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Veröffentlicht am 23.02.2025

Die unsichtbaren Kinder

Das Glaskind
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Stefanie Gregg hat wieder einmal einen sehr berührenden Roman geschrieben, der sich sehr intensiv mit Familiendynamiken auseinandersetzt.

Maya ist eine sehr bemerkenswerte Hauptfigur, mit der ich mich ...

Stefanie Gregg hat wieder einmal einen sehr berührenden Roman geschrieben, der sich sehr intensiv mit Familiendynamiken auseinandersetzt.

Maya ist eine sehr bemerkenswerte Hauptfigur, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Nur weiß ich nicht, ob ich dies alles so gekonnt hätte, wie sie es in dem Roman getan hat. Mayas Bruder ist anders, er ist Autist und für seine Eltern eine Belastung. Seine Mutter und sein Vater sind mit ihm überfordert, darüber geht auch die Ehe der beiden kaputt. Maya ist die Einzige, die Zugang zu ihrem Bruder hat. Als ihre Mutter einen Unfall hat, lässt sie in Hamburg, wo sie als Ärztin arbeitet, alles stehen und liegen, um zu ihrem Bruder zu fahren.

Zu Doris, der Mutter der drei Geschwister, konnte ich keine richtige Beziehung aufbauen, auch zu dem Vater Johannes. Dafür waren mir die drei Geschwister Maya, Tobi und Merlin sehr nah. Maya die Verantwortungsbewusste, Tobi der Autist und Merlin, der Junge der immer lacht.

Glaskinder: Kinder, die durchsichtig neben den Geschwistern sind, weil diese die volle Aufmerksamkeit der Familie einfordern, aufgrund von einer Behinderung, psychischen Erkrankung, Suchtprobleme oder anderen Faktoren, wie etwa, weil sie besonders frech, anstrengend sind oder ein Hobby haben, dem sich die gesamte Familie unterordnet, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Geschwisterkinder, wie Maya übernehmen zu viel Verantwortung, als dass sie diese eigentlich leisten können. Eltern nehmen diese Hilfe als selbstverständlich an und schauen durch diese Kinder hindurch, ohne sie zu wertschätzen und sie wirklich wahrzunehmen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr gut und leicht zu lesen. Der Roman zeichnet sich durch viele Rückblenden in die Kindheit der Geschwister aus. Jahreszahlen geben Orientierung, wo man sich befindet, in meinem Rezensionsexemplar von NetGalley fehlte diese Einteilung, was es mir teilweise etwas schwer machte.

Ebenso wird die Familiendynamik durch die diversen Dialoge gut dargestellt, was gleichzeitig zu einen hohem Lesetempo beiträgt. Ich bin regelrecht durch den Roman geflogen, was mir sehr gut gefallen hat und Spaß gemacht hat, trotz des recht ernsten Themas.

Vielen lieben Dank an Stefanie Gregg, dass Du den Glaskindern in jeglicher Form ein Denkmal gesetzt hast.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Wie Feuer und Eis

The Favourites
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Ein ungewöhnlicher und gleichzeitig spannender und eindringlicher Roman um ein Eistanzpaar, welches man so schnell nicht vergessen wird.

Der Roman handelt von Katerina Shaw, die sich bereits als kleines ...

Ein ungewöhnlicher und gleichzeitig spannender und eindringlicher Roman um ein Eistanzpaar, welches man so schnell nicht vergessen wird.

Der Roman handelt von Katerina Shaw, die sich bereits als kleines Mädchen in den Kopf gesetzt hat, eine Olympische Medaille zu gewinnen. Sie lernt Heath Rocha kennen und lieben. Die beiden sind ein spannungsgeladenen Parr nicht nur auf dem Eis sprühen die Funken zwischen den beiden, sondern auch abseits der Eisfläche. Ihre Rivalen sind Bella und Garreth Lin, sie kommen in dasselbe Trainingszentrum. So sollen die beiden Paare sich gegenseitig puschen. Doch die Rechnung geht nicht so ganz auf. Ein Wirrwarr aus Intrigen, Gefühlen und skandalösen Momenten ist das Ende.

