Zwei Bücher, eine Liebesgeschichte
Das Echo vergessener BücherIch hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt. ...
Ich hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt.
Zum Inhalt: Buchhändlerin Ashlyn findet in Nachlässen immer mal wieder verborgene Schätze, derer sie sich liebevoll annimmt. Doch als sie in einer Kiste alter Bücher zwei anonyme, scheinbar bisher unveröffentlichte Tagebuchromane findet, bringen diese bei ihr etwas zum klingen. Denn sie schildern scheinbar die zwei Sichtweisen einer tragischen Liebe und Ashlyn setzt alles daran deren Verfasser Belle und Hemd ausfindig zu machen.
Ich mag ja das Stilmittel des Buches im Buch wirklich gerne und so haben mir die Abdrucke der zwei mysteriösen Bücher sehr gut gefallen, die einen Rückblick ins New York Anfang der 40er Jahre bietet. An dieses Switch zwischen Gegenwart und Vergangenheit musste ich mich anfangs etwas gewöhnen, weil ich in den Gegenwarts-Handlungsstrang nicht so richtig gut reingekommen bin und immer am liebsten bis zu den nächsten Buchpassagen vorgeblättert hätte.
An sich verbirgt das Buch sogar zwei Liebesgeschichten, wobei ganz klar die von Belle und Hemi im Fokus steht. Und auch wenn diese reichlich klischeehaft ist, was die Umstände und Dramatik anbelangt, so war sie doch irgendwie so mitreißend, dass ich unbedingt wissen wollte wie sie ausgeht.
Die Gegenwartsgeschichte kam für mein Empfinden zu kurz und blieb blass hinter der Geschichte von Belle und Hemi zurück. Dabei deutet auch die Geschichte rund um Ashlyn einiges an ernsten und wichtigen Themen an, schafft es aber nicht diese zu vertiefen.
Insgesamt mochte ich das Buch ganz gern und würde 3,5 Sterne vergeben.