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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2025

eher dezenter Grusel

Der Knochenwald
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Christina Henry ist für mich eine dieser Autorinnen, bei denen mich eigentlich alle Bücher erstmal grundsätzlich ansprechen und ich denke die meisten ihrer Bücher habe ich inzwischen gelesen. Ich mag besonders ...

Christina Henry ist für mich eine dieser Autorinnen, bei denen mich eigentlich alle Bücher erstmal grundsätzlich ansprechen und ich denke die meisten ihrer Bücher habe ich inzwischen gelesen. Ich mag besonders gern die düsteren Märchen-Adaptionen. Diese Geschichte hier ist davon losgelöst, zumindest habe ich keine Parallele zu irgendeinem Märchen finden können. Es ist also eher eine Gruselgeschichte/ein Spannungsroman.

Die Geschichte ist vom Erzählstil her ein bisschen konfus und sprunghaft. Bei Martha vereinen sich alte Erinnerungen mit einer Art Kopfstimme, mit der sie in ständigem Austausch Zwiegespräche führt. Das fand ich vor allem anfangs sehr gewöhnungsbedürftig und wusste nicht so recht, wie ich Martha dadurch einschätzen soll. Vor allem gegen Ende entwickelte sich das aber für mich zu einem meiner liebsten Stilelemente in diesem Buch.

Das Grundgerüst der Geschichte rund um die toxische, missbräuchliche Beziehung zwischen William und Martha fand ich erstmal solide. Erschreckend aber nahbar erzählt aus der Sicht von Martha, die mehr ein Schatten ihrer Selbst ist und oft auf unbeholfene Art kindlich und naiv wirkt. Ihre weltfremde Lebensweise und Marthas fremdbestimmte Art sind mir dabei schon auch unter die Haut gegangen.

Also es dann an das Thema Monster im Wald/ Kryptiden ging wurde es ziemlich ominös, einfach weil es wenig greifbar war und sich die Ereignisse relativ schnell überschlugen. So richtig klar und schlüssig fand ich das nicht unbedingt, aber es sorgt zumindest für Tempo und Stimmung innerhalb der Geschichte.

Insgesamt fand ich die Story ein bisschen flach und die Charaktere eher mittelmäßig. Allein Martha sticht deutlich heraus und legt vor allem eine starke Entwicklung hin. Es gibt ein paar kleinere Horror-Element, ansonsten ist die Handlung im großen und ganzen aber eher unspektakulär und lebte für mich allein von Martha langsam erwachenden Erinnerungen und ihrem persönlichen Befreiungsschlag. Als Horror/Spannungsroman hats mich jetzt nicht so umgehauen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Leider gar nicht meins

Die zehntausend Türen
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Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen und war aber nur mäßig begeistert gewesen. Für mich war es damals weit hinter dem ausgelösten Hype und meiner Erwartung zurückgeblieben. ...

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit schonmal ein Buch der Autorin gelesen und war aber nur mäßig begeistert gewesen. Für mich war es damals weit hinter dem ausgelösten Hype und meiner Erwartung zurückgeblieben. Jetzt klang „Die zehntausend Türen“ aber doch interessant für mich- handlungstechnisch irgendwo zwischen Märchen und Gothic Novel angesiedelt und ich wollte mit der Autorin nochmal einen zweiten Versuch wagen. Bin nun sicher: ihr Schreibstil ist einfach nicht meins.

Ich fand die Erzählweise wieder seltsam unnahbar. Auch in dieser Geschichte steht im Zentrum ein Nobody- ein mutterloses Mündel, vom Vater zurückgelassen und der Gnade seines Gönners ausgeliefert, einsam und verlassen. Und doch ist da etwas besonderes an diesem Mädchen, dass die Ereignisse der Geschichte ins Rollen bringt.

Parallel gibt es eine Geschichte innerhalb der Geschichte, deren Verbindung zur Haupthandlung sich schleichend offenbart. Solche Stilelemente mag ich normalerweise ganz gern, aber hier las sich das teilweise sehr zäh. Generell kommt die Handlung eher schleppend in Fahrt, während manche Szenen geradezu überzogen wirkten. Ich bin einfach nicht in den Flow der Geschichte reingekommen.

Die Idee mit den Türen hatte mir an sich ganz gut gefallen und ich mochte den Fantasycharakter der Handlung. Die Figuren waren mir aber zu blass und ich hatte manchmal Schwierigkeiten der Logik der Geschichte so wirklich zu folgen.

Ich glaube die Autorin und ihre Geschichte haben sicherlich ihr Publikum. Ich seh schon, worin der Reiz dieser Art von Geschichten liegen könnte, mich begeistert das aber leider eher nicht.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Schauerlich schön

Der Fluch von Carrow House
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Ich hab schon viel über die Bücher von Darcy Coates gehört, mich aber bisher nie rangetraut. Der Fluch von Carrow House war daher mein erstes Buch der Autorin. Und was für eine stimmungsvolle Spukhaus-Geschichte ...

