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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Hat mich absolut begeistert!

Kasino
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Mit Spannung hatte ich dieses Buch von Martina Sahler und Heiko Wolz erwartet. Die Romane von Frau Sahler liebe ich, von Herrn Wolz hatte ich bisher nichts gelesen ... ich bin absolut nicht enttäuscht ...

Mit Spannung hatte ich dieses Buch von Martina Sahler und Heiko Wolz erwartet. Die Romane von Frau Sahler liebe ich, von Herrn Wolz hatte ich bisher nichts gelesen ... ich bin absolut nicht enttäuscht worden! Und ich möchte an dieser Stelle schon sagen, dass "Kasino" ein Highlight für mich war!

Protagonistin ist Claire, deren Traum immer war, als Croupière zu arbeiten. Sie macht sich auf nach Baden Baden, welches als Sommerhauptstadt den alten Adel, die Reichen, Glücksritter, aber auch Ganoven anzieht. Da es in der Mitte des 19. Jahrhunderts aber nicht üblich ist, dass Frauen in Männerberufen arbeiten, fängt Claire erst einmal nur als Gardobière im Kasino an. Schnell findet sie in Theo, dem Sicherheitsbeauftragten, einen väterlichen Freund. Von seiner Familie wird sie wie ein Mitglied in ihrer Mitte aufgenommen. Die junge Frau hat sogar einen Verehrer! Alles scheint sich zum Besten zu wenden, als sie ihre große Chance erhält, aber wird sie sich beweisen können? Es gibt einige Skeptiker ...

Der gut lesbare Schreibstil hat mich sehr schnell in die Geschichte finden lassen und die Story an sich ist mehr als abwechslungsreich! Man begleitet nicht nur Claire, sondern auch etliche Randfiguren durch den Sommer in Baden Baden und erfährt so vieles über das Leben dort, die Stadt, die Menschen, das Kasino etc in der damaligen Zeit. Ich wusste z.B. gar nicht, dass dort so viel Französisch gesprochen wurde! Mir scheint, dass alles bestens recherchiert wurde! Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass es nicht nur ein historischer Unterhaltungsroman ist, sondern, dass es auch ein wenig Krimi in sich birgt. Da geht es um Spielsucht, Erpressung, Gewalttaten und sogar um Mord! Die Spannung wird immer hoch gehalten! Und ... es gibt etliche Parallelen zum heutigen Leben! Außerdem möchte ich auch noch das Cover hervorheben! In dunkelrot, mit goldener Schrift sieht es sehr edel aus. Ein Roman, der von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und überzeugt! Ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Teil der Saga!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Mal was anderes

Zwischen dir und dem Meer
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Es gibt eine neue Trilogie von Cornelia Engel! … obwohl, ganz neu ist sie auch nicht. Bereits 2017 erschien der Roman "Die Rückkehr der Wale" unter dem Pseudonym Isabel Morland. Jetzt hat die Autorin den ...

Es gibt eine neue Trilogie von Cornelia Engel! … obwohl, ganz neu ist sie auch nicht. Bereits 2017 erschien der Roman "Die Rückkehr der Wale" unter dem Pseudonym Isabel Morland. Jetzt hat die Autorin den Roman überarbeitet und bringt ihn unter dem Titel "Zwischen dir und dem Meer" als Auftakt der Reihe "Schottland Inseln des Schicksals" heraus.
Die Geschichte um Kayla Gillan spielt auf einer Schottischen Hebriden Insel. Kayla hat einst den Witwer Daniel geheiratet und liebt ihn noch immer aufrichtig. Daniel hat einen Sohn aus erster Ehe. Nachdem dieser jedoch die Insel verlassen hat, wird das Zusammenleben mit Daniel immer schwieriger. Er trauert noch immer um seine verstorbene Frau und trinkt mehr, als ihm und seiner Ehe gut tut. Da kommt ein Fremder auf die Insel. Der gutaussehende Saisonarbeiter Brannan und Kayla merken direkt, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen. Kayla ist zerrissen zwischen der Pflicht, ihrem Daniel eine gute, treue Ehefrau zu sein und der immer stärker werdenden Zuneigung zu Brannan. Lest selbst, wie sie sich entscheiden wird!

Man merkt in jedem Satz, wie gut die Autorin hier recherchiert hat. Die wilde, raue Schönheit der Insel hat man direkt vor Augen! Und man merkt auch, dass die Bewohner es hier nicht leicht haben. Sie sind irgendwie in den 80er oder 90er Jahren stehengeblieben. Vielleicht auch durch die strenge Gläubigkeit bedingt. Aber auch Mythen spielen hier eine Rolle und am Ende der Geschichte fragt man sich tatsächlich selbst, ob der alte, etwas skurrile Donald mit seinen Vermutungen recht hat ...

Wer hier nun eine typische "Cornelia Engel Wohlfühl Romanze" erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn hier findest Du etwas ganz anderes: es wird wild, es wird rau, ursprünglich, dramatisch. Aber ein wenig Liebe darf trotzdem nicht fehlen!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Zwischen Lebrnstrsum und Pflichtgefühl

Frühlingssonate
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Nach der "Gifted"-Trilogie bringt Autor Stefan Radau jetzt seinen vierten Roman "Die Frühlingssonate" auf den Buchmarkt. Selbst seit seiner frühesten Kindheit von der Welt der Musik geprägt, entstand die ...

Nach der "Gifted"-Trilogie bringt Autor Stefan Radau jetzt seinen vierten Roman "Die Frühlingssonate" auf den Buchmarkt. Selbst seit seiner frühesten Kindheit von der Welt der Musik geprägt, entstand die Geschichte der Johanna Dryander, die ihren eigenen Traum in der Musik sieht, die aber in der Tradition gefangen ist.

