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Veröffentlicht am 03.12.2021

Nicht mein Lieblingsteil der Reihe, aber trotzdem mega

Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
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Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Amaia und Noar sind so weit gekommen, sie haben sogar geheiratet, trotz all der Steine, die ihnen in den Weg gelegt wurden, doch die Zeit ...

Achtung: Band 3 einer Reihe, nicht unabhängig voneinander lesbar!

Amaia und Noar sind so weit gekommen, sie haben sogar geheiratet, trotz all der Steine, die ihnen in den Weg gelegt wurden, doch die Zeit des Kampfes ist noch lange nicht vorbei. Noar scheint vom Chaos besessen zu sein – oder hat sich Amaia nur getäuscht? Selbst wenn es so sein sollte, Cassardim versinkt im Chaos und die Fürsten beschäftigen sich lieber damit, einander an die Gurgel zu gehen, als ihren Job zu machen. Aber wie soll Amaia mit Noar und einer Handvoll Freunde auf ihrer Seite das Chaos besiegen und Cassardim retten? Kann sie es überhaupt noch retten?


Ich habe diesem Buch so sehr entgegengefiebert! Ich liebe die Cassardim-Reihe und wusste, dieser letzte Band wird episch! Allerdings hatte ich auch Angst vorm Lesen, weil ich irgendwie im Gefühl hatte, dass es auch heftig werden würde – und ich hatte recht.

Macht euch gefasst auf jede Menge Tränen und ein gebrochenes Herz!

Wie immer ist man sofort „drin“ – auch in Band 3 ist das nicht anders – man ist sofort mitten im Geschehen, wird von den Charaktere in ihren Bann gezogen und kann nicht anders als sofort wieder alles zu fühlen. Man wünscht sich so sehr ein Happy End für Amaia und Noar, man möchte Cassardim, das gleichzeitig wundervoll und schrecklich ist gerettet sehen und direkt von Anfang an alle geliebten Charaktere an die Hand nehmen, damit ihnen nichts Schlimmes passieren kann.

Auch in diesem Band geht es hoch her. Es gibt Intrigen, Kämpfe und jede Menge Enthüllungen. Manches ist gut, anderes ist erschütternd und wieder anderes tragisch. Aber wieder einmal hat es Julia Dippel geschafft, dass man sich allem, was passiert, einfach nicht entziehen kann. Man muss die Charaktere einfach entweder lieben oder leidenschaftlich verabscheuen – je nachdem ob man sie mögen oder hassen soll.

Aufgelockert wird die doch recht getragene Handlung durch witzige Szenen mit Noars Freunden, natürlich auch durch Amaias geliebten Flummel, der wieder einmal heldenhaft agieren darf und auch Nox kann zeigen, was er kann.

Trotzdem, es liegt eine Art erwartungsvolle Melancholie über dem Buch. Liegt das nur daran, dass es der dritte und letzte Band der Reihe ist? Ich weiß es nicht, ich hatte relativ bald einen Verdacht und mit dem auch recht. Worum es dabei ging, verrate ich euch natürlich nicht, sonst würde ich spoilern.


Fazit: Insgesamt kann ich sagen, dass mich dieser dritte Band der Reihe emotional durch die Hölle geschickt hat. Es gab wundervolle Szenen mit viel Witz und Romantik, ebenso konnte man mal wieder Staunen über die Wunder Cassardims und auch die Message kommt nicht zu kurz und wird wirklich schön verpackt.
Allerdings – so viel verrate ich euch – nicht alle Charaktere, die man kennengelernt hat, überleben auch den Kampf gegen das Chaos. Ob es aber nur die „bösen“ trifft oder auch „gute“ sterben müssen, verrate ich euch nicht – ich will ja niemanden spoilern.
Ich persönlich hätte mir ein paar Dinge anders gewünscht, auch am Ende, obwohl ich es wirklich gleichzeitig auch richtig toll finde. Ein Teil von mir feiert das Buch für die Message und die Handlung, samt Ende. Ein anderer Teil von mir knuddelt gerade ganz doll mit seiner Schmusedecke und möchte sich Cassardim so wünschen, wie es ihm gefällt.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne – ich persönlich mochte einfach die Vorgänger lieber, aber das heißt nicht, dass ich Band 3 schlecht fand oder etwas in der Art. Es ist einfach meine persönliche Vorliebe. Ich möchte aber trotzdem jedem die Reihe ans Herz legen, weil sie einfach richtig, richtig gut ist.

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Veröffentlicht am 24.11.2021

Mich hat es sehr, sehr berührt!

The Chances We Take
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Achtung: Band 3 einer Reihe! In sich abgeschlossen, aber mit Überschneidungen!

Triggerwarnung: Bodyshaming, Hass im Internet, toxische Beziehungen im familiären Umfeld!


Jules ist schon lange in ihren ...

Achtung: Band 3 einer Reihe! In sich abgeschlossen, aber mit Überschneidungen!

Triggerwarnung: Bodyshaming, Hass im Internet, toxische Beziehungen im familiären Umfeld!


Jules ist schon lange in ihren Nachbarn Berk verliebt, doch er ist ein erfolgreicher Football-Spieler an ihrem College und sie ein Niemand. Zudem hat Jules große Probleme mit dem Selbstwertgefühl und ihrem Körper, nachdem ihr ihr Leben lang Komplexe eingeredet wurden. Sie hält es für unmöglich, dass Berk Interesse haben könnte, ihr Therapeut ermutigt sie aber, etwas zu wagen, also schreibt sie ihm betrunken einen heißen Brief – und er antwortet! Daraus entwickelte sich ein reger Austausch, bis Jules ihn beendete. Doch mittlerweile hat auch die „echte“ Jules immer mehr mit Berk zu tun und hat panische Angst, dass ihr Geheimnis auffliegen könnte, während Berk sich fragt, ob man sich zu zwei Frauen gleichzeitig hingezogen fühlen kann – seiner Brieffreundin und Jules.


Die Grundkonstellation klingt „typisch New Adult“, offensichtliche Probleme, die zu groß aufgebauscht werden, sodass es gleich nach Leben und Tod klingt, wenn man als Briefeschreiberin identifiziert würde. Doch so ist es nicht. Der Klappentext wird dem Buch nicht gerecht – kann er auch nicht, sonst wäre er um Einiges länger.

In diesem Buch geht es um einige sehr wichtige Themen und mich hat das Buch mehr als einmal zum Weinen gebracht, weil es einiges in mir wieder aufgewühlt hat.

Jules hat große Probleme mit ihrem Körper. Ihr Leben lang hat ihr ihre Mutter – unterstützt von ihrer großen Schwester – eingeredet, sie sei viel, viel, viel zu dick, habe keine Selbstkontrolle und würde sobald sie die Chance dazu bekäme, sich und ihre Familie lächerlich machen, indem sie wieder einmal etwas unbeschreiblich Peinliches täte. Bei jeder sich bietender Gelegenheit, verletzt sie Jules zutiefst und lässt sie spüren, dass sie von ihr nicht geliebt, vielleicht sogar gehasst wird. Sie ist wirklich schrecklich grausam zu ihr. Daher ist es kein Wunder, dass Jules sich für ihren Körper schämt und glaubt, niemand könne sie lieben oder ernsthaftes Interesse an ihr haben.
Sie hat mir so oft das Herz gebrochen.

Berk ist erfolgreicher Football-Spieler am College und auf dem besten Weg Profi zu werden. Doch in ihm steckt viel mehr. Hinter seinem heißen Äußeren steckt ein zutiefst verletztes Kind. Berk wuchs in Pflegefamilien auf und wurde immer wieder rausgeworfen oder zurückgegeben. Er erwartet jederzeit abgelehnt oder als nicht gut genug befunden zu werden. Das merkt man auch in seinem Verhalten. Er hält sich jederzeit bereit und das macht einen echt fertig, ebenso, wie seine Gedanken über sich selbst.
Berk verbringt einen großen Teil seiner Zeit damit, seine ehemalige Pflegeschwester, Alexis, die er einfach als seine Schwester ansieht, zu retten. Er sieht in ihr seine einzige Familie.


Fazit: Beide Jules und Berk haben mir das Herz gebrochen und das mehr als einmal. Ich konnte so gut mit ihnen mitfühlen und fand die Wendungen und das alles sehr glaubhaft. Klar hätte ich den einen oder anderen manchmal gern geschüttelt, aber bedenkt man ihren jeweiligen Hintergrund, ist ihr Verhalten wirklich nachvollziehbar.
Was mich allerdings gestört hat war, dass das Ende so abrupt kam und sich für mich „abgeschnitten“ angefühlt hat. Vieles ist für mich offengeblieben oder vielleicht eher „unfertig“. Da habe ich mich gefragt, wie es in dem Teilbereich der Handlung wohl weitergeht. Das lässt sich auch nicht mit dem noch ausstehenden Band 4 erklären, weil es da ja wieder um andere Protagonisten geht. Ich hätte mir gewünscht, dass man da noch mehr erfährt – ich kann euch leider nicht sagen, welche Bereiche ich meine, weil ich sonst spoilern würde.

Von mir bekommt das Buch trotzdem 4,5 Sterne, weil es mich sehr, sehr berührt hat.

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Veröffentlicht am 23.11.2021

Es hat wirklich was, aber ich habe auch Kritik

Plastic Heart
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Sara will den Kopf freibekommen. Zu lange schon schafft sie es nicht, ein neues Buch zu schreiben. Die Lösung: sie zieht in ein winziges Häuschen mitten im Nirgendwo. Zumindest ist das der Plan. Doch was ...

Sara will den Kopf freibekommen. Zu lange schon schafft sie es nicht, ein neues Buch zu schreiben. Die Lösung: sie zieht in ein winziges Häuschen mitten im Nirgendwo. Zumindest ist das der Plan. Doch was Sara nicht wusste, ist, sie hat einen Nachbarn, einen mürrischen wortkargen Einsiedler, der auf der anderen Seite des kleinen Waldes wohnt und scheinbar wirklich wütend darüber ist, dass Sara so „nah“ bei ihm lebt. Allerdings entwickelt sich aus seiner Ablehnung bald ein verführerisches und verflucht heißes Spiel zwischen ihnen.


Sara schreibt erotische Liebesromane – das erzählt sie natürlich niemandem in dem kleinen beschaulichen Örtchen, in dem sie die nächsten Wochen verbringen will, um ihren nächsten Kurzroman zu schreiben. Sie will hier die dringend benötigte Ruhe finden und Abstand zu ihrem On-Off-und-bald-wohl-ganz-Off-Freund Pete gewinnen. Der Ort ist alles, was sie sich gewünscht hat – gut, etwas zu neugierig, aber süß. Ihr überraschender Nachbar ist alles andere als das. Er ist bedrohlich und verteufelt heiß und seine dominante Art macht Sara gleichermaßen Angst und lässt Begehren in ihr aufsteigen, wie sie es noch nie gefühlt hat.

Die Sache zwischen Carter und Sara bleibt sehr lange oberflächlich. Sie spielen Spielchen miteinander, leben erotische Fantasien aus – darunter auch die, dass er bei ihr einbricht und sich nimmt, was er will, mit der alles anfängt – und ansonsten haben sie nichts miteinander zu tun.
Erst sehr spät zeigt sich eine weitere Facette in Carter. Er ist mehr als bloß ein heißer mysteriöser Typ, der Sara zu Höhenflügen treiben kann, wie kein anderer. Doch auch als sich diese andere Seite von ihm endlich zeigt, bleibt das alles sehr oberflächlich. Ich hätte mir gewünscht, dass sich da viel mehr Tiefgang zeigt – das Potenzial wäre definitiv da gewesen.

Es gibt mehrere kleine und eine große Wendung in dem Buch. Bei einer der kleinen ging mir Sara etwas auf die Nerven, wobei ich sie gleichzeitig auch irgendwie verstehen konnte. Ebenso wie Carter, dessen Verhalten auch ständig hin und her schwankte. Die große Wendung habe ich kommen sehen. Das hat mich nicht gestört, aber was ich schade fand war das Ende. Mir kam diese Wendung viel zu abrupt und plötzlich. Das war nicht nachvollziehbar. Ich hätte mir da Kapitel aus seiner Sicht gewünscht, um dann richtig aus den Vollen der Emotionen zu schöpfen.


Fazit: Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Ich finde den Vergleich bezogen auf den Titel wirklich super!
Nicht jede sexuelle Praktik, die die beiden miteinander durchgeführt haben, war unbedingt meins, aber das muss es auch nicht. Es war alles einvernehmlich und durchaus heiß. Was ich schade fand war, dass viel Tiefgang verschenkt wurde. Das Potenzial war da, wurde aber nicht ausgeschöpft. Carter hätte da wirklich viel zu bieten gehabt.
Ich konnte einiges vorhersehen, aber das hat mich nicht gestört. Das abrupte Ende allerdings schon. Ich hätte mir da mehr Gefühl gewünscht und Kapitel aus Carters Sicht. So kam das aus heiterem Himmel und praktisch ohne Grund.

