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DanielaK82

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2019

Geheimnisse aus der Vergangenheit

STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet
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Libby und Jamie haben eine schwere Zeit hinter sich und können es kaum glauben, dass das Haus der Heywoods vom Haustausch eine luxuriöse Villa direkt am Meer ist.
Doch schon recht bald fühlt Libby sich ...

Libby und Jamie haben eine schwere Zeit hinter sich und können es kaum glauben, dass das Haus der Heywoods vom Haustausch eine luxuriöse Villa direkt am Meer ist.
Doch schon recht bald fühlt Libby sich in dem Haus nicht mehr sicher. Im ganzen Haus gibt es ausgestopften Tiere und auch der Nachbar macht ihr mit seinem merkwürdigen Verhalten Angst.
Jamie zuliebe versucht sie sich zusammenzureißen. Doch sie wird den Gedanken nicht los, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Bereits der Vorgänger "Missing" gefiel mir gut und so war klar, dass ich auch dieses Werk lesen muss.

Was für ein Plot.
Die Autorin schafft es mich von der ersten Seite an mitzureißen. Libbys Ängste und ihr Verhalten wirken authentisch, aber auch anfangs etwas paranoid.
Bald wurde mir jedoch klar, dass es hier noch ein Geheimnis geben muss. Immer mehr Ungereimtheiten treten auf, bis sich dann zur Mitte des Buches durch einen gekonnten Plottwist die Handlung dreht und die Spannung noch einmal steigt.
Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Toller Schreibstil und konstante Spannung bis zum Ende. Wobei so einiges offen bleibt..

Fazit: Ein sehr gut konstruierter Thriller, der meiner Meinung nach seinen Vorgänger noch toppen konnte.

Veröffentlicht am 12.07.2019

nicht so gut wie die Vorgänger

Wenn die Hoffnung stirbt
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Es ist noch nicht vorbei.
Obwohl Gwen Proctor alias Gina Royals Mann tot ist, lässt die Öffentlichkeit die Familie nicht in Ruhe. Die Mutter von Melvin Royals zweitem Opfer erklärt Gina in einer TV Show, ...

Es ist noch nicht vorbei.
Obwohl Gwen Proctor alias Gina Royals Mann tot ist, lässt die Öffentlichkeit die Familie nicht in Ruhe. Die Mutter von Melvin Royals zweitem Opfer erklärt Gina in einer TV Show, die sie eigentlich nutzen wollte, um ihre Geschichte richtig zustellen, den Krieg.
Und dann ist da noch ein Mädchen, dass Gwens Hilfe benötigt und steckt damit wieder mitten drin in einer actionreichen Geschichte.

Das ist bereits der 3. Teil der Reihe.
Bereits den 2. Teil fand ich schwächer und mit dem 3. Teil ist meines Erachtens die Geschichte ausgenudelt.
Der Schreibstil ist dennoch flüssig und die Hintergründe um Sam Cade auch interessant, doch die Geschichte wirkt mittlerweile zu weit hergeholt und konstruiert.
Trotzdem hat es mich gut unterhalten und musste aufgrund der Fortsetzung natürlich gelesen werden.
Falls es einen 4. Teul geben sollte, hoffe ich das die Autorin eine neue Geschichte um die Hauptprotagonisten strickt, ohne immer wieder bei ihrem Ex-Mann Melvin Royal zu landen.

Veröffentlicht am 11.07.2019

verstörend

Harz
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Der Prolog beginnt ganz harmlos mit den Erlebnissen eines Kindes. Ganz unschuldig beschreibt sie, wie ihr Leben bisher verlief und warum ihre Oma starb. Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Ganz trocken werden ...

Der Prolog beginnt ganz harmlos mit den Erlebnissen eines Kindes. Ganz unschuldig beschreibt sie, wie ihr Leben bisher verlief und warum ihre Oma starb. Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Ganz trocken werden hier dem Leser Dinge beschrieben, die einem schon anfangs den Mund offen stehen lassen.

Die ersten Kapitel beginnen viele Jahre zuvor und klären über die Entstehung dieser Familie auf.
Im Zeitraffer lernen wir die Protagonisten besser kennen und verstehen - oder auch nicht. Denn jede Figur ist hier irgendwie nicht ganz normal.
Dazwischen immer wieder Briefe der Mutter an Liv, in denen sie versucht sich zu erklären.
Man hat die ganze Zeit das Gefühl auf eine Katastrophe zuzusteuern und erwartet Schlimmes.

Zitat Position 1117
Als Erwachsener fand er sie unüberschaubar und immer fremder, je mehr Leute dazukamen und je mehr unterschiedliche Arten von Läden und Tätigkeiten und Maschinen auftauchten. Sie wurde zu einer undefinierbaren Bedrohung, die ihn zu bedrängen schien, um sein Dasein zu übernehmen.

Und dann wird einfach alles nur noch bizarr und endet verstörend.


Fazit: Ein tragischer Roman, der mit seinem besonderen Schreibstil gewöhnungsbedürftig, aber abwechslungsreich war. Leider fehlte mir im Mittelteil Spannung und ein Lesefluss, der mich mitreißt. Hier hat sich die Autorin meiner Meinung nach zu sehr im Detail verloren.

Veröffentlicht am 08.07.2019

muss man einfach lesen

Schwarze Knochen
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Rebecca ist eine erfolgreiche Polizistin im Bereich Wirtschaftsverbrechen.
Als ihr Vater, der ehemalige Deputy ihres Heimatortes, sie eines Tages anruft und über einen alten immer noch ungeklärten Fall ...

Rebecca ist eine erfolgreiche Polizistin im Bereich Wirtschaftsverbrechen.
Als ihr Vater, der ehemalige Deputy ihres Heimatortes, sie eines Tages anruft und über einen alten immer noch ungeklärten Fall sprechen will, ist sie besorgt, hat aber keine Zeit für ein längeres Gespräch.
Doch noch bevor sie sich darüber Gedanken machen kann, ob sie ihn besuchen soll, ereilt sie am nächsten Tag die Nachricht vom Selbstmord ihres Vaters.
Schockiert reist sie in ihre Heimat, um sich davon zu überzeugen, was geschehen ist und stößt dabei auf alte Geheimnisse, die seit 20 Jahren im Verborgenen liegen.

Bereits mit ihren vorherigen Titeln Winterjagd und Im kalten Nebel konnte mich Loreth Anne White überzeugen.
Mir gefällt die Atmosphäre, die die Autorin in jedem ihrer Bücher schafft.
Alle Titel sind unabhängig voneinander zu lesen.

Der flüssige Schreibstil und die Haptik sind meiner Meinung nach gekonnt eingesetzt, um einen abgründigen Thriller immer mit einer kleinen Liebesgeschichte zu verbinden, die aber nie zu kitschig wirkt.
Bereits der Prolog beginnt spannend mit einem Ereignis von vor 20 Jahren.
Der Ursprung dieser Geschichte, die so viele Ereignisse nach sich zog.
Durch die Perspektivwechsel und die vielen Wendungen ist man bis zum Schluss nicht sicher, wer hier ein falsches Spiel spielt.
So wird das Gelesene zu keiner Zeit langatmig. Der Spannungsbogen ist durch die interessante Ermittlungsarbeit von Becca konstant hoch und hatte damit meine volle Aufmerksamkeit.
Das Ende war für mich nicht vorhersehbar, war aber geschickt und authentisch konstruiert.


Fazit: Wieder einmal ein gelungener Thriller, dem ich jedem ans Herz lege, der auf Intrigen, Lügen und eine eingebaute Liebesgeschichte mit viel Spannung steht.

Veröffentlicht am 06.07.2019

gelungene Fortsetzung

R.I.P.
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Ein sechzehnjähriges Mädchen wird brutal ermordet. Der Täter filmt die bestialische Tat mit ihrem Handy und schickt mehrere Videos davon per Snapchat an ihren kompletten Freundeskreis. Doch die Leiche ...

Ein sechzehnjähriges Mädchen wird brutal ermordet. Der Täter filmt die bestialische Tat mit ihrem Handy und schickt mehrere Videos davon per Snapchat an ihren kompletten Freundeskreis. Doch die Leiche bleibt verschwunden.

Huldar und seine Chefin Erla, deren Verhältnis nach den Anschuldigungen im letzten Teil eher gestört ist, stehen vor einem Rätsel.
Für die Befragung der Mitschüler holen sie auch die Psychologin Freya wieder mit ins Boot.

Der Prolog beginnt mit dem Mord an der sechzenjährigen Stella. Schon hier wird einem klar, mit was für einem schonungslosen Mörder wir es zu tun haben. Die Beschreibungen sind ziemlich brutal und lassen auf einen von Hass erfüllten Mord schließen. Wie grausam muss es sein, ein Video davon zu sehen, wie die eigene Tochter, Freundin oder Schulkameradin um Entschuldigung bettelt und man Zeuge einer so brutalen Tat wird.
Der Schreibstil zieht einen sofort in einen Bann und die spannende Thematik, die aktueller nicht sein könnte, verleiht dem ganzen eine besondere Tragik.
Mehrmals musste ich um Fassung ringen, denn das Thema ist einerseits brutal und andererseits erschütternd und traurig.
Die Perspektivwechsel sind interessant gestaltet. Während wir aus Huldar und Freyas Sicht den Großteil der Geschichte erzählt bekommen, tauchen auch immer wieder Blogbeiträge auf.

Zitat S.204
Die Situation wurde mit jedem Jahr schlimmer. Und jedes Jahr dachte ich, jetzt sei der Tiefpunkt erreicht. Redete mir ein, dass die anderen Kinder sich bald besinnen würden. Das sie geknickt zu mir kommen und mich um Entschuldigung bitten. Sagen, dass sie selbst nicht verstehen, warum sie sich so verhalten haben, das hätte ich nicht verdient. Von nun an sollten wir alle Freunde sein. Doch nichts dergleichen geschah.

Der Spannungsbogen flach zur Mitte etwas ab und die Ermittlungen stagnieren. Doch das ändert sich dann schlagartig mit dem Auftauchen eines Schuldigen.

Fazit: Wieder einmal konnte mich Yrsa Sigurdardottir mit ihrem, diesmal wirklich kaltblütigen, Thriller überzeugen. Eine ausgereifte Geschichte, die sehr tragisch daherkommt und ein absolut realitätsnahes Problem unserer Gesellschaft aufgreift.