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Veröffentlicht am 29.08.2019

Wunderschön

Das Geheimnis der Fjordinsel
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Bei „ Das Geheimnis der Fjordinsel“ von Christine Kabus handelt es sich um einen Norwegenroman.

Ostfriesland 1980:
Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters, bricht für Rike eine Welt zusammen. Gleichzeitig ...

Bei „ Das Geheimnis der Fjordinsel“ von Christine Kabus handelt es sich um einen Norwegenroman.

Ostfriesland 1980:
Nach dem Tod ihres geliebten Großvaters, bricht für Rike eine Welt zusammen. Gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Großmutter nicht, wie sie angenommen hat, vor langer Zeit gestorben ist, sondern eines Tages plötzlich verschwand. Aber warum hat sie ihre Familie damals Hals über Kopf verlassen? Rikes erste Spur führt sie auf eine kleine Insel im Oslofjord, wo sie auf ein Geheimnis stößt, das bin in die Zwanzigerjahre zurückreicht.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen und als Leser ist man sofort Mitten im Geschehen.

Die abwechselnden Zeitebenen, in denen der Leser immer wieder sehr viel neues und interessantes erfährt, tragen sehr zur Spannung bei.
Man erfährt sehr viel über Johannes Leben und kann am Ende ihre Entscheidung verstehen.
Parallel dazu wird Rikes Geschichte erzählt.
Beide Handlungsstränge werden gegen Ende der Geschichte geschickt miteinander verwoben, sodass die Geschichte mit einem plausiblem und überraschenden Ende endet.

Das Cover passt sehr gut zur Geschichte, ist auffällig und farblich schön gestaltet.

Die Handlungsplätze werden sehr bildlich und wunderschön beschrieben. Ich fühlte mich während dem Lesen, als ob ich vor Ort wäre.

Sehr interessant fand ich Johannes Part. Hier erfahren wir sehr viel über ihr Leben, ihre Sorgen, ihre Verantwortung usw. Dies alles wird sehr bildlich und glaubhaft beschrieben.

Die facettenreichen Protagonisten werden sehr tief beschrieben, sodass ich mir alle sehr gut vorstellen und ihre Beweggründe verstehen konnte.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Geschichte
Veröffentlicht am 27.08.2019

Sehr ergreifend

Die Kinder des Borgo Vecchio
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Bei „ Die Kinder des Borgo Vecchio“ von Giosue Calaciura handelt es sich um einen Roman.

Mimmo, Christofaro und Celeste wachsen irgendwo im Süden, im Herzen der Stadt, auf. Dort sind die Menschen arm ...

Bei „ Die Kinder des Borgo Vecchio“ von Giosue Calaciura handelt es sich um einen Roman.

Mimmo, Christofaro und Celeste wachsen irgendwo im Süden, im Herzen der Stadt, auf. Dort sind die Menschen arm und es gilt das Gesetz der Straße. Obwohl ihnen der kindliche Blick längst abhanden gekommen ist, haben sie Träume und Hoffnungen.
Mit einer präparierten Waage betrügt Mimmos Vater, der Fleischer des Viertels, seine Kunden.
Christofaros wird jeden Abend von seinem Vater, einem Trinker, geschlagen.
Wenn Celestes Mutter Carmela ihre Freier empfängt, schickt sie ihre Tochter auf den Balkon.
Da Toto besser schießt als alle andere, ist er das Idol der drei Kinder. Sie wollen so sein wie er, doch sie wissen nicht, dass auch Toto von einem anderen Leben träumt..

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Schnörkellos, nüchtern, sehr authentisch - ebenso wie das Leben der Kinder und ihren Familien. Armut, Gewalt usw. beherrschen ihren Alltag.

Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben. Ich konnte mir alle sehr gut vorstellen und mit ihnen fühlen. Die Entwicklung einzelner Protagonisten im Laufe der Geschichte hat mich etwas traurig, nachdenklich und schockiert zurückgelassen. Wie können Kinder nur so aufwachsen.

