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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2025

wow, trifft voll ins Herz

Purple Clouds - Meet Cute
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Eigentlich bin ich kein Fan von Rockstar- oder Filmstar-Romance, weil ich mit diesem Lifestyle einfach absolut nichts anfangen kann und ihn höchstgrasig problematisch finde. Und genau das thematisiert ...

Eigentlich bin ich kein Fan von Rockstar- oder Filmstar-Romance, weil ich mit diesem Lifestyle einfach absolut nichts anfangen kann und ihn höchstgrasig problematisch finde. Und genau das thematisiert dieses Buch auf eine Art, die mich als Leserin unerwartet heftig getroffen hat. Die Geschichte wirft einen unerwartet harten und ungeschönten Blick auf die hässlichen Seiten der Branche und des Ruhms. Und ich wollte, dass dieses Buch niemals endet.

Riley ist eine unkonventionelle Protagonistin für dieses Genre, weil sie nicht nur Ecken und Kanten hat, sondern ernsthafte Probleme und damit alles andere als eine Vorbildfunktion innehat. Und das fand ich einfach großartig, weil es erfrischend anders ist. Sie ist nicht perfekt, sie strudelt mit sich selbst, sie verliert gegen ihre inneren Dämonen. Und auch diese unschönen Lebensepisoden müssen einfach mal gezeigt werden. Ich fands mutig, Riley so unvollkommen, getrieben und verletzt darzustellen, aber genau darin lag für mich die Stärke dieses Buches und warum es mich so heftig ins Herz getroffen hat.

Und dann ist da Louis-oh mein Gott, Louis. Hätte ihn am liebsten zwischendurch in den Arm genommen. Wahnsinn, wie plastisch und tiefgründig die Figuren dieses Buch waren. Mein zweites Highlight neben den gelungenen Protas war die WG rund um Riley. So einen Freundeskreis sollte jeder haben, Menschen die einem den Rücken stärken und einen bedingungslos lieben. Found Family Vizes kicken hier total bei mir rein.

Ich liebe dieses Buch, heiß, innig und verzweifelt. Wusste gar nicht, dass mein Herz dieses Buch gebraucht hat, aber man, selten ein Romance-Buch derartig gefühlt und geliebt

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Veröffentlicht am 25.07.2025

von Neuanfängen

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Ich bin ja echt kein Pferdemädchen, aber ich hab den Anblick dieser wunderschönen Tiere immer geliebt. Und dieses Buch ist einfach eine absolute Liebeserklärung an Gestüte, Reitsport und die Tiere selbst. ...

Ich bin ja echt kein Pferdemädchen, aber ich hab den Anblick dieser wunderschönen Tiere immer geliebt. Und dieses Buch ist einfach eine absolute Liebeserklärung an Gestüte, Reitsport und die Tiere selbst. Hat mir gut gefallen.

Das Setting von Goldcrest Manor fand ich einfach so schön. Generell mochte ich alles rund um das Gestüt, die Pläne von Julians Vater und auch ganz allgemein die Dynamik zwischen den beiden Familien und den Girl-next-door-Vibe.

Der Zwist zwischen Julian und Kenzie tut fast körperlich weh, wenn aus Freunden Fremde werden ist das eine der furchtbarsten Situationen. Trotzdem haben die beiden eine tolle Chemie und es war schön zu verfolgen, wie sie sich einander wieder annähern, alte Ängste und unausgesprochene Konflikte überwinden.

Das Thema Polo fand ich tatsächlich überraschend interessant und die Szenen auf dem Feld waren eine richtig coole Abwechslung von der Lovestory. Das Buch macht auch ein paar interessante Nebenbaustellen auf, sodass ich jetzt schon richtig gespannt auf den Folgeband bin, den ich ganz dringend brauche.

Wer eine coole Pferdemädchen-Geschichte über Zusammenhalt, Vergebung und Identitätssuche möchte, in dem es neben einer wundervollen Lovestory und richtig starke Freundschafts- und Familienbande gibt, der ist hier genau richtig Hat total nen Nerv bei mir getroffen.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Sehr ansprechend

Onigiri
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ch war von den Kapitelüberschriften anfangs irgendwie irritiert, da ich sie anfangs nicht zuordnen oder mit der Handlung in Verbindung bringen konnte. Aber wenn man die japanischen Begriffe googelt, dann ...

ch war von den Kapitelüberschriften anfangs irgendwie irritiert, da ich sie anfangs nicht zuordnen oder mit der Handlung in Verbindung bringen konnte. Aber wenn man die japanischen Begriffe googelt, dann sind sie doch sehr passend gewählt. Ob es das für mich jetzt gebraucht hätte, weiß ich nicht. Ich hab auch irgendwann aufgehört die Begriffe zu googeln und habs einfach hingenommen.

Die Geschichte arbeitet hervorragend kleine Unterschiede heraus, nicht nur zwischen Akis Alltag mit ihrer Mutter und denen von Freundinnen und Klassenkameraden, sondern auch innerhalb der eigenen Familie- zwischen der Familie des Vaters und der Mutter, aber auch zwischen den Generationen. Man bekommt da ein paar schöne Einblicke in Akis Leben.

