Fantastische Interpretation -Leseempfehlung!
Stefan Kutzenbergers 208-seitiger Roman "Die Liste der Lebenden" behandelt die Freundschaft zwischen dem dänischen Autor Hans Christian Andersen und Henriette Wulff, Tochter eines dänischen Admirals, welche ...
Stefan Kutzenbergers 208-seitiger Roman "Die Liste der Lebenden" behandelt die Freundschaft zwischen dem dänischen Autor Hans Christian Andersen und Henriette Wulff, Tochter eines dänischen Admirals, welche sich mit dem Ziel Amerika auf dem Auswandererschiff "Austria" befindet, als es am 13. September 1858 mit über 500 Menschen an Bord in Brand gerät und sinkt. Alle namentlich genannten Personen sind historisch; das Ereignis geht als die "größte Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts" in die Geschichte ein.
Schon in meiner Kindheit liebte ich Andersens - wenn auch oft traurigen - Märchen wie beispielsweise "Die kleine Meerjungfrau", "Das hässliche Entlein", "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" und "Die Schneekönigin".
Sowohl die Buchbeschreibung als auch die 24 Seiten umfassende Leseprobe weckten rasch mein Interesse, Thema, Schreibstil und Cover sprachen mich an, verbreiten sie doch eine zu Andersen gut passende Melancholie.
Deshalb war ich auf mein Exemplar des im Picus Verlag seit dem 11. 03. 2026 unter der ISBN 978-3-7117-2167-9 erhältlichen Buches sehr gespannt.
Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, sondern angenehm überrascht, denn das Buch war zwar etwas anders als erwartet, aber in sich stimmig. Natürlich kann der "Geniestreich" hier nicht verraten werden, nur soviel:
Trotz des traurigen Hintergrundes ein vielschichtig gezeichnetes und sehr berührendes Leseerlebnis!