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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Etwas weit hergeholt

Fünf Fremde
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Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und besonders die Rückblicke in den Sommer 1995 fand ich sehr stimmungsvoll, wenn auch nicht sehr hilfreich dabei, herauszufinden was auf der Insel vor sich ...

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und besonders die Rückblicke in den Sommer 1995 fand ich sehr stimmungsvoll, wenn auch nicht sehr hilfreich dabei, herauszufinden was auf der Insel vor sich geht.

Die Auswahl der Personen, die wie zufällig gemeinsam auf die Insel gelockt werden, wirkt sehr willkürlich. Auf den ersten Blick bestehen nicht zwischen allen von ihnen Verbindungen, was das ganze noch seltsamer wirken lässt.

Die Ereignisse auf der Insel wirken dann doch etwas konstruiert. Sowohl das teils sehr vertrauensselige Verhalten, als auch dass permanent jemand verloren geht und gesucht werden muss, fand ich nicht so richtig authentisch. Im Angesicht des Sturms wirkte das irgendwie unbedacht und auch ziemlich holprig in Sachen Logik.

Was ich cool fand das war dieser abgeschlagene Insel-Flair, das Thema aussterbende Inseln und generell alles rund um das raue Leben. Romy Fölck schafft es einfach eine tolle Atmosphäre aufzubauen, die Insel und Geschichte lebendig werden zu lassen.

Der Kriminalfall hat mich nicht so wirklich überzeugt, das Finale wurde so dermaßen aufgebauscht, dass das nicht unbedingt mein Fall war. Und insgesamt war das Ende für mich zu sehr Happy End.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Mal was anderes

The Mailman
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Das Buch liest sich wie so ein Aktionstreifen wo ein Outsider, der mal irgendwas in Richtung Polizei/Militär oder ähnliches gemacht hat, wider willen in einen Kriminalfall involviert wird und die Sache ...

Das Buch liest sich wie so ein Aktionstreifen wo ein Outsider, der mal irgendwas in Richtung Polizei/Militär oder ähnliches gemacht hat, wider willen in einen Kriminalfall involviert wird und die Sache dann irgendwie wuppt. So ein Liam Neeson/ Gerard Butler-Streifen, falls ihr wisst was ich meine.

Das ist schon ne ziemlich wilde Gangster-Rettungsmissions-Geschichte. Also schon eher auf der abstrusen Seite der Authentizitätsskala. Das gesamte Szenario wirkt schon reichlich überzogen und unrealistisch. Was aber völlig egal ist, das die Geschichte wahnsinnig kurzweilig und unterhaltsam ist.

Die schiere geistige Überlegenheit und vor allem auch Findigkeit von Carter ist das, was der Geschichte ihren Flair verleiht.
Es gibt ein paar Rückblenden in Carters Werdegang, die ich nicht mal unbedingt gebraucht hätte. Der Typ ist einfach ne Maschine und dabei herrlich trocken unterwegs. Das Ende des Buches deutet an, dass es weitere Bände geben könnte und ich bin ehrlich: ich würds lesen.

Es ist einfach ein ziemlich rasanter, actiongeladener Thriller, bei den man besser nicht zu viel nachdenkt. Macht schon Spaß bei all der Brutalität, Verfolgungsjagden und einer eher schurkisch stumpfen Vorhersehbarkeit.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Süß, aber vom Vibe her nicht ganz so meins

A Photo Finish
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Ich mag so Cowboy-Ranch-Geschichten ja super gerne und mochte auch den ersten Band dieser Reihe wirklich gern. Hab mich deshalb sehr gefreut jetzt Violets Geschichte und mehr über ihre Arbeit als Jockette ...

Ich mag so Cowboy-Ranch-Geschichten ja super gerne und mochte auch den ersten Band dieser Reihe wirklich gern. Hab mich deshalb sehr gefreut jetzt Violets Geschichte und mehr über ihre Arbeit als Jockette zu lesen. Die Rennbahn kam in diesem Buch deutlich kürzer als erwartet, was ich schon auch schade fand.

Es wird sich sehr stark auf die gemeinsame Vergangenheit der Protas konzentriert. Ihre Chatverläufe, Gedanken und Gefühle in Bezug auf die sich entwickelnde Internetbekanntschaft werden umfangreich dargestellt. So ein bisschen geht das zulasten der Gegenwartshandlung, wo ich mit Cole irgendwann langsam ungeduldig wurde. Aber 10/10 für die Darstellung seiner Therapeutin, hab diese Frau sehr gefeiert.

