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Veröffentlicht am 13.10.2024

Familiengeschichte

Verlorene Sterne
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Ich fand den Klappentext und das Thema das er anteasert sehr interessant und ansprechend und fand die Idee die Gegenwart mit der Vergangenheit und der kulturgeschichtlichen Herkunft zu verknüpfen wirklich ...

Ich fand den Klappentext und das Thema das er anteasert sehr interessant und ansprechend und fand die Idee die Gegenwart mit der Vergangenheit und der kulturgeschichtlichen Herkunft zu verknüpfen wirklich gut. Die Geschichte selbst hat mich dann aber einfach nicht packen können.

Zum Inhalt: Orvil Red Feather wurde angeschossen. Das allein ist schon eine Tragödie. Doch schlimmer trifft ihn, dass er seitdem nicht mehr von den Schmerzmitteln loskommt. Und damit ist Orvil nicht allein. Die Sucht scheint ein beständiger Teil seiner Familiengeschichte zu sein, genauso wie die Suche nach der eigenen Identität.

Vielleicht so viel zuerst: ich war überrascht, dass die Geschichte nicht mit Orvil startet. Hatte mich sein Schicksal doch im Klappentext neugierig gemacht, so deutet der angedruckte Stammbaum bereits darauf hin, dass er ganz am Ende einer Verkettung von Einzelschicksalen steht. Und so kommt es, dass die Schicksale einiger Vorfahren beleuchtet werden. Und diese Einzelschicksale sind durchaus beklemmend und berührend, aber ich fand es schwer den Zusammenhang zwischen ihnen zu sehen, aufgrund der wechselnden Namen und manchmal schwer durchschaubaren Familienverhältnisse. Dafür war der Stammbaum dann sehr hilfreich

Vielmehr zieht sich das Thema Sucht wie ein roter Faden durch die Geschichte, dem sowohl die Vorfahren Orvils zum Opfer fielen, als auch dir Menschen in deren Umfeld, die Gesellschaft an sich. Als es in Teil 2 dann endlich um Orvil selbst ging, wurde die Geschichte für mich nicht nur greifbarer, sondern auch interessanter.

Die Geschichte ist keine leichte Kost und war stellenweise fast schon mühsam zu lesen. Ich hatte aufgrund des Klappentextes eine völlig andere Geschichte erwartet und fand es schwer so richtig in der Geschichte anzukommen. Hat sich an sich nicht schlecht lesen lassen, ist für mich aber auch keine Geschichte die hängen bleibt.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Richtig starke Fortsetzung

The Darkest Queen
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„Versprechen der Finsternis“ ist der zweite und abschließende Band der Darkest Queen-Reihe und schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an. Es wird wieder düster, magisch und absolut mitreißend. Ein ...

„Versprechen der Finsternis“ ist der zweite und abschließende Band der Darkest Queen-Reihe und schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an. Es wird wieder düster, magisch und absolut mitreißend. Ein wirklich starker zweiter Band und packendes Finale.

Zum Inhalt: nachdem Prinz Read von niemand anderem als Skylars Schwester entführt wurde, muss diese einsehen, dass ihre dämonischen Gegner nicht ganz fair spielen und dass sie Read unbedingt braucht, wenn sie die Welt noch retten will.

Ich fand die Storyline rund um Skylar wieder stimmig und fesselnd geplottet und es werden einige Geheimnisse der übrigen Kandidatinnen enthüllt, die teilweise sehr überraschend waren. Generell hat mir der Plot rund um die königlichen Intrigen gut gefallen, weil er auch sehr abwechslungsreich war. Ich mag besonders auch die vielfältig angelegten Charakteren. Von absoluten Lieblingen und Sympathieträgern, bis hin zum absoluten Superbösewicht ist hier eigentlich alles dabei, was wahnsinnig viel Spaß macht.

