Profilbild von DaveSp91

DaveSp91

Lesejury Star
offline

DaveSp91 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DaveSp91 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.12.2025

Die Zukunft steht in den Sternen

House of Zodiac - Sternenstaub
0

Mit "House of Zodiac" eröffnet Nicole Böhm eine faszinierende Romantasy-Reihe, in der Astrologie auf Magie trifft und das Schicksal eine ebenso große Rolle spielt wie der freie Wille. Schon der Einstieg ...

Mit "House of Zodiac" eröffnet Nicole Böhm eine faszinierende Romantasy-Reihe, in der Astrologie auf Magie trifft und das Schicksal eine ebenso große Rolle spielt wie der freie Wille. Schon der Einstieg ist magisch: Als Jupiter Wilson auf einem Jahrmarkt ein unscheinbares Amulett aus einem Automaten zieht, öffnet sie unwissentlich ein Tor in das geheimnisvolle Reich Zodiac – eine Welt, in der die Sternzeichen über die Kräfte jedes Einzelnen bestimmen.

Plötzlich findet sich Jupiter als Mensch inmitten eines jahrhundertealten Konflikts zwischen vier mächtigen Häusern wieder. Orientierungslos und verzweifelt sucht sie einen Weg zurück nach Hause, doch nichts in Zodiac folgt einfachen Regeln. Besonders spannend ist ihre Begegnung mit Nox, einem geheimnisvollen Wächter, der ebenso gefährlich wie faszinierend ist. Zwischen Misstrauen, Widerstand und wachsender Nähe entwickelt sich eine Slow-burn-Romance, die leise knistert und emotional überzeugt.

Nicole Böhm erschafft eine detailreiche Welt voller Intrigen, Machtspiele und kosmischer Symbolik. Die Idee, Magie an Sternzeichen zu knüpfen, verleiht der Geschichte einen originellen Twist und macht Zodiac zu einem Ort, den man immer weiter erkunden möchte. Auch optisch ist das Buch ein Highlight: Die limitierte Farbschnitt-Ausgabe macht House of Zodiac zu einem echten Hingucker im Regal und unterstreicht den magischen Charakter der Reihe.

"House of Zodiac – Sternenstaub" ist ein atmosphärischer Auftakt voller Magie, Sternenstaub und leiser Romantik.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2025

Hogwarts für düstere Geschöpfe

Where the Night Falls (School of Darkness 1)
0

Mit "Where the Night Falls" eröffnet Beril Kehribar ihre düstere Academy-Dilogie „School of Darkness“ und entführt in eine geheimnisvolle Welt, in der Magie, Nachtwesen und dunkle Geheimnisse aufeinandertreffen. ...

Mit "Where the Night Falls" eröffnet Beril Kehribar ihre düstere Academy-Dilogie „School of Darkness“ und entführt in eine geheimnisvolle Welt, in der Magie, Nachtwesen und dunkle Geheimnisse aufeinandertreffen. Schon das Setting der Hill Cove Boarding School, an der Menschen und übernatürliche Wesen gemeinsam ausgebildet werden, versprüht eine faszinierende, leicht unheimliche Atmosphäre.

Im Mittelpunkt steht Aurelia Grey, die als Lehrertochter zwar zum Internat gehört, dort aber dennoch eine Außenseiterin ist. Ihre Magie entzieht sich jeder Kontrolle – ein Makel in einer Welt, die Perfektion erwartet. Die elitäre Schwesternschaft, die ihr helfen könnte, weist sie immer wieder zurück, während um sie herum Schülerinnen spurlos verschwinden. Aurelias Suche nach Antworten führt tief unter die alten Mauern der Schule – und direkt in das Herz einer Bedrohung, die größer ist, als sie ahnt.

Besonders fesselnd ist die Dynamik zwischen Aurelia und Nathanael, dem distanzierten Alpha, dessen Nähe ebenso gefährlich wie unwiderstehlich ist. Die verbotene Anziehung zwischen ihnen sorgt für leises Knistern, während sich nach und nach eine schockierende Wahrheit offenbart. Nichts ist, wie es scheint – und Aurelias Magie rückt zunehmend in den Mittelpunkt des Geschehens.

Beril Kehribar überzeugt mit einem bildhaften, emotionalen Schreibstil, der Spannung, Romantik und düstere Mystik gekonnt miteinander verbindet. Die Geschichte lebt von Geheimnissen, Academy-Vibes und einer Heldin, die lernen muss, sich selbst zu vertrauen und ihren Platz in einer feindseligen Welt zu behaupten.

Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight: Das aufwendig veredelte Hardcover mit Lesebändchen, Silbereffekt, Prägung und Schimmerelementen, der dreiseitige Motiv-Farbschnitt sowie der Duftsticker auf dem Cover (in der ersten Auflage) machen "Where the Night Falls" zu einem Schmuckstück, das im Regal sofort ins Auge fällt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2025

Magisch und mystisch

Der Weg des ewigen Winters
0

Konstantinopel im Jahr 1007: Ein unheilvoller blauer Stern steht über der Stadt, und seit sieben Jahren liegt Europa in einem Griff aus Eis und Dunkelheit. In Der Weg des ewigen Winters entwirft Niilo ...

Konstantinopel im Jahr 1007: Ein unheilvoller blauer Stern steht über der Stadt, und seit sieben Jahren liegt Europa in einem Griff aus Eis und Dunkelheit. In Der Weg des ewigen Winters entwirft Niilo Sevänen eine eindrucksvolle Vision einer Welt, in der die Zivilisation zerbrochen ist und Gewalt den Alltag bestimmt.

Der Roman beginnt mit einem Schockmoment: Eine Hochzeitsgesellschaft wird von marodierenden Banden brutal ausgelöscht. Nur ein kleines Mädchen, Halla, und ihre Mutter überleben – gewarnt von einem geheimnisvollen Fremden. Bald wird klar, dass Halla mehr ist als ein verängstigtes Kind: Sie trägt eine Macht in sich, die den endlosen Winter beenden könnte. Doch diese Gabe macht sie zugleich zur Zielscheibe.

Gemeinsam mit Orpheus, einem scheinbar ziellosen Lautenspieler, begeben sich Mutter und Kind auf eine gefährliche Reise durch eine Welt voller Schrecken. Sevänen zeichnet diese Reise gnadenlos und atmosphärisch dicht: Eisige Landschaften, zerfallene Städte und die allgegenwärtige Bedrohung durch Gewalt verleihen dem Roman eine beklemmende Wucht. Dabei gelingt es ihm, Fantasy, historische Elemente und Endzeitstimmung zu einem außergewöhnlichen Gesamtbild zu verweben.

Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Halla steht für die fragile Möglichkeit von Erlösung, während Orpheus als gebrochene, zutiefst menschliche Figur Tiefe und Wärme in die Geschichte bringt. Die mystische Komponente fügt sich organisch ein und verstärkt den epischen Charakter des Romans, ohne die emotionale Ebene zu überlagern.

Der Weg des ewigen Winters ist ein düsterer, kraftvoller Roman über Überleben, Opfer und Hoffnung in einer gefrorenen Welt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2025

Es wird nie langweilig mit Anton und Ernestine

Mord im Planetarium
0

Wien im Jahr 1927: Die Eröffnung des ersten Planetariums Österreichs zieht die Menschen in Scharen an. Auch Anton Böck und Ernestine Kirsch lassen sich dieses spektakuläre Ereignis nicht entgehen. Doch ...

Wien im Jahr 1927: Die Eröffnung des ersten Planetariums Österreichs zieht die Menschen in Scharen an. Auch Anton Böck und Ernestine Kirsch lassen sich dieses spektakuläre Ereignis nicht entgehen. Doch statt eines Blicks in die Sterne erwartet sie ein Verbrechen – denn als nach der Vorführung das Licht wieder angeht, ist ein Besucher tot. Schnell wird klar: Dies war kein natürlicher Tod.

