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Veröffentlicht am 03.02.2026

Genauso zauberhaft wie der erste Band!

Fia & die Herzensbande 2. Volle Fahrt ins Abenteuer
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Die siebenjährige Fia kann sich keinen schöneren Ort zum Leben vorstellen, als ihre bunte Spielstraße in Köln. Hier fühlt sie sich pudelwohl und erlebt zusammen mit ihren bestesten Freundinnen die tollsten ...

Die siebenjährige Fia kann sich keinen schöneren Ort zum Leben vorstellen, als ihre bunte Spielstraße in Köln. Hier fühlt sie sich pudelwohl und erlebt zusammen mit ihren bestesten Freundinnen die tollsten Abenteuer. Gemeinsam mit Mona (ein echtes Feuerwehrmädchen), Detektiv Pippo, Superheldin Hanna und deren Erfinder-Bruder Ben ist sie die Herzensbande. Ihre Mission? Gutes tun, um andere Menschen (und sich selbst) glücklich zu machen. So kümmern sie sich einen Tag lang um den kleinen Laden von Tante Frida, helfen bei der Suche nach einem verlorenen Kuscheltier und sorgen dafür, dass der Karnevalsumzug am Krankenhaus vorbeizieht, damit auch die Patientinnen mitfeiern können. Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn, niemand kann die Herzensbande trennen. Auch nicht so ein blöder Erwachsener, der nur an sich denkt.

Hurra, endlich geht es mit der Fia und der Herzensbande weiter! Nachdem mir der Reihenauftakt so gut gefallen hat, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten. Diese kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, allerdings macht es vermutlich etwas mehr Freude, wenn man mit dem ersten Band startet.

Voller Humor und Wärme entführt uns Christian Wunderlich zurück in die trubelige Spielstraße der Herzensbande. Schon das Cover macht sofort gute Laune und dahinter geht es ganz genauso weiter. Der Autor lässt wieder Fia selbst von ihren Erlebnissen berichten und fängt die kindliche Erzählperspektive hervorragend ein. Mit ihrer herrlich aufgeweckten und fantasievollen Art nimmt uns Fia mit in ihre Welt, spricht uns Leserinnen dabei immer wieder direkt an, sodass man sich gleich mittendrin fühlt. In 10 kurzen Kapiteln begleiten wir die Herzensbande und erleben gemeinsam mit ihr die tollsten kleinen Alltagsabenteuer. Ob der Karnevalsumzug, die Reise mit einer Zeitmaschine oder die spukende Fabrik – jede Geschichte sprüht nur so vor Lebensfreude und kindlicher Fantasie und Unbeschwertheit, vermittelt gleichzeitig aber auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt, Diversität und Hilfsbereitschaft.

Die fünf Kinder sind einfach eine großartige bunte Truppe. Sie zeigen uns einmal mehr, wie viel Herz in ihnen steckt und dass es nichts Schöneres im Leben gibt, als anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Zudem erinnern sie uns Erwachsene auch daran, die Welt öfters mal aus Kinderaugen zu betrachten, um zu sehen, dass sie voller Magie und Wunder steckt. Man wünscht sich beim Lesen nichts mehr, als selbst ein Teil der Herzensbande zu sein. Und dass all das auf realen Personen und teils auch wahren Begebenheiten beruht, lässt die Begeisterung für diese Vorlesebuchreihe nur noch größer werden.

Die zahlreichen liebevollen und farbenfrohen Illustrationen von Anne Grobe sind wieder das Sahnehäubchen obendrauf und setzen das Erzählte perfekt in Szene.

Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung haben uns Christian Wunderlich und Anne Grobe hier gezaubert. Auch „Fia & Herzensbande – Volle Fahrt ins Abenteuer“ ist ein warmherziges, lustig-buntes und turbulentes Wohlfühlkinderbuch ab 5 Jahren mit fünf liebenswerten kleinen Held
innen, die die Leserherzen im Sturm erobern. Ein wunderbarer hyggeliger (Vor-)Lesespaß für Jung und Alt zum Schmunzeln, Mitfiebern und Nachdenken. Ich bin auch von diesem Band begeistert, mir hat er genauso gut gefallen wie der erste. Über weitere Abenteuer mit der Herzensbande würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein schaurig-schöner Monsterspaß!