Auch auf emotionaler Ebene überzeugt die Handlung; es geht wieder viel um Freundschaft und Loyalität, aber auch die Lovestory war einfach wieder richtig gut. Vor allem fand ich die bestärkende, positive Botschaft bezüglich Diversität und Toleranz einen besonders schönen Kniff für einen Fantasyplot.

Das Buch liest sich sehr flüssig und bringt die Geschichte zu einem überzeugenden Abschluss. Ich hab mich von der ersten bis zur letzten Seite fantastisch unterhalten gefühlt und mit Skylar bis zum Schluss mitgefiebert.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

WTF habe ich da gelesen?

Grell und Süß
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Zum Inhalt: Nach einer durchzechten Partynacht war hat der namenlose Protagonist im Bett mit einer Frau, die nicht seine Ehefrau ist. Und noch schlimmer: sie ist eine gemeinsame Freundin und auf dem Bett ...

Zum Inhalt: Nach einer durchzechten Partynacht war hat der namenlose Protagonist im Bett mit einer Frau, die nicht seine Ehefrau ist. Und noch schlimmer: sie ist eine gemeinsame Freundin und auf dem Bett sind Blut und Erbrochenes. Was also tun? Ausgehend von diesem Ereignis hinterfragt der Protagonist sein Leben, bestehend aus Langeweile und Exzess, Drogen und Sex.

Bezeichnend für die Geschichte ist der Strudel aus Gedanken, Gefühlen und Reflexionen in denen sich der Protagonist zusehends verliert. Gefangen in seinem moralischen Dilemma, seiner tagtäglichen Langeweile und auf dem schmalen Grad zwischen scheinheiliger Rechtschaffenheit und feigem Seitensprung wandelnd, schwelgt er in den skurrilsten Fantasien. Und immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt, was zur Hölle das eigentlich für eine abstruse Geschichte ist.

Ich fand es nicht immer ganz einfach den gewundenen Pfaden Gedanken des Protagonisten zu folgen. Diese langen verschachtelten Sätze und sprunghaften Überleitungen waren teilweise anstrengend zu lesen und sehr unübersichtlich. Die Überlegungen wirken teilweise sehr ausschweifend, fast schon schwafelnd. Den Anschein von Intellekt erweckend ist es doch an vielen Stellen hauptsächlich Egomanie.

Dafür dass der Protagonist immer wieder seine Freundlichkeit betont, rutscht er sehr schnell ab in einen Abgrund aus Drogen, Sex und Kriminalität. Fast schon skurril wie der Protagonist auf verschiedene Art versucht an Geld zu kommen- außer eben zu arbeiten. Und wie er irgendwann unter der Konfrontation mit seinem Verhalten zusammenbricht.

Das Buch lässt mich ratlos und zwiegspalten zurück: war es ein wilder literarischer Ritt? Auf jeden Fall. Hat mich das Buch unterhalten? An sich schon, aber auch auf eine Art, die Kopfschmerzen bereitet. Würde ich mich meinem jetzigen Wissen nochmal entscheiden das Buch zu lesen? Eher nicht.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Actionreich, aber für mich auch unübersichtlich

Immortal Longings
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Ich hatte bisher noch nichts von Chloe Gong gelesen, fand aber Cover und Klappentext ganz ansprechend. Ich habe mich da etwas fehlleiten lassen, denn die Handlung selbst war mir eigentlich zu unübersichtlich ...

Ich hatte bisher noch nichts von Chloe Gong gelesen, fand aber Cover und Klappentext ganz ansprechend. Ich habe mich da etwas fehlleiten lassen, denn die Handlung selbst war mir eigentlich zu unübersichtlich und ein Großteil der Handlung besteht aus den Tötungen während des Spiels, was nicht so ganz meinen Geschmack trifft.

Zum Inhalt: Jedes Jahr veranstaltet der Herrscher von San-Er, der Hauptstadt des Königreichs von Talin ein tödliches Spiel. Jeder mit der magischen Fähigkeit in einen anderen Körper zu springen kann bei diesem Spiel unermesslichen Reichtum erlangen. Und in diesem Jahr bieten die Spiele einen besonderen Reiz, denn nicht nur die totgeglaubte Prinzessin Calla, die einen ganzen Zweig der königlichen Familie ausgelöscht hat, nimmt unter falscher Identität an den Spielen teil, auch ein weiterer Exilant des Palasts verfolgt bei diesen Spielen seine eigenen Ziele.

Das Setting von San-Er mit seinem ganzen Elend und der allumfassenden Trostlosigkeit fand ich sehr gelungen. An vielen Stelle. Werden Lebensumstände der Bevölkerung beschrieben und zeichnen ein Bild des Schreckens und der Armut. Es gibt etliche Figuren, wobei drei von ihnen als Protagonisten rausstechen und eine Art Bezug zum Palast haben. Vor dem Hintergrund der Spiele werden etliche Intrigen gesponnen.

Ich bin mit dem Thema rund um das Springen nicht so wirklich warm geworden und insgesamt konnte mich die Handlung einfach nicht so recht mitreißen. Durch die einzelnen Interessen und die eher sprunghafte Erzählweise kam die Geschichte für mich anfangs auch eher schwer in Fahrt und hat mich auch zwischendurch immer wieder verloren.

Ich hab mir gefühlt unter den Spielen auch etwas völlig anderes vorgestellt. Die zahlreichen, teils sehr brutalen Kills und sinnlosen Tode sind einfach nicht so mein Ding. Dadurch haben die Spiele an sich sehr schnell ihren Reiz auf mich verloren.

Ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen, kann aber schon das Potential sehen, dass die Zielgruppe in dem Buch erkannt hat.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Verschneiter Thriller

Blutbuße
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„Blutbuße“ ist der dritter Band rund um Polizistin Hannah Ahlander. Die Fälle sind in sich geschlossen, aber die Storyline rund um das Privatleben der Figuren entwickelt stetig weiter. Prinzipiell gibt ...

„Blutbuße“ ist der dritter Band rund um Polizistin Hannah Ahlander. Die Fälle sind in sich geschlossen, aber die Storyline rund um das Privatleben der Figuren entwickelt stetig weiter. Prinzipiell gibt es aber genug Kontext um die Bände unabhängig zu lesen. Ich mochte diesen Band wieder sehr, auch wenn ich das Gefühl hatte dass der Fokus stärker auf der Charakterentwicklung der Figuren als auf dem tatsächlichen Fall lag.

Zum Inhalt: als die Immobilienmaklerin Charlotte Wretlind in ihrem Hotelzimmer brutal erstochen wird, werden Hannah Ahlander und Team auf den Plan gerufen. Der Fall führt sie zu Wretlinds neustem Bauprojekt- einem verlassenen Berghotel. Und dabei werden sie auf dessen Geschichte aufmerksam.

Ich fand diesen Thriller vllt nicht unbedingt nervenaufreibend, aber doch sehr atmosphärisch und stimmungsvoll, wozu vor allem auch die Rückblenden in die 70er Jahre beitragen. Dadurch, dass lange ungewiss bleibt, wie diese Rückblenden mit dem Fall zusammenhängen, schweben sie wie eine düstere Prophezeiung über der Handlung.

Die kurzen Kapitel und schnellen Wechsel haben mir wieder gut gefallen und insgesamt passiert in diesem Buch ziemlich viel auf zwischenmenschlicher Ebene, was ich sehr ansprechend fand und dem Buch einen besonderen Ton verliehen hat. Insgesamt ist die Story recht temporeich angelegt, auch wenn das Finale für mich gerne knackiger hätte sein können.

Das Ende teasert für das Team rund um Hannah vor allem auf persönlicher und emotionaler Ebene ein paar Veränderungen an, die vermutlich im Folgeband vertieft werden.

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