Der Autor hat ihr sehr viel Symbolik mit eingebracht. Nicht alles habe ich verstanden, ist bei dieser Geschichte, so finde ich , auch nicht so tragisch, da man die ganze Zeit ein schockierendes Bild vor Auge hat und weiss was der Autor mit seiner Geschichte ausdrücken möchte.

Diese 160 Seiten kurze Buch ist so vollgespickt mit Informationen. Mehr Seiten hätte oder wollte ich auch nicht lesen.

Ich musste die Geschichte erst einmal sacken lassen, bevor ich diese Rezension schreiben konnte. Die Schicksale der Kinder gingen mir sehr Nahe.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Absolute Leseempfehlung

Mein Versprechen
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„ Mein Versprechen“ von Roy Gerber

Dieses Buch ist die Geschichte einer wunderbaren Begegnung, die das Leben für immer verändert.
Eine packende Geschichte über einen Mann, der nach Amerika ging, um reich ...

„ Mein Versprechen“ von Roy Gerber

Dieses Buch ist die Geschichte einer wunderbaren Begegnung, die das Leben für immer verändert.
Eine packende Geschichte über einen Mann, der nach Amerika ging, um reich und berühmt zu werden. Roy macht in den USA als Unternehmer Karriere und lebt den amerikanischen Traum.
Doch sein Leben erfährt einen Wandel, als er zum christlichen Glauben findet. Er trifft bei Freiwilligen-Einsätzen seiner Kirchengemeinde auf Obdachlose, Drogensüchtige und Missbrauchsopfer. Zusammen mit seinem Therapiehund Ziba trifft er bei einem Ferienlager für sexuell missbrauchte Kinder, auf Faith. Sie nimmt ihm ein Versprechen ab. Darauf hin wird sich in seinem Leben sehr viel verändern.
„Mein Versprechen“ schaut dahin, wo viele lieber wegsehen. Nimmt ernst, was viele nicht wahrhaben wollen, zeigt Wege der Hilfe. Diese Geschichte erschüttert und rüttelt auf, führt zu Tränen und macht dennoch Mut. Tröstet, weil es von Menschen handelt, die aufstehen, um etwas zu verändern.


Da es sich hier um eine biographische Geschichte handelt, finde ich sie sehr interessant.
Der Autor hat sie in der „Ich-Form“ geschrieben . Dies und sein emotionaler, direkter Schreibstil , lässt dem Leser beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren.

Wieviel Leid kann ein Mensch ertragen. Roy hat sich in die Arbeit gestürzt, war erfolgreich, hat alles verloren, war am Ende. Das Licht im Tunnel sah er , als er zu Gott fand und in seinen neuen Aufgaben.

Die einzelnen Lebensabschnitte von Roy fand ich sehr interessant. Ein langer Weg, der ihn letztendlich an sein Ziel gebracht hat und er seinen Platz im Leben gefunden hat.

Die ausführliche Beschreibung seiner Arbeit hat mir sehr gut gefallen.

Klasse, fand ich es , wie er mit seinen Mitmenschen umgeht, wie er ihnen hilft, wie er ihnen wieder Hoffnung gibt. Sehr erschreckend fand ich, wieviel Mädchen sexuellen Missbrauch erleiden. Sehr gut, dass es Menschen wie Roy gibt, die helfen.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

Veröffentlicht am 24.08.2019

Humorvoll, flüssig zu lesen

Rita räumt die Hecke auf
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Bei " Rita räumt die Hecke auf" von Carsten Uekötter handelt es sich um einen Roman.

Rita und ihr Mann Ralf finden, dass der Kleingartenverein Abendröte der schönste Ort der Welt sei. Die Idylle hat in ...

Bei " Rita räumt die Hecke auf" von Carsten Uekötter handelt es sich um einen Roman.