Beate Maly nutzt das außergewöhnliche Setting des Planetariums hervorragend. Die Mischung aus wissenschaftlicher Faszination, schummrigem Licht und Menschenmengen schafft eine dichte Atmosphäre, in der sich Spannung und Rätsel perfekt entfalten. Hinter der glanzvollen Fassade einer angesehenen Familie stoßen Anton und Ernestine auf ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und verborgenen Motiven.

Wie gewohnt überzeugt das Ermittlerduo mit Charme, Scharfsinn und feinem Humor. Besonders das Zusammenspiel der beiden sorgt für Wärme und Leichtigkeit, ohne die Ernsthaftigkeit des Falls zu schmälern. Der Kriminalfall ist raffiniert konstruiert und lädt dazu ein, selbst mitzurätseln, während der historische Hintergrund der Goldenen Zwanziger lebendig und detailreich eingefangen wird.

Der Roman versprüht Wiener Esprit, Nostalgie und Wohlfühlatmosphäre – ein Krimi, der Spannung bietet, ohne düster zu werden, und der gerade durch seine liebevoll gezeichnete Zeitkulisse besticht.

"Mord im Planetarium* ist ein atmosphärischer Wohlfühlkrimi mit außergewöhnlichem Schauplatz, cleverer Mörderjagd und viel Herz. Ideal für Fans historischer Krimis, die Spannung, Charme und ein starkes Ermittlerduo schätzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2025

Ein Spukhaus der extraklasse

Die Verlorenen von Greyswick
0

England im Jahr 1917: Noch gezeichnet vom Verlust ihres Verlobten folgt Stella der Einladung ihrer schwangeren Schwester Madeleine und zieht in das abgelegene Landhaus Greyswick. Was als Rückzugsort gedacht ...

England im Jahr 1917: Noch gezeichnet vom Verlust ihres Verlobten folgt Stella der Einladung ihrer schwangeren Schwester Madeleine und zieht in das abgelegene Landhaus Greyswick. Was als Rückzugsort gedacht ist, entpuppt sich schnell als Ort voller Unruhe, Angst und unausgesprochener Schuld. Schon bald liegt über dem Haus eine beklemmende Atmosphäre – eine, die sich nicht erklären lässt, aber mit jeder Seite intensiver wird.

Anita Frank erschafft mit Greyswick ein klassisches Gothic-Setting, das unter die Haut geht. Knarrende Treppen, nächtliches Weinen von Kindern, Schritte im Dunkeln – obwohl dort keine Kinder leben. Das Grauen kommt leise, schleichend und wirkt gerade deshalb so eindringlich. Besonders gelungen ist die Verbindung von Trauer, Schuld und Übersinnlichem, die der Geschichte eine tiefe emotionale Ebene verleiht. Stella ist eine starke, zugleich verletzliche Protagonistin, deren innere Zerrissenheit perfekt mit den dunklen Geheimnissen des Hauses harmoniert. Unterstützt von ihrer übersinnlich begabten Zofe beginnt sie, die Vergangenheit Greyswicks zu entschlüsseln – und stößt dabei auf Wahrheiten, die besser hätten verborgen bleiben sollen. Das Flüstern der Toten ist dabei weniger bloßer Spuk als eine eindringliche Warnung.

Der Roman lebt von seiner dichten, fast greifbaren Atmosphäre und dem langsamen, stetigen Spannungsaufbau. Statt plakativer Schockmomente setzt Anita Frank auf psychologischen Horror, emotionale Tiefe und ein grausames Familiengeheimnis, das lange nachhallt.

"Die Verlorenen von Greyswick" ist eine eindrucksvolle Gothic-Geistergeschichte, die melancholisch, unheimlich und fesselnd zugleich ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere