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Veröffentlicht am 19.03.2026

Ein Zeichen aus der Jugend

Brandung
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Die französische Schriftstellerin Maylies de Kerangal führt uns in ihrem Roman, Brandung, nach Le Havre.
Ich bin schwer in diese Geschichte hinein gekommen.
Ein Mann wurde tot aufgefunden und er hatte ...



Die französische Schriftstellerin Maylies de Kerangal führt uns in ihrem Roman, Brandung, nach Le Havre.
Ich bin schwer in diese Geschichte hinein gekommen.
Ein Mann wurde tot aufgefunden und er hatte die Telefonnummer der Protagonistin in seiner Jackentasche. Sie fährt in ihre Heimatstadt. Sie denkt an ihre Jugend.
Dann kommt noch Politik ins Spiel. Sogar die Kriegszeit wird abgehandelt.
Die Zeiten gehen viel hin und her.
Es ist ein interessanter Roman, mit Krim teil, der sich fesselnd liest.


Veröffentlicht am 17.03.2026

Paulas Leben

Wie die Hasen
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Anna Silber hat einen guten einfühlsamen Schreibstil.
Ihr Roman, Wie die Hasen, hat den Titel, weil 1945, die Gefangenen des Konzentrationslager Mauthausen, wie Hasen gejagt wurden.
Auf dem Reisingerhof ...



Anna Silber hat einen guten einfühlsamen Schreibstil.
Ihr Roman, Wie die Hasen, hat den Titel, weil 1945, die Gefangenen des Konzentrationslager Mauthausen, wie Hasen gejagt wurden.
Auf dem Reisingerhof wurde ein russischer Flüchtling bersteckt.
Siebzig Jahre später lernen wir die heutigen Bewohner kennen.
Paula ist siebenundachtzig Jahre alt, Sie gedenken immer noch an die Opfer, Paula hält jedes Jahr eine Rede, gegen das Vergessen.
Gerade Sie erkrankt an Alzheimer Demenz. Die Autorin schildert gekonnt die Aussetzer Paulas und sie immer wieder in die vierziger Jahre abdriftet. Für die Familie wird es eine unlösbare Geschichte.
Der Roman ist authentisch und fesselnd
Ein Buch, das erinnert.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Familie

Die Schwestern
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Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.

Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit ...



Der irländische Schriftsteller Colm Tóibin hat einen flüssigen einfühlsamen Schreibstil.

Die Schwestern, wurden von ihrer verwitwen Mutter nach Argentinien verpflanzt.
Warum der Autor eine Mutter mit drei Kindern n und ohne Geld von Catalanien nach Argentinien versetzt, kann ich nicht so nachvollziehen.
Die Schwestern entwickeln sich sehr verschieden.
Als die Drei fünfzig Jahre später von einer Tante in der alten Heimat ein Haus erben, fahren sie gemeinsam hin und da kommen sie sich wieder nahe.
Der Autor hat die Atmosphäre und die Charaktere interessant beschrieben. Das alles lässt er die jüngste Tochter Montse erzählen. Ihre Leben und ihre Gedanken bekommen wir so am besten mit. Da konnte er mich mit dieser Geschichte gut fesseln.

Veröffentlicht am 17.03.2026

Einfach gut

Sie wollen uns erzählen
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Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.

In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, ...



Birgit Birnbacher schreibt vielschichtig und intensiv.

In ihrem Roman, Sie wollen uns erzählen, gibt es viele Krisen. Das Hauptthema ist ADHS.
Sie beschreibt ihre Personen so feinfühlig und Lebensnah, das ich glaube, ich kenne die Personen.
Hier geht es um den neunjährigen Oz, der an ADHS leidet.
Er hat einen Brief seiner Lehrerin dabei und hofft irgendwas passiert, das seine Mutter kein Zeit für ihn hat.
Dann ist seine Mutter Ann und wirklich total aufgeregt. Sie hat gerade erfahren das die seine Großmutter verschwunden ist.
Also machen sie sich gleich auf den Weg, um sie zu finden.
Jetzt kommt noch dazu, das die Großmutter immer vergesslicher wird. Sie wartet immer wieder an der Haltestelle. Außerdem such sie Haus, in dem sie früher mal wohnte.
Dann lässt die Autorin noch ein Unwetter mit gesperrten Straßen erleben.
Da lässt sich Oz doch einiges einfallen, der Großmutter zu helfen.
Der Roman ist wieder einmalig liebevoll gestaltet.

Veröffentlicht am 14.03.2026

Ein Leseerlebnis

Die Liste der Lebenden
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Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ...



Der Schriftsteller Stefan Kutzenberger entführt uns in seinem Buch, Liste der Lebenden, in den Atlantik.
Er schreibt über echte Personen, denen er ein tolle Geschichte zuteilt.
Es geht ins Jahr 1858.
Da ist Hans Christian Andersen, der tolle Märchen erfand. Er ist mit Henriette Wulff befreundet.
Die reist von Stockholm nach Amerika. Das Schiffsunglück des Dampfers Austria war tatsächlich im September 1858. Das Schiff brennt. Henriette rettet sich auf eine Tür und denkt sich Briefe an Hans Christian aus. Das ist an vielen Stellen witzig zu lesen.
Zuhause erhält Hans Christian Andersen Listen der Geretteten. Die Namen will er erst gar nicht lesen, er will das Henriette überlebt hat.
Das alles hat der Autor besonders gut zu Papier gebracht. Teils hat er gut recherchiert und dann das besondere Etwas dazu gedichtet. So wird es ein spannendes fesselndes Leseerlebnis.