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Veröffentlicht am 16.02.2025

Mord mit Mozarkugeln

Salzburger Intrigen
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Ein sympathisches Ermittlerduo ermittelt in der Mozartstadt. Ein junges Paar gräbt in ihrem Garten ein menschliches Skelett aus. Bei den Ermittlungen von Dina Stassny und Adrian Billinger vom LKA erleben ...

Ein sympathisches Ermittlerduo ermittelt in der Mozartstadt. Ein junges Paar gräbt in ihrem Garten ein menschliches Skelett aus. Bei den Ermittlungen von Dina Stassny und Adrian Billinger vom LKA erleben die Leser einen Ausflug in die Kunstwelt (Musikszenerie) von Salzburg. Kurz danach wird eine Schriftstellerin mit Mozartkugeln vergiftet. Bald gerät das Paar unter verdacht. Aber vieles ist nicht so wie es scheint und so beginnen interessante Ermittlungen.

Dina ist eine sympathische junge Frau, die Emotionen bei ihren Ermittlungen zeigt. Sie hat ein besonderes Talent, dass sie sich sehr gut Gesichter von Fotos oder Begegnungen merken kann. Dieses Talent hilft ihr sehr bei ihrer alltäglichen Arbeit. Ihr Kollege Adrian schwärmt heimlich für sie, zeigt dies aber immer nur im Verborgenen, was ich lustig fand. Die Ermittlungen werden gut beschrieben und als lesende Person hat man so einige verdächtige Charaktere.

Der Schreibstil ist flüssig, bei einzelnen Charakteren mit leichtem österreichischem Akzent und gut lesbar. Gerade die lokale Note sorgt für Authentizität beim Lesen. Die Spannung ist gut temperiert, auch wenn ich mir hier noch mehr Turns in der Handlung gewünscht hätte. Ab der Mitte der Story war ich mir sicher, wer hinter den Taten steckt. Hier hätte die Autorin vielleicht noch die ein oder andere Fallstrick einbauen können. Die Charaktere und Hintergründe der Ermittlungen sind aber gut ausgebaut und sorgen für ein sehr stimmiges Bild. In Summe hat mir dieser Krimi gut gefallen und ich würde nochmals bei diesem interessanten Ermittlerduo zuschlagen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Mystischer Roman mit Krimielementen

Das Haus der Bücher und Schatten
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Ein sehr atmosphärischer Roman der mit einem Zeitabstand von 20 Jahren auf zwei Zeitebenen spielt. In Leipzig im Jahr 1933 ermittelt der zuvor von den Nazis entlassene Kommissar Cornelius Frey in zwei ...

Ein sehr atmosphärischer Roman der mit einem Zeitabstand von 20 Jahren auf zwei Zeitebenen spielt. In Leipzig im Jahr 1933 ermittelt der zuvor von den Nazis entlassene Kommissar Cornelius Frey in zwei Mordfällen. Dabei geht ihm der Mord an einem jungen Mädchen persönlich sehr nahe. Er muss dabei gegen die politischen Strömungen und seine Vergangenheit ankämpfen.

Zwanzig Jahre früher im Baltikum reist die junge Lektorin Paula mit ihrem Verlobten Jonathan zu einem abgelegenen Anwesen, um dort das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand einzusehen. Doch bald kommen Zweifel an dem Verhalten Aschenbrands auf. Was hat er zu verbergen?

Sehr spannend sind die beiden Geschichten konzipiert worden. Dabei hat es der Autor geschafft den tragenden Charakteren viel Tiefe zu geben. Durch die beiden grandiosen Hörbuchsprecher Luise Helm und Johann von Bülow bekommen die Figuren noch mehr menschliche Züge. Sehr schön finde ich es immer wieder, wenn wir bekannten Figuren aus einem den anderen Bänden um das Graphische Viertel begegnen, solches Cross-over mag ich einfach.

Die Spannung wird von einer besonderen Atmosphäre getragen. Man hat immer das Gefühl das noch Geheimnisse offenbart werden, was im Laufe der Erzählung auch immer mehr geschieht. Das Setting ist geprägt von einem einzigartigen Schauerroman-Feeling, sei es die Abgeschiedenheit im Baltikum oder der Nebel in den Gassen des Graphischen Viertels in Leipzig.

