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Veröffentlicht am 13.10.2021

Was für eine wahnsinnig tolle Geschichte

Ich rette die Welt - aber erst mal eine rauchen
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Sei ein stiller Beobachter in einer Geschichte voller Hass, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit. So wurde ich in diesem Buch gefangen gehalten. Als unsichtbarer Gast lief ich mit der Kriegsreporterin Lea ...

Sei ein stiller Beobachter in einer Geschichte voller Hass, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit. So wurde ich in diesem Buch gefangen gehalten. Als unsichtbarer Gast lief ich mit der Kriegsreporterin Lea und Nathan in einem Bürgerkrieg mit. Dabei war ich an einigen Stellen emotional und gedanklich überfordert. Jedoch nicht im negativen Sinne. Durch den zackigen, rasanten Erzählstil wurde ich als Leser von einem Unglück in die nächste Katastrophe geworfen. Durchatmen? Fehlanzeige! Du befindest dich mitten im Krieg, und da gibt es keine Pause. Durch den ungewöhnlichen Schreibstil wird der Druck und die Not deutlich spürbar. Ich konnte mich dadurch sehr gut in die mir völlig unbekannte Welt einfühlen. Denn Krieg und Leid kenne ich nicht. A.K. Grundig schaffte es jedoch, meine Emotionen zu wecken und die Verzweiflung spürbar werden zu lassen. Die Geschichte ist wahnsinnig gut recherchiert und somit wirkt es sehr authentisch. Einige Gespräche waren mir gedanklich echt zu „hoch“, denn Lea und Co unterhielten sich oft sehr philosophisch und Ironisch. Das kann ein Mensch, der sich in diesen Krisengebieten aufhält und arbeitet sicherlich am Besten verstehen und nachvollziehen. Auch das ganze Hintergrundwissen in geschichtlicher Form ist verständlicher/nachvollziehbarer für denjenigen, der sich mit Syrien und deren Kriegsgeschichte auskennt. Für mich waren die Gespräche zwischen den Protagonisten eine Art der eigenen Therapie und Reinigung. Dieses Buch ist es kein Werk für Zwischendurch. Hier wird deine ganze Aufmerksamkeit gefordert. Eine Geschichte voller Traurigkeit, Spannung und Emotionalität die zum Nachdenken einlädt.

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Veröffentlicht am 29.05.2021

Fesselnd, Widerlich, Grausam

Kommissar Kalkbrenner / Märchenwald
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Fazit:

Wer Bücher von Martin Krist kennt, wird auch mit "Märchenwald" wieder ein absolutes Lesevergnügen haben. Der Leser wird von Anfang an in einen Thriller mit einer fesselnden, widerlichen und grausamen ...

Fazit:

