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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2017

Ostpreußensaga

Die Jahre der Schwalben
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Ulrike Renk hat mit „Die Jahre der Schwalben“ den zweiten Band der Ostpreußen Saga geschrieben. Der erste Band ist „Das Jahr der Störche“ Den habe ich nicht gelesen, aber das stört nicht, man kommt gut ...

Ulrike Renk hat mit „Die Jahre der Schwalben“ den zweiten Band der Ostpreußen Saga geschrieben. Der erste Band ist „Das Jahr der Störche“ Den habe ich nicht gelesen, aber das stört nicht, man kommt gut in die Geschehnisse hinein.
Die Protagonistin Frederike wird meist Freddy genant.
Kurz nach ihrer Hochzeit mit Ax erfährt Frederike, dass ihr Mann Tuberkulose hat. Er geht in ein Sanatorium, und sie muss sich plötzlich allein um das Gut und Gestüt Sobotka im polnischen Gebiet kümmern. Ihr Stiefvater aus Ostpreußen hilf ihr mit Ratschlägen und so meistert sie das bald. Nach dem 1. Weltkrieg ist Ostpreußen von Deutschland abgeschnitten.
Man fährt mit dem Zug mit zugezogenen Vorhängen durch den polnischen Korridor.
Frederike macht viel mit, bis sie auf Mansfeld glücklich wird
Die Geschichte umfasst die Ereignisse von 1930 bis 1944. Interessant wie sich alles ändert, wer hat schon etwas von einem Torfklo gehört, ich nicht. Auch die Motorisierung in der Landwirtschaft nimmt immer mehr zu.
Besonders problematisch ist die politische Situation.
Die Autorin hat alles sehr gut recherchiert, vieles habe ich von den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern wiedererkannt.
Ulrike Renk hat einen großangelegten Roman geschrieben und wie sie sagt, ist das ein Roman, aber dicht an der Wahrheit.
Ein fesselndes Leseerlebnis.
Ich werde gerne weiteres von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 24.10.2017

Agentenerinnerungen

Das Vermächtnis der Spione
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Ich habe das Hörbuch von John Le Carres neuem Agentenroman „Das Vermächtnis der Spione“ gehört. Der Sprecher Walter Kreye gibt dem Roman eine gute Stimme.
Der Roman spielt in der Zeit des Kalten Krieges, ...

Ich habe das Hörbuch von John Le Carres neuem Agentenroman „Das Vermächtnis der Spione“ gehört. Der Sprecher Walter Kreye gibt dem Roman eine gute Stimme.
Der Roman spielt in der Zeit des Kalten Krieges, der Hochzeit der Agententhriller.
Peter Guilliams, ehemaliger Agent im Ruhestand und früherer Assistent des Agenten George Smiley wird im Innenministerium befragt. Es geht um den Todes des Spitzenagenten Alec Lameas und seiner Freundin Elizabeth Gold im Jahre 1961 an der Mauer in Berlin. Deren Kinder wollen die britische Regierung verklagen, sie meinen, die Beiden wären von den Vorgesetzten geopfert worden. Peter und Alec waren Kollegen und Freunde gewesen.
Das Ganze wird aus der Sicht des Icherzählers Peter Guilliam in einer Rückschau erzählt. Die Geschichte hat einen ruhigen und nüchternen Klang, teils hört es sich wie bei einer Anklage an, dann aus Erlebnissen des Agenten.
Dieser Roman ist der neunte Teil der George- Smiley Serie. Der erste war „Schatten von Gestern“ und der wohl bekannteste „Der Spion, der aus der Kälte kam“.
John le Carre war selber kurze Zeit bei dem britischen Geheimdienst.
Er schreibt seine Romane fesselnd und spannend.
Am Anfang kam es mir etwas langsam vor, aber es wurde immer interessanter.
Ich gebe eine gute Lese- und Hörempfehlung

Veröffentlicht am 21.10.2017

Ein Jahrhundertroman

Stadt aus Rauch
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Stadt aus Rauch ist ein realistischer, mit mystischen Einlagen, geschichtsträchtiger Roman geschrieben von der Autorin Svealena Kutschke.
Mich hat die Geschichte gleich gefesselt.
Lucia wird in einer ...