Weitere Themen des Romans sind Seáncen und der Glaube an Übernatürliches, der Nationalsozialismus und die Verstrickungen der Polizei in die Politik. Aber auch die Bewältigung der Vergangenheit und die Liebe zu Büchern spielt eine ganz große Rolle.

Sehr atmosphärisch und schön erzählend ist der Schreibstil des Autors. Er schafft es durch eine bildhafte Sprache die Umgebung vor den Augen der Lesenden bzw. Hörenden wie einen Film abzubilden. Was mir sehr gut gefallen hat war die Entwicklung der Geschichte, die sich im Laufe der Erzählung immer mehr zu einem Krimi entwickelt.

Das Ende ist überraschend und hat mich fasziniert zurückgelassen. Ein großartig konzipierter Roman der mit Krimifeeling und mystischen Elementen spielt. Bei seiner Lesung in Aachen hat der Autor bereits verraten, dass zwei weitere Bände geplant sind, was uns sehr gefreut hat.

Eine klare Leseempfehlung und ein großer Dank an den Autor für die schönen Lese- bzw. Hörstunden.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Spannende Entführungsserie

Grenzfall - Ihr Schrei in der Nacht
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Für mich war es der erste Fall von Anna Schneiders Grenzfall-Reihe und ich bin nun wahrlich keine überzeugte Krimileserin, aber diese Reihe werde ich definitiv weiterverfolgen. Denn dieser Krimi sorgt ...

Für mich war es der erste Fall von Anna Schneiders Grenzfall-Reihe und ich bin nun wahrlich keine überzeugte Krimileserin, aber diese Reihe werde ich definitiv weiterverfolgen. Denn dieser Krimi sorgt dafür, dass man den Atem anhält.

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen einige verschwundene Personen, sowohl auf deutscher Seite als auch auf österreichischer Seite. Dem Leser bzw. der Leserin ist klar, dass dies kein Zufall sein kann. Dennoch tappt man sehr lange im Dunkeln, was das Motiv der Tat ist und was die Opfer miteinander verbindet.

Für mich persönlich herausragend ist zum einen die Charakterzeichnung der beiden Hauptermittler Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Sie ist 32 Jahre alt und bei der Kripo in Weilheim und er steht kurz vor seiner Pensionierung und arbeitet bei LKA Tirol. Am Ende von Band eins ist herausgekommen, dass sie Vater und Tochter sind, aber lange nichts von der Existenz des anderen wussten. Dies bringt noch einmal eine zusätzliche Dynamik in das Ermittlerduo.

Die Vermisstenfälle werden zu einem Mordfall und die Geschichte nimmt immer weiter an Fahrt auf, sodass man zum Ende hin den Roman nicht mehr aus der Hand legen will. Die letzten Seiten sind so fesselnd, dass man beim Lesen den Atem anhält. Ganz großes Kino, was den Spannungsbogen und den Aufbau des Romans angeht. Ein riesengroßes Kompliment an die Autorin.

Der Schreibstil von Anna Schneider ist flüssig und gut zu lesen. Durch die vielen Dialoge gibt es ein hohes Tempo im Roman. Die Beschreibungen sind wohl dosiert und tragen zu einem guten Gesamtbild ein, was ein stimmungsvolles Porträt der Lokalitäten zur Folge hat.

Ein äußerst spannender Kriminalroman mit zwei sympathischen Hauptermittlern. Für mich eine Krimireihe, die ich im Auge behalten werde

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Ein Tierkrimi mit Charme

Mord in Shady Hollow
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In diesem besonderen Krimi taucht die Leserschaft in eine charmante und liebevolle Welt ein, die von tierischen Protagonisten bevölkert wird. Das Autorenduo kreiert mit dieser Geschichte einen interessanten ...