Ich hab schon viel über die Bücher von Darcy Coates gehört, mich aber bisher nie rangetraut. Der Fluch von Carrow House war daher mein erstes Buch der Autorin. Und was für eine stimmungsvolle Spukhaus-Geschichte das war. Ich hab da jetzt nicht wahnsinnig viel Erfahrung mit, aber ich mag Gothic Novels und dieses Buch konnte von der Stimmung her locker mithalten. Fands richtig gut und werde wohl bald noch ein Buch der Autorin lesen.

Ich fand die Geschichte des Hauses, der schrecklichen Verbrechen und seiner Heimsuchungen stimmungsvoll erzählt, der Grusel-Flair ist definitiv bei mir aufgekommen. Ich bin da sicherlich aber nicht der Maßstab und würde mich schon eher zur Angsthasen-Fraktion zählen. Der Grusel.Faktor hat mir daher völlig ausgereicht. Die Spannung baut sich langsam, aber kontinuierlich auf, sodass ich schon unbedingt dranbleiben wollte.

Einige der Figuren stehen mehr im Fokus als andere, eine richtige Verbindung habe ich aber zu keiner von ihnen aufbauen können. Der Großteil der Gruppe bleibt auch eher blass im Hintergrund zurück. Vielmehr war ich vom Haus und den Geistererscheinungen gefesselt, die für mich ganz klar die Stars der Handlung waren, was ja auch gut zu einer Spukhaus-Geschichte passt.

Das Buch liest sich locker weg, hat keine Längen und viele atmosphärische Momente. So richtiger Schocker-Momente gab es für mein Gefühl eher nicht und die Geschichte ist auch nicht übermäßig brutal erzählt. Ich konnte gut in der Handlung versinken. Mir hats gefallen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Zwischen Pflicht und Rebellion

Queen of Thieves and Shadows
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Für mich war dieses Buch eine gelungene Mischung aus Fantasy und Ränkespiel rund um Einfluss, Macht und versteckte Identitäten. Durchweg spannend und wendungsreich geplottet und absolut mitreißend.

Ich ...

Für mich war dieses Buch eine gelungene Mischung aus Fantasy und Ränkespiel rund um Einfluss, Macht und versteckte Identitäten. Durchweg spannend und wendungsreich geplottet und absolut mitreißend.

Ich war mir erst nicht sicher, ob ich die Lovestory fühle. Aber letztendlich war es Enemies-to-Lovers und Slow Burn vom feinsten und hat mich damit absolut gecatcht und abgeholt. Elaine und Kieran sind wie zwei Seiten derselben Medaille und mein Gott, war die Spannung zwischen ihnen greifbar. Mochte ich wirklich sehr.

Ich fand es spannend, wie undurchsichtig die Interessen und Intentionen der einzelnen Figuren waren und wie überraschend falsch ich darin lag, wie ich sie und ihre Loyalitäten teilweise eingeschätzt habe. Es gibt so viele Twists die mich völlig kalt erwischt haben. Wirklich grandios geplottet und ein echtes Lesevergnügen.

Für mich eines dieser Bücher die ich mal eben so weggesichtet habe. Es ist wunderbar geschrieben, entführt den Leser in eine packende, aber nahbare Welt und man will einfach wissen, für den diese Geschichte am Ende gut ausgeht.

Hatte für mich alles, was ich mir von einem Fantasybuch erwarte. Ist glaube ich für Leser ab 14 Jahren ausgelegt, was ich auch absolut unterschreiben würde. Hat aber auch mich als erwachsene Leserin absolut überzeugt, ich war wirklich schwer begeistert.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

War mir zu komplex

The Last One - Schicksalsberührt (Band 1)
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Der Leser wird ziemlich unvorbereitet in die Handlung geworfen, zu einer Protagonistin, der nicht weiß wer oder was sie ist. Es wird wenig zum Worldbuilding und den magischen Wesen erklärt, wodurch ich ...

Der Leser wird ziemlich unvorbereitet in die Handlung geworfen, zu einer Protagonistin, der nicht weiß wer oder was sie ist. Es wird wenig zum Worldbuilding und den magischen Wesen erklärt, wodurch ich lange nicht so richtig in die Story reingekommen bin und mich auch zwischendurch immer wieder mit dem Weltenkonzept schwergetan habe.

Recht schnell beginnt, was eine abenteuerliche Reise sein sollte. Aber irgendwie wirkt sie immer wieder undurchdacht und willkürlich. Die Stimmung und Intention der Protagonistin ist wankelmütig, es gibt wenig Entwicklung aus ihr selbst heraus, immer wieder muss sie von anderen auf Entscheidungen/ Antworten gedrängt werden.

Das schamlose Geflirte zwischen Jadon und Kai fand ich teilweise etwas too much. Ja, es gibt eine aufgeladene Spannung zwischen den beiden, aber irgendwie wird die so künstlich in die Länge gezogen, dass ich es irgendwann anstrengend fand. Bringts einfach hinter euch. Dieses ständige Push&Pull war nichts meins.

Insgesamt fand ichs zwischendurch einfach zäh, schwer der Handlung zu folgen, die öfter mal sprunghaft und willkürlich auf mich wirkte. Die Enthüllung am Ende war sehr vorhersehbar und so richtig hat es mich bis zum Schluss nicht abgeholt.

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