Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2026

Passagenweise etwas zäh

The Factory – Es gibt kein Entkommen
0

Das Buch ist als dystopischer Jugendthriller deklariert, dabei könnte er genauso gut heute spielen. Das einzige, was ihm in meinen Augen einen dystopischen Touch gibt, ist die zu erforschende Technologie ...

Das Buch ist als dystopischer Jugendthriller deklariert, dabei könnte er genauso gut heute spielen. Das einzige, was ihm in meinen Augen einen dystopischen Touch gibt, ist die zu erforschende Technologie in der Factory. Und ganz ehrlich, so weit hergeholt finde ich auch das nicht. Das Setting ist einfach super begrenzt und vom Vibe her erinnert mich das ganze ein bisschen an „alles was wir geben mussten“.

Der Erzählstil war irgendwie nicht so 100% meins. Ich mag zwar normalerweise verschiedene Zeitachsen, aber dieses Foreshadowing fand ich nicht so richtig interessant. Vor allem weil ich bis zum Ende gerätselt habe, ob all diese Sachen wirklich nicht passieren, oder das einfach Ashers Art ist zu Rekapitulieren was genau alles folgte. Mich hat das jedenfalls eher im Lesefluss gestört.

Die Enthüllung, wie diese Episoden mit der Handlung verknüpft sind, fand ich überraschend; vielleicht hab ichs aber auch einfach nicht gecheckt, falls da Hinweise drauf gab. Ich hätte mir glaube schon eher konkretere Hinweise gewünscht.

Alles was in der Factory selbst passiert ist einfach super nebulös angelegt. Die Freundesgruppe rund um Asher forscht zwar auf eigene Faust nach, aber so wirklich viel kommt dabei nicht rum. Für einen Jugendroman hätte ich mir auch mehr Interaktionen der Jugendlichen untereinander gewünscht, Potential für Spannungen, Rebellionen, aber auch unerwartete Freundschaften war ja da, aber es is schon sehr auf die Vierergruppe rund im Asher fokussiert.

Das Ende finde ich, unter Berücksichtigung, dass es einen zweiten Band gibt, ok. So richtig abgeholt hat mich dieses erste Buch noch nicht. Würde den zweiten Band aber trotzdem in der Hoffnung auf ein paar mehr Antworten lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Kann man nichts mit falschmachen

The Love-Life-List: (Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe
0

Romance von Kira Mohn ist einfach mein Happy Place und Safe Spot. Ich liebe den Romcom Charakter und dass ich mich in Büchern von ihr auch immer super gut mit den Figuren identifizieren kann oder gerne ...

Romance von Kira Mohn ist einfach mein Happy Place und Safe Spot. Ich liebe den Romcom Charakter und dass ich mich in Büchern von ihr auch immer super gut mit den Figuren identifizieren kann oder gerne mit ihnen befreundet wäre.

Settingtechnisch ist diese Story für mich ja ein Volltreffer. Ne Lektorin, die in einem Buchladen arbeitet? Nehme ich! Auch auch die Sinnkrise zwischen externer Erwartungshaltung und Realisieren der eigenen Träume kann ich absolut nachvollziehen.

Generell fand ich, dass die Figuren so toll angelegt waren. Klar gehts hier nicht mega in die Tiefe, aber ich hab mich innerhalb der gesteckten Rahmens sehr wohlgefühlt. Die Geschichte ist temporeich und ohne große Umwege angelegt, das Drama war vorhersehbar und insgesamt verläuft die Geschichte genau so, wie man es bei einer eher seichten Romcom erwarten würde.

Das Buch ist damit perfekt zum Abschalten. Es ist eine schöne, gemütliche und unterhaltsame Lektüre und ich hab die Geschichte einfach total genossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Army Romance meets Forced Slow Burn

In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
0

Ich liebe ja Bücher von Rebecca Yaros, weim sie einen tollen Erzählstil hat. Auch ihr letztes Romance Buch war ja bereits so eine Art Military/Army Romance, hier steht das nochmal mehr im Fokus. Stellenweise ...

Ich liebe ja Bücher von Rebecca Yaros, weim sie einen tollen Erzählstil hat. Auch ihr letztes Romance Buch war ja bereits so eine Art Military/Army Romance, hier steht das nochmal mehr im Fokus. Stellenweise hat mich vor allem das Miscommunication Trope und Izzys Art Entscheidungen zu treffen nicht so ganz abgeholt.

Der Einstieg war unfassbar stark. Selten ein Romance Buch gelesen, das mit auf den ersten Seiten schon derart mitgerissen hat. Die Autorin weiß einfach, wie man Spannung aufbaut und mit der Atmosphäre innerhalb der Handlung spielt. Auch den Slow Burn Aspekt rund um die Brieffreundschaft, die Ungewissheit und seltenen, aber kostbaren Treffen hat mir richtig gut gefallen, auch wenn es mir einen Stich ins Herz versetzt hat.

Bei der Gegenwartshandlung in Afghanistan hätte ich mir dann etwas mehr Tempo und Konfrontation gewünscht. Izzys Drang ihren Eltern zu gefallen und deswegen Entscheidungen zu treffen, die schlecht für sie selbst sind, fand ich irgendwann gemessen an ihrem Alter, ihren Erfahrungen und Leistungen nicht mehr passend.

Und Nate, der sture Bock mit dem verletzten Ego, hat zwar mein Herz im Sturm erobert, aber wie der sich zwischenzeitlich anstellt, hat schon Drama-Queen Vibes. Vor allem der Grund für die Trennung und wie er Izzy komplett ghostet hat mich schon auch aufgeregt.

Die Geschichte ist emotional extrem aufgeladen und enthält sensible, belastende Themen. Ist keine leichte, spaßige Lektüre, sondern geht teilweise schon an die Nieren. Ich habs nicht aus der Hand legen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2026

Berührend

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
0

Titel und Cover sind bei diesem Buch nicht nur wunderbar aufeinander abgestimmt, sondern auch auf den Inhalt des Buches. Die Geschichten rund im den anonymen Brieffreunde-Service und die abgedruckten Briefe ...

Titel und Cover sind bei diesem Buch nicht nur wunderbar aufeinander abgestimmt, sondern auch auf den Inhalt des Buches. Die Geschichten rund im den anonymen Brieffreunde-Service und die abgedruckten Briefe haben mir sehr gut gefallen und stellenweise wirklich berührt und zum nachdenken angeregt.

Es gefällt mir, dass die Geschichte, anders als bei asiatischen Romanen häufig, nicht episodisch in Einzelgeschichten sondern kontinuierlich erzählt wird. Es gibt zwar auch hier Begegnungen mit den verschiedensten Kunden, die ganz eigene Wünsche, Sorgen und Hoffnungen haben, aber man trifft auch diese immer wieder, sodass man sie näher kennenlernt und ihre Entwicklung verfolgen kann.

Vor allem Protagonistin Hyoyeong und ihre Familiengeschichte fand ich bewegend und neben den Briefen selbst ist sie für mich das Herzstück der Geschichte. Die Themen rund um Familie, Liebe, Verlust, Einsamkeit, Orientierungslosigkeit und Suche nach Bestätigung sind sehr authentisch und ich fand es sehr heilsam, wie unbekannte Menschen sich hier Mut zusprechen, einander bestärken und aufrichtig bewundern. Das ganze Buch ist dadurch so freundlich und herzlich.

Ich habe die Geschichte sehr genossen und werde bestimmt noch oft an dieses Buch zurückdenken.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2026

Ich tu mich schwer mit diesem Buch

Böser, böser Wolf
0

Ich bin ja großer Fan der Weihnachts-Thriller von Alexandra Benedict und war entsprechend neugierig auf diesen märchenhaft angehauchten Thriller. Der Anfang startete sehr vielversprechend, aber leider ...

Ich bin ja großer Fan der Weihnachts-Thriller von Alexandra Benedict und war entsprechend neugierig auf diesen märchenhaft angehauchten Thriller. Der Anfang startete sehr vielversprechend, aber leider hat mich das Buch zunehmend verloren. War stilistisch gar nicht mein Fall.

Ich finde die Art des Erzählens sehr mutig gewählt, ist mal was anderes und irgendwie besonders. Aber diese Art der Geschichte in der Geschichte, in der die Autorin selbst Teil der Geschichte ist, fand ich stellenweise, vor allem im letzten Drittel, anstrengend zu verfolgen. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen zunehmend, was nicht nur die Figuren belastet, sondern auch mich als Leser.

Den Handlungsstrang in Wolfs Hütte selbst fand ich irgendwie drüber, so richtig bin ich da nicht drangekommen. Da mochte ich die Perspektive von Lyla deutlich lieber, einfach auch weil ich ihre verbissene, skeptische Art mochte. Meine Lieblingsfigur war aber die Kräuterhexe Mellicent Farling, die für meinen Geschmack gerne mehr Raum hätte einnehmen dürfen.

Was mir gut gefallen hat, das waren die von Katie verfassten Märchen-Morde selbst. Dir waren packend und bösartig. Also genau der richtige Vibe. Die Morde selbst sind eine gelungene Mischung aus grausig und ästhetisch und die Märchen-Motive fand ich einen tollen Kniff bei der Inszenierung.

Insgesamt eine coole Idee, deren Umsetzung aber einfach nichts meins war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere