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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Einfach magisch

The Ordeals
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Mit „The Ordeals“ von Rachel Greenlaw erwartet Leser*innen eine düstere, atmosphärische Romantasy voller tödlicher Prüfungen, gefährlicher Allianzen und intensiver Gefühle. Schon die limitierte Erstauflage ...

Mit „The Ordeals“ von Rachel Greenlaw erwartet Leser*innen eine düstere, atmosphärische Romantasy voller tödlicher Prüfungen, gefährlicher Allianzen und intensiver Gefühle. Schon die limitierte Erstauflage ist ein echtes Schmuckstück: luxuriös geprägte Buchdecke, kunstvoll gestalteter Vor- und Nachsatz, rundum veredelter Farbschnitt und goldschimmernder Druck auf dem Schutzumschlag machen das Buch auch optisch zu einem Highlight.

Im Zentrum steht Sophia De Winter, die durch einen grausamen Blutsbund an ihren Onkel, den „Sammler“, gebunden ist. Ihre einzige Hoffnung auf Freiheit liegt in der Aufnahme an der magischen Elite-Akademie Killmarth. Doch um dort bestehen zu können, muss sie die „Ordeals“ überleben – brutale Prüfungen, in denen Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten gegeneinander antreten. Nur die Stärksten überleben.

Das Magiesystem ist vielschichtig und originell, die Prüfungen sind spannend und fordernd. Besonders überzeugt Sophia als Protagonistin: verletzlich, zweifelnd und dennoch entschlossen, über sich hinauszuwachsen. Die Dynamik zwischen ihr und dem charismatischen Botaniker Alden Locke sorgt für eine intensive Slow-Burn-Romance, die sich glaubwürdig entwickelt und emotional berührt.

Rachel Greenlaw erschafft mit dichtem, bildgewaltigem Schreibstil eine Welt voller Bedrohung und Magie. „The Ordeals“ verbindet Dark-Academia-Atmosphäre mit High-Stakes-Fantasy und einer starken Heldin – ein fesselnder Auftakt für alle, die gefährliche Akademien und gefühlvolle Spannung lieben.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Einfach magisch

Lightfall 1: Das verlorene Licht
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Mit "Lightfall" erschafft Tim Probert ein episches Fantasy-Comic-Abenteuer, das junge Leser*innen ab 10 Jahren ebenso begeistert wie Erwachsene mit einer Schwäche für magische Welten, große Gefühle und ...

Mit "Lightfall" erschafft Tim Probert ein episches Fantasy-Comic-Abenteuer, das junge Leser*innen ab 10 Jahren ebenso begeistert wie Erwachsene mit einer Schwäche für magische Welten, große Gefühle und außergewöhnliche Illustrationen.

Im Mittelpunkt steht Bea, die gemeinsam mit ihrem Großvater – einem weisen Zauber-Eber – tief im Inneren des fantastischen Planeten Irpa lebt. Als Hüter der „Ewigen Flamme“ bewahren sie das Gleichgewicht einer Welt, die langsam im Dunkel zu versinken droht. Doch eines Tages verschwindet der Eber spurlos. Zurück bleiben nur die Flamme und eine geheimnisvolle Nachricht. Für Bea ist klar: Sie muss handeln. Auf ihrer Reise trifft sie Cad, einen neugierigen und mutigen Galdurier, der hofft, mithilfe des Zauber-Ebers sein verschollenes Volk wiederzufinden. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Quest durch ein zersplittertes Irpa voller Magie, Rätsel und lauernder Bedrohungen.

Was "Lightfall" so besonders macht, ist die perfekte Balance aus Spannung, Emotion und Hoffnung. Die Freundschaft zwischen Bea und Cad entwickelt sich behutsam und glaubwürdig, getragen von gegenseitigem Vertrauen, Mut und dem gemeinsamen Wunsch, das Richtige zu tun – selbst dann, wenn die Welt immer dunkler wird. Die Geschichte behandelt große Themen wie Verlust, Verantwortung und Hoffnung, ohne dabei jemals überfordernd zu wirken.

