Die Welt der Bibliomantik
Die Spur der BücherDas war das erste Buch von Kai Meyer mit dem ich mich beschäftigt habe.
Die Hörbuch-Version war genial! Ein Sprecher und so viele Stimmen, das war beeindruckend! Es war zwischendurch so facettenreich, ...
Das war das erste Buch von Kai Meyer mit dem ich mich beschäftigt habe.
Die Hörbuch-Version war genial! Ein Sprecher und so viele Stimmen, das war beeindruckend! Es war zwischendurch so facettenreich, der Sprecher verdient hier wirklich einen Orden!
Es geht in dem Buch um die zentrale Figur Mercy Amberdale. Sie wächst bei ihrem Ziehvater Valentine auf, der einen Buchladen besitzt und viel von Bibliomantik versteht, dem Talent, das einige besitzen und u. a. auch Mercy. „Bibliomantik, die: Das Vermögen, mittels eines Buches Magie auszuüben. Dies geschieht, indem der Bibliomant (Buchmagier) ein Seitenherz seines Seelenbuches spaltet.“
Die Story beginnt als Mercy gemeinsam mit Freunden bei der sogenannten Madame Xu einbricht. Sie hat einen Auftraggeber, der er ihr viel Geld bezahlt, das sie wiederum benötigt um ihrem Ziehvater Valentine Medikamente zu besorgen, da dieser sonst stirbt. Bei dem Einbruch müssen ihre Freunde und sie viel erleiden und ihr Freund Grover, zu dem sie sich offenbar hingezogen fühlte, stirbt. Danach gibt sie sich die Schuld an seinem Tod und schwört der Bibliomantik ab, immerhin konnte ihre Gabe das Schlimmste nicht verhindern. Zwei Jahre später ist sie nach wie vor eine Diebin und beschafft für ihre vermögenden Auftraggeber seltene Buchausgaben. Als sie von einem Mord an einem Buchhändler erfährt, der in seinem eigenen Laden verbrannt wurde, ohne dass auch nur ein einziges Stück Papier um ihn herum Feuer fing, ist ihr persönliches Interesse geweckt und sie versucht den Fall zu lösen .Verwickelt sind u. a. auch ihre Freunde Tempest, Philander und seine Schwester Jess.
Das Ganze wird eine ziemliche Verstrickung, sodass man nicht weiß wem man trauen kann und wer hinter den Morden steckt, die nach und nach ausgeübt werden. Mercy muss erkennen, dass sie der Bibliomantik nicht entfliehen kann und sie erfährt wo sie herkommt, wer ihre Mutter ist und wer Valentine wirklich auf dem Gewissen hat.
Mercy selbst ist stur, dickköpfig und vorlaut. Außerdem lässt sie niemanden an sich heran, aber ich fand, dass sie durch ihre alten Freunde Valentine und Philander wieder etwas weicher wird und den Wert der Freundschaft wieder erfährt.
Ich habe es nicht gelesen, sondern gehört und daher möchte ich eine klare Empfehlung für das Hörbuch abgeben, denn es ist so sagenhaft gut gesprochen. Es ist eine Detektivgeschichte, ähnlich wie ein Krimi mit Fantasyelementen und Büchern.
Ich persönlich freue mich auf Teil 2. Das einzige was mich gestört hat, war die Erzählperspektive. Aus der Ich-Perspektive hätte mir die Geschichte besser gefallen, denn so wäre es persönlicher geworden und man hätte mehr Bezug zu den Charakteren gehabt, vor allem zu Mercy selbst.