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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2019

spannend und unterhaltsam

Hotel Cartagena
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Hotel Cartagena ist ein weiterer Teil aus der Feder von Simone Buchholz. Für mich das erste Buch der Autorin.

Simone Buchholz beginnt in vielen kurzen Kapiteln dem Leser einen Überblick über die verschiedenen ...

Hotel Cartagena ist ein weiterer Teil aus der Feder von Simone Buchholz. Für mich das erste Buch der Autorin.

Simone Buchholz beginnt in vielen kurzen Kapiteln dem Leser einen Überblick über die verschiedenen Protagonisten zu verschaffen. So beginnt sie mit einem Treffen, indem scheinbar die letzten Schritte eines Angriffs abgesprochen werden.

Im nächsten Abschnitt trifft sich das Team des Morddezernats und die Staatsanwältin in einer Bar am Hafen, um Geburtstag zu feiern.
Während die Autorin die sehr merkwürdigen Charaktere beschreibt, steigt bereits der Spannungsbogen, als plötzlich die ersten Schüsse fallen. Hier muss der Leser sich aber gedulden, denn die Autorin setzt Cliffhanger zu jedem Abschnitt und springt dann ins Jahr 1984 und beschreibt Henning, der mit seinem Leben in St. Pauli nichts mehr anzufangen weiß.
Kurzerhand heuert er auf einem Schiff an und landet in Kolumbien.
Dort lebt er ein angenehmes Leben, bis er eines Tages ein Angebot bekommt.

Mit dem ungewöhnlichen Schreibstil hatte ich anfangs Probleme, das legt sich aber recht schnell und man fängt an mitzufiebern.
Tatsächlich fand ich die Wortwahl und die Cliffhanger der einzelnen Kapitel, nachdem ich mich erst einmal eingefunden hatte, sogar sehr gelungen und unterhaltsam umgesetzt. Man wird förmlich ohne langes Ausschweifen durch die Geschichte getrieben.
Und so erklärt sich Kapitel um Kapitel, wie die Situation entstand und wie sie sie letztlich endet.

Fazit: Ein kurzweiliger Krimi, dessen besonderer Schreibstil sehr unterhaltsam ist.

Veröffentlicht am 26.09.2019

nicht ganz überzeugend

Schlaf schön, solange du noch kannst
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"Die Vermisste" hat mir ausgesprochen gut gefallen und somit war die Erwartungshaltung bei diesem Buch hoch - vielleicht zu hoch.

Die Wahrheit schlummert 15 Jahre

Das Buch beginnt mit einem spannenden ...

"Die Vermisste" hat mir ausgesprochen gut gefallen und somit war die Erwartungshaltung bei diesem Buch hoch - vielleicht zu hoch.

Die Wahrheit schlummert 15 Jahre

Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog. Eine Feier der Highschool Abgänger. Die Spannung wird aufgebaut, man kann förmlich spüren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Und dann - nichts...

Fünfzehn Jahre später erleben wir Gemma, die in ihrer Arbeit als Selbsständige Maklerin ertrinkt. Ihr Mann Joe kümmert sich um den gemeinsamen Sohn Rory, während Gemma für das "Geld verdienen" zuständig ist.

Immer wieder deutet die Autorin an, dass Gemma früher etwas Schlimmes zugestoßen sein muss und bald mutmaßt man, dass es etwas mit dem Prolog zu tun hat.
Voller Erwartungen las ich Seite für Seite und hoffte auf Hinweise und Zusammenhänge, doch es folgten immer mehr Seiten über Gemmas Ehe, ihre alltäglichen Probleme und ihre anstrengende und zeitintensive Arbeit.

Nachdem sie ihren Kunden David zufällig auf einer Fortbildung trifft, versackt sie mit ihm bei einem bzw. mehreren Gläschen Wein.
Am nächsten Tag kann sie sich an nichts erinnern, außer, dass er sie geküsst hat.
Endlich nimmt die Geschichte etwas an Fahrt auf, als Gemma nun merkwürdige Nachrichten und Fotos in eindeutiger Pose erhält.

Zitat Position 1037
Ich war wütend auf mich selbst, dass ich so viel getrunken hatte, und jedes Mal, wenn ich mir vorstellte, dass Joe das Foto zu sehen bekam und erfuhr, was an jenem Abend vorgefallen war, wurde mir übel. Und dann wurde mir bewusst, dass ich David erreichen und ihn fragen musste , was eigentlich vor sich ging.

Zur Mitte des Buches beginnt der 2. Teil der Geschichte und der gelungene Plottwist sorgt für die langersehnte Spannung.
Leider zieht die Autorin auch hier wieder alles sehr in die Länge, so dass einfach kein konstanter Spannungsbogen entstehen konnte.
Das Ende ist dann schon wieder fast zu schön, um wahr zu sein.

Fazit: Eine interessante Story, die durch ihre vielen Längen leider nicht ganz überzeugen konnte. Hier hätte man sicher mehr rausholen können.

Veröffentlicht am 14.09.2019

nach trägen Anfang ein doch spannendes Ende

Tagebuch meines Verschwindens
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Der Prolog beginnt spannend. Malin, damals noch ein Teenager findet mit ihren Kumpels eine Kinderleiche im Wald.

Acht Jahre später. Malin ist erwachsen und mittlerweile Polizistin. Sie arbeitet an einem ...


