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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Man fühlt sich gesehen und verstanden

Zum ersten Mal
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Inhalte von Frauen für Frauen, die vor allem Frauenthemen betreffen, finde ich einfach super. Ganz ehrlich, hab mich beim Leser gefragt, wieso man solche Inhalte nicht öfter konsumiert und wo diese beiden ...

Inhalte von Frauen für Frauen, die vor allem Frauenthemen betreffen, finde ich einfach super. Ganz ehrlich, hab mich beim Leser gefragt, wieso man solche Inhalte nicht öfter konsumiert und wo diese beiden in meiner Jugend waren. Antwort: im selben Alter und noch nicht so weise wie heute, aber ich wünschte es sie oder ein ähnliches Format schon damals gegeben. Habe mich beim lesen nicht nur gesehen und repräsentiert, sondern vor allem verstanden gefühlt.

Das Buch ist in verschiedene Überthemen unterteilt und umfasst darunter dann klassische Erfahrungen, die Junge Frauen im Hinblick auf Liebe, Sexualität und Erwachsenwerden durchmachen. Dabei wird ein Thema immer rückblickend in die Jugend der beiden Autorinnen betrachtet, die uns ihre Erfahrungen schildern und danach mit dem heutigen Wissen aufgearbeitet. Diese Erzählweise fand ich super nahbar und richtig cool.

Generell liest sich dieses Buch wie ein Gespräch mit Freundinnen über Themen, über die man überraschend oft eben nicht mal mit Freundinnen redet. Und ich hatte den einen oder anderen „Aha, ich bin nicht allein“ Moment. Das Buch lädt einfach zum schmökern ein. Das ist nicht unbedingt was, was man mehrere Stunden am Stück liest. Aber die Themen sind feinfühlig und trotzdem unterhaltsam aufgearbeitet, sodass es sehr kurzweilig war.
Hätte ich echt gerne als junge Frau schon gelesen

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Der Soundtrack einer Liebe

You and Me - Die zweite erste Liebe
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Diese Geschichte bildet die klassischen Was-Wäre-Wenn Szenarien einer Zeitreisegeschichte ab. Würde man sein Leben noch einmal genauso Leben oder die Schlüsselmomente verändern? Es ist eine schöne, erwachsene ...

Diese Geschichte bildet die klassischen Was-Wäre-Wenn Szenarien einer Zeitreisegeschichte ab. Würde man sein Leben noch einmal genauso Leben oder die Schlüsselmomente verändern? Es ist eine schöne, erwachsene Liebesgeschichte

Die Geschichte ist unglaublich kurzweilig erzählt und liest sich super leicht und flüssig. Dazu der Nostalgie-Vibe der 90er- für mich ein absolutes Match. Das verleiht der Geschichte einfach einen besonderen Charme, der mich total abgeholt hat. Die Idee mit den Mixtapes fand ich einfach super gut umgesetzt.

Das Buch is jetzt nicht wahnsinnig tiefgründig und kratzt eher an der Oberfläche dessen, was an langjährigen Partnerschaften zu Reibungen führt. Hier wurde sich auch viel auf das Attraktivitätsempfinden der Figuren untereinander konzentriert. Aber es ist unterhaltsam und das ist manchmal absolut ausreichend.

Die Katastrophe ist natürlich vorprogrammiert und auch recht vorhersehbar. Aber diese kleinen Einblicke in die „was wäre wenn“-Szenarien haben mir gutgefallen und mochte, wie verletzlich es die Figuren gezeigt hat, den Finger auf Unsicherheiten legte und wie kleine Eigenheiten und Vorlieben manchmal große Wellen schlagen können.

Es ist eine eher reifere Liebesgeschichte und im weitesten Sinne auch eine Art Familiendrama. Für mich war das eine gute Mischung, null kitschig, manchmal etwas klischeehaft, aber durchweg angenehm zu lesen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Richtig düster, aber so packend

The Crane and the Nightjar
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Ich fand den Einstieg in die Geschichte gelungen und direkt sehr spannend. Man wird erstmal nicht groß in die Handlung eingeführt, sondern direkt hineingeworfen und die Ereignisse überschlagen recht schnell. ...

Ich fand den Einstieg in die Geschichte gelungen und direkt sehr spannend. Man wird erstmal nicht groß in die Handlung eingeführt, sondern direkt hineingeworfen und die Ereignisse überschlagen recht schnell. Später macht das Buch die fehlenden Hintergrundinformationen in Form von Infotexten, die wie Lehrbuchauszüge wirken, wieder wett. Finde ich eine geschickte Lösung, um das Buch nicht unnötig aufzubauschen.

