mit ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester Linn. Sie führen kein leichtes Leben, die Armut und der nagende Hunger werden immer größer. Als der Winter naht, beschließt der Vater mit seinen Töchtern in die Stadt des Kaisers zu gehen, in der Hoffnung, sich dort ein besseres Leben aufzubauen. Der kürzeste Weg führt durch den geheimnisvollen Wald, in dem angeblich eine böse Hexe hausen soll. Schon am ersten Tag verschwindet ihr Vater spurlos und die Schwestern bleiben verängstigt alleine zurück. Als sie versuchen, ihre Reise fortzusetzen, stoßen sie auf eine alte Hütte, in der die unheimliche, blinde Nebula lebt, zusammen mit fünf Kindern, die nicht ihre sind, aber freiwillig bei ihr bleiben. Auf den ersten Blick scheint Nebula gut für ihre Schützlinge zu sorgen. Aber warum hält sie Linn in ihrer Kammer gefangen? Wieso verbietet sie Ava den Kontakt zu ihrer Schwester? Irgendetwas stimmt hier nicht. Ist Nebula etwa eine Hexe?

Auf dieses Buch (übersetzt von Meike Blatzheim und Sarah Onkels) war ich wahnsinnig gespannt. Fantasyromane, die von Märchen und großen Klassikern inspiriert sind, habe ich schon immer gerne gelesen. Ihr auch? Dann solltet ihr an der Eventyr-Saga auf keinen Fall vorbeigehen!

Gry Kappel Jensen präsentiert hier einen sehr vielversprechenden Reihenstart, der definitiv hält, was das wunderschöne Cover verspricht. Mit einem feinen Gespür für Atmosphäre entführt uns die dänische Autorin in eine finstere, mittelalterlich anmutende Welt, in denen Hexen ihr Unwesen treiben und Hunger, Angst und Hoffnungslosigkeit an der Tagesordnung stehen. Die Geschichte startet recht ruhig, entwickelt aber bereits nach kurzer Zeit eine Sogwirkung, der man sich kaum mehr entziehen kann. Spannend, geheimnisvoll, märchenhaft und magisch schreitet die Handlung voran, erzählt von Geschwisterliebe, Mut, Gerechtigkeit, Verlust, Krankheit und trügerischer Geborgenheit und davon, dass die Welt nicht schwarz oder weiß ist, sondern voller Zwischentöne. Immer wieder erkennt man Ähnlichkeiten zu Hänsel und Gretel und Krabat und doch entfaltet die Erzählung einen ganz eigenen Zauber. Im Mittelpunkt steht durchweg die Halbwaise Ava – ein mutiges und starkes Mädchen, das viel zu früh erwachsen werden musste. Ihre tiefe Zuneigung für ihre kleine Schwester Linn geht zu Herzen, ihre Skepsis und Entschlossenheit lassen einen richtig mitfiebern. Eine lange Zeit weiß man nicht, woran man bei Nebula ist. Was sind ihre Absichten? Warum trennt sie die Schwestern voneinander? Meint sie es gut mit ihnen oder ist sie doch eine böse Hexe? Gry Kappel Jensen erzählt das Ganze so bildhaft und mitreißend, dass das Kopfkino direkt anspringt und Lesepausen nahezu unmöglich sind. Das Ende ist passend, macht aber deutlich, dass noch nicht alles erzählt wurde. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass uns der Carlsen Verlag nicht allzu lange auf die deutsche Übersetzung des zweiten Bandes warten lässt. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, weiterzulesen!

Fazit: „Tochter des Nebelwaldes“ ist ein gelungener Auftakt einer atmosphärischen Fantasy-Reihe ab 12 Jahren. Ein wunderbares düsteres Märchen, das in eine Welt voller Magie und Geheimnisse entführt. Fesselnd, tiefgründig, schaurig-schön. Ich kann den ersten Band der Eventyr-Saga nur empfehlen, ich bin begeistert von diesem Buch! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Warmherzig, mutmachend, gespenstisch schön.

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
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In einem alten Schloss, das in einem großen dunklen Park steht, lebt ein kleines Gespenst. Auf den ersten Blick sieht es wie ein ganz normales Spukgespenst aus. Doch anstatt anderen einen Schrecken einzujagen, ...

In einem alten Schloss, das in einem großen dunklen Park steht, lebt ein kleines Gespenst. Auf den ersten Blick sieht es wie ein ganz normales Spukgespenst aus. Doch anstatt anderen einen Schrecken einzujagen, gruselt es sich selbst sehr schnell. Besonders vor dem Abend graut es ihm immer, wenn es wieder ganz alleine in seinem Zuhause hockt und es sich richtig einsam fühlt. Wie schön wäre es doch, wenn sein Schloss voller Leben wäre. Da kommt dem kleinen Gespenst eine tolle Idee: Es möchte eine Übernachtungsparty machen! Sofort begibt es sich auf die Suche nach jemanden, der nächste Nacht bei ihm schlafen kann. Zuerst fragt es die Schnecke, doch die ist viel zu langsam, um rechtzeitig am Abend bei ihm zu sein. Auch das Eichhörnchen, die Henne und der Frosch können aus verschiedenen Gründen nicht zu seiner Feier kommen. Das kleine Gespenst lässt traurig den Kopf hängen. Ob er wohl noch einen Freund für seine Übernachtungsparty finden wird?