Ein absolutes Highlight sind die preisgekrönten Illustrationen: detailreich, stimmungsvoll und voller visueller Magie. Jede Seite lädt zum Verweilen ein, entdeckt neue Details und verleiht Irpa eine Tiefe, die man selten in Comics findet. Die Rätsel, Legenden und Andeutungen einer Prophezeiung sorgen zusätzlich für Neugier und echten Abenteuergeist.

"Lightfal"l ist ein warmherziges, mitreißendes Fantasy-Comic-Abenteuer über Freundschaft und den Glauben daran, dass selbst im tiefsten Dunkel ein Licht entzündet werden kann.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Spicy

Define the Relationship 01
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Mit "The Define Relationship" präsentiert Flona eine intelligente, ruhige und überraschend reflektierte Omegaverse-Geschichte, die bewusst mit Genre-Erwartungen bricht. Statt reiner Instinktdramatik oder ...

Mit "The Define Relationship" präsentiert Flona eine intelligente, ruhige und überraschend reflektierte Omegaverse-Geschichte, die bewusst mit Genre-Erwartungen bricht. Statt reiner Instinktdramatik oder klassischer Machtverhältnisse rückt hier eine Frage in den Mittelpunkt, die selten so ernsthaft gestellt wird: Wie definiert man eine Beziehung, wenn es dafür eigentlich kein passendes Label gibt?

Die Welt des Omegaverse scheint klar geregelt: Alphas begehren Omegas, Omegas ordnen sich unter. Doch Karlyle passt nicht in dieses Schema. Als Alpha empfindet er kein instinktives Verlangen nach Omegas – ein Umstand, der gesellschaftlich problematisch ist und den Ruf seiner Familie gefährdet. Der pragmatische, beinahe absurde Vorschlag seines Arztes, es doch mit einem anderen Alpha zu versuchen, wirkt zunächst wie ein schlechter Scherz.

Bis Ash in Karlyles Leben tritt. Was sich zwischen den beiden entwickelt, ist keine explosive Romance, sondern eine leise, vielschichtige Annäherung. Sie sind mehr als Freunde, aber auch keine klassischen Liebhaber. Genau diese Unbestimmtheit macht den Reiz der Geschichte aus. The Define Relationship lebt von Blicken, Gesprächen, unausgesprochenen Gefühlen und der stetigen Frage, was Nähe eigentlich bedeutet – besonders in einer Welt, die Menschen auf biologische Rollen reduziert.

Karlyle ist ein zurückhaltender, kontrollierter Protagonist, dessen innere Konflikte greifbar und glaubwürdig sind. Ash bildet dazu einen spannenden Kontrast: offener, direkter, aber keineswegs eindimensional. Ihre Dynamik ist von Respekt, Unsicherheit und vorsichtigem Vertrauen geprägt – angenehm erwachsen und frei von unnötigem Drama.

Auch visuell überzeugt der Webtoon durch einen klaren, eleganten Zeichenstil, der Emotionen subtil transportiert. Mimik, Körpersprache und ruhige Panelaufteilungen unterstreichen den introspektiven Ton der Geschichte.

The Define Relationship ist ein Omegaverse-Webtoon für Leser*innen, die weniger an Hitzezyklen und mehr an Charakterentwicklung, Identitätsfragen und emotionaler Nähe interessiert sind.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Wandy Darling

Hooked
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Mit "Hooked" liefert Emily McIntire einen düsteren, provokanten Auftakt ihrer Never-After-Reihe – einer Sammlung gebrochener Märchen, in denen nicht die Helden, sondern die Bösewichte im Mittelpunkt stehen. ...

Mit "Hooked" liefert Emily McIntire einen düsteren, provokanten Auftakt ihrer Never-After-Reihe – einer Sammlung gebrochener Märchen, in denen nicht die Helden, sondern die Bösewichte im Mittelpunkt stehen. "Hooked" ist dabei kein klassisches Retelling und keine Fantasy, sondern eine moderne Dark Romance, die bekannte Motive neu und kompromisslos interpretiert.

James – auch bekannt als Hook – lebt für ein einziges Ziel: Rache an seinem Erzfeind Peter Michaels. Als dessen zwanzigjährige Tochter Wendy in seiner Bar auftaucht, glaubt James, den perfekten Hebel gefunden zu haben. Sein Plan ist kühl kalkuliert: Verführung, Manipulation, Kontrolle. Wendy soll nur ein Mittel zum Zweck sein. Doch während seine Organisation von innen zu zerfallen droht und ein Verräter sein Netz enger zieht, beginnt James etwas zu empfinden, das er nie eingeplant hat – echte Gefühle.

Wendy hingegen wächst behütet, fast isoliert, unter dem Einfluss ihres reichen und emotional distanzierten Vaters auf. Der nächtliche Ausbruch in einen Club wird für sie zum Wendepunkt, als sie auf den gefährlichen, magnetischen James trifft. Sie weiß, dass sie Abstand halten sollte – und kann es doch nicht. Je tiefer sie in seine Welt eintaucht, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Anziehung und Angst. Die zentrale Frage des Romans ist dabei ebenso faszinierend wie beunruhigend: Verliebt sich Wendy in den Mann James – oder in das Monster Hook?

Emily McIntire scheut sich nicht vor moralischen Grauzonen. James ist kein geläuterter Antiheld, sondern bewusst toxisch, kontrollierend und manipulativ – genau darin liegt die beklemmende Spannung des Romans. Wendy entwickelt sich glaubwürdig von der naiven Tochter zur jungen Frau, die beginnt, Machtstrukturen zu hinterfragen, auch wenn sie dabei gefährlich nahe an den Abgrund gerät.

Der Schreibstil ist direkt, emotional aufgeladen und konsequent düster. Die Romance ist intensiv, roh und von Abhängigkeit geprägt – nichts daran ist weichgezeichnet. Hooked lebt von psychologischer Spannung, Obsession und dem ständigen Machtspiel zwischen Nähe und Kontrolle.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Eine tolle Fortsetzung

Go For It, Nakamura-kun!! 2
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Mit "Go for it, Nakamura-kun!" hat Syundei einen charmanten, herrlich schrulligen Boys-Love-Manga geschaffen, der gleichermaßen zum Lachen bringt wie zum Mitfühlen einlädt.

Nakamura ist hoffnungslos verliebt ...

Mit "Go for it, Nakamura-kun!" hat Syundei einen charmanten, herrlich schrulligen Boys-Love-Manga geschaffen, der gleichermaßen zum Lachen bringt wie zum Mitfühlen einlädt.

Nakamura ist hoffnungslos verliebt – und zwar in seinen Klassenkameraden Hirose. In seiner Fantasie führen die beiden längst eine innige Beziehung: Gespräche ohne Hemmungen, romantische Dates, zarte Berührungen … die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Dort steckt Nakamura tief in der Friendzone fest, ringt mit seiner extremen Schüchternheit und verliert sich immer wieder in völlig überdrehten, teils skandalösen Tagträumen. Je stärker seine Gefühle werden, desto schwieriger fällt es ihm, Fantasie und Wirklichkeit auseinanderzuhalten.

Genau hier liegt die große Stärke des Mangas: Die Gegenüberstellung von Nakamuras blühender Vorstellungskraft und seinem unbeholfenen Alltag ist urkomisch. Syundei nutzt überzeichnete Szenen, abrupte Stimmungswechsel und pointierte Panels, um Nakamuras inneres Chaos sichtbar zu machen. Dabei wird er nie bloßgestellt – im Gegenteil: Seine Unsicherheit wirkt unglaublich menschlich und liebenswert.

Auch Hirose bleibt bewusst rätselhaft. Er ist freundlich, offen und zugänglich, aber nie eindeutig, was Nakamuras Hoffnungen und Ängste nur weiter anheizt. Die Geschichte lebt weniger von klassischer Romantik als von peinlichen Situationen, inneren Monologen und dem ewigen Kampf, endlich den Mut aufzubringen, einen Schritt nach vorne zu gehen.

Der Zeichenstil ist schlicht, ausdrucksstark und perfekt auf den humorvollen Ton abgestimmt. Mimik und Körpersprache tragen viel zur Komik bei und machen Nakamuras emotionale Achterbahnfahrt wunderbar greifbar.

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