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Veröffentlicht am 02.09.2024

Farah und die Geheimnisse der Feenwesen

Schattengold – Ach, wie gut, dass niemand weiß ...
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In dem Buch geht es um die junge Farah, die gemeinsam mit ihrem Bruder Thomas und ihrem Vater eine Mühle bewohnte. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und wurde im Firnwald beigesetzt. Hin und ...

In dem Buch geht es um die junge Farah, die gemeinsam mit ihrem Bruder Thomas und ihrem Vater eine Mühle bewohnte. Ihre Mutter ist vor einigen Jahren gestorben und wurde im Firnwald beigesetzt. Hin und wieder spricht sie dort mit ihr.

Die Ziehmutter von Farah ist Berit, eine Heilerin, die Farah vieles lehrte.

Eines Tages erhält Farah im Firnwald Goldmünzen, die zu Laub zerfallen, nachdem sie erzählt woher sie sie bekam. Die Königin erfährt davon und lässt Farah in ihr Schloss bringen damit sie ihr erzählt woher sie das Gold habe. Farah behauptet, sie können Stroh zu Gold spinnen. Sie wird eingesperrt und 3x wird von ihr verlangt Stroh zu Gold zu spinnen. Da sie es nicht beherrscht, holt sie sich Hilfe aus dem Firnwald, indem sie einen Spinnenmann beschwört ihr zu helfen. Seine Bezahlung fordert er in Silber und in Erinnerungen, die er Farah nimmt.

Als Farah und der Kronprinz sich ineinander verlieben, heiraten und Farah ein Kind austrägt, kommt der Spinnenmann um sich das Kind zu holen, da es angeblich als Bezahlung für die 3. Nacht dient, in der er für Farah Stroh zu Gold gesponnen hat.

Farah, der Kronprinz sowie sein treuer Krieger und Freund Adil und Farahs Bruder begeben sich auf eine gefährliche Suche in den Firnwald um das Baby zu retten und den Namen des Spinnenmannes zu erfahren. Dabei stößt Farah auf Geheimnisse, die ihre Herkunft und ihr ganzes Sein betreffen. Der Kronprinz und sie werden in ihrer Beziehung auf die Probe gestellt und ihr Bruder verliebt sich.

Es ist eine Märchenadaption, die auch als Hörbuch sehr gut ist. Die Stimmen wurden gut verstellt und es war angenehm zu hören. Es ist eine sehr fantasyreiche Story, die an Rumpelstilzchen erinnert, aber auch ihren völlig eigenen Charakter besitzt. Den Charakteren fehlte etwas Tiefgang und Farah ist in meinen Augen ein schwieriger Hauptprotagonist. Deshalb gibt es einen Stern Abzug.

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Veröffentlicht am 30.08.2024

Die Ikone Evelyn Hugo und wen sie wirklich all die Jahre liebte

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Es war das erste Buch, das ich von der Autorin las und ich bin wirklich baff. So ein Buch habe ich bisher nicht gelesen und es hallt auch noch sehr nach.

Es geht in "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" ...

Es war das erste Buch, das ich von der Autorin las und ich bin wirklich baff. So ein Buch habe ich bisher nicht gelesen und es hallt auch noch sehr nach.

Es geht in "Die sieben Männer der Evelyn Hugo" um den Beruf der Schauspielerei, um Bisexualität, Homosexualität, Rassenunterschiede, Intrigen und natürlich um die wahre Liebe.

Die Journalistin Monique wird direkt von ihrer Redakteurin angesprochen, weil Evelyn Hugo persönlich nach ihr verlangt hat um ein Interview abzugeben. Monique versteht nicht, warum sie diese große Ehre hat, ist aber begeistert und sagt zu. So lernt sie die Schauspielerin kennen, die keineswegs ein Interview abgeben will. Stattdessen möchte sie. dass Monique ihre Lebensgeschichte niederschreibt und diese nach dem Tod von Evelyn veröffentlicht. Bedingung hierfür ist, dass sie die Geschichte genauso erzählt wie Evelyn sie ihr näherbringt, so wie sich die Ereignisse tatsächlich zugetragen haben.

Warum gerade Monique ausgewählt wurde, spoilere ich nicht. Ich möchte auch nicht viel offenlegen, da es die Spannung verdirbt. Tatsächlich denke ich, dass das Buch für jeden etwas ist. Es schildert wie verlogen die Branche der Reichen und Berühmten ist, wie schwer diese Leute es teilweise trotz all ihres Geldes haben und was sie bereit sind zu tun um ihre wahrhaft Lieben zu beschützen. Im Laufe der Story ist man immer wieder hin- und hergerissen, weil Evelyn sich mal liebenswert, mal egoistisch, mal skrupellos und mal wieder verletzt zeigt.

Ich fand die Homo- und Bisexualität als Thematik in dem Buch wahnsinnig gut umgesetzt. Und am besten hat mir gefallen, dass hier auch die Liebe unter Freunden, die wie Familie werden, erwähnt wird. Das wurde so fantastisch umgesetzt, es wurde gezeigt wie wahrhaftig man Freunde auf eben freundschaftliche Weise mit viel Respekt lieben kann und ich fragte mich, warum man sowas eigentlich so selten liest.

Evelyn Hugo ist eine Frau, die viel Gutes und viel Schlechtes tat, die geliebt wurde, geliebt hat und so unendlich viel verlor.

Toller Schreibstil, interessante Charaktere, unglaubliche Story!

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Veröffentlicht am 20.08.2024

Die Welt der Bibliomantik

Die Spur der Bücher
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Das war das erste Buch von Kai Meyer mit dem ich mich beschäftigt habe.

Die Hörbuch-Version war genial! Ein Sprecher und so viele Stimmen, das war beeindruckend! Es war zwischendurch so facettenreich, ...

Das war das erste Buch von Kai Meyer mit dem ich mich beschäftigt habe.

Die Hörbuch-Version war genial! Ein Sprecher und so viele Stimmen, das war beeindruckend! Es war zwischendurch so facettenreich, der Sprecher verdient hier wirklich einen Orden!

Es geht in dem Buch um die zentrale Figur Mercy Amberdale. Sie wächst bei ihrem Ziehvater Valentine auf, der einen Buchladen besitzt und viel von Bibliomantik versteht, dem Talent, das einige besitzen und u. a. auch Mercy. „Bibliomantik, die: Das Vermögen, mittels eines Buches Magie auszuüben. Dies geschieht, indem der Bibliomant (Buchmagier) ein Seitenherz seines Seelenbuches spaltet.“

Die Story beginnt als Mercy gemeinsam mit Freunden bei der sogenannten Madame Xu einbricht. Sie hat einen Auftraggeber, der er ihr viel Geld bezahlt, das sie wiederum benötigt um ihrem Ziehvater Valentine Medikamente zu besorgen, da dieser sonst stirbt. Bei dem Einbruch müssen ihre Freunde und sie viel erleiden und ihr Freund Grover, zu dem sie sich offenbar hingezogen fühlte, stirbt. Danach gibt sie sich die Schuld an seinem Tod und schwört der Bibliomantik ab, immerhin konnte ihre Gabe das Schlimmste nicht verhindern. Zwei Jahre später ist sie nach wie vor eine Diebin und beschafft für ihre vermögenden Auftraggeber seltene Buchausgaben. Als sie von einem Mord an einem Buchhändler erfährt, der in seinem eigenen Laden verbrannt wurde, ohne dass auch nur ein einziges Stück Papier um ihn herum Feuer fing, ist ihr persönliches Interesse geweckt und sie versucht den Fall zu lösen .Verwickelt sind u. a. auch ihre Freunde Tempest, Philander und seine Schwester Jess.

Das Ganze wird eine ziemliche Verstrickung, sodass man nicht weiß wem man trauen kann und wer hinter den Morden steckt, die nach und nach ausgeübt werden. Mercy muss erkennen, dass sie der Bibliomantik nicht entfliehen kann und sie erfährt wo sie herkommt, wer ihre Mutter ist und wer Valentine wirklich auf dem Gewissen hat.