Suri, die Monsterjägerin
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Die Waise Suri hat es geschafft, den Cat-Sí - gefährlichen Katzengeistern – zu entkommen und ist nun auf der Suche nach Arbeit. Es scheint nur leider niemand ihre Dienste als Monsterjägerin zu benötigen ...

Die Waise Suri hat es geschafft, den Cat-Sí - gefährlichen Katzengeistern – zu entkommen und ist nun auf der Suche nach Arbeit. Es scheint nur leider niemand ihre Dienste als Monsterjägerin zu benötigen (oder ihre Hilfe beim Fenster putzen und kochen). Zumindest muss sie die Reise zur unheimlichen Monsterschlucht nicht alleine antreten. Denn dieser Ort ist ihr Ziel, da ihr erstes gezähmtes Monster, der Riesenhund Byron, der perfekte Hütehund für die Riesen wäre, die die Grenze zur Menschenwelt vor Dämonen und Monstern schützen. Gemeinsam mit Bryon und dem vorlauten Kobold Caglio macht sie sich auf in den hohen Norden. Der Weg dorthin ist jedoch weit und gefährlich und ihnen fehlt es an Geld und Proviant. Der Schatz des Maulwurfskönigs, der sich mitten in einer Höhle befindet, kommt ihnen daher gerade recht, genauso wie der Junge Koyla, der behauptet, sie zum Schatz führen zu können. Kann man ihm aber wirklich trauen? Irgendwie scheint er etwas zu verbergen...

Hierbei handelt es sich um zweiten Band von Suri, die Monsterjägerin (übersetzt von Maria Schmidt) und es empfiehlt es sich, den Vorgänger zu kennen, da die Bände aufeinander aufbauen.
Nach meiner großen Begeisterung für Suris erstes Abenteuer konnte ich das Weiterlesen kaum erwarten. Schon das Cover verspricht wieder monstermäßig gute Unterhaltung und genau das bekommt man hier auch.

Der zweite Band knüpft ziemlich direkt dort an, wo der erste geendet hat. Die Geschichte startet wieder ohne langes Vorgeplänkel, ist von Beginn an fesselnd und turbulent und von einem wunderbaren skurrilen Humor und kindgerechten Monstergrusel durchzogen. Jo Rioux hat einfach eine faszinierende, mittelalterlich anmutende Fantasywelt geschaffen voller Geheimnisse, Magie und außergewöhnlicher Wesen. Es macht wieder richtig Spaß, in dieses kreative Universum einzutauchen und Suri auf ihrem Weg zu begleiten. Suri ist eine tolle Protagonistin: Pfiffig, furchtlos und sympathisch. Sie lässt sich so leicht nicht unterkriegen und zeigt uns einmal mehr, dass es sich lohnt, mutig zu sein und an sich selbst glauben. Die weiteren Charaktere sind jedoch nicht minder liebenswert gezeichnet. Ob bekannte oder neue Gesichter: Allesamt machen sie das Lesen zu einem großen Vergnügen. Vor allem der freche Kobold Caglio ist ein herrlicher Charakter, ich musste öfters sehr über ihn schmunzeln.
Obwohl dieser Band doppelt so viele Seiten hat wie der Vorgänger, ist das Abenteuer leider viel zu schnell wieder vorbei. Das Ende macht große Lust auf mehr, am liebsten würde man sofort weiterlesen. Soweit ich weiß, ist noch keine Übersetzung vom dritten Teil angekündigt, ich hoffe aber sehr, dass das noch kommen wird. Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit Suri und ihren Freunden weitergehen wird!

Optisch ist auch dieser Band ein besonderes Highlight. Jo Rioux’ Illustrationen sind lebendig und ausdrucksstark und strahlen durch die warmen, erdigen Farben eine wohlig-düstere Atmosphäre aus. An vielen Stellen erzählen sie die Geschichte auch ganz ohne Text. Für Erstlesende und Lesemuffel ist diese Kindercomic-Reihe daher ideal geeignet.

Ein paar Ausschnitte aus Suris Tagebuch im Anschluss runden das Ganze perfekt ab und lassen garantiert jeden Monster-Fan ganz auf seine Kosten kommen.

Fazit: Eine ungeheuerlich schöne Fortsetzung hat uns Jo Rioux hier gezaubert. Auch „Suri, die Monsterjägerin – Der Maulwurfkönig“ ist ein spannender und witzig-schräger Fantasy-Kindercomic ab 8 Jahren mit humorvollen Grusel, magischen Kreaturen und einer mutigen Heldin, die man gerne begleitet. Ein schaurig-schöner Monsterspaß - nicht nur für die Hallowenzeit. Ich bin auch von diesem Band begeistert, mir hat er sogar noch ein bisschen besser gefallen als der erste. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Wunderbar poetisch und so schön illustriert!

Frühstücken
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Müsli, Eier, Brot und Brötchen, süß oder herzhaft, Kaffee, Tee, Kakao und Saft – das sind wohl die Dinge, die einem als erstes durch den Kopf schießen, wenn man den Titel „Frühstücken“ liest. In diesem ...



Müsli, Eier, Brot und Brötchen, süß oder herzhaft, Kaffee, Tee, Kakao und Saft – das sind wohl die Dinge, die einem als erstes durch den Kopf schießen, wenn man den Titel „Frühstücken“ liest. In diesem Buch geht es jedoch um weitaus mehr als nur die erste Mahlzeit des Tages.

Voller Poesie und Wärme begleiten wir ein kleines Mädchen durch das Jahr und erleben völlig unterschiedliche Frühstücksszenarien. Mal geht es gemütlich und fröhlich zu, mal stressig und mal grummelig, mal gibt es ein sommerliches Picknick im Grünen zusammen mit der ganzen Familie, mal geht es an den runden, heimeligen Küchentisch von Oma, mal bekommt unsere Protagonistin Violeta vor lauter Kummer oder Prüfungsangst keinen Bissen herunter... Die spanische Künstlerin Alicia Bululú fängt diese verschiedenen Morgengefühle hervorragend ein. Hier wird sich garantiert jeder irgendwo wiederfinden. Denn wer kennt es nicht? Wenn man vor Klausuren und Tests nichts runter kriegt, morgens viel zu müde zum Aufstehen ist oder kaum Zeit zum Frühstücken hat.

Alicia Bululú beschreibt das Ganze so bildlich, dass man die herrlich sommerliche Süße des Obstes regelrecht schmecken kann und den Duft vom frisch gebackenen Brot in der Nase hat. Stück für Stück, wie ein Mosaik, setzen sich die kurzen Tagebuchszenen zu einer Geschichte zusammen – eine Geschichte, die Erinnerungen und Emotionen an eigene besondere Frühstücksmomente weckt. Und die uns zeigt, dass jeder Tag und jedes Frühstück anders schmeckt und so vielfältig und einzigartig wie das Leben ist. Dieses Buch ist wie ein Gedicht, könnte für vierjährige Kinder allerdings vielleicht noch etwas zu herausfordernd sein. Vielleicht irre ich mich auch, ich persönlich würde die Altersempfehlung jedenfalls ein, zwei Jahre höher ansetzen.

Neben Bululús lyrischen Texten sind auch die wunderschönen, zarten Illustrationen von Raquel Catalina ein wahrer Genuss. Ausdrucksstark, farbenfroh und mit feinem Strich erwecken sie die morgendlichen Alltagsmomente der vierköpfigen Familie zum Leben und fangen die jeweilige Stimmung perfekt ein.

Fazit: „Frühstücken“ ist ein poetisches und herzerwärmendes Bilderbuch, das dazu einlädt, das Frühstück bewusst zu genießen und die kleinen Dinge zu schätzen, die den Beginn eines Tages so einzigartig machen. Ein wundervolles Buch für Jung und Alt. Der Bohem Verlag ist einfach immer ein Garant für besondere Bilderbücher. Auch dieses Schätzchen kann ich nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Wunderschön!

WINNIE
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Wer kennt ihn nicht, Pu, den Bären oder auch Winnie-the-Pooh? Ob aus den Romanen von Alan Alexander Milne oder den Disney-Zeichentrickfilmen: Von dem weltberühmten Bären aus dem Hundert-Morgen-Wald hat ...

