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Veröffentlicht am 12.09.2022

Catch me if you can

Catching up with the Carters - In your words
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„Catching up with the Carters- in your words“ ist der zweite Band einer Reihe über den Nachwuchs einer Reality TV Familie. Und obwohl man den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben muss, da es in diesem ...

„Catching up with the Carters- in your words“ ist der zweite Band einer Reihe über den Nachwuchs einer Reality TV Familie. Und obwohl man den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben muss, da es in diesem Buch hauptsächlich um einen anderen Spross der Familie geht, so würde ich es doch empfehlen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

Zum Inhalt: Alice Gold ist Journalistin. Wobei, eigentlich wäre sie gerne Journalistin, verdingt sich allerdings als Klatschreporterin. Als ihr die Kündigung droht, bekommt sie eine letzte Chance. Sie soll Reality Star Hadrian Carter aufspüren und eine Enthüllungsstory über seinen Weggang aus der Show schreiben. Doch das ist leichter gesagt als getan. Und noch schwerer wird die Situation, als sie plötzlich Zuneigung für Hadrian empfindet.

Das Buch hat wieder eine sehr schöne Aufmachung, die auch gut zum ersten Band passt. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Hadrian und Alice erzählt, die als Ich-Erzähler fungieren. So wird viel von der inneren Zerrissenheit der beiden Protagonisten offenbart. Ich fand, dass dieses Buch deutlich mehr Tiefe hatte als der erste Band, was mir gut gefallen hat. Beide Protagonisten haben ihr emotionales Päckchen zu tragen und leiden mehr oder weniger unter einer Identitätskrise. Dazu kommen alltägliche, sehr nachvollziehbare Probleme, was die Figuren sehr nahbar macht.

Verpackt wurde die Story in einer Art Schnitzeljagd durch die USA, was ich sehr unterhaltsam fand. Besonders die Chats zwischen Hadrian und Alice haben mir sehr gut gefallen und waren stilistisch toll ins Buch integriert. Im Ebook war manchmal schlecht ersichtlich, wann die Chatnachricht endete.
Tatsächlich kommt das Buch genau wie Band 1 wieder mit einem familiären Drama daher, besonders auf der Seite von Alice. Schade fand ich allerdings, dass der Konflikt und dessen Eskalation nur angedeutet und nicht aufgelöst wurden. Ich hätte mir da zum Abschluss eine Konfrontation oder so gewünscht.

Das Buch lässt sich wieder sehr schön lesen, auch wenn die Nebencharaktere im Vergleich zu Buch 1 diesmal sehr blass bleiben. Eine solide Fortsetzung, die genau wie eine Realityshow Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 12.09.2022

Wendungsreich und absolut packend

Das siebte Mädchen
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„Das siebte Mädchen“ ist eins dieser Bücher, die von außen erstmal gar nicht so spektakulär daherkommen, mich inhaltlich aber absolut aus den Socken hauen. Ich glaube, dass mich selten ein Debüt so sehr ...

„Das siebte Mädchen“ ist eins dieser Bücher, die von außen erstmal gar nicht so spektakulär daherkommen, mich inhaltlich aber absolut aus den Socken hauen. Ich glaube, dass mich selten ein Debüt so sehr gepackt und begeistert hat, wie dieses Buch.

Zum Inhalt: Chloe Davis hat das Trauma ihrer Kindheit, dass ihr Vater ein Serienmörder ist, der auch ihre Freundin ermordet hat, überwunden indem die als Psychologin anderen hilft. Doch 20 Jahre nach der Mordserie ihres Vater verschwindet wieder ein Mädchen. Zufall? Dass Chloe das Opfer kannte wirft Fragen auf und schürt ihre Ängste, dass es eine Mordserie geben könnte.

Also erstmal finde ich die Haptik des Taschenbuchs total toll. Die Oberfläche fühlt sich sehr angenehm an und der Einband ist beim Umblättern sehr nachgiebig, ohne dass sich Leserillen bilden.

Protagonistin Chloe dient als Ich-Erzählerin der Geschichte. Die gesamte Handlung wird aus ihrer Perspektive erzählt. Was ich stilistisch toll gemacht finde ist, wie Erinnerungen und Gegenwart ineinander übergreifen, Geschehnisse überlappend erzählt werden und Handlungsepisoden wie Gedankenblitze in den Fließtext eingefügt werden. Das gibt dem Buch eine sehr interessante Struktur, die auch dazu dient den Leser zu verwirren und zu täuschen.

Gemeinsam mit Chloe versucht der Leser also zu entschlüsseln, wer der aktuelle Täter ist und wie das ganze mit den Ereignissen von vor 20 Jahren zusammenhängt. Dabei werden verschiedene Verdächtige präsentiert, Chloe selbst wirkt aber auch häufiger unglaubwürdig und paranoid, sodass man ihren Anschuldigen nicht blind glauben kann.

