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Veröffentlicht am 14.08.2020

Eine witzige und teilweise auch erschreckende Anekdoten-Sammlung

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!
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Ich vermute, jeder kann sich noch an seine Schulzeit erinnern, immerhin waren es mindestens 9 – bei vielen, wie auch mir, sogar 13 Jahre, die man dort verbracht hat. Von der Kindheit bis ins (Junge-)Erwachsenenleben. ...

Ich vermute, jeder kann sich noch an seine Schulzeit erinnern, immerhin waren es mindestens 9 – bei vielen, wie auch mir, sogar 13 Jahre, die man dort verbracht hat. Von der Kindheit bis ins (Junge-)Erwachsenenleben. Aber woran erinnert man sich? An die Mitschüler? Die Freunde? Die erste Liebe? Der erste Liebeskummer? Oder doch eher die Lehrer? In diesem Buch geht es um letztere. Spiegel Leser haben Anekdoten eingeschickt und daraus ist dieses Buch entstanden.

Es geht um verschiedenste Themen, seien es besonders kreative Lehrer, alternative Lehrmethoden, veraltete Weltbilder, oder auch grobes Fehlverhalten. Es ist alles dabei. Es geht auch nicht nur um die letzten Jahre, manche Anekdoten stammen noch aus den 1950er Jahren, als Schule noch etwas ganz anderes war.

Ich persönlich kann mich auch noch an so manches erinnern, zum Beispiel haben wir in der Oberstufe in der Bio-Stunde oft „Türkisch für Anfänger“ geschaut – die Serie – weil es keinen fachlich qualifizierten Vertretungslehrer gab. Seltsam? Definitiv, aber auch irgendwie einprägsam. Oder ein Mathe-Lehrer, der die Vorzüge von Wikipedia lobt – die Seite wird an der Uni ja dann besonders gern verteufelt.
Ich kann mich an Schräges, Übles aber auch sehr Nettes erinnern. In der Grundschule hat sich eine Lehrerin am Mobbing beteiligt, das werde ich ihr glaube ich auch nie verzeihen. Dafür war meine Französisch-Lehrerin ab der 9. (?) Klasse ganz toll. Sie hat einfach erkannt, dass ich mir Mühe gebe, mit der Sprache aber auf Kriegsfuß stehe und hat mir die Möglichkeit gegeben schriftlich Hausaufgaben einzureichen, damit ich nicht im Unterricht bloßgestellt werde. Oder meine Klassenlehrerin in der 8. Klasse, die endlich das Mobbing als Problem wahrgenommen hat, zwar nicht helfen konnte, aber wenigstens nett zu mir war.
Dann gab es natürlich auch in meiner Schulzeit schräge Lehrer, wie einen Physik-Lehrer, der andauernd alle 2-3 Minuten Schleim hochgewürgt und ausgespuckt hat und zudem noch extrem geschwitzt hat – ich habe nach diesem Erlebnis Physik bei der ersten Gelegenheit abgewählt.

Wir alle können wahrscheinlich solche Anekdoten erzählen. Und ich finde es toll, dass es dieses Buch gibt. Immer wieder muss man lachen, oder schockiert den Kopf schütteln und regelmäßig schießen einem dann Erinnerungen durch den Kopf, an Lehrer, die sich ähnlich verhalten haben.


Fazit: Ich persönlich fand das Buch richtig gut. Es ist witzig, schockierend, unglaublich und es erinnert an die eigene Schulzeit. Man fragt sich zwischendrin bei manchen Lehrern auch, wie die damit wohl durchgekommen sind, aber dann fällt einem wieder ein, dass das Buch auch eine große Zeitspanne umfasst: von den 1950er Jahren bis heute. Dadurch wird eben auch deutlich, wie sehr sich Schule und auch der Lehrerberuf verändert haben. Ebenso, wie sich auch die Schülerschaft verändert hat.

Ich schätze, Lehrer könnten ebenso ein Buch mit Anekdoten aus ihrem Berufsleben füllen, wie die ehemaligen Schüler hier. Ich jedenfalls mag solche Bücher.

Von mir gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Für meinen Geschmack bleibt ein bisschen zu viel am Ende offen, aber das Buch liest sich wirklich gut

Herz zu gewinnen
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Achtung: Band 1 einer Reihe aber in sich abgeschlossen!


Als hätten Parker und ihre beiden Teenager Geschwister nicht mit dem plötzlichen Tod ihrer Eltern schon genug durchgemacht, zerstört ein Waldbrand ...

Achtung: Band 1 einer Reihe aber in sich abgeschlossen!


Als hätten Parker und ihre beiden Teenager Geschwister nicht mit dem plötzlichen Tod ihrer Eltern schon genug durchgemacht, zerstört ein Waldbrand auch noch einen großen Teil ihrer Farm. Sie stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Doch das Haus steht wenigstens noch. Es ist beschädigt, aber nicht vollkommen zerstört. Parker gibt nicht auf, so verführerisch der Gedanke auch ist. Sie muss sich und ihre Geschwister irgendwie durchbringen. Doch ein Erdrutsch droht bei den nächsten Regenfällen und wenn das passiert, ist alles verloren.
Colin will ihr helfen, doch seine Chefs wollen vor allem das Projekt erledigt bekommen, Parker und ihre Familie sind ihnen vollkommen egal. Er versucht ihr beizustehen, denn irgendwie hat es ihm die taffe Parker angetan.


Mir tat Parker so unglaublich leid! Sie tut echt alles für ihre Geschwister, aber vor allem ihr Bruder sieht das nicht. Er ist ein typischer Teenager und reagiert mit Genervtheit, egal was ist. Statt seiner Schwester zu helfen, sabotiert er sie mit seinem Verhalten. Ich fand es etwas blöd, dass Colin ihn als „erwachsen für sein Alter“ beschreibt, was meiner Meinung nach absolut nicht der Fall ist.

Parker kriegt andauernd eins reingewürgt. Als wären das Feuer, die ständige finanzielle und berufliche Unsicherheit und das Sorgerecht für ihren Bruder nicht schon genug, kommen jetzt auch noch Lärm und Trubel auf ihrem Grundstück dazu und sie wird auch noch beruflich zurückgestuft, wegen des Projekts, weil sie das ja vereinnahmt und ablenkt. Als hätte sie eine Wahl gehabt, entweder zustimmen oder Zwangsenteignung. Es ist einfach so ungerecht! Und es hört einfach nicht auf!

Ich wusste anfangs nicht wirklich, was ich von Colin halten soll. Er wirkte neben Parker recht blass. Ja, er zeigt Interesse und will ihr helfen, aber im Vergleich zu ihr, geht er unter. Erst nach einer Weile wird er etwas präsenter und auch sehr sympathisch. Allerdings weiß er auch nicht, wie er sich einen Platz in Parkers Leben erobern kann. So lange macht sie alles allein, ohne Hilfe, da ist es schwer zu lernen sich auf jemanden zu verlassen.

Es werden in diesem Band bereits die Weichen für den nächsten Band der Reihe gestellt und das wirklich auf eine schöne Art und Weise. Man lernt die Nebencharaktere bereits so gut kennen, dass man sich schon jetzt auf den nächsten Band freut.

Die Hauptstory mit dem Brand und der Gefahr durch das Wasser und den Schlamm basiert auf der wahren Geschichte der Autorin. Das schreibt sie in Anmerkungen hinten im Buch. Man merkt das auch. Man spürt, dass es keine fiktive, sondern eine reale Bedrohung ist.

Was mich etwas gestört hat war, dass Parker immer nur von außen eins reingewürgt bekommt: von Colins Boss, von ihrer Chefin und das immer und immer wieder. Das nervt irgendwann und deprimiert. Es interessiert die einfach nicht, was Parker durchmacht, dass sie keine andere Wahl hat als ihr Grundstück zur Verfügung zu stellen, dass es um Leben und Tod geht. Da wäre ich mehr als einmal gern in die Luft gegangen.
Ich fand es auch schade, dass gerade in diesem Bereich auch viele Fragen offen geblieben sind. Dadurch wirkt dieser Handlungsstrang unbeendet. Der Fokus hat sich ganz plötzlich am Ende komplett auf die Liebesgeschichte verschoben und der Rest wurde einfach nicht beendet. Ich hätte gern gewusst, ob die aufgetauchten Probleme bei der Konstruktion behoben werden oder wie es mit Parker finanziell und beruflich weitergeht.

Gut vielleicht erfährt man das ja dann in Band 2. Ich bin auf jeden Fall gespannt!


Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand es zwar schade, dass am Ende noch einige Fragen offen geblieben sind, aber ansonsten bin ich echt zufrieden. Parker war mir von Anfang an sympathisch, tat mir aber auch sehr leid. Die arme muss echt viel durchmachen und alle Last ruht auf ihren Schultern. Ihr Bruder ist ein typischer Teenie und kommt nicht mal auf die Idee mitzuhelfen. Ihre Schwester leider auch nicht, aber wenigstens gibt sie sich Mühe, Parker nicht alles noch schwerer zu machen.
Colin ist anfangs im Vergleich zu Parker sehr blass, aber er gewinnt dazu.
Was ich schade fand war, dass Parker immer nur von außen eins reingewürgt bekommt und dann auch noch gerade dieser Teil der Handlung am Ende offen blieb.

Ich freue mich schon sehr auf Band 2! Ich möchte unbedingt wissen, wie es mit den jetzigen Nebencharakteren weitergeht!

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.08.2020

Viel besser als Band 1!

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Achtung: Band 2 einer Reihe mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Folter!


Kiki ist wieder frei, aber so fühlt sie sich nicht. Die Erinnerungen an ihre Gefangenschaft sind noch zu präsent. Sie wird von Albträumen ...

Achtung: Band 2 einer Reihe mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Folter!


Kiki ist wieder frei, aber so fühlt sie sich nicht. Die Erinnerungen an ihre Gefangenschaft sind noch zu präsent. Sie wird von Albträumen und Panikattacken heimgesucht und hat große Angst. Was, wenn die, die sie haben entführen lassen, erneut zuschlagen? Und dann ist da auch noch die Sache mit Seth, ihrem Entführer. Er hat sie verlassen und Kiki weiß, dass sie keine Gefühle für ihn haben dürfte, außer Hass, aber sie kann ihn einfach nicht hassen.
Gerade als sie zaghaft beginnt ihr Leben wieder zu leben schlägt das Böse erneut zu und Kiki verliert alles. Ihr Leben zerbricht. Wie soll es jetzt mit ihr weitergehen? Sie ist wieder an der Seite von Seth und fürchtet erneut um ihr Leben, aber jetzt ist ihr etwas anderes fast noch wichtiger: Rache!


Kiki macht auch in diesem Band wieder einiges durch. Allerdings ist es ganz anders. Zum einen ist sie keine hilflose Gefangene mehr, sondern gehört zum Team – na ja zumindest irgendwie – und zum anderen geht es jetzt wirklich nur noch um zwei Dinge: Überleben und Rache.

Kiki wächst in diesem Buch. Ich mochte sie viel lieber, als in Band 1. Ich konnte ihre Gefühle deutlich besser nachvollziehen und war einfach näher an ihr dran. Sie hat auch in meinen Augen viel „logischer“ gehandelt. Ihre Probleme mit ihren Gefühlen für Seth und die ganze Sache, das ist total nachvollziehbar. Ich meine, jeder würde sich an ihrer Stelle so fühlen.

Seth hat sich auch sehr verändert. Er kann immer noch ein A… sein, aber er gibt in seinen Kapiteln deutlich mehr über sich preis, als zuvor. Wir lernen ihn endlich richtig kennen. Wir erfahren, wie er zu Kiki steht, was er fühlt – auch wenn er es selbst teilweise nicht zuordnen kann – die Dynamik mit seinen „Freunden“ Ace und Grimm (ich persönlich bin ja ein Grimm-Fan) und auch mehr über seine Vergangenheit und wie er so geworden ist, wie er heute ist. Wir erfahren auch mehr über seine dunkle Seite und seinen „Job“. Das ist teilweise nicht ohne.


Fazit: Mich hat Band 2 ganz anders gepackt als Band 1. Ich hatte von Anfang an einen deutlich besseren Zugang zu Kiki und Seth. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich als Leserin an sich herangelassen haben. Zudem konnte ich ihre Handlungen und Entscheidungen viel besser nachvollziehen.
Es passiert wieder einiges und so langsam setzt sich das ganz große Bild zusammen. Ich konnte wieder einiges erraten, aber nicht alles. Ich habe auch so meine Theorien für Band 3 und darüber hinaus. Ich bin echt gespannt, ob ich recht haben werde.
Den Cliffhanger habe ich so erwartet, aber ich kann mir echt nicht vorstellen, wie die Reaktion darauf aussehen wird. Ich habe eine Idee, aber wer weiß.
Ich mag Ace und Grimm auch sehr gerne, wobei ich mir bei Ace immer nicht sicher bin, ob man den echten Ace zu sehen bekommt, oder wie viel davon gespielt ist. Grimm mag ich deutlich lieber. Ich hoffe wirklich, ich habe mit meiner Theorie recht.

Für meinen Geschmack gab es etwas viel hin und her, das genauso plötzlich verschwunden war, wie es aufgetaucht war – ich muss hier leider so kryptisch bleiben, sonst spoilere ich euch und das will ich nicht –, ich hätte mir hier gewünscht, dass das ganze mehr ausdiskutiert oder zumindest durch ein klärendes Gespräch zu einem Ende gebracht wird, so ist es eher im Sande verlaufen.

Insgesamt hat mir dieser Band um Längen besser gefallen, als Band 1! Von mir gibt es 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 09.08.2020

Ich habe leider einiges an Kritik

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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Viktoria, ihre Freunde nennen sie Kiki, lebt im Goldenen Käfig. Ihr Vater ist der Chef des Familienunternehmens und paranoid. Er hat Angst davor, jemand könne ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Viktoria, ihre Freunde nennen sie Kiki, lebt im Goldenen Käfig. Ihr Vater ist der Chef des Familienunternehmens und paranoid. Er hat Angst davor, jemand könne Kiki entführen, um ihn zu erpressen, allerdings ist die große Frage, ob ihm das Angst macht, weil er Kiki verlieren könnte, oder weil es teuer werden würde.
Kiki will nur wie jede andere 18-jährige sein, ausgehen, Spaß haben, studieren. Doch dann fühlt sie sich auf einmal beobachtet und spürt immer wieder so ein Prickeln im Nacken. Wird sie wirklich verfolgt? Und wenn ja, warum? Was will diese Person von ihr?


Ich hatte ehrlich gesagt ein paar Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Ich habe einige Zeit gebraucht um mit Viktoria warm zu werden. Ich kann verstehen, dass sie sich nach Freiheit sehnt und der Aufmerksamkeit und Zuneigung ihres Vaters, allerdings kann ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen. Sie verhält sich immer wieder sehr leichtsinnig, allein schon ihr Alkoholkonsum.

„Er“ – später nennt er sich Seth – beobachtet Viktoria, aber die große Frage ist: warum? Was will „er“ von ihr? Ist sie ein Job oder folgt er ihr, weil er es will? Will er Viktoria für sich? Will er mit ihr eine Beziehung? Sex? Oder möchte er mit ihr ihren Vater erpressen?

Die erste Wendung hatte ich mir schon so gedacht und erwartet, die zweite nicht. Die fand ich richtig schockierend. Ich hatte da so extreme Hass-Gefühle!
Aber leider hat sich das Buch dann in eine Richtung entwickelt, die nicht wirklich meins war. Ich möchte nicht spoilern, deswegen muss ich recht wage bleiben: Seths Motive bzw. die Erklärung für sein Verhalten und die Hintergründe dazu empfand ich als fadenscheinig. Ich finde, er hätte das ganz anders lösen können.
Vor allem aber hätte er seine selbstgewählte Aufgabe besser erfüllen können. Gut beim ersten Mal kann man noch sagen, er wusste es vielleicht nicht, aber selbst das ist mit viel Vertrauensbonus, den er sich bei mir definitiv nicht verdient hat, doch beim zweiten Mal gibt es absolut keine Entschuldigung. Er wusste es besser und hat sich trotzdem so verhalten!

Mir ging vieles dann zu schnell. Nachdem das Buch sehr langsam begonnen hat, legte es für mich in einigen Bereichen dann nach der ersten Wendung zu schnell zu viel an Tempo zu. Dadurch konnte ich Viktorias Verhalten, vor allem ihre Gefühle nicht nachvollziehen. Das ging mir einfach zu schnell.

Die letzte Wendung gefiel mir dafür wieder sehr gut. Endlich erfährt man etwas mehr über die Zusammenhänge. Ich fand Ace und Grimm sehr interessant und bin gespannt, ob die auch ihre eigenen Ableger bekommen.


Fazit: Für mich war das Buch eine durchwachsene Lektüre. Ich hatte meine Probleme mit den Protagonisten, Seth hat es sich zum Beispiel einige Male mit mir verdorben.
Am Anfang entwickelt sich die Geschichte sehr langsam, bis dann die erste Bombe fällt. Diese habe ich vorhergesehen und auch so in etwa erwartet, auch wenn Viktoria sich nicht gerade schlau benommen hat. Dann kam die zweite Wendung, an sich fand ich diese Wendung sehr gut, aber für mich hat sich Seth davon nicht mehr erholt. Dann kam die dritte Wendung und er ist noch mehr abgerutscht. Er hätte das auch anders regeln können, hat sich aber für den in meinen Augen schlechtesten Weg entschieden. Immer wieder war er unvorsichtig, wenn nicht gar leichtsinnig, und immer war es Viktoria, die es am Ende ausbaden darf. Sowas regt mich einfach total auf.
Es gibt noch mehr Wendungen. Teilweise gute, teilweise weniger mein Fall.
Ich fand es schade, dass das Buch nach der ersten Wendung in manchen Bereichen so schnell geworden ist. Ich konnte gefühlsmäßig nicht mehr folgen, vor allem bei Viktoria.

Erst ganz kurz vor Schluss erfährt man, worum es wirklich geht. Ich hatte schon etwas in der Art vermutet. Trotzdem fand ich das gut. Das Buch endet dann auch mit einem Cliffhanger, allerdings ein „light“-Cliffhanger.

Insgesamt habe ich mich mit dem Buch teilweise echt schwergetan, genauso auch jetzt mit der Bewertung. Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne es denn werden. Letztlich habe ich mich dann für 2,5 entschieden, weil mich einfach einiges gestört hat.

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Veröffentlicht am 09.08.2020

Ich habe mich anfangs etwas schwergetan, aber das Buch wurde kontinuierlich besser

You're My Bright Shelter
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Eigentlich wollte Milly nur den Hund ihrer Mitbewohnerin bei deren Ex-Freund abgeben, löst damit aber eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen aus. Streng genommen hat der Ärger schon mit Celia angefangen, ...

Eigentlich wollte Milly nur den Hund ihrer Mitbewohnerin bei deren Ex-Freund abgeben, löst damit aber eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen aus. Streng genommen hat der Ärger schon mit Celia angefangen, Millys Mitbewohnerin, die wegen Betruges im Gefängnis sitzt. Sie hat scheinbar die falschen Leute verärgert und die sind jetzt hinter Milly her. Ihre einzige Chance ist Luke, Celias Ex und ein ehemaliger Elite Soldat. Dummerweise sind sie sich aber äußerst unsympathisch und nur am Streiten. Wird er Milly beschützen?


Anfangs sind mit Milly und Luke ziemlich auf den Geist gegangen, die beiden sind nur am Keifen und vor allem Luke verhält sich ziemlich dämlich. Andauernd beschuldigt der Milly irgendetwas getan zu haben, oder mit Celia gemeinsame Sache zu machen und, und, und. Es fehlt eigentlich nur noch, dass er sie beschuldigt die Reinkarnation eines berüchtigten Terroristen zu sein – ja ich übertreibe etwas, aber ehrlich, er wirft quasi pausenlos mit Vorurteilen und Vermutungen um sich.

Milly kann einem echt leid tun. Sie hat schon echt viel durchgemacht und sich mit Celia leider ausgerechnet eine Mitbewohnerin angeschafft, sie alles noch schlimmer macht. Nicht nur, dass sie sie quer durch die Wüste in ein Kaff fahren lässt, um ihren Hund bei ihrem Ex abzuliefern, nein, sie sorgt durch ihre Handlungen auch dafür, dass jemand hinter Milly her ist. Ja, am Fehlstart mit Luke ist sie eindeutig mit Schuld ganz klar, aber es liegt auch nicht komplett an ihr. Luke benimmt sich wirklich doof am Anfang.
Was ich bei Milly besonders toll finde ist, dass sie eine sexuell selbstbestimmte Frau ist. Sie fällt da aus dem Rahmen und überrascht immer wieder aber gerade das macht sie finde ich interessant und echt cool.

Ich hatte ziemlich bald einen Verdacht, worum es gehen könnte und wo das betreffende Ding versteckt ist und lag damit auch richtig. Das stört mich per se nicht, aber ich fand es schade, dass die Protagonisten nicht einmal ansatzweise auf die Idee gekommen sind, obwohl es doch ziemlich naheliegend war in meinen Augen.


Fazit: Nach dem für mich recht zähen Start, wurde das Buch stetig immer besser. Es kam richtig Spannung auf und die Wendung und das Ende gefielen mir sehr, vor allem auch die Andeutung, dass es einen zweiten Band geben könnte und viel mehr dahintersteckt, als man jetzt glaubt. Ich mag sowas. Es ist kein klassisches offenes Ende, sondern lässt einfach ein paar Hinweise fallen, die einen zum rätseln bringen. Mal schauen, ob ich mit meiner Vermutung auch dieses Mal richtig liege.
Anfangs gingen mir Luke und Milly auf die Nerven, vor allem Luke. Seine ständigen Unterstellungen und die Streitereien waren mir etwas zu viel. Aber zum Glück hat das Buch dann noch die Kurve gekriegt.

Auf Grund des holprigen Starts und der Tatsache, dass ich recht lange gebraucht habe, um mit Luke und Milly warm zu werden, gibt es von mir 3,5 Sterne.

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