Johanna wächst in einem kleinen Alpendorf auf. Ihre Mutter früh verstorben, ihr Vater traditionsbewusster Uhrmacher. Die junge Frau kämpft mit ihrer inneren Zerrissenheit … darf sie ihren eigenen Traum (den, vom Musik machen) leben, oder soll sie im Dorf ihrer Kindheit bleiben und auch Uhrmacherin werden? Sie entscheidet sich nach Berlin auf die Musikakademie zu gehen und lernt auch rasch, das Großstadtleben zu lieben. Ihr Talent wird schnell erkannt und durch ausdauernden Fleiß kommt sie voran. Als Johanna die Nachricht von der Krebserkrankung ihres Vaters erreicht, verlässt sie schließlich die "große Stadt", um ihm zur Seite zu stehen. Zuhause, im kleinen Bergdorf treten ihr die Dorfbewohner mit Skepsis gegenüber. Man hat ihr ihren Weggang übel genommen. In ihrer Heimat lernt Johanna die Natur zu "lesen" und daraus Musik zu machen. Jedes Geräusch, wie z.B. das Ticken der Uhren oder das Wehen des Windes regt sie zu Kompositionen an. Einige Monate bleibt Johanna an der Seite ihres Vaters, bis dieser sie nötigt, ihre Studien wieder aufzunehmen. Johanna komponiert wie eine Besessene und lebt ihren Traum. Aber zu welchem Preis? Sie ist nicht an der Seite ihres Vaters, als dieser stirbt. Wird Johanna sich das jemals verzeihen können?
Lest selbst über den emotionalen Weg der jungen Violinistin und Komponistin!
Nicht versäumen möchte ich, dieses wunderschöne Cover, mit den Bergen im Hinter- und der Geige im Vordergrund, zu erwähnen! Auch die Idee der Kapitelüberschriften mit Begriffen aus der Musik, haben mir super gefallen!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Sehr bewegend!

Am Meer ist es schön
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Als Autorin Barbara Leciejewski 2022 vom Schicksal sogenannter "Verschickungskinder" erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie darüber schreiben muss. Diese Kinderkuren wurden meist von Amtsärzten verschrieben. ...

Als Autorin Barbara Leciejewski 2022 vom Schicksal sogenannter "Verschickungskinder" erfuhr, war ihr sofort klar, dass sie darüber schreiben muss. Diese Kinderkuren wurden meist von Amtsärzten verschrieben. Man wollte den Kindern etwas Gutes tun. Die Eltern konnten sich kaum dagegen wehren und eigentlich freuten sie sich auch für ihre Kinder, die kostenlose Ferien am Meer oder in den Bergen verbringen durften. Erst sehr viel später kam heraus, wie es in den Kurheimen zuging. Anstatt eine schöne Zeit mit anderen Kindern zu verbringen, war es oft die "schlimmste Zeit ihres Lebens". Und dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Oft waren auch Nazi-Ärzte involviert und die "Tanten" hatten auch ihre ganz eigene Vorstellung davon, die Kinder im Griff zu haben. Schlimmer noch als die physische Gewalt gegen die Schutzbefohlenen, die teilweise erst vier Jshre alt waren, war die seelische Grausamkeit. Die Kinder wurden geschlagen, eingesperrt, eingeschüchtert, gedemütigt und vorgeführt.

Im fiktiven Roman "Am Meer ist es schön" beschreibt die Autorin das Leben von Susanne. Sie verbrachte 8 Wochen in Haus Morgentau in St.Peter-Ording und leidet noch 50 Jahre später darunter.
Barbara Leciejewski erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. 2018 und im Rückblick 1969. Die Charaktere der Kinder (Susi, Moni, Martin, Rüdiger ...) wachsen einem sofort ans Herz. Ich konnte mich so gut in die Situation der Kinder hineinversetzen und habe regelrecht mit Ihnen gelitten. Wie kann man so grausam sein? Besonders beim kleinen Holger hat es mir fast das Herz zerrissen! Erschreckend war für mich die Wiederholung einiger Sachen im Pflegeheim der Mutter. Die alten Leute können sich auch nicht gegen die "Macht" der Pflegekräfte durchsetzen. So schrecklich das Geschehen ist, MAN KANN NICHT AUFHÖREN ZU LESEN! Ein Pageturner mit Tiefgang und mein Highlight des Monats!
Absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Interessantes Setting

Wo die Vanille blüht
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Das Schöne an dem Roman: es werden auch Themen behandelt, die aus dem Liebesroman etwas zum Nachdenken machen: es geht z.B. um Madagaskar. Wusstet Ihr, das es ein Dritte Welt Land ist? Das Buch vermittelt ...

Das Schöne an dem Roman: es werden auch Themen behandelt, die aus dem Liebesroman etwas zum Nachdenken machen: es geht z.B. um Madagaskar. Wusstet Ihr, das es ein Dritte Welt Land ist? Das Buch vermittelt dem Leser interessante Eindrücke. Dann geht es um familiäre Probleme und um Probleme durch ethnische Herkunft. Der Roman ist also recht vielschichtig, ein durchaus gelungene Mischung!
Was mir auch noch gut gefallen hat, ist, dass die Kapitel angenehm kurz sind und abwechselnd aus der Sicht von Alina und Bastian erzählt werden.
Last but not least das Cover: ein Pärchen im Sonnenuntergang (oder Aufgang!?) unterm Sternenhimmel … romantischer geht es wohl kaum!
Alles in Allem empfehle ich diesen Roman, den ich übrigens bei der Autorin gewonnen habe, sehr gerne weiter!

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