Der Titel spoilert meiner Meinung nach schon ein bisschen von der Handlung. Ich habe mir ziemlich schnell einiges zusammenreimen können, auch wenn ich auf den Plottwist am Ende in keinster Weise gefasst war. Das Buch ist fantastisch geschrieben, durch die Erzählperspektive sehr plastisch und detailreich und hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Atemlose Spannung, wie ich sie selten erlebe. Einfach grandios.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Durchhaltevermögen wird belohnt

Schönes Mädchen - Alle Lügen führen zu dir
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Claire Douglas ist eine der Autorinnen im Thriller-Bereich auf deren neue Bücher ich mich immer besonders freue. Nicht nur, weil im Zentrum immer eine mutige Protagonistin steht, sondern auch, weil die ...

Claire Douglas ist eine der Autorinnen im Thriller-Bereich auf deren neue Bücher ich mich immer besonders freue. Nicht nur, weil im Zentrum immer eine mutige Protagonistin steht, sondern auch, weil die Bücher voller Wendungen und überraschender Enthüllungen sind. Das Cover passt perfekt zum Stile der anderen Bücher und die Frau im farbigen Mantel ist für mich ein bisschen zu ihrem Markenzeichen geworden, auch wenn andere Autoren dieses Motiv natürlich auch verwenden.

Zum Inhalt: die junge Altenpflegerin Una sieht ihre Chance gekommen, als sie eine Stellenanzeige für die private Betreuung einer älteren Dame im nobleren teil von Bristol sieht. Denn wie schwer kann die Betreuung einer alten Frau schon sein? Doch angekommen im Haus merkt sie, dass es viele Geheimnisse gibt. Dinge, über die nicht gesprochen wird, drohen ans Licht zu kommen. Und was ist eigentlich mit dem Mädchen vor ihr passiert, das scheinbar spurlos verschwand?

Vom Aufbau her finde ich das Buch wieder super. Zu Anfang ist die Stellenanzeige abgedruckt, auf die Una sich bewirbt. Dann ist ein Großteil der Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben, es gibt aber auch Rückblenden, die unter dem Titel "der Kuckuck" laufen, sowie eine dritte, bedrohliche Perspektive, von der man lange nicht genau weiß, wie man sie einordnen soll. Allein diese Struktur sorgt schon für ein gewisses Maß an Spannung.

Ich fand tatsächlich, dass sich der erste Teil des Buches ganz schön hinzieht. Es gibt viel Vorgeplänkel und die Tristesse von Unas Job wird auch sehr ausführlich dargelegt. Ich bin an sich auch gut in Story reingekommen und die Beschreibungen des Hauses und seiner Bewohner erzeugen auch eine unterschwellig düstere Atmosphäre. Aber es dauert einfach ziemlich lange, bis die Ereignisse Schwung bekommen.

Im zweiten Teil wurde des dafür nach meinem Empfinden deutlich spannender und die Handlung nimmt an Fahrt auf. Anders als bei den anderen Clair Douglas Büchern gibt es hier nicht die eine Protagonistin, sondern es stehen mehrere Personen im Fokus der Handlung. Das macht es natürlich schwieriger sie alle plastisch darzustellen.

Wer durchhält wird am Ende mit der Enthüllung einiger Geheimnisse belohnt und bekommt ein paar überraschende Wendungen serviert. Insgesamt konnte es mich aber nicht so überzeugen, wie seine Vorgänger.

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Veröffentlicht am 07.09.2022

ein ziemliches Hin und Her

The Girl in the Love Song
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Mit Emma Scott und mir ist das so eine Sache. Ich mag ihr Bücher, aber nicht alle sind unbedingt so meins. Auch mit "The girl in die Love Song" habe ich mich anfangs ziemlich schwer getan. Dyas Cover kommt ...

Mit Emma Scott und mir ist das so eine Sache. Ich mag ihr Bücher, aber nicht alle sind unbedingt so meins. Auch mit "The girl in die Love Song" habe ich mich anfangs ziemlich schwer getan. Dyas Cover kommt wunderschön romantisch verspielt daher. Ich mag die zarten Rosatöne und die Blumenranken. Der Titel hat absolut neugierig gemacht, denn welches Mädchen hat sich nicht schon mal gewünscht, dass es in einem Song um sie geht?!

Zum Inhalt: Violet und Miller sind von ihrem ersten Treffen beste Freunde. Dabei könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Violet wohnt in einem schicken Haus, will Medizin studieren und hat ein geordnetes Leben. Miller ist quasi obdachlos, als sie sich das erste Mal treffen und träumt davon, mit Musik Karriere zu machen. Trotzdem fühlen sich die beiden direkt verbunden. Und obwohl beide mit der Zeit spüren, dass da mehr ist, wollen sie ihre Freundschaft nicht gefährden, dabei ist sie das Mädchen in seinen Love Songs.