Der Roman ist interessant konzipiert. Grundsätzlich unterteilt er sich in fünf Teile. Aber dies ist nicht das herausragende Element. Er liest sich wie ein Dokumentarfilm, wir haben erzählende Passage, die immer wieder von “Interview-Partner” unterbrochen werden. Die Interview-Passagen feuern das Lesetempo ungemein an, es werden Dinge vorweggenommen und in einen größeren Zusammenhang gestellt, sowie Andeutungen werden gemacht, die man als Leser*in nicht einordnen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und gut zu lesen, die vielen Dialoge auch in den Erzählpassagen heizen das Lesetempo an und sorgen so dafür, dass man rasch vorankommt. Hinzu kommt der gute Spannungsaufbau des Romans, weil sich auch die Story am Ende immer mehr zuspitzt und mit einem ungewöhnlichen und dramatischen Ende aufwartet. Eine Erzählung die nicht nur klassische Liebesroman oder New Adult Fans begeistern wird, sondern auch solche die gerne einen Blick hinter die Kulissen des Eiskunstlaufens bzw. Eistanzen werfen möchten. Ein Roman, der aufgrund seines ungewöhnlichen Aufbaus im Gedächtnis bleiben wird und der Dramatik und Skandal vereint.

Gänsehaut und Herzklopfen garantiert bei vier starken Protagonisten, die sich nichts schenken und nur ein Ziel haben Gold bei Olympischen Spielen.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Ein Einsiedler im Hotel

Dorn. Hotel der Angst
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Spannend geschrieben mit einem sehr charakterlich gegensätzlichen Ermittlerduo hat dieser Auftakt einer neuen Buchreihe mir gut gefallen. Eine ehrgeizige Ermittlerin des Bundeskriminalamtes Österreich ...

Spannend geschrieben mit einem sehr charakterlich gegensätzlichen Ermittlerduo hat dieser Auftakt einer neuen Buchreihe mir gut gefallen. Eine ehrgeizige Ermittlerin des Bundeskriminalamtes Österreich wird tot in Hamburg aufgefunden. Die Spur ist eher mysteriös. Die junge Kriminalpolizistin Lea Wagner wird auf den Fall aufmerksam, da sie die Tote flüchtig kannte. Im Zuge ihrer Ermittlungen reist sie zu einem alten verlassenen Hotel, in dem der ehemalige Kriminalpsychologe Simon Dorn lebt. Bald müssen beide feststellen, dass mehr als nur ein Mord hinter der Sache steckt.

Lea Wagner ist eine junge aufgeschlossene Kommissarin, die aber manchmal etwas naiv wirkt. Sie möchte gute Arbeit leisten und schießt dabei aber so manchmal über das Ziel hinaus. Simon Dorn ist vom Leben gezeichnet und wirkt sehr depressiv. Das Einsiedlerleben gibt ihm Sicherheit doch die “Schrecken der Vergangenheit” lassen ihn nicht wirklich los. Die sehr interessante Mischung der beiden Charaktere ist eine der absoluten Stärken des Romans. Das Konfliktpotential ist vorprogrammiert und doch müssen beide ungewollt zusammenarbeiten.

Der Schreibstil ist gut erzählend und sehr gut lesbar. Mein Lieblingsnebencharakter ist Buddy der Hund, der doch so seine zahlreichen Auftritte in der Handlung hat. Der Autor schafft es gut die Geschichte auch aus der Sicht bestimmter Personen in die Geschichte einzubauen. Ich hätte mir noch ein zwei Twists im Laufe der Story gewünscht, wie ich es von den vorangegangenen Romanen des Autors erlebt habe. Die Geschichte an sich ist aber trotzdem gut spannend und man ist als lesende Person immer gewillt schnell weiterzulesen. Das Setting mit dem verlassenen Hotel ist eine sehr gute Idee, die mit Sicherheit noch viel Potential für Geschichten bietet. Ich bin gespannt, ob es einen weiteren Fall von Simon Dorn und Lea Wagner geben wird. Ich würde gerne wissen, wie es mit den beiden weitergeht.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Eine Brandserie hält die Grenzregion in Atem

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Eine Serie von Brandanschlägen hält die Grenzregion Bayern und Österreich in Atem. Den Anfang macht ein Unfall mit einem PKW der völlig ausbrennt. Doch dabei bleibt es nicht. Bald gibt es weitere Brände. ...

Eine Serie von Brandanschlägen hält die Grenzregion Bayern und Österreich in Atem. Den Anfang macht ein Unfall mit einem PKW der völlig ausbrennt. Doch dabei bleibt es nicht. Bald gibt es weitere Brände. Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber fragen sich: Wer legt diese Feuer? Ihr Kollege und Vater Chefinspektor Bernhard Krammer aus Innsbruck erlebt ähnliche Fälle. Wie hängt das alles zusammen? Oder handelt es sich um Einzeltaten? Eine spannende Suche nach den Verursachern beginnt.

Alexa hat sich meiner Meinung nach weiterentwickelt. Wirkte sie in den ersten Fällen noch etwas zurückhaltend und schüchtern entwickelt sie immer mehr ihren eigenen Kopf. Dabei schreckt sie auch privat nicht vor Entscheidungen zurück. Bernhard Krammer hat seine Schwierigkeiten mit der heutigen Gesellschaft und den hervorkehrenden Ansichtsweisen. Er liebt das Gemütliche und die Kulinarik seiner Heimat. Allerdings beweist er immer wieder, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Die Erzählperspektive erfolgt abwechselnd aus der jeweiligen Sicht der Ermittelnden in Bayern bzw. Österreich. Dadurch erreicht die Autorin die Lesenden sehr gut. Sie schafft es dabei auch sehr gut beide Hauptermittler mit nahezu gleichen Anteilen an der Geschichte teilhaben zu lassen. Auch die erneute etwas in kursiver Schrift gehaltene Denkweise der “Täter” sorgt für sehr gute Abwechslung beim Lesen. Ich mag diese Art von “in den Kopf der Täter” schauen. Dies sorgt für zusätzliche Spannung und Brisanz beim Lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist gehoben und sehr spannend. Gerade das Ende dieses Falles ist erneut sehr spektakulär. Ich war sehr gefesselt und habe mit den beiden Ermittlern mitgefiebert. Das Ende ist atemberaubend und ich war froh, dass wenigstens kein Tier zu Schaden gekommen ist. Eine klare Leseempfehlung für diesen erneut spannenden Krimi.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Mord mit Mozarkugeln

Salzburger Intrigen
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Ein sympathisches Ermittlerduo ermittelt in der Mozartstadt. Ein junges Paar gräbt in ihrem Garten ein menschliches Skelett aus. Bei den Ermittlungen von Dina Stassny und Adrian Billinger vom LKA erleben ...

Ein sympathisches Ermittlerduo ermittelt in der Mozartstadt. Ein junges Paar gräbt in ihrem Garten ein menschliches Skelett aus. Bei den Ermittlungen von Dina Stassny und Adrian Billinger vom LKA erleben die Leser einen Ausflug in die Kunstwelt (Musikszenerie) von Salzburg. Kurz danach wird eine Schriftstellerin mit Mozartkugeln vergiftet. Bald gerät das Paar unter verdacht. Aber vieles ist nicht so wie es scheint und so beginnen interessante Ermittlungen.

Dina ist eine sympathische junge Frau, die Emotionen bei ihren Ermittlungen zeigt. Sie hat ein besonderes Talent, dass sie sich sehr gut Gesichter von Fotos oder Begegnungen merken kann. Dieses Talent hilft ihr sehr bei ihrer alltäglichen Arbeit. Ihr Kollege Adrian schwärmt heimlich für sie, zeigt dies aber immer nur im Verborgenen, was ich lustig fand. Die Ermittlungen werden gut beschrieben und als lesende Person hat man so einige verdächtige Charaktere.

Der Schreibstil ist flüssig, bei einzelnen Charakteren mit leichtem österreichischem Akzent und gut lesbar. Gerade die lokale Note sorgt für Authentizität beim Lesen. Die Spannung ist gut temperiert, auch wenn ich mir hier noch mehr Turns in der Handlung gewünscht hätte. Ab der Mitte der Story war ich mir sicher, wer hinter den Taten steckt. Hier hätte die Autorin vielleicht noch die ein oder andere Fallstrick einbauen können. Die Charaktere und Hintergründe der Ermittlungen sind aber gut ausgebaut und sorgen für ein sehr stimmiges Bild. In Summe hat mir dieser Krimi gut gefallen und ich würde nochmals bei diesem interessanten Ermittlerduo zuschlagen.

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