Nachdem mich Gareth Ryans mit dem ersten Buch seiner Gespenster-Reihe verzaubern konnte, war ich voller Vorfreude auf den zweiten Band. Schon das Cover verspricht wieder eine traumhaft süße Gespenstergeschichte und genau das bekommt man hier auch.

Ein weiteres Mal entführt uns Gareth Ryans in das alte Schloss, zu dem kleinen Gespenst, welches nicht dem typischen Klischee entspricht. Anstatt andere zu erschrecken, gruselt und fürchtet es sich selbst ziemlich schnell – vor allem abends, wenn es mal wieder ganz alleine in seinem großen dunklen Zuhause sitzt. Man muss dieses kleine weiß schimmernde Kerlchen einfach sofort ins Herz schließen und kann seinen Wunsch nach Freundschaft nur zu gut nachvollziehen. Man fühlt und fiebert mit ihm mit und freut sich am Ende richtig, wenn es endlich nicht mehr länger einsam ist. Seine Suche nach einem Freund wird sehr einfühlsam und mit einer Prise Humor beschrieben, erfordert aufgrund der etwas längeren Textpassagen allerdings schon etwas Übung beim Zuhören. Dennoch ist das Buch auch schon für die Kleinsten geeignet. Die wichtige Botschaft, die hier vermittelt wird, kann man Kindern schließlich gar nicht früh genug mitgeben. Denn unser kleines liebenswertes Gespenst zeigt uns, dass es sich lohnt, niemals aufzugeben und es nichts Schöneres gibt, als gute Freunde, die immer für einen da sind.

Die Illustrationen von Gareth Ryans sind mal wieder ein besonderer Genuss. Stimmungsvoll und mit viel Liebe zum Detail erwecken sie die Geschichte zum Leben, laden zum Verweilen und Entdecken ein und sorgen für eine schaurig-schöne nächtliche Wohlfühlatmosphäre.

Fazit: „Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte“ ist eine gespenstisch schöne, liebevolle Gutenachtgeschichte über Einsamkeit, Freundschaft und den Mut, niemals aufzugeben. Ein wunderbares Mutmach-Bilderbuch für alle ab 3 Jahren, die sich manchmal allein fühlen. Ich bin auch von diesem Band beGEISTERt, ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Ein wundervolles, warmherziges Bilderbuch über Geschwisterliebe, Streit und Versöhnung.

Zusammen sind wir bärenstark – Vom Streiten und Versöhnen
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Die Bärengeschwister Yuki und Yari lieben es, gemeinsam durch den Wald zu tollen, fangen und wettrennen zu spielen und jeden Tag zum Abenteuer zu machen. Die beiden sind einfach unzertrennlich, nichts ...

Die Bärengeschwister Yuki und Yari lieben es, gemeinsam durch den Wald zu tollen, fangen und wettrennen zu spielen und jeden Tag zum Abenteuer zu machen. Die beiden sind einfach unzertrennlich, nichts und niemand kann sie auseinanderbringen. Doch dann kommt es eines Tages zum ersten großen Streit zwischen ihnen. Anstatt auf ihn zu warten, hat Yari die leckere Honigwabe ganz alleine aufgefuttert. Yuki ist stinkwütend und enttäuscht und irgendwann wird es auch Yari zu bunt. Zornig gehen die Bärenkinder getrennte Wege und wollen sich am liebsten nie mehr wiedersehen. Doch schon in der Nacht, in der jeder für sich alleine in der Bärenhöhle liegt, beginnen sie den jeweils anderen zu vermissen. Am nächsten Morgen möchte sich Yuki entschuldigen – doch oh Schreck, Yari ist verschwunden! Yuki macht sich sofort auf die Suche und kommt dabei an lauter besonderen Orten vorbei, die ihn an schöne gemeinsame Momente mit Yari erinnern: Die alte Kastanie, der kleine See, die Lichtung mit der Blumenwiese...Die Sehnsucht nach Yari wird immer größer. Ob die Bärenkinder sich wohl wieder vertragen werden?

Nachdem mich Kai Haferkamp und Mareike Ammersken mit „Der kleine Wal und der schönste Ort der Welt“ begeistern konnten, war ich voller Vorfreude auf ihr neues gemeinsames Werk. Schon das Cover ist einfach zum Verlieben und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.

