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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2024

Zwei Bücher, eine Liebesgeschichte

Das Echo vergessener Bücher
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Ich hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt. ...

Ich hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt.

Zum Inhalt: Buchhändlerin Ashlyn findet in Nachlässen immer mal wieder verborgene Schätze, derer sie sich liebevoll annimmt. Doch als sie in einer Kiste alter Bücher zwei anonyme, scheinbar bisher unveröffentlichte Tagebuchromane findet, bringen diese bei ihr etwas zum klingen. Denn sie schildern scheinbar die zwei Sichtweisen einer tragischen Liebe und Ashlyn setzt alles daran deren Verfasser Belle und Hemd ausfindig zu machen.

Ich mag ja das Stilmittel des Buches im Buch wirklich gerne und so haben mir die Abdrucke der zwei mysteriösen Bücher sehr gut gefallen, die einen Rückblick ins New York Anfang der 40er Jahre bietet. An dieses Switch zwischen Gegenwart und Vergangenheit musste ich mich anfangs etwas gewöhnen, weil ich in den Gegenwarts-Handlungsstrang nicht so richtig gut reingekommen bin und immer am liebsten bis zu den nächsten Buchpassagen vorgeblättert hätte.

An sich verbirgt das Buch sogar zwei Liebesgeschichten, wobei ganz klar die von Belle und Hemi im Fokus steht. Und auch wenn diese reichlich klischeehaft ist, was die Umstände und Dramatik anbelangt, so war sie doch irgendwie so mitreißend, dass ich unbedingt wissen wollte wie sie ausgeht.

Die Gegenwartsgeschichte kam für mein Empfinden zu kurz und blieb blass hinter der Geschichte von Belle und Hemi zurück. Dabei deutet auch die Geschichte rund um Ashlyn einiges an ernsten und wichtigen Themen an, schafft es aber nicht diese zu vertiefen.

Insgesamt mochte ich das Buch ganz gern und würde 3,5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Schwesternschaft

Blue Sisters
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Die Autorin Coco Mellors wird ja ziemlich gehyped, weshalb auch ich den Release ihres neuen Buches mitbekommen habe. Das vorherige hatte mir tatsächlich nicht so gefallen, weshalb ich unschlüssig war, ...

Die Autorin Coco Mellors wird ja ziemlich gehyped, weshalb auch ich den Release ihres neuen Buches mitbekommen habe. Das vorherige hatte mir tatsächlich nicht so gefallen, weshalb ich unschlüssig war, ob ich „Blue Sisters“ überhaupt lesen sollte. Ich kann nur sagen, dass es viel besser ist als das Debüt der Autorin.

Zum Inhalt: die Blue Sisters das sind vier Schwestern die, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, doch ihre ganze besondere Verbindung zueinander bewahrten- bis eine von ihnen starb. Als sich der Todestag von Nicky zum ersten Mal jährt, kommen sie alle in New York zusammen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Und stellen fest, dass sie trotz all ihrer Differenzen und individuellen Probleme immer noch einander haben.

Das Buch ist ein ziemlich bewegender Roman. Ich mochte das Thema Familie und Schwesternschaft wirklich gern, weil darin so viel unterschiedliches verborgen liegt. Es geht um das gemeinsame Aufwachsen, die Streits und Gemeinsamkeiten, den Zusammenhalt und Verlust. Und obwohl es eine Geschichte über sie alle ist und über das was sie verbindet, bekommt auch jede Schwester ihre ganz individuelle Geschichte.

Dadurch dass die Schwestern sehr unterschiedliche Charaktere sind und sehr verschiedene Lebensstile pflegen ist glaube ich für jeden Leser eine Schwester dabei, mit der man mitfühlen und/ oder sich mit ihr identifizieren kann. Aber es ist keine rosarote Geschichte, vielmehr ist sie voller Schmerz, Angst, Verlust, Sorgen und Reue. Das alles wird auch sehr eindrücklich an den Leser weitergegeben. Trotzdem bewahrt sich die Geschichte einen sanft hoffnungsvollen Unterton, den Anklang dessen, dass man es schaffen kann, weiterleben kann, überleben kann.