Stadt aus Rauch ist ein realistischer, mit mystischen Einlagen, geschichtsträchtiger Roman geschrieben von der Autorin Svealena Kutschke.
Mich hat die Geschichte gleich gefesselt.
Lucia wird in einer kalten Winternacht in der Trave in Lübeck geboren, als ihre Mutter ins Wasser ging. Der Junge Christoph Petersen sieht sie und ihre tote Mutter am Ufer.
Ihr Vater Michel ist ein armer Maler, Sie wohnen in einem Hinterhaus und Michel wird von einer Dame aus dem Vorderhaus gefördert und erbt von ihr die Wohnung. Dort
wohnen die nächsten Generationen.
Die Autorin lässt die Geschichte Deutschlands einfließen. Wir erleben die beiden Weltkriege.
Die Ansichten der Personen sind sehr unterschiedlich. Sie sind sehr natürliche und einfache Leute.

Ein guter groß angelegter Generationsroman, über mehr als ein Jahrhundert lang Mit mystischen Einlagen, mit einem fast sympathischem Teufel.
Vielleicht ist der Roman etwas lang, aber die Autorin hat die Stimmungen gut eingesetzt und der Roman wird nie langweilig. Allerdings geht es manchmal etwas viel in den Zeiten hin und her. Dann ist er oft auch etwas bedrückend aber ehrlich geschrieben.
Die Geschichte und die Lebensart ist nicht geschönt, aber gut lesbar. Ab und zu mit plattdeutschen Redensarten.
Ich habe ihn gerne gelesen.




Veröffentlicht am 20.10.2017

Date mit einem Vampir

Durst (Ein Harry-Hole-Krimi 11)
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Jo Nesbø ist für mich ein Problemautor.
Den Roman, den ich als ersten gelesen habe, fand ich gut. Den Nächsten habe ich nur angelesen und dann verschenkt. Jetzt wollte ich ihn noch mal probieren.
Jo ...

Jo Nesbø ist für mich ein Problemautor.
Den Roman, den ich als ersten gelesen habe, fand ich gut. Den Nächsten habe ich nur angelesen und dann verschenkt. Jetzt wollte ich ihn noch mal probieren.
Jo Nesbo hat einen guten Schreibstil, der Roman ist total spannend, aber leider ist mir die genaue grausame Mordbeschreibung zu viel. Da wird dieser Roman von ihm für mich der Letzte sein. Das soll aber keine Wertung sein.
Die Harry Hole Serie geht schon in die 11. Folge.
Harry Hole unterrichtet inzwischen an der Polizeihochschule, wird aber gezwungen an den neuen Mordermittlungen teil zu nehmen.
Ein Serientäter ist am Werk, durch eine Dating-App verabredet er sich mit jungen Frauen. Gruselig, wenn man das liest, er ist schon in der Wohnung, wenn die Frauen nach Hause kommen, es gibt kein Entrinnen.

Bis zur Hälfte des Romans war es mir zu gruselig und blutig, dann wurde es etwas besser. Harry Hole ist schon eine besondere Type.

Gut war es das ich das Hörbuch anhören konnte. Der Sprecher Uve Teschner ist grandios. Er kann seine Stimme so verschieden betonen, das ich nachgesehen habe ob es mehrere Sprecher gibt. Ein Könner seines Fachs.

Ein wirklich spannender, typischer Jo Nesbo Krimi der zu empfehlen ist und wie es aussieht gibt es wohl weitere Folgen mit Harry Hole.

Veröffentlicht am 19.10.2017

offen und ehrlich

Nachtlichter
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Die Autorin Amy Liptrot beschreibt nüchtern und ehrlich vom ihrem Leben als Alkoholikerin. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie das ist, wenn die Sucht so das Leben bestimmt. Leider gibt es so ...

Die Autorin Amy Liptrot beschreibt nüchtern und ehrlich vom ihrem Leben als Alkoholikerin. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie das ist, wenn die Sucht so das Leben bestimmt. Leider gibt es so viele und die Familie muss auch darunter leiden.
Nach einem schlimmen Erlebnis geht sie endlich in die Suchtklinik.
Dann zieht sie nach Orkney, da ist sie aufgewachsen und leben ihre Eltern.
Ihre Beobachtungen der Insel ist interessant. Sie lenkt sich ab, denn immer wieder möchte sie am Liebsten wieder etwas trinken.
Ihre Arbeit mit den Schafen war witzig.
Und dann als Wachtelkönigsweib, eine prima Arbeit.
Als Abstinenzlerin ist es schwer sich mit anderen Leuten zu treffen, wenn die etwas trinken, ist Amys Willensstärke gefragt. Bei ihren anderen Aktivitäten wird sie abgelenkt. Immer wieder erzählt sie von ihren Abstürzen.
Eine immer weder große Herausforderung nüchtern zu bleiben.
Hoffentlich hält sie weiter durch, trocken zu bleiben, aber sie will es selber.
Ein Roman über den Kampf mit der Sucht. Daneben aber eine schöne Landschaftsbeschreibung.