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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Kurzweiliger Krimi

Einer muss den Job ja machen
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Ich gebs zu: mich hat der Dackel auf dem Cover total überzeugt. Komme da leider nicht dran vorbei, auch wenn ich den Klappentext jetzt nicht super einnehmend fand. Überzeugt hat mich letztendlich Protagonist ...

Ich gebs zu: mich hat der Dackel auf dem Cover total überzeugt. Komme da leider nicht dran vorbei, auch wenn ich den Klappentext jetzt nicht super einnehmend fand. Überzeugt hat mich letztendlich Protagonist Lukas, der nicht nur wahnsinnig angenehm ist und hier echten Schneid beweist, er ist einfach der klassische Typ von Nebenan, dem man deswegen einfach Erfolg wünscht.

Zum Inhalt: Journalist Lukas Hammerstein hat sich nach dem G20 Treffen ein Sabbatical verordnet, er ist ausgebrannt und muss wieder zu sich selbst finden. Außerdem ist Nachwuchs unterwegs. Doch dann erschüttert eine Mordserie Hamburg; die Opfer: Journalisten. Als auch Lukas‘ Name auf einer vermeintlichen Todesliste auftaucht, ist es mit der Ruhe vorbei.

Die Kapitel sind angenehm kurz und werden aus verschiedenen, sich abwechselnden Perspektiven erzählt. Nicht alle davon sind unbedingt Schlüsselrollen, aber der Leser bekommt dadurch ein recht ganzheitliches Bild.

Es ist ein eher unaufgeregter Kriminalroman, bei dem es ruhig losgeht und der auch nach Auffinden des ersten Opfers ein eher gemächliches Tempo vorlegt. Dackel Fini steht eher im Mittelpunkt als die Mordopfer und Journalist Lukas leistet solidere Ermittlungsarbeit als die zuständigen Beamten. Erst im zweiten Drittel nahm die Geschichte für mein Empfinden etwas mehr Fahrt auf. Genauso schnell flaute der Spannungsbogen aber auch wieder ab. Es ist eine eher gemütliche Geschichte, die nicht so recht in Gang kommt, bzw. durch Nebenschauplätze ablenkt.

Was ich eine total coole und gelungen umgesetzt Idee fand, war der Club der vier Flaschen. Ich fand die Runde und ihre Treffen sehr sympathisch und unterhaltsam. Und ein besonderes Schmankerln waren für mich die „Gastauftritte“ von Udo. Als Hamburger Ikone war seine Bekanntschaft mit Lucky Luke ein absolut authentisches und doch extravagantes Highlight.

Hat mich insgesamt nicht aus den Socken gehauen, ist aber ein schönes Lesevergnügen für alle, die es eher gemächlich mögen.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

buchige Fantasy geht immer

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Alexandra Flint entführt den Leser mit ihrem neusten Werk in die geheimnisvolle, magische Welt des Pariser Untergrunds. Dort verborgen liegt eine Bibliothek, die mit dem Schicksal der Welt verknüpft ist. ...

Alexandra Flint entführt den Leser mit ihrem neusten Werk in die geheimnisvolle, magische Welt des Pariser Untergrunds. Dort verborgen liegt eine Bibliothek, die mit dem Schicksal der Welt verknüpft ist. Was kann sich ein Bücherwurm mehr wünschen, als eine atmosphärische, buchige Geschichte. Richtig, nichts- bin restlos glücklich und voll überzeugt vom Konzept.

Zum Inhalt: ihr Leben lang hat sich Remy gefragt, wer ihre leiblichen Eltern waren. Doch weil nichts über sie bekannt ist, hat sie sich in ihre eigene kleine Welt zurückgezogen- eine Werkstatt wo sie Gegenstände jeglicher Art repariert. Dort wird sie von Kasimir gefunden, der in ihr etwas erkennt, das man verloren glaubte.

Die Geschichte und das Set-Up rund um Mondia fand ich sehr stimmungsvoll und interessant angelegt. Es birgt genau die richtige Prise Magie und Übernatürlichkeit, damit das Buch als Urban Fantasy durchgeht, hält sich aber sonst strickt an Realität, was mir gut gefällt. Besonders Paris als Setting fand ich sehr atmosphärisch und ansprechend gewählt, weil diese Stadt auch einfach von sich aus dieses Flair von Exklusivität mitbringt.

Dadurch dass Remy auch ein Neuling ist, lernt der Leser mit ihr mit, was ich sehr authentisch fand. Man wird nicht mit Infos überladen, sondern erarbeitet sich die Antworten auf Fragen Schritt für Schritt. So wird auch der Spannungsbogen kontinuierlich aufgebaut.

Die Charaktere fand ich gut angelegt, durch ihre abenteuerliche Rätselreise blieben sie aber eher auf Distanz, sodass ich hier noch Potential für den nächsten Band sehe. Stattdessen gibt es hier atemlose Szenenwechsel, eine Verfolgungsjagd durch Europa, vielschichtige Rätsel und etliche Geheimnisse, die noch nicht gelüftet wurden.

Hat mir richtig gut gefallen, gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Extra Spicy

Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)
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Bei dem cuten Comic-Cover war ich gar nicht so recht darauf vorbereitet, was sich zwischen den Seiten verbergen würde, auch wenn der Klappentext natürlich einen Hint gibt. Fand den Spice insgesamt ok, ...

Bei dem cuten Comic-Cover war ich gar nicht so recht darauf vorbereitet, was sich zwischen den Seiten verbergen würde, auch wenn der Klappentext natürlich einen Hint gibt. Fand den Spice insgesamt ok, auch wenn es dieses Ausmaß für mich gar nicht gebraucht hätte. Muss aber auch sagen, dass mich gar nicht der Spice an der Geschichte gecatcht hat, sondern letztendlich die tollen, verletzlichen Charaktere, die einander heilen.
 
Zum Inhalt: Daisy flüchtet sich Hals über Kopf von England nach Schweden, um dem Scherbenhaufen ihres Lebens zu entkommen. Nur, dass sie direkt einen Unfall baut und in einer Berghütte mit drei fremden Männern landet, die sie freundlicherweise gerettet und aufgenommen haben, denn ein Schneesturm zieht auf. Und auf so engem Raum kommen sich die vier schnell näher.
 
Setting und Szenario- eingeschneit mit drei heißen Männern, fand ich an sich schon auch irgendwie ansprechend, auch weil das Szenario eine verheißungsvolle Komik mit mich bringt. Ich glaube ich habe noch nie ein Reverse Harem Buch gelesen und hatte erst irgendwie Angst, dass es cringe werden könnte. Aber die Figuren sind so zauberhaft angelegt, dass es eine angenehme Basis bietet. Die drei Männer sind sehr unterschiedlich, aber jeder hat hinreißende kleine Eigenheiten und auch sein Päckchen zu tragen, sodass es Spaß macht sie mit Daisy zusammen kennenzulernen.
 
Um Daisys eigene Vergangenheit wird lange ein großes Geheimnis gemacht, auch wenn man es sich als Leser recht schnell zusammenreimen kann. Die Enthüllung birgt trotzdem nochmal einiges an Drama, was ich bei der Konstellation der Figuren gar nicht so erwartet hätte. Aber gut, das ist halt klassisch Liebesroman und wird in meinen Augen auf eindringliche und nochmal packende Art aufgelöst.

Ich habe das Buch recht zügig weggelesen, der Erzählstil ist sehr angenehm und flüssig, es wird viel Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehung gelegt, nicht nur mit Daisy im Zentrum, sondern auch zwischen den Männern untereinander. Ich mochte, dass es trotz des Spice-Levels auch eine schöne, sanfte Note hatte. Hottes Buch für kalte Tage.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Ackermann goes Europe

Im Labyrinth der Rache
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Es ist der erste Band einer neuen Reihe rund um den rehabilitierten Serienmörder Francis Ackermann. Prinzipiell kann man den Band schon unabhängig lesen, da aber wieder viele bekannte Figuren auftauchen ...

Es ist der erste Band einer neuen Reihe rund um den rehabilitierten Serienmörder Francis Ackermann. Prinzipiell kann man den Band schon unabhängig lesen, da aber wieder viele bekannte Figuren auftauchen und es auch ein paar Anspielungen auf andere Bände gibt, würde ich nicht empfehlen diese Buch unabhängig zu lesen.