Mich hat die Geschichte wirklich ergriffen und stellenweise tief berührt. Ich mochte das Buch wirklich gern.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Solider Auftaktband, aber für mich nicht mitreißend

Kingdom of Lies
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Dieses Buch ist halt optisch ein echter Traum und absoluter Eyecatcher, dem ich so ein bisschen auf den Leim gegangen bin. Das Buch ist absolut solide, keine Frage, hat mich aber inhaltlich nicht so überzeugt, ...

Dieses Buch ist halt optisch ein echter Traum und absoluter Eyecatcher, dem ich so ein bisschen auf den Leim gegangen bin. Das Buch ist absolut solide, keine Frage, hat mich aber inhaltlich nicht so überzeugt, wie ich gehofft hatte. Das kann daran liegen, dass ich zuletzt ein paar absolut starke Fantasybücher gelesen habe und der Vergleich deshalb vllt etwas ungünstiger für „Kingdom of Lies“ ausfiel, aber es hat mir einfach noch nicht so richtig Klick gemacht. Als Auftaktband ok, aber du muss echt noch was nachkommen.

Zum Inhalt: Im Krieg zwischen Menschen und Fan drohte den Menschen der Untergang, sodass sie Götter um Beistand ersuchten. Im Gegenzug gaben sie ihnen ihre Magie, die den Säuglingen genommen und bei Erreichen der Volljährigkeit teilweise zurückgegeben wird. Doch Prisma ist anders, in ihr existierte die Magie weiter, was sie zu einer Gejagten macht. Auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten und nach einem Ausweg.

Man wirklich als Leser unmittelbar in die Handlung geworfen. Wahnsinnig viel Worldbuilding findet nicht statt, man erfährt aber gemeinsam mit Priska immer mehr über Die Welt in der sie sich bewegt und in der vieles nicht so ist, wie man ihr immer Glauben machen wollte. Die Autorin hält auch gezielt Informationen zurück um ein entsprechendes Finale für das Buch aufzubauen, was ich gut geplottet fand. Ein paar der Enthüllung fand ich tatsächlich relativ vorhersehbar.

Das Magiekonzept hat mir gut gefallen und ich mochte es, dass Priska auch immer aus ihren Weggefährten ihre jeweiligen Gaben versucht herauszukitzeln und man so tolle Einblicke in Die Welt der Magie bekommt. Florian und seine Söldnerbande fand ich spannend angelegt, auch wenn ich den Romance-Part wieder irgendwie sehr klischeehaft fand.

Es gibt ein paar spannende Nebencharaktere, die mir gut gefallen haben. Der Plot selber kam mich manchmal etwas holprig vor, zwischen unausgegorenen Plänen, einen Protagonisten die von heute auf morgen unerwartet große Kräfte in sich entfesselnd und spielend leicht zu beherrschen lernt und der Tatsache, dass irgendwie genug Zeit für ein Stelldichein ist. Kann man alles machen, bei mir hast dabei aber nicht so richtig funken wollen.

War für mich als Auftaktband ok, aber um mitzureißen muss da einfach mehr kommen.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Wow, was für eine wundervolle Geschichte

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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Alles an diesem Buch- Coverbild, Titel und Klappentext- wirkte wahnsinnig ansprechend auf mich. Ich liebe Geschichten über besondere Freundschaften und diese Geschichte hier ist eine schmerzlich schöne, ...

Alles an diesem Buch- Coverbild, Titel und Klappentext- wirkte wahnsinnig ansprechend auf mich. Ich liebe Geschichten über besondere Freundschaften und diese Geschichte hier ist eine schmerzlich schöne, ganz wundervolle Geschichte über Menschen, die die Tragik ihres Schicksals zusammengeführt. Eine unglaubliche Reise, die noch lange in mir nachklingen wird.

Zum Inhalt: Asher Hunter will Jack Daniel’s töten. Wobei Jack Daniel’s stellvertretend für den Namen des Mannes steht, der ihm seine Mutter genommen und sein Leben zerstört hat. Denn seit über einem Jahr steht Ashers Leben still, dominiert von irrationaler Angst, Wut und Verlustschmerz. Und er findet, genau das hat Jack Daniel’s auch verdient. Als er in einer Trauer-Selbsthilfegruppe unerwartet Weggefährten findet, beschließen sie, jeder aus einem ganz eigenen Grund, nach Memphis zu fahren, in der Hoffnung, dort endlich Erlösung zu finden.