Wer Bücher von Martin Krist kennt, wird auch mit "Märchenwald" wieder ein absolutes Lesevergnügen haben. Der Leser wird von Anfang an in einen Thriller mit einer fesselnden, widerlichen und grausamen Story hinein geworfen. Dabei übertrifft es zum Teil die menschliche Vorstellungskraft.
Geschickt verstrickte Handlungsstränge, die anscheinend nichts gemein haben, werden auf tolle Art am Ende zu einem gemacht. Zwei Kinder (4 und 9 Jahre)...ihre Mutter verschwunden, durchqueren völlig auf sich allein gestellt Berlin, auf der Suche nach ihrem Opa. Denn anscheinend hat es Mama vor ihrem Verschwinden so gewollt. Dann Herr Kalkbrenner, der Ermittler, der in zwei unterschiedlichen Fällen agiert, die auf dem ersten Blick absolut nichts miteinander zu tun haben. Und eine völlig aufgelöste Zoé, die mit einer Amnesie mitten in Berlin aufwacht und niemanden (noch nicht einmal der Polizei) trauen darf. Die erste Hälfte des Buches entspricht etwas völlig anderem als einem schönen Märchen. Denn von Kannibalismus habe ich bisher noch nicht viele Bücher gelesen. Als mich Martin zu der zweiten Leiche führte, war ich sofort in dem Film "Sieben" gefangen. Als es zum Kannibalismus weiter führte, streiften meine Gedanken den Film "Hannibal". Für mich alles grandiose Geschichten. Und Martin mitten drin! Was ich besonders schätze sind dieselben Handlungen, die aus verschiedenen Sichten erzählt werden. Zb.: Max und Ellie überqueren eine Straße und werden fast überfahren...einige Kapitel später fährt Kalkbrenner mit dem Auto und muss scharf bremsen, weil Kinder über die Straße laufen. Martin lässt in seinen Büchern die Protagonisten ab und an über den Weg laufen, welches bei mir jedes mal ein "Wow-Effekt" auslöst. Zudem bedarf Martin keiner großen, ausschweifenden Worte. Er setzt vielmehr auf eine kurze und knackige Erzählweise, die dennoch sehr Aussagekräftig ist. Zudem finde ich die optischen Reize in dem Buch sehr gut. Martin nutzt zwischendurch die kursive Schrift, um den Leser in die Gedanken des Protagonisten zu entführen.
Was mich besonders faszinierte, waren die Gefühle hinter den Kapiteln. Wenn ich mit Max und Ellie das Kapitel durchstreifte, fühlte ich mich trotz des Geschehens sicher und geborgen. Das lag vor allen Dingen daran, dass jegliche Geschehnisse mit Märchenfiguren erklärt wurden. Somit war die Welt der Kinder ein Abenteuer mit Feen, Riesen und Gnomen. Die Erwachsenenwelt jedoch war grausam und mir viel Brutalität dargestellt. Warum dennoch 4 Sterne?
Das erste Drittel las sich spannend und fesselnd, welches jedoch mit der Hälfte einige Kapitel nachließ. Es plätscherte plötzlich mit einigen Nebensächlichkeiten dahin und hätte für mich ruhig kürzer gestaltet sein können. Das Ende jedoch war plötzlich und schnell vorbei. Hier hätte ich mir gern einen "Krasse Scheiße"-Effekt gewünscht. Es war einfach vorbei ohne das es eine weitere Möglichkeit gegeben hätte, Enden zu können. Einen weiteren kritischen Punkt sehe ich an der Stelle, wo Max und Ellie an zwei Kontrolleure geraten. Der Ausgang dessen ist sehr unrealistisch und an den Haaren herbei gezogen. Denn für mich wäre hier zumindest für Ellie das Märchen vorbei gewesen! Es wirkt auf mich, als wenn Martin mit aller Macht versucht, Spannung einzubauen, welches das Buch nicht nötig gehabt hätte. Gerade in Berlin ist auch das Wiedersehen zweier Kinder nicht so einfach von statten gegangen.
Dennoch möchte ich meine absolute Leseempfehlung aussprechen. Ein Märchenwald, welches nicht für Kinder geeignet und nur bei Erwachsenen mit viel Mum Anwendung finden sollte.

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Veröffentlicht am 29.05.2021

Herausragender Thriller

Kommissar Kalkbrenner / Teufelswild
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Fazit:

Was für tolle Thrillerlesestunden durfte ich hier erleben! Mit "Teufelswild" hat Martin Krist einen weiteren herausragenden Thriller veröffentlicht. Es steckt doch so vieles mehr in dieser Geschichte! ...

Fazit:

Was für tolle Thrillerlesestunden durfte ich hier erleben! Mit "Teufelswild" hat Martin Krist einen weiteren herausragenden Thriller veröffentlicht. Es steckt doch so vieles mehr in dieser Geschichte! Neben Mord, Intrigen, Politik und Milieu steht für mich Kalkbrenner sehr persönlich auf den Plan. Als großer Kalkbrenner Fan habe ich hier einen großen Einblick in sein Herz gewinnen können. In bisher keinen der Thriller wurde er so explizit in den Vordergrund gerückt. Martin Krist hat hierbei eine Art und Weise seine Protagonisten zu beschreiben, die ich selten in Büchern erlesen kann. Die Personen werden in das Buch nur durch Handlungen, Gesprächen und Blickwinkeln eingeflochten, ohne einen Steckbriefcharakter zu haben. Ich habe das Gefühl mit den Charakteren gemeinsam Seite an Seite durch das Buch zu gehen und erfahre beiläufig so viel Tiefgang. Kalkbrenner ist in diesem Buch noch einmal mehr ans Herz gewachsen. Wer Martin Krist kennt, weiß um seine hochkomplexen Verstrickungen und Handlungssträngen. Auch hier führen auf 600 Seiten mehrere Augenscheinlich voneinander unabhängige Geschichten zu einem Gesamtbild. Kurze Kapitel geben rasant das Tempo vor. Ihr könnt euch auf viel Spannung, Politische Machenschaften und verschiedene Schicksale freuen. Wenn ihr gut recherchierte, sprachlich und gut durchdachte Bücher lesen wollt, und man als Leser kaum Zeit zum durchatmen hat, dann seid ihr hier wirklich gut beraten!
Die Kalkbrenner-Reihe gehört definitiv in jedes Regal eines Thrillerfans.