Rita und ihr Mann Ralf finden, dass der Kleingartenverein Abendröte der schönste Ort der Welt sei. Die Idylle hat in letzter Zeit jedoch Risse bekommen. Die Amtszeit des Ersten Vorsitzenden Manfred ist laut Vereinssatzung abgelaufen. Dieser kann sich damit jedoch nicht abfinden und schmiedet einen perfiden Plan, damit er den Posten bis an sein Lebensende behalten kann.
Die Rechnung hat er ohne die resolute Rita gemacht. Sie will das einfach nicht hinnehmen. Ihr Mann hingegen, möchte das Manfred weitermacht, bevor noch eine Frau die Geschicke der Abendröte lenkt.
Als plötzlich die Existenz des Kleingartens auf dem Spiel steht, läuft Rita auf Hochtouren auf.

Durch den flüssigen und humorvollen Schreibstil lässt sich dieser Roman sehr gut lesen. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, da ich immer neugierig darauf war, wie es mit Rita und co. weitergeht.

Die facettenreichen Protagonisten werden sehr gut beschrieben. Sodass ich mir jeden sehr gut vorstellen, ihren Gedanken folgen und die Taten nachvollziehen konnte.

Der Autor hat das Leben in der Abendröte sehr bildlich und glaubhaft beschrieben. Ich fühlte mich während dem Lesen, als ob ich auch ein Teil der Gemeinschaft wäre. Die Atmosphäre wird sehr gut eingefangen.

Durch die humorvollen Aussagen einzelner Protagonisten, konnte ich oft schmunzeln. Genau meine Art von Humor. Nie unter die Gürtellinie, leicht ironisch oder sarkastisch.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

Veröffentlicht am 24.08.2019

Sehr spannend und wendungsreich

Bis ihr sie findet
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Bei " Bis ihr sie findet" von Gytha Lodge.


Südengland, Juli 1983:
Um gemeinsam im Wald zu zelten, treffen sich sechs Schulfreunde. Alle sind aufgeweckte Jugendliche und anarchisch, unerschrocken , ...

Bei " Bis ihr sie findet" von Gytha Lodge.


Südengland, Juli 1983:
Um gemeinsam im Wald zu zelten, treffen sich sechs Schulfreunde. Alle sind aufgeweckte Jugendliche und anarchisch, unerschrocken , schön, scheinbar für höhere Ziele geboren. Aurora, 14 Jahre jung, kann es kaum glauben, dass sie für ein paar Stunden dazugehören darf. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden.

Dreißig Jahre später:
In jenem Wald taucht eine Leiche auf. Detective Chief Inspector Jonah Sheens weiß sofort, dass es sich bei der Leiche um die vermisste Aurora handelt.
Mittlerweile sind die sechs Freunde erfolgreich und halten an ihrer Unschuld fest. Was ist damals geschehen, war der Mörder die ganze Zeit in ihrer Mitte? Das Netz aus jahrzehntealten Lügen, polizeilichen Versäumnissen und wohlgehüteten Geheimnissen soll Sheens nun entwirren.

Auf der Innenseite des Buchcovers werden die sechs Freunde, Aurora und die Ermittler kurz beschrieben. Dies finde ich eine tolle Idee, da man sich im Vorfeld schon einmal ein Bild von den Protagonisten machen kann.

Der flüssige Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Der Leser wird von der ersten bis zur letzten Seite auf die Folter gespannt.

Die zwei Zeitebenen werden abwechselnd erzählt. Dies finde ich immer sehr interessant, da man dadurch der Polizei einen Schritt voraus ist und so die Ermittlungsarbeit der Polizei besser einschätzen kann. Diese fand ich hier nachvollziehbar und plausibel.

Die Spannung beginnt schon auf den ersten Seiten und endet am Ende. Die vielen Wendungen tragen zur Spannung bei.

Die Protagonisten werden sehr authentisch und tief beschrieben. Sehr gut hat mir gefallen, dass ich bis zum Schluß nicht wusste, wem von den sechs Jugendlichen ich trauen kann und wem nicht.

Dieser Krimi kommt ohne blutvergießen aus. Die Autorin beschreibt hier sehr gut, wie die Ermittler durch ihre Verhörmethoden, Fragestellungen den Jugendlichen Stück für Stück die Wahrheit entlocken.

Ich empfehle dieses Buch weiter.