Es gab mehrere Fehler, darunter auch ein paar grobe Patzer im Buch, das war wirklich schade.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.11.2021

Wieder sehr berührend, ich habe aber ein ganz klein wenig Kritik

Know Us 2. Know you again. Kian & June
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Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Kian weiß, dass er sich von June fernhalten sollte. Er weiß, dass er sie verletzen wird und seine Anwesenheit allein, sie in Gefahr bringt – nicht ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Kian weiß, dass er sich von June fernhalten sollte. Er weiß, dass er sie verletzen wird und seine Anwesenheit allein, sie in Gefahr bringt – nicht körperlich, aber ihr zerbrechliches Selbst, das sie gerade erst ein wenig kitten konnte. Seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein und Kian weiß, dass er die Katastrophe nicht mehr lange abwenden kann. Wird er June verlieren? Wird er sich selbst verlieren?


Wie schon Band 1 steckt auch in diesem Band sehr viel Schmerz, aber auf eine andere Art. Ich hatte schon im letzten Band einen kleinen Verdacht und hier kommt relativ schnell raus, worum es geht. Ich finde das sehr gut, nicht nur, weil man nicht ewig auf die Folter gespannt wird, sollte man es nicht erraten, sondern auch, weil es mal nicht das ist, was man erwarten würde, wenn man an New Adult Bücher denkt. Es ist doch eigentlich immer eine „dunkle Vergangenheit“ – Kians ist nicht unbedingt dunkel, sie hat nur dazu geführt, dass es in ihm dunkel wurde.

Dieses Buch ist komplett aus Kians Sicht geschrieben, was ich einerseits wirklich toll finde, weil man endlich in ihn „hineinsehen“ kann, andererseits hätte ich zwischendurch das ein oder andere Kapitel aus Junes Sicht zu schätzen gewusst.

Kian hütet ein sehr großes Geheimnis. Manchmal wirkt er in seinem Abblocken und der Panik, die er schiebt, dass es herauskommen könnte, etwas übertrieben und bockig. Das Problem ist, dass man lange nur die Oberfläche des Problems sieht, bzw. erahnen kann. Was für ihn mit dran hängt, erfährt man erst deutlich später. Das macht schon Sinn, aber lässt Kian lange anders wirken.

Dieses Buch wirkt deutlich „jünger“ als das erste Buch, aber nur, weil es so lange dauert, bis Kians Gefühlswelt offen auf dem Tisch liegt. Ja, eine Lösung dafür ist sehr offensichtlich und wird ewig nicht in Erwägung gezogen, aber ich glaube das liegt daran, dass sich Kian so in die Ecke getrieben fühlt, dass er weder nach links noch nach rechts schauen kann. Seine Panik ist so schnell übermächtig, seine Gefühle sind einfach zu viel für ihn, er kann sie nicht recht in Worte fassen.

Klar, ist der Charakter seiner Mutter überzeichnet, aber nicht komplett unrealistisch. Wäre sie nicht so überzeichnet, könnte man den Druck nicht nachvollziehen, an dem Kian zu zerbrechen droht. Seine Hilflosigkeit und Überforderung kommt sehr gut rüber.

Was mich etwas gestört hat, war, dass zu viel auf Vergebung und krasse Kehrtwendungen gesetzt wurde. Ich sage nur „Jase“. In Buch 1 konnte ich das noch nachvollziehen, in Band 2 war es mir zu doll. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich da nicht so bin.


Fazit: Dieses Buch ist einerseits ganz ähnlich wie Band 1, es gibt viele Ängste zu überwinden, es wird hochemotional und wenn man sich voll auf das Buch einlässt, leidet man mit den Protagonisten. Es geht aber um andere Themen. Hier steht Kian im Mittelpunkt und sein Gefühl der Machtlosigkeit. Er droht das zu verlieren, was ihn ausmacht und versteckt es vor allen in Bath, aus Angst wieder machtlos zu sein.
Manchmal wirkt Kian bockig und fast kindisch, aber wenn man sich auf seine Gefühlswelt einlässt, bemerkt man schnell, dass es nicht so einfach ist. Es steckt mehr dahinter und man spürt, dass Kian dabei ist zu ertrinken und keinen Weg sieht, um sich zu befreien. Ein Weg ist relativ offensichtlich, aber ich kann verstehen, warum er ihn nicht sieht. Er blockt alles ab und kann die Hand vor Augen nicht mehr sehen.

