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Veröffentlicht am 08.03.2026

Sehr britisch

Dürfen Elefanten mit dem Bus zu ihren Tanten?
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Das Cover zeigt uns schon, dass Elefanten nicht gut im Bus fahren können, und die erste Doppelseite zeigt uns, was noch zu sehen ist, wenn ein Elefant versucht in einen roten Doppeldecker zu steigen. „Elefantenhintern ...

Das Cover zeigt uns schon, dass Elefanten nicht gut im Bus fahren können, und die erste Doppelseite zeigt uns, was noch zu sehen ist, wenn ein Elefant versucht in einen roten Doppeldecker zu steigen. „Elefantenhintern sind groß und schwer – wo sich so einer hinsetzt, sitzt später keiner mehr.“ Es wird auch gewarnt Affen in einen Einkaufswagen zu setzten, zumindest kaufen sie nur Obst ein. Obwohl der Tiger zeitunglesend ganz brav auf dem Poster sitzt, sollte er nicht im Zug reisen, damit er niemanden verspeisen kann. Was mit einem Seehund am Steuer eines Taxis geschieht, zeigt die nächste Seite. Der Tausendfüßler hingegen tut sich schwer mit dem Anziehen seiner Rollschuhe. So geht es noch mit einigen Tieren und ihren Fortbewegungsmitteln, die nicht für sie gemacht sind. So bleibt ihnen am Ende die Frage, wie sie denn reisen sollten und die Antwort wird euch genauso wie mich erstaunen.
Ich empfinde die Auswahl der „Fahrzeuge“ nicht wirklich konsequent. Wenn es ums Verreisen geht, komme ein Einkaufswagen oder Rollschuhe nicht in Frage und auch die Lösung, mit der Achterbahn zu fahren ist kaum zielführend. Aber da das Buch sehr englisch ist, mag es sich da auch um englischen Humor handeln. Die Illustrationen zeigen ebenfalls einige witzige Details, so feilt die Kassiererin mit den rosa Lockenwicklern ihre Nägel und wer steht da am Straßenrand mit seinen Corgis? Very british!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein Stock und ein Stein fantasieren darüber, was geschehen könnte

Stock & Stein
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Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir einen kleinen runden grauen Stein und einen kleinen geraden Stock. Diese beiden sehen wir im Dunkel einer Kinder-Jackentasche wieder. Hier liegen sie zusammen mit ...

Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir einen kleinen runden grauen Stein und einen kleinen geraden Stock. Diese beiden sehen wir im Dunkel einer Kinder-Jackentasche wieder. Hier liegen sie zusammen mit einigen anderen Dingen, die Kinder gerne in ihren Taschen sammeln.
Auf der nächsten Seite sehen wir sie bei Licht und dann kommt eine „große erwachsene Hand“ und wirft unsere beiden Freunde vor die Tür, denn die Jacke soll gewaschen werden. Der Stein hat eine Menge Fantasie und überlegt, was alles mit ihnen geschehen könnte. Das sind sehr schöne Ideen, aber auch beängstigende. Zum Glück landen sie am Ende wieder in der Tasche der Kinderjacke. Was für ein Glück.
Kennen wir das nicht alle, da hat das Kind wieder so viel Kempel in seinen Taschen? Zum Glück wirft die Hand die beiden nicht in den Müll, sondern zurück in die Natur. Ich fand es herrlich zu lesen, was sich die beiden einfallen lassen, was alles passieren könnte. Die meisten der kurzen Texte stehen Sprechblasen und die Zeichnungen zeigen trotz der einfachen „Gesichter“ sehr schön die Mimik und die Gefühle der beiden. Also nie Sachen aus den Kindertaschen achtlos wegwerfen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Malend unterwegs, Fantasie kann alles

Heute fahren wir nach Anderswo
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Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder in dem gemalten Auto losfahren. Das kleine Mädchen hat den roten Stift in der Hand.
Klaus Baumgart wird uns als Autor vorgestellt und er sitz zusammen mit ...