Millers Schicksal, besonders zu Anfang, hat mich ja echt fertig gemacht. Ich hatte das Gefühl, das Schicksal hat ihm einfach immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber gleichzeitig liebe ich gute Geschichten über Underdogs, die zu den Helden ihrer eigenen Story werden. Das ist immer total inspirierend. Für mich war Miller auch der absolute Protagonist dieser Geschichte und der Charakter über den ich das meiste Lesen wollte. Besonders auch seine Freundschaft zu den Lost Boys war einfach großartig. Die drei sind absolut bezaubernd und ich freue mich schon drauf, auch die anderen beiden besser kennenzulernen.

Bin ja großer Fan davon, wenn sie sich in diesen Teenieromanzen quasi schon im Kindergarten ineinander verlieben und dann endlich zusammen kommen. Hier fand ich tatsächlich die Zeitsprünge etwas zu viel des Guten, weil dazwischen immer so wahnsinnig viel verloren geht, von dem ich gerne gelesen hätte. Außerdem fand ich hier das ewige Hin und Her, "sie lieben sich, aber sie wollen ihre Freundschaft nicht gefährden" ein bisschen ermüdend. Es steht quasi schon fast mit Beginn des Buches fest, dass die beiden sich lieben und zusammen gehören. Das ganze Drama dazwischen dient eigentlich nur dazu, dass das Buch nicht nach 150 Seiten vorbei ist.

Ansonsten lässt sich nur sagen, das Buch ist wieder toll geschrieben und ich bin super in Story reingekommen. Die Geschichte ist quasi nur noch verfolgen. Und besonders die letzten 50 Seiten haben mir dann auch wieder richtig gut gefallen.

Für mich nicht das beste Buch von Emma Scott, die Reihe werde ich wohl aber trotzdem weiterverfolgen. 3,5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Geht unter die Haut

Nebelschimmer
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Ich schreibe das hier gefühlt mit Tränen in den Augen, so ergriffen bin ich von diesem Buch. Anya Omah erschafft mit ihren Büchern Geschichten, die unter die Haut gehen, Protagonisten, die sich ins Herz ...

Ich schreibe das hier gefühlt mit Tränen in den Augen, so ergriffen bin ich von diesem Buch. Anya Omah erschafft mit ihren Büchern Geschichten, die unter die Haut gehen, Protagonisten, die sich ins Herz stehlen und Emotionen, die einen nicht loslassen. Achja und Kunst, denn wie wahnsinnig schön ist dieses Buch bitte wieder geworden?! Ich liebe es, alles daran, jede einzelne Seite, Zeile, jedes Wort.

Zum Inhalt: nachdem Calla zurück aus L.A. ist, flüchtet sie sich direkt nach Lübeck, statt zu ihrer Familie nach Lüneburg. Zu groß ist die Angst, dort auf ihren Ex Jasper zu treffen, der sie während der Fernbeziehung per Telefon verlassen hat. Was sie nicht weiß: auch Jasper flüchtet vor Calla nach Lübeck. Und die zwei begegnen sich in den Restaurant, in dem sie zusammen arbeiten werden. Und sofort sprühen wieder Funken. Aber bevor sie dem nachgehen können, müssen sie erstmal all das ungesagte aus dem Weg schaffen.

„Nebelschimmer“ ist ein zweiter Band, da aber die Protagonisten wechseln ist es überhaupt nicht schlimm mit diesem Buch zu starten. Die Geschichte ist aus den wechselnden Perspektiven von Calla und Jasper erzählt, die als Ich-Erzähler fungieren, was eine ganz besondere Nähe schafft. Bin eigentlich kein Fan von Ich-Erzählern aber hier passt es einfach und reißt mich ganz besonders mit.

Ich liebe die Art wie Anya Omah Leichtigkeit mit Ernsthaftigkeit verknüpft, dem Buch Tiefe verleiht, ohne ihm die Gewitztheit zu nehmen. Es werden ernste, traurige Themen besprochen, aber es wird auch viel gelacht, gescherzt und geflirtet. Ich mag diese Kombination, die mich schon im ersten Band so verzaubert hat.

Und dann diese Girlpower. Ich liebe die Dynamik und Freundschaft zwischen den drei Mädels, die auch spürbar ist, wenn sie sich nicht am selben Ort aufhalten. Die Idee mit den Whats App Nachrichten finde ich immer noch toll und liebe es, an den Krisengesprächen teilzuhaben. Stilistisch einfach eine fantastische Lösung.

Ich habe das Buch gefühlt inhaliert, gelacht und geweint. So schön war das Buch. Und das Nachwort hat mich zusätzlich ergriffen. Ein Wahnsinnsbuch. Bitte mehr davon

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