Diese Geschichte tut beim Lesen richtig weh, weil die Figuren so wunderbar sympathisch und authentisch sind und ihre ganze Bandbreite an Emotionen sehr feinfühlig und doch eindringlich an den Leser weitergegeben wird. Verlust und was diesem in einem auslöst, welche Folgen es auch Familien, Beziehungen und die Betroffenen selbst hat, steht im Zentrum dieser Geschichte. Und gleichzeitig ist da so viel mehr: Freundschaft, Liebe, Angst, Wehmut, Stärke und Zusammenhalt. Dieses Buch hat mir so viel gegeben und mich wahnsinnig berührt.

Ich weiß nicht, wie diese Geschichte es schafft, sich trotz all der Düsternis diese unfassbar schöne Leichtigkeit zu bewahren, die die Geschichte zu einem wahren Lesegenuss macht. Es gibt viele herrlich komische Momente, die einen zum Schmunzeln bringen und in denen mir das Herz aufgegangen ist. Die Figuren sind nahbar, verletzlich und absolut einnehmend. Als Leser will man direkt teil dieser skurrilen Gruppe sein, die einander so viel gibt.

Das Buch liest sich sehr flüssig weg, die Sprache ist eher einfach gehalten, sodass sie dem Inhalt nicht den Rang abläuft. Gleichzeitig baut sich innerhalb der Handlung ein Spannungsbogen auf, je näher die Gruppe ihrem Ziel kommt, das für jeden von ihnen etwas anderes bedeutet. Geschickt geplottet, mit pointierter Situationskomik und wunderbar menschlich ist dieses Buch ein absolut mitreißendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 26.10.2024

Göttliche Spiele

The Games Gods Play – Schattenverführt
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Ich hab schon einige Fantasybücher gelesen die an griechische Mythologie und göttliche Spiele angelegt waren, aber dieses Buch war trotzdem überraschend anders, nicht zuletzt aufgrund der Lovestory, die ...

Ich hab schon einige Fantasybücher gelesen die an griechische Mythologie und göttliche Spiele angelegt waren, aber dieses Buch war trotzdem überraschend anders, nicht zuletzt aufgrund der Lovestory, die sich hier entwickelt. Eine temporeiche, spannende Erzählung voller Intrigen und Komplotte, hat mir richtig gut gefallen.

Zum Inhalt: alle 100 Jahre halten die Götter des Olymps die berühmt berüchtigten Cruscibles ab, bei denen erwählte Menschen gegeneinander antreten um zu bestimmen, welcher der Götter für die nächsten 100 Jahre als König über die anderen herrscht. Doch die aktuellen Spiele halten eine Überraschung bereit: Hades, der Gott der Unterwelt, hat beschlossen teilzunehmen und erwählt die Diebin Lyra als eine Championesse.


Das Worldbuilding rund um den Olymp und die Unterwelt hat mir gut gefallen und es war einfach dort einzusteigen, da sich vieles mit dem deckt, was man aus Mythologie und anderen Geschichten bereits kennt. Die Idee, dass jeder Gott eine Heldentat als Prüfung beisteuert hat mir gut gefallen und ich fands richtig cool, dass tatsächlich jede der zwölf Heldentaten ausführlich beschrieben wurde. Ich hab schon Bücher mit ähnlichen Thematiken gelesen, wo das ganze nur angerissen wird.

Die Aufgaben sind sehr vielfältig gestaltet, sodass es durchgehend spannend und interessant bleibt, vor allem weil sie teilweise auch sehr gefährlich angelegt sind. Neben den Spielen selbst geht es viel um Allianzen und Intrigen und nicht alle Gottheiten spielen fair.
Aufgrund der Fülle der Figuren, bleiben die meisten sehr oberflächlich, aber vor allem Lyra und Hades sind stark ausgearbeitet und Lyra glänzt vor allem durch ihre Moral und Loyalität, sodass es in der Nebenhandlung auch viel um Freundschaft und Liebe geht.

Ich fand die Storyline super packend und habe richtig mitgefiebert. Das Ende war nochmal sehr überraschend und gleichzeitig wahnsinnig passend. Fand ich richtig stark und freue mich auf einen weiteren Band.

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