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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2026

Geheimnisse

Eine Liebe ohne Sommer
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Der Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht, denn ich mag Liebesgeschichten alla "Ps: Ich liebe dich" die eigentlich erst mit dem Tod einer Person starten. Nicht ...

Der Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht, denn ich mag Liebesgeschichten alla "Ps: Ich liebe dich" die eigentlich erst mit dem Tod einer Person starten. Nicht unbedingt romantisch aber oft interessant zu lesen. Ich war deshalb auch sehr auf dieses Buch gespannt.

Ein verregneter Tag, eine zufällige Begegnung: Als Rosa vor Nikolas steht, macht ihr Herz den ersten von vielen Sprüngen. Zwischen dem humorvollen Mann mit den perfekten Haaren und ihr funkt es gewaltig; sollte es da stören, dass er sie trotz großer Innigkeit nie seinen Freunden vorstellt? Doch dann stirbt Nikolas bei einem Unfall – und lässt Rosa mit zwei Fragen zurück: Was war das zwischen ihnen, und hat sie ihn überhaupt richtig gekannt? Auf der Suche nach Antworten trifft sie seine Exfreundin, seinen besten Freund, der überraschend feindselig ist, und ein Kind mit dem Charme einer Naturgewalt. So lernt Rosa eine neue Seite von Nikolas kennen: eine, die sie hätte lieben können?

Der Schreibstil liest sich meistens recht angenehm und verständlich, aber so richtig mitreißend und fluffig fand ich ihn, im Vergleich zu anderen Liebesgeschichten leider nicht, vielleicht weil es ein Mann geschieben hat? Ich weiss es nicht. Was mir dafür sehr gefallen hat ist, dass der Autor als Stilmittel SmS Verläufe und Notizbuch-Einträge verwendet hat, das gibt der Geschichte Abwechslung. Ausserdem wurde mal in der Vergangenheit erzählt wie die Protagonisten sich kennen gelernt haben; und dann begleiten wir Rosa in der Gegenwart nach dem Tod ihres Freundes.

Ich hatte erwartet das es sich mehr um die Zeit nach dem Tod dreht, aber das Buch spielt gut die Hälfte der Zeit in der Vergangenheit.

Die Geschichte beziehungsweise Nikolas sind oft geheimnisvoll und man weiss nicht so genau wohin das ganze führt. Im prinzip hatte Rosa nach dem Tod von Nikolas viele einzelne Puzzlestücke, die sie zusammenfügen musste um ein Bild von ihrem Freund zu bekommen. Ich habe immer wieder mit den Charakteren mitgefiebert und habe die Geschichte insgesamt gerne gelesen, es gab aber auch zähe Passagen dabei. Auch die Nebencharaktere sind mir nicht so nahe gekommen wie ich das gewünscht habe. Im letzten Drittel konnte mich die Geschichte dann wieder besser abholen.

Fazit: Insgesamt ist die Geschichte empfehlenswert und geheimnisvoll, manchmal aber für mich auch etwas zäh zu lesen gewesen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne und eine Empfehlung für interessierte Leser.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Das Geheimnis der Tante Colette

Tata
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Schon der Klappentext hat meine Neugier geweckt, da ich unbedingt wissen wollte warum zwei Tote die gleiche Identität haben und wie es dazu gekommen ist. Der Roman ist auch sehr lebenswert und ich habe ...

Schon der Klappentext hat meine Neugier geweckt, da ich unbedingt wissen wollte warum zwei Tote die gleiche Identität haben und wie es dazu gekommen ist. Der Roman ist auch sehr lebenswert und ich habe ihn gerne gelesen, allerdings wird die Geschichte ausführlich erzählt, das merkt man schon an der Dicke des Buches.

2010 – Die Polizei kontaktiert Agnès: Ihre Tante Colette Septembre sei soeben verstorben. Doch Colette, ihre Tata, ist bereits seit drei Jahren tot. Agnès kehrt in das kleine Städtchen im Burgund zurück, um die ominöse Tote zu identifizieren – eine Frau, die ihr einen Koffer voller Audiokassetten hinterlassen hat. Wer ist sie? Und wer wurde drei Jahr zuvor beerdigt?
Die unscheinbare Tante entpuppt sich als zentrale Figur in einem Geflecht aus Geheimnissen und Sehnsüchten.
Kunstvoll zeichnet die gefeierte internationale Bestsellerautorin Valérie Perrin unvergessliche Figuren voller Zartheit und Tiefe. Ein außergewöhnlicher Triumph der Erzählkunst – Tata wird die Leserinnen und Leser bis zur letzten Seite nicht loslassen.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich aber gleichzeitig auch mitreißend. Einerseits schreibt die Autorin die einzelnen Kapitel mit vielen Details und Ausschmückungen, aber andererseits lässt sie diese auch immer so enden das man eigentlich immer noch ein Stück weiter lesen möchte.

Nach und nach fordert der Tod von Tante Colette Geheimnisse und familiäre Geschichten zu Tage, die der Leser gemeinsam mit Agnes entdeckt. Es hat ein wenig etwas von einer Schnitzeljagd oder einem Puzzle, inder sich nach und nach immer mehr zusammenfügt und am Ende ein gesamtes Bild ergibt.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn manche Passagen auch mal ein wenig zu ausführlich wurden und ein wenig zäh waren, aber insgesamt hat doch die Spannung und das Interesse an dieser Geschichte deutlich überwogen. Gerne empfehle ich es an interessierte Leser weiter.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Krimi, der in den 60er Jahren handelt

Weiße Westen, schwarze Nächte
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Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da ich bisher kaum Krimis gelesen habe die in den 60er Jahren handeln, sondern entweder davor und danach. Ich habe das Hörbuch gemeinsam mit meinem Mann auf ...

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da ich bisher kaum Krimis gelesen habe die in den 60er Jahren handeln, sondern entweder davor und danach. Ich habe das Hörbuch gemeinsam mit meinem Mann auf einer Autobahnfahrt gehört und wir beiden fanden die Geschichte sehr unterhaltsam.

Ruhrgebiet, 1960er Jahre: Hedy Voss ist gewitzt, unabhängig – und verzweifelt. Um für ihre kranke Schwester Elsa sorgen zu können, hat sie keine andere Wahl, als zu tun, was sie am besten kann: Einbrüche verüben. Eines Tages fallen Hedy dabei gefährliche Informationen in die Hände, mit denen Elsa leichtfertiger umgeht, als es den beiden Schwestern guttut. Plötzlich schweben die beiden in höchster Gefahr, und Hedy muss sich entscheiden, wie weit sie bereit ist zu gehen, um Elsa und sich zu schützen.

Der Schreibstil war angenehm, sodass wir und gut auf die Geschichte konzentrieren konnten. Aussrdem hat die Autorin es gut verstanden immer wieder die Geschichte der 60er Jahre im Ruhrgebiet mit einfließen zu lassen und so konnte gerade ich, die noch einer jüngeren Generation angehöre, sehr viel über diese Zeit lernen.

Der Kriminalfall war unterhaltsam und interessant erzählt, es war weniger ein Krimi im Sinne von "Täter- und Spurensuche", sondern vielmehr hat es sich hier um Spionage und Geheimnisse in den Behörden gedreht.

Die Sprecherin hat die Geschichte gut vorgelesen, vorallem die Dialekte die ein paarmal vorgekommen sind waren sehr lebendig anzuhören. Lediglich das Ende fanden mein Mann und ich beide etwas abrupt, aber dies könnte daran liegen, dass es noch mehr Bücher geben wird. Insgesamt ein hörenswerter Krimi, den wir empfehlen können.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Sehr lebensecht geschrieben

Wir in zehn Jahren
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Der Klappentext hat mich direkt neugierig auf das Hörbuch gemacht und ich wollte mehr über diese interessante Story erfahren. Ich wurde auch nicht enttäuscht, sondern hatte ganz im Gegenteil ein paar sehr ...

Der Klappentext hat mich direkt neugierig auf das Hörbuch gemacht und ich wollte mehr über diese interessante Story erfahren. Ich wurde auch nicht enttäuscht, sondern hatte ganz im Gegenteil ein paar sehr interessante und schöne Hörstunden mit dieser Geschichte.

London, 2013: Coralie und Adam begegnen sich an einem Punkt in ihrem Leben, an dem beide mehr Fragen als Antworten haben. Adam ist Politjournalist und hat eine vierjährige Tochter namens Zora, von deren Mutter er getrennt lebt. Coralie ist neu in der Stadt und versucht, als Schriftstellerin Fuß zu fassen. Schnell merken sie, wie viel sie gemeinsam haben: Hals über Kopf verlieben sie sich ineinander. Bald teilen sie sich Wohnung und Leben, gründen schließlich eine Familie. Und dann? Dieser Roman erzählt davon, was nach dem Happy End passiert – den ersten zehn Jahren einer Beziehung. Er erzählt von Überforderung und Versöhnung, von einem Alltag, der neben dem familiären Chaos von den politischen Krisen dieser Zeit geprägt ist: ständig wechselnden Premierministern, Brexit und der Pandemie. Er erzählt von Coralies Versuch, gleichzeitig Stiefmutter, Mutter, Schriftstellerin, Angestellte, Schwester, Freundin, Tochter und Partnerin zu sein, davon, dass man sich manchmal neu erfinden muss, um sich nicht zu verlieren. Und das alles mit einer Wärme, Authentizität und Empathie, dass es nach der Lektüre fast wehtut, die Figuren zurückzulassen.

Der Schreibstil war sehr leicht und einfach und deshalb konnte ich mich ganz auf die Geschichte konzentrieren. Sehr gut gefallen hat mir vorallem, dass sich die ganze Geschichte sehr lebendig angefühlt hat, als wäre sie mitten aus dem Leben geschrieben und genau so passiert. Die Anfangszeit, in der sich Coralie und Adam und Zora kennen lernen fand ich ganz wunderbar und ich fand es toll, dass das Klischee der "bösen Stiefmutter" hier einmal nicht bedient wurde, ganz im Gegenteil!

Die Geschichte widmet sich ernsten Themen wie der Überforderung mit den Kinder und im Alltag wenn der Mann den ganzen Tag auf der Arbeit ist, Stress mit Babys und Teenagern, aber auch den Freuden im Leben. Ausserdem widmet sich das Hörbuch auch der Politik rund um den Braxit und ich fand das mal interessant aus Sicht eines Paares das in England lebt zu lesen, auch wenn ich das Thema irgendwann ein wenig ermüdend gefunden habe. Besser haben mir die anderen Themen gefallen wie zum Beispiel als Frau Beruf und Kinder unter einen Hut zu bekommen und für alle immer "perfekt sein" zu wollen. Daher finde ich das Hörbuch gerade für Frauen im mittleren Alter interssant, die sich sehr oft in diesen vielen Rollen wiederfinden.

Die Sprecherin hat mir sehr gut gefallen, ihre Stimme war angenehm und ich hatte Spaß dabei ihr zuzuhören. Die Story wurde von der Erzählerin lebendig vorgelesen, und ich konnte das Hörbuch wirklich genießen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung ab, wie gesagt besonders für Frauen im Mittleren Alter, aber auch für alle anderen die Interesse haben.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Drei starke Protagonistinnen

Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf
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Ich fand den Klappentext zwar recht ansprechend aber ehrlich gesagt hatte ich auch keine sehr großen Erwartungen an die Story. Ich wurde hier aber absolut eines besseren belehrt, denn die Geschichte hat ...

Ich fand den Klappentext zwar recht ansprechend aber ehrlich gesagt hatte ich auch keine sehr großen Erwartungen an die Story. Ich wurde hier aber absolut eines besseren belehrt, denn die Geschichte hat mich so sehr gefesselt, dass ich das Buch in nur einem Tag gelesen und genossen habe! Ich fand es richtig toll geschrieben und kann es jetzt schon kaum erwarten bis der zweite Teil erscheint!

Die Geschichte führt ins Bergisches Land, 1910. Irma, Enkelin des bekannten Konditormeisters Ludwig Honig, ist glücklich als der attraktive Arno ihr den Hof macht. Doch der unerwartete Tod ihres geliebten Großpapas ändert alles! Neben ihrem guten Freund Eugen bleibt Irma nur die kühle Großmutter Auguste. Die macht eine schockierende Entdeckung: ihr verstorbener Gatte hat nicht nur eine Liebschaft finanziert, sondern die Familie durch den Kauf eines heruntergekommenen Landgasthofs ruiniert. Als Ludwigs uneheliche Tochter und begabte Feinbäckerin Harriet auftaucht, um ihr Erbe einzufordern, müssen die Honigfrauen zusammenhalten.

Der Schreibstil war von Beginn an sehr angenehm und locker zu lesen, ich bin nach ein paar Seiten ganz in die Story eingetaucht und war einfach hin und weg! Die Autorin schreibt kapitelweise wechselnd aus Sicht der drei Protagonistinnen Irma, Harriet und Auguste. Alle Frauen sind unterschiedlichen Alters und Charakters und doch vereint sie eine unglaubliche Stärke, Willenskraft und Mut. Ich war von jeder einzelnen der Frauen absolut fasziniert und sie waren so gut gezeichnet das ich beim Lesen wirklich das Gefühl hatte sie immer besser kennen zu lernen. Aber auch die Nebencharaktere hatten sehr viel Freude gemacht und waren alle authentisch beschrieben.

Die Story hat mir großen Spaß gemacht! Ich konnte nicht nur einiges über die vergangene Zeit mitnehmen und habe über Klassenunterschiede und geächtete Familien gelernt, ich habe auch eine extrem mitreißende Geschichte erhalten, die großartig und sehr berührend war! Ich kann es daher kaum abwarten den zweiten Teil zu lesen und zu erfahren wie es mit den drei Frauen und den anderen Charakteren weitergeht, Ich habe sie alle sehr lieb gewonnen. Gerne gebe ich eine Empfehlung ab und natürlich die volle Punktzahl.

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