Melancholisch und Düster
Irgendwann werden wir uns alles erzählenEs erzählt die Geschichte eines Mädchens ,das Ende der 80er in der DDR zur Zeit der Wende lebt. Sie beschreibt aus ihrer Sicht, für mich , realistisch naiven Art einer 15bis 17jährigen.Auf eine verspielte, ...
Es erzählt die Geschichte eines Mädchens ,das Ende der 80er in der DDR zur Zeit der Wende lebt. Sie beschreibt aus ihrer Sicht, für mich , realistisch naiven Art einer 15bis 17jährigen.Auf eine verspielte, melancholische Art erfährt man von ihrem Leben , ihrem dasein, ihr kennen und "lieben" lernen eines 40jährigen Mannes und das bittere Opfer das damit verbunden ist.
Ich hatte einige Mühe mich mit dem Schreibstil anzufreunden. Die Geschichte ist aber wirklich gut umgesetzt. Da ich die Zeit der Wende ,aus Sicht eines WessiMädchens , mitverfolgen konnte ,war der geschichtliche Rahmen im Leben einfacher Bauern sehr interessant.
Auch die Toxische Beziehung und das aggressive Sexualverhalten des Mannes war so gut umgesetzt, dass man nicht gleich mit Übelkeit kämpfen musste wie in vielen anderen Romanen.
Das Ende war düster und traurig, aber man hatte den Eindruck , beide Charaktere des Paares im Gedankengang nachvollziehen zu können.
Es stimmt einen trotzdem nachdenklich.
Als Hörbuch ist sehr zu empfehlen. Die Stimme von Anna Thalbach passt perfekt ins melancholische der Geschichte.