Zum Inhalt: Ackermann reist mit seinem Team nach Glasgow um dort Demons Liste der Unterwelt sicherzustellen. Deren Aktivierung ist sowohl an Ackermann als auch an Demons Tochter Samantha gebunden. Aber natürlich sind sie nicht die einzigen, die die Liste für sich nutzen wollen und so werden sie bereits erwartet.

Als Ackermann-Fan kommt man hier eigentlich wieder ganz gut auf seine Kosten. Das Buch strotzt vor Mac Gyver-Momenten und der klassischen gewieften Ackermann-Brutalität. Er zeigt sich gewohnt gewitzt und einfallsreich, während seine Weggefährten noch etwas schwächeln und ihr volles Potential noch nicht entfaltet haben.

Das Buch hat sich ein bisschen nach einem Intermezzo angefühlt, nach dem Vorspann, bevor der eigentlich Film losgeht. In diesem Band werden die Spieler auf dem Feld platziert, eine neue Bedrohung angeteasert und der Folgeband vorbereitet. Dadurch wirkte dieser Band für mich gleichzeitig aber auch irgendwie unfertig und unbefriedigend. Auch von Mc Bain hatte ich mir nach den Beginn des Buches irgendwie mehr erwartet.

Ich glaube dieses Buch entfaltet seine volle Wirkung erst im Kontext der Folgebände und hatte für mich als Einzelband jetzt nicht die überzeugendste Handlung. Trotz kleiner Schwächen habe ich mich aber wieder gut unterhalten gefühlt und freue mich jetzt schon auf den Folgeband.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Jugendbuch Highlight

Scandor
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Ich bin schon lange großer Fan von Ursula Poznanski und mag vor allem ihre Jugendbücher. Mit diesem Buch hat sie sich nochmal selbst übertroffen und es ist direkt in den Top 5 meiner liebsten Bücher von ...

Ich bin schon lange großer Fan von Ursula Poznanski und mag vor allem ihre Jugendbücher. Mit diesem Buch hat sie sich nochmal selbst übertroffen und es ist direkt in den Top 5 meiner liebsten Bücher von ihr gelandet. Für mich auf jeden Fall ein Highlight-Buch in diesem Jahr. Klare Leseempfehlung von mir.

Zum Inhalt: eine extravante Challenge und ein exorbitantes Preisgeld, dass dein Leben verändern könnte. Die Idee hinter Sandor ist ganz einfach: wer lügt verliert. Der Schlüssel zum Sieg ist die Wahrheit und der Einsatz ist deine größte Angst. Bist du bereit, dich dem Wettbewerb zu stellen?

Für mich ist es ein bisschen ein Markenzeichen von Poznanskis Werken, dass sie bereits zu Beginn die Grundsteine für die großen Enthüllungen am Ende legt und den Leser damit schon von Beginn an ein bisschen spoilert. Ich muss allerdings sagen, dass ich dieses Mal bis zum Ende völlig im Dunkeln getappt bin und die Auflösung am Ende total überraschend und sehr gelungen fand.

Ich fand das Konzept der Scandor-Technik und des Spiels selbst total gelungen, die Challenges waren mitreißend und der Handlungsverlauf spannend angelegt. Die Autorin legt hier viele falsche Fährten innerhalb der Handlungsstränge und ich bin ihr total auf den Leim gegangen. Es gibt viele Wendungen und es hat total Spaß gemacht mitzurätseln, was hinter Scandor steckt.

Ein bisschen überzogen und konstruiert ist die Storyline natürlich schon, aber das Gesamtbild ist durchaus stimmig und funktioniert einfach wahnsinnig gut. Tessa und Phillip sind Protagonisten mit denen man mitfiebert, die absolute Sympathieträger sind und denen man Erfolg wünscht. Und die ganze Zeit fragt man sich, in was die beiden da hineingeraten sind.

Wirklich packend bis zum Schluss und ein sehr genialer Plot. Hat mir richtig gut gefallen.

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