Die Fantasyelemente rund um das Magiekonzept wird kurz zusammengefasst, bleibt aber zu einem Großteil eher vage und oberflächlich. Man kann sich ungefähr was darunter vorstellen, es gibt ein paar kleine Demonstrationen verschiedener Fähigkeiten, aber das gesamte Worldbuilding ist wenig komplex und damit leicht verständlich und zugänglich.

Die Prüfungen der Diebe habe ich mit Spannung gefolgt, die Idee war ja schon ziemlich cool und man rätselt die ganze Zeit worauf es hinauslaufen könnte.
Ich finde die Handlung schon durchaus brutal und auch ein bisschen schaurig. Setting, Atmosphäre und der inhaltliche Rahmen sind schon eher düster angelegt. Wie sich in dieser Kulisse so etwas wie eine Lovestory anbahnen kann, ist mir ehrlich gesagt völlig schleierhaft, aber ok.

Zara ist auf jeden so eine starke, mutige Protagonistin, dass ich richtig mit ihr mitgefiebert habe. Neben ihrem absoluten Überlebenswillen ist vor allem ihre Empathie das, was mich an ihr so gefesselt hat. Dieser schiere Wille ein guter Mensch zu sein. Finde sie so toll angelegt.

Hat mich auf jeden Fall gepackt und ich werde Band 2 definitiv lesen

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Schräge Begegnungen

Kirschblüte in der Freitagsbuchhandlung
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Ich lese inzwischen super gerne japanische Romane und bin daher mit dem allgemeinen Aufbau derartiger Bücher, die manchmal ein bisschen wie ein Flickenteppich wirken, vertraut, auch hier lässt dich der ...

Ich lese inzwischen super gerne japanische Romane und bin daher mit dem allgemeinen Aufbau derartiger Bücher, die manchmal ein bisschen wie ein Flickenteppich wirken, vertraut, auch hier lässt dich der Roman grob in Einzelgeschichten unterteilen in deren Fokus ein jeweils anderes Buch und eine Begegnung mit einem spezifischen Kunden dreht.

Ich fand die Figuren hier durchaus sehr speziell und eher kauzig angelegt. Allesamt eher Sonderlinge, was ich an sich super interessant zu verfolgen fand. Trotzdem hat mir hier so ein bisschen die Nähe und Wärme gefehlt, die Bücher über besondere, fast schon schicksalhafte Begegnungen meist mit sich bringen.

Die Bücher, die genannt wurde kannte ich abgesehen von Michael Endes „Momo“ allesamt nicht, was aber nicht stört. Ich fand auch generell das Kapitel „Momo für alle“ am ansprechendsten.
Die Handlung plätschert so ein bisschen vor hin, nimmt aber zum Ende hin nochmal einen eher seltsamen Verlaufen, was ich überraschend und unterhaltsam fand. Gleichzeitig bin ich unschlüssig, ob ich als zu gewollt irrwitzig empfunden habe.

Für mich ein Buch, das man zwar leicht lesen kann und das durchaus einen kurzweiligen Charme hat, bei mir aber auf emotionaler Ebene keinen Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wahnsinnig heilsam

Whitestone Hospital - Colliding Hearts
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Man verstehe mich nicht falsch: ich habe bei diesem Buch gefühlt ununterbrochen geheult wie ein Schlosshund. Aber ich habe auch jede Seite und all den Schmerz genossen. Die Geschichte war unfassbar emotional, ...

Man verstehe mich nicht falsch: ich habe bei diesem Buch gefühlt ununterbrochen geheult wie ein Schlosshund. Aber ich habe auch jede Seite und all den Schmerz genossen. Die Geschichte war unfassbar emotional, aber das Thema so wichtig und die Figuren damit umgegangen sind war einfach alles.

Ian ist einfach so ein Goldschatz. Ich mochte ihn schon in den anderen Büchern, aber hier ist er einfach der Goldstandard dessen, was möglich ist. Außerdem mag ich seine charmante, witzige Art und den freundschaftlich kollegialen Umgang mit seinem Team im Krankenhaus.

Ich mochte die Episoden aus dem Krankenhaus, gleichzeitig hat mir aber auch gefallen, dass Jess keine professionelle Beziehung dazu hat und wir durch sie auch die andere Seite erleben. Die Sichtbarkeit die das Thema dadurch bekommt, fand ich einfach großartig.

Ich fand den Ton und die Stimmung im Buch trotz des bedrückenden Themas sehr positiv und bejahend, was mir gut gefallen hat. Die Figuren lassen sich nicht unterkriegen, lassen Schwäche zu aber stehen für sich ein und haben damit echten Vorbildcharakter.
Mochte dieses Buch wahnsinnig gern.

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