Aber das Buch ist auch so viel mehr als das. Es ist die Chronik einer Familie, von Liebe, Streit, Krankheit und Verlust. Es ist eine Geschichte des sich gegenseitigen Kümmerns und davon, dass Familie und Liebe viele verschiedene Facetten haben. Es ist kein ganz leichtes Buch, da bin ich auch ehrlich. Für mich keines, dass ich mal eben so weglese, ich finde man muss da schon auch in der passenden Stimmung für sein und gerade am Anfang hatte ich das Gefühl, als würde nicht so recht Bewegung in die Geschichte kommen. Aber als ich einmal drin war, hat es mir zunehmend besser gefallen.

Ich mochte diese sehr sanfte, aber trotzdem offene Erzählweise und dass man merkt sie sehr Aki innerhalb der Geschichte an sich und den Umständen wächst. Für mich ein sehr schönes und besonderes Buch mit den kleinen Einblicken in ein kulturell für mich so anderes Leben.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Unerwartet heavy

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Ich hatte richtig Lust auf so einen Lost in the woods Thriller, da ich selbst gern draußen unterwegs bin, bergen für mich solche Bücher immer einen ganz besonderen Nervenkitzel, da ich mich in die Situationen ...

Ich hatte richtig Lust auf so einen Lost in the woods Thriller, da ich selbst gern draußen unterwegs bin, bergen für mich solche Bücher immer einen ganz besonderen Nervenkitzel, da ich mich in die Situationen gut hineinversetzen kann. Tatsächlich war ich aber völlig überrascht, welche Richtung das Buch thematisch einschlägt, damit hätte ich einfach überhaupt nicht gerechnet. An sich total gut gemacht, fands aber thematisch tatsächlich super tough.

Das Buch wird quasi in zwei Handlungssträngen erzählt, einmal die zwei Frauen die beim Wandern vom Weg bekommen und dann in Rückblenden aus dem gemeinsamen Leben mit Lars. Ich muss sagen, dass mir Lars von Anfang unsympathisch war, vor allem so fordernd und raumgreifend war und Julia sich ihm in vielem unterzuordnen schien. Doch je mehr diese Zwischenkapitel aus dem Alltagsleben fortschritten, desto beängstigender wird das ganze Ausmaß dessen. Ganz ehrlich, die Beziehung wirkte von beginn an toxisch, aber was sich da für Abgründe auftun, das war nichts für zarte Nerven.

Der Plot im Wald gerät dagegen fast schon ein bisschen in den Hintergrund. Das Setting ist zwar atmosphärisch und die Situation bedrohlich, aber bei weitem nicht so eskalativ wie der andere Handlungsstrang
Im letzten Drittel watet das Buch dann mit einer super heftigen Enthüllung auf, die ich seltsamerweise null habe kommen sehen, dabei liegt sie rückblickend sogar ziemlich auf der Hand.

Trotzdem hat das Ende einen echten Wow-Faktor, schockierend, entsetzlich und absolut perfide. Muss sagen, mir hats richtig gut gefallen, die Geschichte war absolut packend und bitterböse.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Absolut grandios

Das Geschenk
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Ich mochte bereits das letzte Buch der Autorin, aber dieses hier toppt das ganze für mich nochmal. Irgendwo zwischen Gesellschaftskritik und Possenspiel ist dieses Buch nicht nur absolut unterhaltsam, ...

Ich mochte bereits das letzte Buch der Autorin, aber dieses hier toppt das ganze für mich nochmal. Irgendwo zwischen Gesellschaftskritik und Possenspiel ist dieses Buch nicht nur absolut unterhaltsam, sondern regt auch zum Nachdenken an und klingt lange nach. Ein ganz wunderbarer Roman, den ich nur jedem wärmstens empfehlen kann.

Man stelle sich die Skurrilität der Situation vor: eine Elefantensichtung in Berlin. Aber nein, nicht nur ein Elefant, sondern 20000. Was wie ein schräger PR-Gag anmutet ist in Wahrheit ein gewiefter Schachzug der Botswanischen Regierung. Und so ist die Politik vor die Mammut-Aufgabe gestellt, mit den neuen dickhäutigen Einwohnern Deutschlands klarzukommen.

Was vor ist einfach herrlich und erschreckend authentisch: viel Meinungsmache und wenig echter Einsatz. Die fiktive Chaos-Regierung, der es hauptsächlich um Wiederwahl geht, windet sich. Es werden rentable Lösungsansätze gesucht und ein entsprechendes Ministerium gegründet- man ist ja lösungs- und vor allem wählerorientiert, eine Einheit, bis es zum Eklat kommt. Politik- ein Teufelskreis.

Das Buch nimmt Politik auf die Schippe, setzt ihr geradezu die Narrenkappe auf und trifft damit den Nerv der Zeit, mir hat es außerordentlich gut gefallen

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