Mir stand gegen Ende zu sehr das Thema Vergebung im Mittelpunkt, weil es mir zu umfassend war. Das fand ich schade, weil damit einige Kehrtwendungen einhergingen, die mir zu abrupt kamen.

Davon abgesehen hat mir das Buch wieder richtig, richtig gut gefallen. Von mir bekommt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

Mich hat es wirklich gepackt!

Know Us 1. Know me again. June & Kian
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit halboffenem Ende!

Triggerwarnung: Mobbing und Angststörung!


June kann es kaum glauben, nach sieben Jahren steht endlich wieder ihr bester Freund Kian vor ihr! Er war ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit halboffenem Ende!

Triggerwarnung: Mobbing und Angststörung!


June kann es kaum glauben, nach sieben Jahren steht endlich wieder ihr bester Freund Kian vor ihr! Er war immer ihre andere Hälfte, ein Teil ihrer Seele, bis er sie verlassen musste. Doch sie sind nicht mehr die, die sie einmal waren – nicht nur optisch. Kian trägt ebenso wie June einen großen Schmerz in sich. Und als wäre das nicht schon alles schwierig genug, kommen auch noch Gefühle dazu, die sie definitiv nicht haben sollten.


Liest man nur den Klappentext, erwartet man eine typische New Adult Geschichte mit viel Drama, Missverständnissen und vorhersehbarem Verlauf. Alte Freunde entwickeln Gefühle füreinander – schon tausend Mal gelesen, nicht wahr? Aber wenn man sich wirklich auf das Buch einlässt, wenn man ihm sein Herz öffnet, wird schon nach wenigen Seiten deutlich, dass dieses Buch eben nicht so ist, wie man erwarten würde. Auf jeder Seite steckt verdammt viel Schmerz.

June könnte platzen vor Freude, Kian endlich wieder zurückzuhaben. Er ist ein anderer Kian geworden, nicht nur äußerlich, aber er ist trotzdem Kian. Nur, dass sie nicht mehr June ist. Früher hat sie Kian alles anvertraut, aber schon kurz nach seinem Weggang hat sie angefangen, Dinge für sich zu behalten, vor allem die Dinge, die sie verletzt haben. Es gab viele Gründe dafür, aber das macht es jetzt nicht leichter.
June fühlt sich wohl mit Kian, aber diesen Teil von sich, kann sie ihm nicht anvertrauen. Sie kann nicht darüber sprechen. Zu tief sind die Wunden und noch immer, brechen sie viel zu häufig auf.
Auch Kian hält Dinge geheim. Er blockt Nachfragen ab und immer wieder steht die Frage im Raum, ob sie noch June und Kian sein können, oder ob zu viel passiert ist.

Junes Ängste und ihr Trauma haben etwas mit Mobbing zu tun, mehr verrate ich nicht. Aber dieser Punkt muss angesprochen werden, nicht nur wegen der Triggerwarnung, sondern auch, weil das der Grund ist, warum ich June noch mehr gefühlt habe, als ich sie sowieso schon gespürt habe. Ich habe selbst Mobbing überlebt und von Junes Erfahrungen zu lesen, wie sehr es sie bis heute mitnimmt, wie groß ihre Ängste sind, einiges davon kommt mir sehr bekannt vor.


Fazit: Es gibt ein paar Dinge, die nicht zu 100% meins waren, aber abgesehen von diesen Punkten, muss ich sagen, dass mich dieses Buch wirklich heftig berührt hat. Schon bevor ich wusste, was June widerfahren ist, habe ich sie sehr stark gespürt. Ich fühlte mich ihr sehr nah und sie hat mich mehrmals zu Tränen gerührt. Auch Kian habe ich sehr gemocht, aber weil das Buch komplett – bis auf den Epilog – aus Junes Sicht geschrieben ist, ist man ihr zwangsläufig näher.
June hat Mobbing-Erfahrungen machen müssen und es war schlimm. Aus diesem Grund möchte ich nicht nur eine Triggerwarnung aussprechen, sondern auch die Autorin loben, denn sie hat die Gefühle so gut eingefangen, so gut rübergebracht und auch die Folgen. Ich habe selbst Erfahrungen mit Mobbing gemacht und konnte daher noch stärker nachvollziehen wie es June geht. Mich hat das Buch emotional durch den Wolf gedreht, aber ich habe es auch geliebt. Von mir bekommt es 5 Sterne.

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