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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Humorvoll gelesen

Wir Freitagsmänner
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4,5 Sterne

Wenn ein Mann bei einem Date gesagt bekommt, dass er älter aussieht als sein brandaktuelles Foto, dann weiß er, die Dinge in seinem Leben laufen nicht gerade toll. So wie bei Henri. ...

4,5 Sterne

Wenn ein Mann bei einem Date gesagt bekommt, dass er älter aussieht als sein brandaktuelles Foto, dann weiß er, die Dinge in seinem Leben laufen nicht gerade toll. So wie bei Henri. Irgendwie geht es ihm okay. Aber irgendwie auch überhaupt nicht: seine Ehe ist Geschichte, die Affäre aber auch. Als sein Hausarzt dann auch noch "die Wechseljahre" bei ihm diagnostiziert, reicht es Henri langsam.
Immerhin passt es ganz gut, dass seine Traumfrau Emily als Coach arbeitet. Kann sie ihm helfen? Dummerweise steht Emily privat auf junge Männer. Aber so leicht gibt Henri nicht auf. Er merkt: Er will noch lange nicht aufs Abstellgleis. Und vielleicht sind die Wechseljahre ein Gleiswechsel, den er begrüßen sollte.

Der Schreibstil ist frisch und locker und sehr humorvoll, ich hatte daher überhaupt keine Probleme in die Geschichte hineinzufinden. DIe Geschichte ist ganz klar darauf ausgelegt Spaß zu haben und den Leser oder Hörer zum Lachen zu bringen, dabei vorallem das Thema älter werden bei Männern aufs Korn zu nehmen. Die Geschichte hat aber auch einige emotionale Momente, die ich sehr schön gefunden habe.

Ich mochte den Protagonisten gerne und habe ihn auf dem Weg gerne begleitet, er war teilweise aber auch wirklich allzu naiv und gutgläubig, vorallem wenn es um das ehemalige Haus von ihm und seiner Exfrau geht. Überhaupt war seine Exfrau wirklich unglaublich egoistisch gezeichnet und das sie ihren Kinder so gar nichts gönnt, hat mich etwas traurig gestimmt und hat mir wirklich keinen Spaß gemacht zu hören, ich fand das nicht lustig sondern zutiefst abstoßend.

Ansonsten war die Geschichte aber ein richtig toller Hörspaß und am Ende fiebert man so richtig mit wie die Geschichte endet! Klasse geschrieben.

Herausragend hat aber auch der Sprecher das Hörbuch gelesen und deshalb würde ich bei dieser Geschichte tatsächlich auch ganz klar das Hörbuch empfehlen, denn Christoph Maria Herbst reisst es einfach nochmal etwas mehr raus und liest einfach FANTASTISCH!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Emotionale Geschichte über Mütter und Töchter (Hörbuch)

Niemands Töchter
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Alma ist Niemands Tochter. Sie wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf, doch das kluge und neugierige Mädchen fühlt sich fremd in seiner Familie. Denn um seine Herkunft wird geschwiegen. ...

Alma ist Niemands Tochter. Sie wächst in den Achtzigerjahren in der Eifel auf, doch das kluge und neugierige Mädchen fühlt sich fremd in seiner Familie. Denn um seine Herkunft wird geschwiegen. Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort vermisst noch eine Frau ihre Mutter schmerzlich – Isabell, die 2019 in Berlin lebt. Diese Leerstelle hat ihre Vergangenheit geprägt, und beeinflusst noch immer ihre Gegenwart, ihr Fühlen und Denken und ihr eigenes Familienleben. Als sich Almas und Isabells Wege auf schicksalshafte Weise kreuzen, entfaltet sich zwischen Polaroids und verlorenen Träumen eine Geschichte, die die beiden Frauen über Generationen hinweg verbindet.

Ich habe tatsächlich eine ganze Weile gebraucht um richtig in die Geschichte reinzufinden, es sind viele Namen und viele Perspektiven die erzählt werden und man muss sich immer mal orientieren wer denn nun wer ist und aus welcher Zeit diese Person nun kommt. Dennoch haben mich die Geschichten der einzenen Frauen alle in ihren Bann ziehen können, es geht um Mütter die noch zu jung für ein Baby sind, von solchen die gerne Kinder hätten und von Töchtern die nach ihren Müttern suchen. Das alles sind sehr emotionale Themen die in diesem Hörbuch nach und nach wunderbar zusammengeführt werden und die einzelnen Puzzlestücke werden dann am Ende auch alle zusammengefügt.

Die Sprecherin ist die Autorin selbst und sie hat das Hörbuch sehr gut und emotional vorgelesen. Ihre Stimme war auch sehr angenehm. Dennoch hätte ich mir, für ein besseres Hörverständnis welche der Personen denn nun wer ist, mehrere Sprecher gewünscht die jeweils eine Person gelesen hätten. Dann hätte ich schneller die Perspektiven verstanden. Dennoch erhält das Hörbuch für die emotionale Geschichte 4,5 Sterne und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Eindrücklich geschrieben

Alle glücklich
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Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.
Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und ...

Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.
Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm?
Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes.
Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut!
Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf.

Der Schreibstil des Buches lässt sich locker und einfach lesen, so fliegen die Seiten nur so dahin! Dadurch, dass in jedem Kapitel wechselnd aus Sicht von einem Familienmitglied erzählt wird, erlebt man jedes Innenleben der Person, Gedanken und Gefühle hautnah mit. Dies lässt das Buch zu einem sehr intensiven Leseerlebnis werden. Anfangs denkt man bei jedem der vier noch, dass das Leben in Ordnung ist, aber nach und nach merkt man, dass mehr hinter der Fassade der glücklichen Familie lauert und jeder Probleme mit sich trägt, mit denen er auch oft alleine ist.

Man wird ein bisschen in das Leben der vier Menschen reingeworfen und ebenso auch wieder rauskatapultiert, das Ende lässt sehr viele Fragen offen und ist sehr offen für die eigenen Gedanken. Da mir ein etwas geschlosseneres Ende besser gefallen hätte, gibt es von mir 4,5 Punkte, aber auf jeden Fall eine große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Gelungener Auftakt

Secrets of Black Manor (1). Die Gabe der Träumer
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Am Rand der Kleinstadt, in der Luca lebt, steht das geheimnisvolle Black Manor: ein altes Herrenhaus, bewohnt von dem sonderbaren William Gray, der etwas zu verbergen scheint. Trotzdem zieht sich Luca ...

Am Rand der Kleinstadt, in der Luca lebt, steht das geheimnisvolle Black Manor: ein altes Herrenhaus, bewohnt von dem sonderbaren William Gray, der etwas zu verbergen scheint. Trotzdem zieht sich Luca oft allein mit seinem Zeichenbuch in den Wald zurück, der das Black Manor umgibt. Es ist sein Zufluchtsort, wenn ihm die Hänseleien seiner Mitschüler oder der Streit mit seiner Mutter und seinem Zwillingsbruder zu viel werden. Als am Morgen seines 13. Geburtstags ein schwarzes Symbol auf Lucas Handgelenk erscheint und ein unbekanntes Tier in seinem Zimmer sitzt, erhält er plötzlich eine Nachricht von William Gray. Denn Luca und William verfügen über eine seltene Gabe: Die magischen Wesen, von denen sie nachts träumen, werden real! Und der Ort, von dem diese Wesen stammen, ist näher, als Luca ahnt. Doch das Reich der Träume beherbergt nicht nur Magie und Wunder, sondern auch albtraumhafte Gefahren. Nun ist es an Luca und Will, die Welt vor einem Feind zu beschützen, der sich zum Herrscher über Traum und Wirklichkeit aufschwingen will.

Der Schreibstil liest sich flüssig, locker und passt sehr gut zur Zielgruppe. Auch die Beschreibungen von Black Manor ist bildhaft und als Leser hat man alles gut vor Augen. Die Geschichte stellt einen Auftakt in eine neue Kinderbuchreihe da, die spannend und locker zu lesen ist. Gerade für die Altersgruppe gibt es Spannung und Abenteuer, ausserdem Freundschaft und Zusammenhalt zu entdecken. Meinem Sohn hat das Buch gut gefallen und er kann das erste Buch der Reihe weiterempfehlen, mit ein wenig Luft nach oben für den zweiten Teil.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Tolle Idee, die Umsetzung anders als erwartet

Böser, böser Wolf
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Eine junge Frau wird im Wald entführt. Zurück bleibt nur ein Rotkäppchen-Umhang und ein Korb. Kurz darauf wird eine Leiche gefunden – und ein blutverschmierter goldener Schuh. Detective Inspector ...

Eine junge Frau wird im Wald entführt. Zurück bleibt nur ein Rotkäppchen-Umhang und ein Korb. Kurz darauf wird eine Leiche gefunden – und ein blutverschmierter goldener Schuh. Detective Inspector Lyla Rondell setzt sich auf die Spur des Täters, der bald als der »Grimm-Ripper« Schlagzeilen macht. Dabei ahnt sie nicht, wie tief sie selbst in die Geschichte verstrickt ist. Die britische Bestsellerautorin Alexandra Benedict ist zurück mit einem Thriller, in dem der böse Wolf auf jeder Seite lauert.

Die gefeierte Kriminalautorin Katie erwacht in einem abgeschlossenen Dachzimmer – entführt von einem maskierten Mann, der sich »der Wolf« nennt. Seine Forderung: Sie soll moderne Märchen schreiben, in denen Aschenputtel und Rotkäppchen sterben. Was Katie verfasst, setzt der Wolf in die Tat um. Weigert sie sich, wird sie selbst das Opfer seines tödlichen Spiels. Während Katie verzweifelt versucht, Hinweise für die Polizei in ihre Geschichten einzubauen, beginnt Detective Inspector Lyla Rondell mit den Ermittlungen. Auf diesen Fall hat sie seit fünfundzwanzig Jahren gewartet. Damals verschwand ihre beste Freundin spurlos, zurück blieb nur ein angebissener vergifteter Apfel. Die neuen Morde tragen dieselbe Handschrift: Eine junge Frau wird mit einem goldenen Schuh ermordet, ein Geschwisterpaar mit Lebkuchenkrümeln im Wald gefunden. Doch das ist nicht alles: Schon bald erkennt Lyla, dass sie selbst Teil eines viel größeren Plans ist.

Ich hatte mich bei diesem Buch sehr auf einen coolen Thriller mit Märchenelementen gefreut und der Klappentext hat sich richtig gut angehört! Der Schreibstil ist zwar gut und leicht zu lesen, aber es sind im Buch viele Perspektivwechsel dabei, dies macht die Geschichte nicht einfach zu lesen. Die Grundidee ist wirklich klasse, aber die Umsetzung konnte mich leider nicht so ganz überzeugen. Einmal weil es etwas zu verwirrend geschrieben ist, aber auch das Ende kann mich nicht so wirklich in den Bann ziehen.

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