Wer kennt ihn nicht, Pu, den Bären oder auch Winnie-the-Pooh? Ob aus den Romanen von Alan Alexander Milne oder den Disney-Zeichentrickfilmen: Von dem weltberühmten Bären aus dem Hundert-Morgen-Wald hat sicherlich nahezu jeder schon mal gehört. Wusstet ihr aber, dass es ihn (oder besser gesagt eigentlich „sie“) wirklich gegeben hat? Also ich tatsächlich nicht und das, wo ich so ein großer Winnie-Puuh-Fan bin. Tatsächlich ist es auch völlig an mir vorbeigegangen, dass der Bohem Verlag bereits vor zehn Jahren das hier vorliegende Bilderbuch herausgebracht hat. Was für ein Glück, dass anlässlich zum 100. Geburtstag von Pu, dem Bären, eine Neuauflage davon erschienen ist und ich dank dieser darauf aufmerksam geworden bin. Mir wäre ansonsten etwas ganz Wundervolles entgangen.

Zu Beginn lernen wir eine Mutter und ihren kleinen Sohn Cole kennen. Eigentlich ist schon Schlafenszeit, aber der Junge möchte unbedingt noch eine Geschichte hören. Eine wahre Geschichte. Über einen Bären. Und so beginnt die Mutter zu erzählen. Von einem kanadischen Veterinär namens Harry Colebourn aus Winniepeg, der vor über hundert Jahren gelebt hat. Während des ersten Weltkriegs sagte er seiner Heimat auf Wiedersehen und reiste zur Front, um sich dort um die Pferde der Soldaten zu kümmern. Auf seinem Weg begegnete er an einem Bahnsteig einem Trapper, der in Begleitung eines kleinen weiblichen Schwarzbären-Babys war. Er kaufte das Kleine für 20 Dollar und taufte es nach seiner Heimatstadt „Winnie“. Von da an war die Bärin immer dabei, im Zug, auf dem Übungsplatz, bei seiner Arbeit und sogar auf dem Schiff, das sie nach England fuhr. Erst als er nach Frankreich musste, brachte er das „Maskottchen der Soldaten“ in den Londoner Zoo.

Das Buch ist größtenteils die Einschlafgeschichte der Mutter, bei der es sich um die Autorin Lindsay Mattick handelt. Immer wieder wird die Erzählung jedoch von kleinen Dialogen zwischen Mutter und Sohn unterbrochen. Cole möchte es nämlich manchmal ganz genau wissen. Was ein Veterinär ist, zum Beispiel. Solch schwierige Begriffe werden hier sehr leicht und verständlich erklärt, sodass auch schon jüngere Kinder dem Text folgen können.
Was das alles nun aber mit dem Pu, dem Bären, zu tun hat, wird erst zum Ende hin klar. Mehrere Jahre nachdem Harry Colebourn Winnie in den Zoo gebracht hat, freundete sich ein Junge namens Christopher Robin mit der Schwarzbärin an und taufte seinen Stoffbären nach ihr. Inspiriert davon schrieb sein Vater Alan Alexander Mine die unvergesslichen Geschichten über Winnie-the-Pooh, die auch heute noch Jung und Alt begeistern und nichts von ihrem Zauber verloren haben. Und dank Lindsay Mattick, bei der es sich um die Urenkelin von Harry Colebourn handelt, kennen nun auch wir die wirklich wahre Geschichte des wohl bekanntesten Bären der Kinderliteratur.

Neben den liebevollen Texten und der gelungenen Mischung aus gemütlicher Gutenachtgeschichte und historischer Realität überzeugt das Buch auch optisch auf ganzer Linie. Die Illustrationen von Sophie Blackall sind einfach zauberhaft anzusehen. Ausdrucksstark, detailreich und voller nostalgischer Atmosphäre und Wärme. Mit feinem Strich und zarten Farben erwecken sie das Erzählte zum Leben und laden zum Verweilen, Entdecken und immer-wieder-Angucken ein.

Abgerundet wird das Ganze von Originalfotos und Dokumenten wie beispielsweise ein Bild von Harry und Winnie oder Auszüge aus Harrys Tagebuch. Nach dieser Lektüre wird garantiert jeder den Wunsch verspüren, sofort in die Welt des Hundert-Morgen-Walds einzutauchen und Winnie-the-Pooh neu zu entdecken.