Mercy selbst ist stur, dickköpfig und vorlaut. Außerdem lässt sie niemanden an sich heran, aber ich fand, dass sie durch ihre alten Freunde Valentine und Philander wieder etwas weicher wird und den Wert der Freundschaft wieder erfährt.

Ich habe es nicht gelesen, sondern gehört und daher möchte ich eine klare Empfehlung für das Hörbuch abgeben, denn es ist so sagenhaft gut gesprochen. Es ist eine Detektivgeschichte, ähnlich wie ein Krimi mit Fantasyelementen und Büchern.

Ich persönlich freue mich auf Teil 2. Das einzige was mich gestört hat, war die Erzählperspektive. Aus der Ich-Perspektive hätte mir die Geschichte besser gefallen, denn so wäre es persönlicher geworden und man hätte mehr Bezug zu den Charakteren gehabt, vor allem zu Mercy selbst.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Noahs Reise durch Europa

You are my Light
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Das Buch ist eine Novelle zur eigentlichen Story "The light ins us" und sie ist so solide wie der Vorgänger.

Die Geschichte beginnt damit, dass Noah im Krankenhaus ist aufgrund seiner häufigen Migräne-Anfälle. ...

Das Buch ist eine Novelle zur eigentlichen Story "The light ins us" und sie ist so solide wie der Vorgänger.

Die Geschichte beginnt damit, dass Noah im Krankenhaus ist aufgrund seiner häufigen Migräne-Anfälle. Da Charlotte endlich wissen will was in Europa passiert ist als Noah ihr allein von Land zu Land gefolgt ist um an ihrer Tournee teilzunehmen. Sie findet in seiner Tasche auf seinem Laptop ein Manuskript und liest es. Das Manuskript thematisiert seinen Leidensweg mit der Blindheit, sein Kennenlernen mit Charlotte und wie sie sich ineinander verlieben. Ebenso beschreibt Noah die Erfahrungen jeder einzelnen Stadt auf seiner Reise durch Europa. Auch hier liest man bereits, dass er oft einen Migräne-Anfall erleidet.

Noah beschreibt sehr gut wie schwierig es für einen Blinden ist sich zurechtzufinden. Allein Flughäfen bereiten schon Schwierigkeiten und der Leser ist immer voller Mitgefühl für ihn. Viele Menschen bieten ihm Hilfe an oder aber er fragt sogar danach. In Amsterdam widerfährt ihm leider nichts Gutes. Er wird leichtsinnig und ist gutgläubig auf Leute zugegangen um auch mal neue Bekanntschaften auf seiner Reise zu schließen und wird dabei übel abgezockt und betrogen. Als ihm dann Margrit hilft, schlöpft Noah aber wieder Hoffnung und diese Begegnung war für den Leser echt schön, weil Noah es wirklich verdiente, dass ihm jemand hilft.

Alles in allem war es wie der Vorgänger nett zu hören, emotional, traurig, aber auch wieder extrem klischeehaft. Die Spice-Szene im Hotel mit der Reaktion der Zimmernachbarn war völliger Schwachsinn und das Happy End war auch wieder etwas drüber.

Der Schreibstil von Emma ist immer wunderbar, aber ich frage mich, ob sie es als Autorin nicht erträgt, wenn ihre Protagonisten am Ende einfach nur zufrieden sind und nicht übertrieben glücklich mit einem Happy End nach dem anderen. Für meinen persönlichen Geschmack ist das immer ein bisschen zu viel.

Wer "The light in us" gelesen hat, sollte sich die dazugehörige Novelle auf jeden Fall einverleiben, da man hier aus Noahs Sicht alles über seine Reise erfährt.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Noah & Charlotte

The Light in Us
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Ich habe sehr viele Emma Scott Bücher gelesen und sie ist eine meiner liebsten Autorinnen, weil ich sie sprachlich herausragend finde. Wahrscheinlich würde ich ihre Geschichten erkennen, selbst wenn ich ...

Ich habe sehr viele Emma Scott Bücher gelesen und sie ist eine meiner liebsten Autorinnen, weil ich sie sprachlich herausragend finde. Wahrscheinlich würde ich ihre Geschichten erkennen, selbst wenn ich nicht wüsste, dass sie sie geschrieben hat.

Sprachlich ist auch diese Story wieder sehr gut, ohne Zweifel. Anfangs war ich von der Idee der Geschichte begeistert, weil sie mich an "Ziemlich beste Freunde" erinnerte. Es beginnt mit dem Prolog, in dem der Journalist und Adrenalinjunkie Noah einen Albtraum hat, der ihn an seinen Unfall erinnert. Er hat für Planet X geschrieben, einem Magazin, das über Extremsportarten berichtet. Um sie besser beschreiben zu können, hat Noah diese Sportarten selbst ausgeübt bis er eines Tages beim Klippenspringen ein schlechtes Timing hatte und auf einen Felsen aufschlug. 12 Tage Koma, anfangs ein kaputtes Bein, unzählige OP´s und zeitweise Sprachverlust später konnte er genesen - nur sein Augenlicht verlor er für immer. Seither muss er leben als Blinder zu leben. Seine Familie versucht ihn zu unterstützen, jedoch vergebens. Er lässt niemanden an sich ran, wird schnell grob und wütend. Der Finanzberater der Familie (Lucien) versucht ihm zu helfen und stellt Assistenten ein, die Noah im Alltag unterstützen sollen, doch er vergrault jeden oder kündigt sie sogar selbst. Irgendwann ist Lucien in einem Café und trifft dort Charlotte, die in einer lauten WG lebt und nicht genug Geld für Miete trotz 2 Jobs aufbringen kann.

Er erkennt, dass sie ein freundlicher und gütiger Mensch ist und bietet ihr die Assistenstelle bei Noah an, nachdem sie ihm erzählt, dass sie Konzertviolinistin ist. Zumindest ist sie außerordentlich talentiert als Geigerin und hat ihr Studium an der Juilliard erfolgreich abgeschlossen, aber als ihr Bruder Chris stirbt, zu dem sie eine enge Bindung hat, kann sie sich nicht mehr aufraffen zu Probespielen zu gehen. Da das Gehalt, das Lucien ihr anbietet, verlockend ist und sie dringend Einkommen benötigt, nimmt sie die Stelle unter der Voraussetzung dort wohnen zu dürfen, an. Auch zu ihr ist Noah ungehobelt und abweisend, aber Charlotte ist stark und direkt, lässt sich nichts gefallen und ist imstande ihre Meinung zu sagen. Noah ist Konter nicht gewohnt und fängt an sie zu respektieren, besonders als er sie Geige spielen hört. Seine Krankheit hat u. a. zur Folge, dass er gelegentlich starke Migräne-Anfälle bekommt. Er benötigt dann starke Medikamente, da es schlimme Folgen nehmen kann. Charlotte hilft ihm als er so einen Anfall erleidet und sie verlieben sich ineinander.

Bis hierhin fand ich alles sehr sehr gut, aber dann wurde es für mich zu vorhersehbar, zu unspektakulär, zu klischeehaft. Ein ungehobelter alter Freund von Noah taucht auf und es ist so offensichtlich was passiert. Das hat mich sehr gestört, ebenso wie das typisch klischeehafte Ende des Buchs.

Aber Lucien war ein Grund weshalb das Buch schön war, ebenso wie Charlotte - ihr starker Charakter hat mir sehr gut gefallen genauso wie Luciens liebevolle Art. Es war schön über eine talentierte Geigerin zu lesen, die an Konzerttourneen teilnehmen soll, weil sie so begabt ist.

Wer sich nicht an Klischee-Lovestories stört und etwas über ausgefallene talentierte, tiefgründige Charaktere lesen will, ist (wie immer bei Emma Scott) ist hier wieder genau richtig. Die Geschichte ist wirklich schön, künstlerisch und mit Worten gemalt. Mich hat auch der Spice gestört, weil es völlig übertrieben dargestellt wurde.

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