Generell nimmt das Innenleben der Figuren viel Raum ein, was ich richtig gut fand. Ich lieb ja so Grumpy vs. Sunshine, wobei Cole, als er sich endlich öffnet, schon auch Zucker ist. Seine Enthüllung fand ich sehr früh vorhersehbar, hier hat mich auch eher seine Gedankenspirale und die nachvollziehbare Unsicherheit überzeugt.

Ich fand dieses „wir sperren sie mal vier Wochen zusammen, damit die sexuelle Spannung den Rest erledigt“ bisschen klischeehaft, aber ok. Da sich das Buch locker wegliest, konnte ich über diese Schwachstellen hinwegsehen. Mochte es, aber nicht mein Lieblingsbuch der Autorin.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Leseerlebnis toll, inhaltlich bisschen zäh

Der letzte Sommer auf Nantucket
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Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket ...

Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket passiert und die Ereignisse werden dann entsprechend aufgerollt. Da die Geschichte aber zu einem großen Teil in Rückblenden erzählt wird, wird das Erzähltempo massiv ausgebremst, womit ich so ein bisschen gestrudelt habe. Denn eigentlich ist ja vor allem alles rund um Coco und den Hausbrand auf den ersten Blick besonders interessant.

In der Geschichte geht es primär um die sozialen Strukturen, das Lebensgefühl einer Gesellschaftsschicht und die sich verändernde Gruppendynamik, sobald die Richardsons zu der eingefleischten Gruppe der dauerhaften Bewohner Nantuckets dazu stoßen. Zusätzlich fallen einige Figuren aus dem gesellschaftlichen Rahmen, wie Coco, die eine etwas andere Sicht auf die Sozialetikette und die sich daraus ergebenden Reibereien haben.

Plottechnisch hätte es für meinen Geschmack gerne etwas komprimierter und dichter sein können. Das Buch liest sich so ein bisschen wie eine lose Erzählung, leicht schal, nachdem die Exzesse der Nacht dem Tageslicht gewichen sind. Es ist eine Geschichte von Hedonismus, Überfluss und Ausschweifungen. Wir verfolgen zwar einen ganzen Sommer, aber so richtig passieren tut nichts.

Ich glaube, es gab nicht eine einzige sympathische Figur. Alle Charaktere sind sehr egozentrisch und die Geschichte ist eine Aneinanderreihung an Kränkungen, Rivalitäten und gegenseitigem Ausnutzen. Das fand ich Storytechnisch schon auch gegen Ende ermüdend. Ich hab da einfach noch auf eine große Wende gewartet, die einfach nicht kam. Am ehesten konnte ich noch mit Coco mitfühlen, aber auch sie hat klare Ziele vor Augen, als sie nach Nantucket kommt und so richtig bin ich auch mit ihr nicht warm geworden.

Elin Hilderbrand hat einen schönen Schreibstil, sodass ich das Buch an sich gerne gelesen habe. Und ich mag, wie nuanciert sie ihre Figuren ausgestaltet. Die Geschichte wird eindeutig von den Figuren getragen. Rein vom Leseerlebnis war das Buch also durchaus ansprechend. Inhaltlich aber dieses Mal eher nicht meins. Insgesamt 3.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Wow, hat mich ganz schön mitgenommen

Novel Haven - Sound of Dreams
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Ich finde dieses Buch distanziert sich ziemlich weit von der cosy bubble rund um Nobel Haven. Ja, das spielt kommt weiter vor und Aria entwirft ein paar Tierchen, aber das ist nur Randgeschehen. Viel mehr ...

Ich finde dieses Buch distanziert sich ziemlich weit von der cosy bubble rund um Nobel Haven. Ja, das spielt kommt weiter vor und Aria entwirft ein paar Tierchen, aber das ist nur Randgeschehen. Viel mehr steht die Online-Präsent der Protas und die geteilte Vergangenheit im Fokus der Geschichte.

Die Themen waren tough für mich, bin ich ehrlich. Die DMs, die beide Protas bekommen sind harter Tobak und waren echt nicht leicht zu verdauen. Ich finde das total wichtig, dass hier mal aufgezeigt wird, dass man auch in der Anonymität des Internets nicht einfach alles bei anderen Leuten rauslassen und abladen kann. Einfach absolut heftig, wie das die Hauptcharaktere auch mitnimmt.

Für Felix ist ja so ein bisschen mein Herz gebrochen. Ich fand seine Geschichte so tragisch und unfassbar schmerzlich. Kein Kind sollte sowas durchmachen müssen. Das Buch war für mich echt eine emotionale Achterbahnfahrt. Aber die Lovestory war echt süß und irgendwie auch heilsam- hat mir richtig gut gefallen.

Hab dieses Buch inhaliert. Echt, ich liebe diese Reihe. Hätte gerne, dass sie niemals endet.

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