Sehr blutige Version eines Horror-Psycho-Thrillers
Hör auf zu blutenUnd wieder kann mich Matthias Krause auch mit dem Horrorthriller "Hör auf zu bluten!" absolut überzeugen.
Dabei ist der Titel Programm.
In jungen Jahren werden Jakob und seine Freundin Wiebke Zeugen, ...
Und wieder kann mich Matthias Krause auch mit dem Horrorthriller "Hör auf zu bluten!" absolut überzeugen.
Dabei ist der Titel Programm.
In jungen Jahren werden Jakob und seine Freundin Wiebke Zeugen, wie der kleine Nachbarsjunge Ludwig vor ihren Augen ein Kanninchen brutal ermordet und die beiden im Anschluss mit einer Machete verfolgt. Jahre später stellt Jakob fest, das er hochgradig erregt ist, wenn ihm körperliche Schmerzen zugefügt werden. Weder seine Frau und seine Tochter noch sein Psychologe, dem er von Ludwig und seinen Brüdern berichtet, die für ihren Vater alle Dämonen töten sollen, können ihm helfen. Während dessen haben die Polizisten Coco und Berno immer häufiger mit grausam ermordeten Leichenfunden zu tun. Besteht eine Verbindung zwischen den Leichenfunden und Oswin und seinen Söhnen? Kann Jakob seinen Fetisch erfolgreich bekämpfen?
Matthias Krause erzählt uns die Geschichte von Jakob und Ludwig im gewohnt atemberaubenden und blutigen Stil. Da wird auch das ekeligste Detail nicht groß verschleiert, sondern offen dargelegt. Ich habe mich bei dieser Lektüre oft an die Filme von Quentin Tarantino erinnern müssen. Die Figuren werden in diesem Horror-Thriller bewußt überspitzt beschrieben und dargestellt, um die Grausamkeit der Protagonisten noch deutlicher hervorzuheben. Selbstverständlich kommt auch der besondere Humor von Matthias Krause bei allem Blut nicht zu kurz.
Bereits das Cover macht sehr überzeugend deutlich was die Leser/innen inhaltlich erwartet. Ein vom Kampf gezeichneter Mann, der einen Baseballschläger über der Schulter trägt und dem unter der Gürtellinie im kräftigen Blutrot erscheinenden Buchtitel.
Mein Fazit:
Matthias Krause beschreibt wieder sehr überzeugend einen sehr blutigen und ungewöhnlichen Zweikampf zweier völlig verschiedener Charaktere. Eine unbedingte Leseempfehlung an alle Leser/innen, die sich im Horror-Genre zu Hause fühlen und die Lektüre nicht gleich beim ersten Blutstropfen beenden würden.