Schon auf dem Cover sehen wir die beiden Kinder in dem gemalten Auto losfahren. Das kleine Mädchen hat den roten Stift in der Hand.
Klaus Baumgart wird uns als Autor vorgestellt und er sitz zusammen mit seinem Oskar in einem gemalten Auto, denn dieser Enkel hat ihn beim Illustrieren des Buches unterstützt.
Und dann sehen wir den Jungen im Buch, der auch Oskar heißt, er langweilt sich. Da sieht er das Mädchen und sie hat „Elfenkreide“ dabei. Obwohl Oskar meint „So was gibt es doch gar nicht“ schaut er ihr beim Malen zu. Und schon ist da das rote Auto zu sehen in das die beiden einsteigen und nach Anderswo fahren. Sie fahren hoch und runter und Oskar spürt das im Magen. Es geht rein und raus, sie sind groß und klein, langsam und schnell. Aber dann taucht ein Riese auf und der hilft ihnen weiter, weil sie sich verfahren haben. Nach dem tollen erlebnisreichen Tag liegt Oskar im Bett und denkt an Morgen.
Die real gezeichneten Kinder bewegen sich in einer von Kinderhand gemalten Welt und dieser Gegensatz fasziniert mich sehr. Die Kinder werden sich in den Zeichnungen wiederfinden und können selbst so eine Welt erfinden und zeichnen. Was kann da nicht alles entstehen? Ein Bilderbuch voller Abenteuer und über eine ganz liebevolle Freundschaft.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ruhe finden

Meditation für Kinder. Mit Freude helfen
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Dieses Pappbilderbuch auf dessen Cover ein Kind mit Brille und Hund zusehen ist, wird als „Meditation für Kinder“ beschrieben und zeigt auch das Bild des Dalai Lamas. Mittels eines QR-Codes kann es auch ...

Dieses Pappbilderbuch auf dessen Cover ein Kind mit Brille und Hund zusehen ist, wird als „Meditation für Kinder“ beschrieben und zeigt auch das Bild des Dalai Lamas. Mittels eines QR-Codes kann es auch gehört werden.
Zunächst wird das Kind aufgefordert sich bequem hinzusetzten. Danach geht es um Liebe, um Menschen, die wir lieben und Weg diese Liebe zu zeigen. Darum anderen Freude zu machen. Um die Umwelt und alle anderen Lebewesen, kleine Taten, die glücklich machen und das Glück, das weitergetragen zu uns zurückkehrt. Zum Schluss können wir ein Gebet des Dalai Lamas lesen, dass er selbst täglich spricht.
Hier werden schon Kita-Kinder aufgefordert zu meditieren, mit ganz einfachen ruhigen Sätzen wird mit ihnen über Liebe und dem liebevollen Miteinander, der Fürsorge für die Natur und der Welt als besserem Ort berichtet. Sicher können so Kinder zur Ruhe kommen und ein wenig in sich ruhen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein echter Schweinehund zieht ein

Schweinehundi
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Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ ...

Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ passt leider nur zu sehr.
Die Familie Bauer-Mati lebt nach festen Regeln, jede Woche schreibt Mama eine Liste, die die Aufgaben der Familienmitglieder beinhaltet. Es wird gemeinsam gekocht, sonntags morgen joggen die Eltern schon vor dem Frühstück und die Kinder haben feste Termin wie das Hockey spielen.
Als die Kinder sich eines Morgens vor der Tür die Schuhe anziehen wollen, sitz dort ein seht dünner Hund auf der Matte. Er stellt sich als Schweinehundi vor und möchte Frühstücken. Dass Schweinehundi spricht scheint niemanden zu verwundern und dass er zum Frühstück Schokoladenstreuseln, die es nur sonntags gibt, verlangt auch nicht. Er bezeichnet Schokolade als wichtigen Energieträger und so sitzen bald alle zusammen wieder um den Frühstückstisch. Dann überredet Schweinehundi die Familie Schule und Homeoffice zu schwänzen und Minigolf zu spielen. Mama meint es wäre „ausnahmsweise“ allerdings werden solche Aktionen bald zur Regel. Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung bleiben auf der Strecke, dafür kommt regelmäßig der Pizzabote und statt Joggen gibt es Kuchen.
Kennen wir nicht alle so einen Schweinehundi, aber meist ist nach einiger Zeit damit Schluss. In dieser Familie eskaliert die Lage aber über Wochen immer mehr. Bis die Kinder, besonders die kleine Tochter Neneh klar erkennt, dass es so nicht weitergehen kann und Oskar sich nach dem Hockeyteam sehnt.
Eine witzige Geschichte mit ebensolchen Bilder. Da hat die ganze Familie ihre Freude und kann sich königlich amüsieren. Ich hoffe nur, dass Schweinehundi nie bei uns klingelt und wir seinem Charm erliegen, denn er ist schrecklich unwiderstehlich.

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