Einfühlsam und voller Wärme erzählt der deutsche Autor Kai Haferkamp von Nähe, Streit, Einsamkeit und Versöhnung. Auch die besten Freunde oder Geschwister mit einer sehr innigen Beziehung zanken sich mal. Das ist völlig normal und gehört zum Leben einfach dazu. Umso wichtiger ist es, einen guten Umgang mit Wut und Konflikten zu finden und zu lernen, wie man Probleme löst, sich entschuldigt und wieder verträgt. So wie die zwei sympathischen Bärenkinder in dieser Geschichte. Die Auseinandersetzung des Geschwisterduos wird sehr authentisch beschrieben und ist sicherlich vielen von uns in ähnlicher Form schon mal begegnet. Man kann sich dadurch sehr gut in die beiden hineinversetzen und ihre verschiedenen Gefühle nur zu gut nachvollziehen. Ihre Entwicklung wird wundervoll und sehr kindgerecht dargestellt, lässt einen mitfühlen und mitfiebern und geht zu Herzen. Vor allem das Ende ist unheimlich rührend und zeigt uns, dass Geschwisterbande so leicht nichts erschüttern kann und es zusammen am allerschönsten ist.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die wunderschönen Illustrationen von Mareike Ammersken. Atmosphärisch, ausdrucksstark und mit warmen Farben erwecken sie das Erzählte zum Leben, entführen in traumhafte Wald- und Berglandschaften und laden zum Verweilen und Betrachten ein.

Fazit: Kai Haferkamp und Mareike Ammersken haben hier ein bärenstarkes Bilderbuch geschaffen, das einen tollen Anlass bietet, um mit Kindern über ihre Gefühle zu reden. Eine warmherzige und berührende Geschichte ab 4 Jahren über Geschwisterliebe, das Streiten und Versöhnen. Ich kann das neue Werk des Erfolgsduos nur empfehlen, ich finde es zauberhaft. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein zauberhaftes Buch, das die Freude an Physik weckt!

Ich mag Physik
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Nachdem mich der spanische Künstler Miguel Tanco mit „Ich mag Mathe“ begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf sein neues naturwissenschaftliches Bilderbuch. Auch darin begleiten wir ein kleines ...

Nachdem mich der spanische Künstler Miguel Tanco mit „Ich mag Mathe“ begeistern konnte, war ich voller Vorfreude auf sein neues naturwissenschaftliches Bilderbuch. Auch darin begleiten wir ein kleines neugieriges Kind, in dessen Familie alle für etwas brennen. Nur unsere aufgeweckte PoC-Hauptfigur weiß nicht so recht, was sie besonders gerne mag oder gut kann. Was sie aber hat, sind Fragen. Viele, viele Fragen, die sicherlich so manche junge Kinder beschäftigen wie „Ob ich wohl an der Decke laufen könnte? Warum ist Schnee weiß, obwohl Wasser doch durchsichtig ist? Könnte ich schneller sein als mein Echo? Könnte ich mithilfe einer gigantischen Kaugummiblase zur Schule fliegen?“

Die verschiedenen Gedankenexperimente sprühen nur so vor Fantasie und Wissbegierde und lassen uns Erwachsene immer wieder breit schmunzeln. Vor allem die Illustrationen von Miguel Tanco sind herrlich anzusehen. Mit leicht krakeligem Strich, zarten Aquarellfarben und jeder Menge Humor setzen sie die Überlegungen des Kindes perfekt in Szene und zeigen uns, dass Physik überhaupt nicht so langweilig oder trocken ist wie viele von uns vermutlich denken. Physik kann ziemlich spannend sein und Spaß machen! Die Begeisterung unserer kleinen Hauptperson wirkt richtig ansteckend, weckt die Freude an Physik und wird garantiert viele junge Leser*innen dazu anregen, die Welt mit mehr Neugierde zu betrachten und seine eigene Leidenschaft zu entdecken und zu verfolgen.

Wie die Antworten auf die ganzen Fragen lauten, erfahren wir erst am Ende im Anhang. Nachdem unsere Hauptfigur ihre Ideen ihrer Klasse vorstellen durfte, erfährt sie von ihrer Lehrerin von der faszinierenden Welt der Physik. Und schon legt das Kind los, experimentiert, untersucht und notiert und erklärt uns in seinem Heft auf kinderleichte Weise, was hinter den verschiedenen physikalischen Phänomen steckt. Die Mischung aus unterhaltsamer Geschichte und Wissensvermittlung ist hier einfach großartig gelungen und nicht nur für Kinder überaus bereichernd und lehrreich.

Fazit: „Ich mag Physik“ ist ein wunderbares, inspirierendes Bilderbuch ab 6 Jahren, das mit viel Witz und Einfallsreichtum dazu einlädt, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und seine Leidenschaft zu finden. Eine liebevolle Hommage an die Physik und Entdeckerfreude. Für alle Physik-Fans und die, die es noch werden wollen. Ich kann dieses zauberhafte Buch nur empfehlen, mir hat es genauso gut gefallen wie der Vorgänger. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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