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Veröffentlicht am 29.05.2021

Themen die Berühren

Wanderherzen
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Fazit:

Wanderherzen ist ein Buch über Poesie, Gedankenkarussell, Liebe, Sehnsucht, Verletzbarkeit in Form von Kurzgeschichten und Gedichten. In verschiedenen Kapiteln werden einzelne Themenabschnitte ...

Fazit:

Wanderherzen ist ein Buch über Poesie, Gedankenkarussell, Liebe, Sehnsucht, Verletzbarkeit in Form von Kurzgeschichten und Gedichten. In verschiedenen Kapiteln werden einzelne Themenabschnitte durch Zitate, Geschichten und Gedichte beschrieben. Der Grundkern des Buches verschmilzt mit der Liebe und der damit verbundenen Sehnsucht und Verletzbarkeit. Das Cover untermalt diese Sehnsucht noch zusätzlich. Manchmal wanderte ich als Leser, manchmal flog ich und manchmal träumte ich, durch dieses Buch. Ankommen war mein Ziel, gemeinsam mit der Autorin und ihren Gedanken.
Wer ein kurzweiliges, romantisches, tiefgründiges Buch lesen, und zudem abschalten möchte, ist hier genau richtig. Nicht alles bewegte mich oder konnte mich emotional abholen. Dieses jedoch ist kein Grund für ein Punkt abzug. Denn hier befinden wir uns in einer seelischen Gedankenwelten eines Gegenüber, welches nicht immer mit unseren Gefühlen tangiert.

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Veröffentlicht am 29.05.2021

Wow was für eine Dystopie

Ventadorn
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Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Dieses Buch schrie mich optisch förmlich an. Für mich ein absolut geniales Cover. Es passt völlig auf den Inhalt der Geschichte und ist mit wirklich gut gelungen. Das ...

Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Dieses Buch schrie mich optisch förmlich an. Für mich ein absolut geniales Cover. Es passt völlig auf den Inhalt der Geschichte und ist mit wirklich gut gelungen. Das Buch ist in mehreren Kapiteln eingeteilt. Kurze und gut gewählte Länge der Kapitel lassen einen schnellen Lesefluss zu. Ich hatte mit dem angenehmen Schreibstil eine tolle Lesezeit. Modern, knackig und mit ein wenig Witz ist der Spaß, hier auf ein paar tolle Stunden mit einem Buch, gegeben.

Fazit:

Thomas Knüwer, ein Autor den ich für mich neu entdeckt habe. Über den Inhalt des Buches muss ich nicht viel sagen, denn der Klappentext verrät so einiges und dennoch steckt so viel mehr in dem Buch. Ich habe die Seiten förmlich weggesuchtet. Als Leser hast du 3 Handlungsstränge vorgegeben, die erst ganz zum Schluss zusammenführen. 3 Handlungsstränge die nicht unterschiedlicher sein könnten. Es wird nie langweilig, denn in jedem Kapitel erfährt der Leser mehr über Machenschaften, Zukunftsvisionen, Mord und eine Welt, die nicht realer sein könnte. Es ist erschreckend, wenn ich mir diese Zukunft ausmalen würde für unsere Welt. Eine Welt voller Roboter, Vernetzungen und fehlender Intimität. Eine Welt, die für uns zum Teil jetzt schon real ist. Denn Vernetzt und beeinflusst durch Werbung, Marken etc. sind wir jetzt schon. Nur in diesem Buch geht der Autor einen Schritt weiter!
Was passiert mit dir, wenn du nicht mehr weißt was deine Gedanken sind und was nicht?
Was passiert mit dir. wenn du so verzweifelt bist und nur die Wahl zwischen Leben (mit Steuerung) oder Sterben hast?
Was passiert mit dir, wenn du nicht mal mehr deinen eigenen Gedanken trauen kannst?
Hier kannst du für dich erfahren, was es mit dir macht, wenn du in solch einer Welt leben solltest. Thomas Knüwer hat für mich hier ein spannendes, fesselndes, unterhaltsames, witziges und nachdenkliches Werk geschaffen. Eine tolle Dystopie die im Kopf bleibt und nicht einfach mehr loslässt.

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