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Veröffentlicht am 06.05.2021

Liebe, devote Neigung oder beides

Suspicious Lust - Ehefrau oder Domina? | Erotischer SM-Roman
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Eine interessante Konstellation: der devote Mann muss sich zwischen Liebe und tabuloser Lust entscheiden.
Der Roman „Suspicious Lust“ zeigt beeindruckend auf, wie wenig ein Mensch seine Neigung unterdrücken ...

Eine interessante Konstellation: der devote Mann muss sich zwischen Liebe und tabuloser Lust entscheiden.
Der Roman „Suspicious Lust“ zeigt beeindruckend auf, wie wenig ein Mensch seine Neigung unterdrücken kann. Aber genauso ruft er uns in Erinnerung wie stark und wichtig uns die wahre Liebe ist. Und mit diesen beiden Seiten, und der Sehnsucht beides zu bekommen, hat sich der Protagonist herumzuschlagen.
Jede der Figuren fühlt sich plastisch an. Die größte Entwicklung hat in meinen Augen Monika durchgemacht. Allerdings muss ich auch Doreen meine Hochachtung zollen. Und Sascha … er wird vom Leben, von seinen Gefühlen ja beinahe zum Handeln gezwungen.
Zusammengefasst finde ich alle drei Personen faszinierend und erschreckend realitätsnah. Ihre Handlungen sind für mich verständlich und nachvollziehbar. Das Buch endet mit einer Entscheidung. Ob sie damit auf Dauer glücklich sein können, liegt somit außerhalb des Romans. Auch wenn ich es bezweifel, aber das ist zweitrangig.
Die erotischen, ehelichen Szenen sind, genauso wie die härteren mit Doreen, farbenfroh, bildlich, anregend und heiß beschrieben. Die Beziehung Domina-Sklave wird ebenso mit Achtung und Respekt dargestellt, wie die zwischen Ehefrau und ihrem Mann.
Mir hat der Schreibstil von Angelique Corse sehr zugesagt. Er ist flüssig zu lesen und es fehlt nicht an Emotionen. Neben Liebe, Zuneigung, Erotik, Anziehung, zeigen die Protagonisten aber auch Angst und Verzweiflung. Immer wieder driften die Figuren in die Fantasie oder Vergangenheit ab. Diese wird durch ein anderes Schriftbild dargestellt, sodass der Leser gut zwischen Gegenwart und Gedanken unterscheiden kann.
Fazit ist, dass ich für dieses Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung abgeben kann. Ich hatte erfüllte Stunden und ein anregendes Kopfkino beim Lesen.

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Veröffentlicht am 02.05.2021

Achtung, Reisefieber ist vorprogrammiert

Deutschland
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Seit ich dieses Buch das erste Mal in Händen hielt, packt mich das Reisefieber. „Deutschland. So schön ist unser Land“ zeigt in 434 Farbbildern wie bezaubernd dieses Land ist. Von Nord bis Süd von Ost ...

Seit ich dieses Buch das erste Mal in Händen hielt, packt mich das Reisefieber. „Deutschland. So schön ist unser Land“ zeigt in 434 Farbbildern wie bezaubernd dieses Land ist. Von Nord bis Süd von Ost bis West, jedes Bundesland, jede Sehenswürdigkeit, jede besondere Landschaft wird beschrieben und bildlich gezeigt.
Auch wenn ich für diese Rezension nicht das gesamte Werk „gelesen“ habe, so bin ich doch sofort gefangen und fasziniert gewesen.
Der Umfang des Reisebildbandes beträgt 432 Seiten im Großformat.
Alle 16 Bundesländer sind in eigenen Kapiteln zusammengefasst, sodass der Reisende sofort die für ihn passenden Seiten öffnen kann.
Ganz besonders haben es mir die farbenfrohen Fotos angetan. Oft auch aus Blickwinkeln, die ich beim Bereisen der Landschaft wohl nicht einnehmen könnte. Dazu Hintergrundinformation und Wissenswertes in Kurzform runden den Bildband gekonnt ab.
Am Ende widmet sich ein Kapitel den Bundesländern in Zahlen und Fakten. Statistik, Geografie und Geschichte hält sicherlich Neues für viele Leser bereit. Jedes Bundesland wird hier auf einer Doppelseite vorgestellt.
Als eine Art Vorwort finden wir Texte von Heinrich Heine, Thomas Mann, Kurt Tucholsky und Joseph Roth.
Egal wie oft ich den Bildband ansehe und Teile daraus lese, denn alles in einem Zug ist nicht möglich, so bin ich doch jedes Mal wieder begeistert und würde am liebsten sofort Deutschland bereisen. Es gibt so viele Ecken und Flecken, die man auch in der Nähe einfach nicht kennt.

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Veröffentlicht am 26.04.2021

Softkrimi mit prächtigen Landschaftsbeschreibungen und sehr forscher Protagonistin

Mord auf Provenzalisch
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Penny ermittelt hier im zweiten Fall. Meine Rezension für „Mord auf Provenzalisch“ basiert auf der Gegebenheit, dass ich das erste Buch nicht gelesen habe.
Erst mittig kamen Szenen oder Begebenheiten ins ...

Penny ermittelt hier im zweiten Fall. Meine Rezension für „Mord auf Provenzalisch“ basiert auf der Gegebenheit, dass ich das erste Buch nicht gelesen habe.
Erst mittig kamen Szenen oder Begebenheiten ins Spiel, die vielleicht mit Blick auf die erste Geschichte etwas besser nachzuvollziehen gewesen wären. Allerdings nicht so viele, dass ich als Quereinsteiger den Zusammenhang nicht verstehen hätte können.
Störender empfand ich da eher die flotte, zu verdichtete Auflösung der Mordfälle und deren Zusammenhänge.
Immer wieder werden von den Autoren französische Begriffe und ganze Sätze eingeflochten. Meistens ergibt sich ihre Bedeutung zumindest ungefähr aus der Situation heraus. Ich kann die Sprache nicht, hatte damit aber kein Problem.
Die Figuren sind durch die Bank interessant gestaltet, von liebenswürdig und unscheinbar bis schrill und beinahe zu direkt. Eine klare Entwicklung der Figuren konnte ich jetzt nicht feststellen. Sie alle sind wie sie sind.
Das Cover zeigt die Lavendelfelder der Gegend, die auch im Buch immer wieder erwähnt werden. Gerade die Landschaftsbeschreibungen sind ein sehr positiver Aspekt in diesem Buch. Dank ihnen konnte ich mir die Dörfer, Schluchten, Berge, Straßen, Häuser und Wälder vor meinem inneren Auge farbenfroh ausmalen und die Figuren agieren lassen.
Wir haben hier einen Soft-Krimi, deren Figuren sich in der Künstlerszene bewegen und eine Protagonistin, die mit ihrer direkten Art so manches Mal in ein Fettnäpfchen tritt.

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Veröffentlicht am 24.04.2021

Titel hat sich mir nicht erschlossen

Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war
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Eine Geschichte die so oder doch anders gewesen sein kann. Teilweise erzählt Paulus Hochgatterer Szenen mit zwei unterschiedlichen Ablaufmöglichkeiten. Dem Leser ist es nun überlassen wofür er sich entscheidet. ...

Eine Geschichte die so oder doch anders gewesen sein kann. Teilweise erzählt Paulus Hochgatterer Szenen mit zwei unterschiedlichen Ablaufmöglichkeiten. Dem Leser ist es nun überlassen wofür er sich entscheidet.
Es tauchen Figuren auf, die teilweise nur in einem Kapitel und für die Geschichte selbst keine Bedeutung zu haben scheinen.
„Der Tag an dem mein Großvater ein Held war“ hat sich mir bis zum Schluss nicht erschlossen. Weder war mir eine Handlung, die den Großvater zum Helden machte, noch ein Tag, der annähernd eine Heldentat, von wem auch immer, enthielt, aufgefallen.
Ob die Hauptprotagonistin Nelli wirklich einen Bombenschaden hatte, sich sogar an ihren Namen nicht mehr erinnern konnte, oder ob sie geschickt war und oft lügte, ist ebenfalls nicht geklärt.
Trotz des inhaltlich für mich verwirrenden Geschehens, fand ich den Schreibstil sehr gut zu lesen. Auch das Cover ist reizvoll. Ich habe das gebundene Buch mit dem blauen Cover vor mir. Im Gegensatz zur Geschichte scheint das Cover die Augen beruhigen zu wollen.

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Veröffentlicht am 22.04.2021

Erotisch anregende Geschichten mit sinnlich eleganter Wortwahl

Mehr lustvolles für einsame Stunden | Erotische Geschichten
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Diese zehn Kurzgeschichten bieten einen Ausbruch aus dem Alltag. Erotisch, anregend, sinnlich, großteils die Handlungen und Überlegungen der Figuren nachvollziehbar, entführen sie den Leser für Minuten ...

Diese zehn Kurzgeschichten bieten einen Ausbruch aus dem Alltag. Erotisch, anregend, sinnlich, großteils die Handlungen und Überlegungen der Figuren nachvollziehbar, entführen sie den Leser für Minuten (oder länger) in eine Welt der Lust und Unbeschwertheit.
Bei jeder der Geschichten hat man das Gefühl des Respekts der jeweiligen Protagonisten gegenüber der anderen Person. Die Schauplätze der erotischen Erlebnisse sind breit gestreut; von einer einsamen Burgruine bis zu einem Swingerclub, von einer Bühne bis zu einem Traumerlebnis finden sich sicher für jeden Leser mehrere anregende Situationen. Von mir kann ich sagen, dass ich nur mit einer Geschichte nicht konnte, doch von zehn ist das ein sehr guter Schnitt.
Der Schreibstil von Jada Dalton ist flüssig lesbar. Ihre Wortwahl bewegt sich im zuvorkommenden, erotisch exquisiten Bereich. Es gibt keine derben Ausdrücke oder Beschreibungen. Spielarten wie SM werden nicht ausgeschlossen, aber ebenfalls mit ausgewählt vorsichtiger Sprache behandelt.
So wie das Cover andeutet, würde ich auch die Geschichten beschreiben: elegant.
„Mehr lustvolles für einsame Stunden“ empfehle ich jedem Leser, der sich ab und zu gerne aus der realen Welt ausklinken, für ein paar Stunden genießen und träumen will. Die Leser, die harte, sehr stark utopisierte, vielleicht mit Schmerz und Qual verbundene Geschichten suchen, werden hier nicht fündig werden.

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