Fazit: Ein bärig schönes Bilderbuch ab 3 Jahren über die unglaubliche Entstehungsgeschichte des legendären Pu, den Bären, haben Lindsay Mattick und Sophie Blackall hier geschaffen. Ein echter Schatz in jedem Bücherregal für alle Winnie-the-Pooh-Fans und die, die es noch werden wollen. Berührend, fesselnd, faszinierend - wunderbar zeitlos. Ich bin total verlieb in dieses Schätzchen und kann es jedem nur ans Herz legen! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Niemand von uns muss perfekt sein!

Das gute Ei
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Das gute Ei lebt gemeinsam mit elf anderen Eiern in einem recycelten Eierkarton in einem Supermarkt. Es war immer schon ein sehr gutes Ei und stets darum bemüht, es jedem recht zu machen und anderen zu ...

Das gute Ei lebt gemeinsam mit elf anderen Eiern in einem recycelten Eierkarton in einem Supermarkt. Es war immer schon ein sehr gutes Ei und stets darum bemüht, es jedem recht zu machen und anderen zu helfen. Es rettet Kätzchen von Bäumen, trägt die Einkäufe nach Hause, gießt die Pflanzen, hilft beim Streichen...Die anderen Eier hingegen halten sich überhaupt nicht an Regeln, machen Radau und ständig Blödsinn. Das gute Ei räumt und putzt ihnen hinterher und versucht für Frieden zu sorgen. Irgendwann ist es völlig erschöpft und bekommt vor lauter Stress sogar Risse auf seiner Schale. Vom Arzt erfährt es, dass es sich viel zu viel Druck gemacht hat. Da beschließt das gute Ei, fortzugehen, um zu sich selbst zurückzufinden und auf das zu hören, was es braucht. Mit der Zeit verheilt seine Schale wieder und es fasst den Entschluss, zu den anderen Eiern zurückzukehren. Dieses Mal weiß es, was zu tun ist. Es wird natürlich gut zu den anderen sein, aber auch zu sich selbst und immer daran denken, dass man nicht perfekt sein muss.

Nachdem mir Jory John und Pete Oswald bereits mit „Der kluge Keks“ und „Die coole Bohne“ bewiesen haben, dass sie ein Garant für tolle Bilderbücher sind, konnte ich es kaum erwarten, das gute Ei kennenzulernen. Schon das Cover verzauberte mich auf Anhieb und dahinter ging es ganz genauso weiter.

Das US-amerikanische Bestseller-Duo hat ein weiteres entzückendes Bilderbuch geschaffen, an dem man auch Erwachsener seine helle Freude hat. Tatsächlich würde ich diesen Band nicht als ein reines Kinderbuch bezeichnen. Die Themen Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind wohl eher für Erwachsene und etwas ältere Kinder relevant; Dreijährige werden damit vermutlich noch nicht so viel anfangen können. Dennoch halte ich die Altersangabe für angemessen. Die Botschaft, die hier einfühlsam vermittelt wird, kann man Kindern gar nicht früh genug mitgeben, besonders in der heutigen stressigen Zeit. Und über die gewohnt hinreißenden Illustrationen von Pete Oswald werden sich garantiert auch schon die Kleinsten freuen.
„Das gute Ei“ ist – wie alle Bände aus dieser Reihe – eine wunderbare Mischung aus Humor, Spaß und Tiefgang. In dem guten Ei werden sich bestimmt so einige wiederfinden. Denn viele von uns halten sich oft nicht für gut genug, möchten es immer allen recht machen und setzen sich selbst viel zu sehr unter Druck. Sich Zeit für sich selbst nehmen, auf seine eigenen Bedürfnisse hören, sich selbst und einander so akzeptieren wie man ist – all das sollte man beherzigen, egal ob Jung oder Alt.

Die Illustrationen von Pete Oswald sind wie gewohnt ein besonderes Vergnügen. Ausdrucksstark, bunt und voller lustiger Details setzen sie das Erzählte perfekt in Szene und zaubern einem immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Vor allem das gute Ei ist unheimlich knuffig gezeichnet, einfach zum Verlieben.

Fazit: „Das gute Ei“ ist eine witzige und lehrreiche Geschichte ab 3 Jahren, die uns daran erinnert, dass niemand von uns perfekt sein muss und wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten. Das ideale Geschenk für alle kleinen und großen Perfektionisten. Ich kann auch dieses Bilderbuch von Jory John und Pete Oswald nur empfehlen, ich bin mal wieder begeistert! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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