Der Prolog beginnt spannend. Malin, damals noch ein Teenager findet mit ihren Kumpels eine Kinderleiche im Wald.

Acht Jahre später. Malin ist erwachsen und mittlerweile Polizistin. Sie arbeitet an einem Cold Case. Ausgerechnet an dem, dessen Leiche sie damals selbst fand.
Während ihr Kollege Peter spurlos verschwindet, taucht seine Lebensgefährtin Hanne ohne Erinnerungen am Waldrand auf.
Jake, ein Nachbarsjunge, der ganz eigene Probleme hat , findet Hannes Tagebuch und erfährt Dinge, die er lieber nicht gewusst hätte.

So aufregend der Prolog beginnt, so langatmig ist die erste Hälfte des Buches. Die Perspektiven wechseln zwischen Jake und Malin.
Immer wieder gibt es Situationen, die den Spannungsbogen nach oben schnellen lassen, der aber dann auch schnell wieder abebbt. Die Autorin verliert sich meiner Meinung nach zu sehr in Nebensächlichkeiten.
Das erschwerte mir das Lesen enorm und ich konnte nicht viele Seiten am Stück lesen.
Erst auf dem letzten Drittel steigert die Autorin die Spannung plötzlich. Ab hier flog ich nur so durch die Seiten.
All die Spannung, die zu Anfang fehlte, tritt hier nun endlich gebündelt auf und beschert dem Leser ein sehr überraschendes und spektakuläres Ende.

Fazit: Eine cold case, der aufwendig gestrickt ist. Hier geht es weniger um blutige Brutalität, als um die Geschichte einzelner Schicksale, in der sich die Spannung nur langsam aufbaut, der Schluss aber absolut mitreißt.
Auch hat die Autorin ein brenzliges und vor allem aktuelles Thema eingebaut.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Gelungene Reihenfortsetzung

Zimmer 19
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Tom Babylon ermittelt wieder.
Dies ist bereits der 2. Teil der Babylon Reihe von Marc Raabe. Nachdem der letzte Fall so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird auch in diesem Fall das alte Team ...

Tom Babylon ermittelt wieder.
Dies ist bereits der 2. Teil der Babylon Reihe von Marc Raabe. Nachdem der letzte Fall so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wird auch in diesem Fall das alte Team zusammen getrommelt.
Bereits der Prolog beginnt spannend und
Raabe überzeugt mit einem interessanten Plot, der einen Bezug zur Realität darstellt.
Auf der Berlinale wird ein Snuff Film vorgeführt, zuerst unklar, ob es sich um einen echten Mord oder eine schauspielerische Leistung handelt.
Die Ermittler treffen bald wieder auf eine Zahl. Was hat es damit auf sich?
Die ausgefeilten Wendungen sind gut durchdacht und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet.
Durch die Perspektiv- und Zeitenwechsel hält der Autor den Spannungsbogen hoch, man kann durch Zeitangaben auch gut folgen.
In diesem Teil lernen wir zudem mehr über die Protagonistin Sita und ihre Vergangenheit. Aber auch Toms kleine Schwester findet wieder Beachtung.
Es tauchen häufig Parallelen zu "Schlüssel 17" auf und es gibt einige Zusammenhänge.
Sicherlich ist es nicht zwangsläufig notwendig den vorherigen Teil zu kennen, ich würde es aber empfehlen, da schon sehr viele Rückblenden eingebaut sind.

Fazit: Mir hat dieser Teil noch besser gefallen, als der erste. Eine durchweg spannende und gut durchdachte Geschichte.

Veröffentlicht am 12.08.2019

Wenn die Erinnerung dich zerstört

Niemand stirbt allein
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Tabea erwacht schweißgebadet aus einem fürchterlichen Alptraum. Ihr Mann Marc wollte ihre gemeinsame Tochter Amy erschießen.
Doch gerade als sie sich damit abfindet, nur schlecht geträumt zu haben, wird ...


Tabea erwacht schweißgebadet aus einem fürchterlichen Alptraum. Ihr Mann Marc wollte ihre gemeinsame Tochter Amy erschießen.
Doch gerade als sie sich damit abfindet, nur schlecht geträumt zu haben, wird der schreckliche Alptraum Realität.

Bereits der Prolog beginnt spannend und Martin Krist versteht es den Leser ab der ersten Seite in den Bann der Geschichte zu ziehen.
Ich begleitete Tabea auf ihrer Flucht mit ihrer kleinen Tochter und fieberte mit ihr mit. Was für ein Alptraum.
Doch Gott sei dank war da Jonas, der ihr half.

Die kurzen Kapitel enden häufig mit kleinen Cliffhängern, so dass man das Buch nur ungern zur Seite legt.
Der Autor führte mich auf falsche Fährten, als ich dachte, ich wüsste in welche Richtung die Geschichte geht.
Die Zusammenhänge sind interessant, werfen aber unzählige Fragen auf, die man unbedingt beantwortet haben möchte, denn so richtig stimmig sind die Vorkommnisse nicht.

Doch auf den letzten Seiten löst sich alles auf und bestätigte meine Vorahnung, an die mich der Autor zwischendurch ordentlich zweifeln ließ.
Die Wahrheit ist erschütternd und lässt einen bedrückt und traurig zurück.

Fazit: Ein spannender Thriller mit authentischem und beklemmenden Thema, dass einen nur so durch die Seiten fliegen lässt.