In diesem besonderen Krimi taucht die Leserschaft in eine charmante und liebevolle Welt ein, die von tierischen Protagonisten bevölkert wird. Das Autorenduo kreiert mit dieser Geschichte einen interessanten Waldtierkrimi, der nicht nur spannend, sondern auch voller Witz und Charme ist. In der Story geht es um ein Städtchen voller Tiere. In Shady Hollow leben Tiere aller Art sehr harmonisch und zivilisiert zusammen. Doch eines Tages wird die Harmonie durch einen brutalen Mord gestört. Die Füchsin Vera Vixen ist neu in der Stadt und arbeitet als Journalistin in der örtlichen Zeitungsredaktion Herald. Sofort macht ihr journalistischer Spürsinn sich bemerkbar und sie ermittelt zusammen mit ihrer Freundin der Räbin und Buchhändlerin Lenore. Doch bald muss sie merken, dass sie sich nicht überall Freunde macht. Ein gefährliches Spiel beginnt.

Die Hauptfigur, Vera Vixen, ist eine schlaue und gewitzte Füchsin, die die Leserinnen und Leser sofort in ihren Bann zieht. Mit ihrem scharfen Verstand, ihrem journalistischen Talent und ihrem unerschütterlichen Gespür für das Verbrechen ist Vera nicht nur selbstbewusst, sondern auch unglaublich sympathisch. Die vielseitigen Nebencharaktere bringen viel frischen Wind in die Erzählung. Gerade bei der Charakterentwicklung hat das Autorenduo ganze Arbeit geleistet. Der Deputy Orville, ein Bär als Polizist, hat mir dabei sehr gut gefallen, da er sich charakterlich wandelt. Die Grundidee, einen Krimi in einer Welt voller Tiere zu inszenieren, hat mir wirklich gut gefallen. Denn es verleitet die lesenden Personen dazu, über menschliche Verhaltensweisen aus einer anderen Perspektive nachzudenken.

Die interessante Auflösung des Mordfalls und die cleveren Hinweise geben dem Buch einen klassischen Krimi-Charakter, der den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Die Spannung der Erzählung ist gut temperiert worden. Der Schreibstil des Duos ist liebevoll, durchaus humorvoll mit einer leicht infantilen Note versehen worden. Dabei soll das kein Kritikpunkt darstellen, denn ich bin mit der Grundumsetzung der Geschichte zufrieden gewesen. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir noch mehr Wendungen gewünscht, aber in Summe hat mich dieser Krimi wirklich gut unterhalten. Auch wenn ich mit meiner Verdächtigung richtig lag, ist dies kein Grund diesen Krimi nicht zu mögen. Eine Grundidee mit viel Charme und Potential die ich gerne weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Mitläufer aus der NS Zeit

Alte Taten, neuer Zorn
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Sehr gut beschreibend und erzählend habe ich diesen historischen Kriminalroman genossen. In der Handlung geht es um den Kriminalinspektor Carl Bruns, der zu einem Mord an einen angesehenen Richter gerufen ...

Sehr gut beschreibend und erzählend habe ich diesen historischen Kriminalroman genossen. In der Handlung geht es um den Kriminalinspektor Carl Bruns, der zu einem Mord an einen angesehenen Richter gerufen wird. Schnell wird klar, dass viele Menschen unter diesem Richter gelitten haben. Doch Carl Bruns stochert im Nebel. Wird er es schaffen Gerechtigkeit in die Sache zu bringen?

Carl Bruns ist auf seinen Job fokussiert doch auch privat macht ihm so einiges zu schaffen. Er möchte seine Liebe Anna heiraten, doch es gibt böse Gerüchte. Auch sonst ist das Leben im Nachkriegsdeutschland kein Zuckerschlecken. Sehr gut hat mir Annas Schwester Frieda gefallen. Sie ist so ein typischer Anticharakter und sorgt für einige für die damalige Zeit nicht so gesellschaftsfähige Momente.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön beschreibend und man hat die damalige Zeit genau vor Augen. Sie sorgt für eine Atmosphäre, die sehr authentisch ist. Die Spannung der Handlung ist sehr gut und entwickelt sich stetig weiter. Was mir auch sehr imponiert hat war das Faktenwissen, was die Autorin an den Tag gelegt hat. Ich habe so einiges erfahren, was ich nicht für möglich gehalten habe. Gerade auch das Thema der “Mitläufer” aus der NS-Zeit, sowie das Justiz-Empfinden mancher Menschen wird hier sehr transparent und interessant dargestellt. Ein Roman der mich sehr gut unterhalten hat.

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