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Veröffentlicht am 03.02.2020

Interessante Handlung, unbefriedigend umgesetzt

Die Geliebte des Kaisers
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„Die Geliebte des Kaisers“ ist eine einfache Dienstmagd ohne jeglichen Rechte. Ihr einziger Pluspunkt ist, dass sie vom sterbenden Kaiser ein Kind erwartet. Wie sie erhofft den nächsten Thronfolger. Und ...

„Die Geliebte des Kaisers“ ist eine einfache Dienstmagd ohne jeglichen Rechte. Ihr einziger Pluspunkt ist, dass sie vom sterbenden Kaiser ein Kind erwartet. Wie sie erhofft den nächsten Thronfolger. Und schon hier beginnt für mich das Unverständliche.

Wir schreiben das Jahr 1002. Eine Magd kann damals doch nicht wirklich angenommen haben ihr Kind würde auf den Thron gehoben werden. Zumal der Vater des Kindes, der Kaiser seine Geburt nicht einmal erleben, geschweige denn irgendwelche Vorkehrung treffen kann. In dieser, für mich, nicht nachvollziehbaren Weise wiederholen sich verschiedene Szenen im Buch.

Die Grundidee finde ich interessant und spannend. Doch die Schlüssigkeit bleibt mir oftmals verborgen. Auch wenn ich versuche mit den Augen der damaligen Zeit zu lesen. An manchen Stellen stolperte ich auch über die chronologische Abfolge.

Mena, Ewalt und Gor sind die Hauptprotagonisten. Wobei auch hier Mena und Ewalt leider hinter Gor zurückbleiben. Gor ist ein Bergbewohner. Er ist für mich die Figur, die sich plastisch darstellt und eine gewisse Tiefe entwickelt. Mena und Ewalt bleiben fast durchgehend flache Schattenfiguren. Mena soll die sympathische Seite, Ewalt das Scheusal darstellen.

Zu Beginn des Buches finden wir ein Personenverzeichnis. Für einen historischen Roman eher kurz gehalten, aber alle Personen sind vorhanden. Das Glossar am Ende ist übersichtlich. Auch finden wir ein Nachwort, das teilweise aufklärt, aber leider nicht alles bereinigen kann.

Für mich kann ich nur sagen, dass das Thema interessant ist, das Buch durchaus lesbar, allerdings für mich der erhoffte Lesefluss öfter stockte und allesamt die Geschichte nicht so rund und fließend ist, wie ich es mir gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 22.01.2020

Nette, kurze, Fingerspiele tlw mit Bastelanleitung

Minitheater
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Insgesamt sind im „Minitheater“ rund 70 Fingerspiele und Spielgedichte für Kindergaren und Schule. Für mich sind sehr viele neue und nette Spiele dabei. Die Länge bewegt sich von sehr kurz bis wirklich ...

Insgesamt sind im „Minitheater“ rund 70 Fingerspiele und Spielgedichte für Kindergaren und Schule. Für mich sind sehr viele neue und nette Spiele dabei. Die Länge bewegt sich von sehr kurz bis wirklich lang.

Für die einzelnen Themen zu den fixen Festen, zumindest bei religiös geführten Kindergärten, finde ich hier allerdings nur bedingt verwendbare Spiele. Das ist in meinen Augen etwas schade.

Gut gefällt mir wiederum am Ende des Buches den Anhang. Hier finden wir unter dem Titel Künstlergarderobe ein paar Bastelanleitungen und auch einige Vorschläge für Heilpädagogik und Bewegungstherapie.

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Veröffentlicht am 18.01.2020

Offene Ehe, stilvoll und heiß ausgelebt

Heiße KaribikKreuzfahrt | Erotische Geschichten
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Sonnenschein, Meer, weiße Sandstrände, attraktive Menschen, Liebe, Freiheit in jeglicher Hinsicht, das sind die Zutaten für einen gelungenen erotischen Roman. All das finden wir in „Heiße Karibikkreuzfahrt“. ...

Sonnenschein, Meer, weiße Sandstrände, attraktive Menschen, Liebe, Freiheit in jeglicher Hinsicht, das sind die Zutaten für einen gelungenen erotischen Roman. All das finden wir in „Heiße Karibikkreuzfahrt“.

Die Karibikkreuzfahrt als Rahmenhandlung bietet dem Leser kleine Einblicke in die karibische Inselwelt. Achtung, kann Fernweh und Reiselust fördern. Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk auf den erotischen Abenteuern von Steffi und Max.

Das Cover passt zu meiner Vorstellung einer heißen Geschichte, ob jetzt Kreuzfahrt oder irgendwo am Meer ist Nebensache. Es ist ästhetisch und geschmackvoll in warmen Farben gehalten und wirkt so auf mich sehr niveauvoll.

Joan Hill beschreibt die erotische Karibikkreuzfahrt aus Sicht von Steffi. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die mit Max in einer offenen Ehe lebt. An manchen Stelle etwas zu direkt für die Realität wie sie auf die Menschen, in Bezug auf mögliche erotische Abenteuer, zugeht, aber wir lesen ja einen Roman. Der zweite Punkt der mir am Ende des Buches immer deutlicher wurde, waren sich die wiederholenden Sätze wenn die Protagonisten zum Höhepunkt kommen.

Aber der Schreibstil lässt ein flüssiges, lockeres, anregendes Lesen zu, ohne von vulgären Ausdrücken erschlagen zu werden. Die abwechslungsreich gestalteten Sexszenen dürften für jeden Lesergeschmack etwas bereithalten. Außer man sucht Dominanz und Unterwerfung in seinen Spielvarianten, dann wird man in „Heiße Karibikkreuzfahrt“ nicht fündig.

Hat es manchmal den Anschein, als würde die gesamte Kreuzfahrt nur aus Sex bestehen, so weist die Autorin bzw. die Protagonistin Steffi darauf hin, dass sie hier nur die interessanten, heißen Begegnungen erzählt, es solle ja kein Reisebericht werden. Trotzdem bekommt der Leser kleine Eindrücke der Umgebung vermittelt. Wir springen beim Lesen durchaus nicht von einem Bett ins nächste.

Interessant und schön finde ich auch den Umstand, dass die eigentliche Schwierigkeit bei einer offen geführten Ehe, nämlich die Eifersucht, angesprochen wird.

Fazit von mir ist, dass wir hier einen guten erotischen Roman mit stilvollen, heißen Szenen und einer fantastischen Umgebung vorfinden.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Liebe der Autorin zur Geschichte der Stadt Gmunden spürbar

Wie sich wechseln Stund und Zeiten
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Wir bewegen uns hier in Gmunden der Jahre 1663 bis 1734. In „Wie sich wechseln Stund und Zeiten“ lässt Maria Breitenbach-Mandl das Gmunden der damaligen Zeit wieder auferstehen. Im oberösterreichischen ...

Wir bewegen uns hier in Gmunden der Jahre 1663 bis 1734. In „Wie sich wechseln Stund und Zeiten“ lässt Maria Breitenbach-Mandl das Gmunden der damaligen Zeit wieder auferstehen. Im oberösterreichischen Salzkammergut blühte der Salzhandel - soweit der schulische Lehrstoff. Doch hier spürt man die Liebe der Autorin zur Geschichte und zur Stadt Gmunden selbst.

Wir Leser dürfen als Hauptprotagonistin Josefa begleiten. Mit ihr durchleben wir aber nicht nur ihre Lebensgeschichte geprägt von Armut, Liebe und mühseliger Arbeit. Auch die verschiedenen Jahreszeiten, kirchliche Gebräuche, Rituale, das damalige Weltbild und auch Änderung der Lebensgrundlagen der Bewohner, unterschiedlicher Stände, aufgrund politischer Wirren und Krankheiten, Seuchen und Todesängste werden bildlich und nachvollziehbar aufbereitet. Maria Breitenbach-Mandl zeigt anschaulich verschiedene Berufe der damaligen Zeit mit ihren typischen Aufgabenbereichen. Ihre Detailliebe macht sich im harmonisch und sehr gut recherchierten Gesamtbild bemerkbar. Dennoch werde ich als Leser nicht mit Jahreszahlen und uninteressanten Fakten überschüttet. Gekonnt verpackt die Autorin die Geschichte des Landes mit der der Stadt Gmunden und webt geschickt das Leben von Josefa als roten Faden mit ein.

Die Wortwahl ist der damaligen Zeit angepasst, lässt sich aber flüssig und leicht lesen. Der Aufbau des Buches ist in einzelne Kapitel geteilt, die jeweils eine kurze Überschrift und die jeweilige Jahreszahl tragen. Immer wieder finden wir auch kurze Zitate und Gedichte berühmter Persönlichkeiten aus dieser Zeit.

Als sehr hilfreich kann sich der Anhang erweisen. Hier sind spezielle Begriffe, Feste, Persönlichkeiten oder Gewohnheiten erklärt. Untypisch, aber umso übersichtlicher sind diese Erklärungen nicht alphabetisch angeordnet, sondern in die jeweiligen Kapitel eingeteilt.

Ich durfte ein paar interessante Stunden mit Josefa verbringen und kann eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Geschichtsinteressierten und Liebesromanbegeisterte abgeben. Für Gmundner können die beschriebenen Häuser mit ihren Adressen interessant sein, für alle anderen vielleicht ein Anreiz dieser Stadt einen Besuch abzustatten.

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Veröffentlicht am 06.01.2020

Farbenfroher, meist heiterer und leichter Künstlerroman

Die Frauen von Skagen
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Der Aufbau besteht aus einzelnen Kapiteln mit Überschriften, Ort und Jahreszahl, die jeweils auf die zwei Zeitstränge hinweisen. Einmal beginnend 1883 mit Marie und Asta, der zweite 2010 mit Vibeke und ...

Der Aufbau besteht aus einzelnen Kapiteln mit Überschriften, Ort und Jahreszahl, die jeweils auf die zwei Zeitstränge hinweisen. Einmal beginnend 1883 mit Marie und Asta, der zweite 2010 mit Vibeke und Malu. Gemeinsam mit dem Geheimnis um ein Bild mit unbekannter Künstlerin webt Stina Lund die Geschichte der Maler in Skagen.

Auffällig sind die Parallelen der Zeitstränge, die sich durch das ganze Buch ziehen. Marie und Vibeke, Asta und Malu, dazu kommen noch Sören und Rafael als männliche Figuren. Natürlich mit Unterschieden die den verschiedenen Zeiten geschuldet sind.

Die eine oder andere Handlung mag für den Gegenwartsstrang nicht unbedingt nachvollziehbar sein, könnte bei einer Einstellung, wie der von Malu aber auch in der heutigen Zeit möglich werden: (Zitat) „Liebe macht dich niemals rundum glücklich. Vielleicht am Anfang, in den ersten Jahren. Und dann ist es oft zu spät, das Ruder herumzureißen …..“ Sie spricht hier von der alleinigen Liebe zu einem Partner, nicht von der Liebe im Allgemeinen, zum Leben oder sich selbst.

Die farbenfrohen Landschaftsbeschreibungen lassen Bilder vor dem Auge des Lesers entstehen, die den Malern von Skagen in nichts nachstehen dürften. Auch in das Leben der verschiedenen Künstler in der Künstlerkolonie Skagen, aber auch in anderen Teilen Europas erhält der Leser interessante Einblicke.

Die Entwicklungen der Figuren waren für mich unterschiedlich stark. Sicherlich am Meisten hat Vibeke profitiert und sich ihren Weg erarbeitet. Doch auch bei allen anderen merkt man Veränderung in verschiedenen Stadien.

Der Schreibstil in „Die Frauen von Skagen“ ist flüssig zu lesen. Es gibt keine Stolpersteine, keine unverständlichen Fachbegriffe. Einzig bleiben mir zum Ende hin ein paar kleinere Fäden offen, die ich gerne noch verknüpft gesehen hätte. Sie sind allerdings Nebenhandlungen und für den roten Faden nicht wirklich wichtig.

Ich fühlte mich beim Lesen gut unterhalten, lernte Neues über die Maler von Skagen und meine inneren Bilder wurden zufriedenstellend gefüttert.

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