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Veröffentlicht am 26.01.2025

Wunderschöne Geschichte

Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe
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Auch der zweite Teil der Hofreiterin entführt uns wieder nach Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Romans steht wie schon in Band 1 Irma Rehberger und ihr Lipizzaner Hengst Novio, die beiden ...

Auch der zweite Teil der Hofreiterin entführt uns wieder nach Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Romans steht wie schon in Band 1 Irma Rehberger und ihr Lipizzaner Hengst Novio, die beiden sind ein unschlagbares Team, welches die Massen begeistern kann. Denn dies ist auch dringend notwendig, weil nach dem Tod von Kaiserin Sisi, die bekanntlich eine Pferdenärrin war, hat Kaiser Franz-Joseph die finanziellen Mittel der Spanischen Hofreitschule eingeschränkt. Irma möchte mit Pferdeschauen für die Wiener Geld in Kassen spülen und somit die klammen Kassen der Hofreitschule aufbessern. Dabei behilflich ist ihr nicht nur ihr Geliebter und Ausbilder Stephan Gowalka, sondern auch der Journalist Michael Brunner. Er macht keinen Hehl darum, dass er Irma vergöttert und sich in sie verliebt hat. Ist er Irmas Chance auf das große Glück, da die Beziehung zu Stephan mehr als schwierig ist?

Irma ist eine großartige Hauptfigur, die Autorin hat es geschafft eine Figur zu erschaffen die man liebt und gleichzeitig manchmal schütteln möchte, wie die beste Freundin, weil sie sich etwas vormacht.

Mit Stephan und Michael buhlen nun direkt zwei Männer um Irmas Gunst. Als dann noch ein schrecklicher Schicksalsschlag Irma ereilt, scheint ihre Welt aus den Angeln zu geraten.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht zu lesen und man fliegt nur so durch die Seiten. Meist wird der Roman aus der Sicht von Irma erzählt. Insgesamt gibt es nur wenige Rückblicke und Zeitsprünge. Der Ort und die Zeitspanne sind dem Kapitel bei einem Orts- und Zeitwechsel vorangestellt, sodass man sich gut orientieren kann. Ein Personenverzeichnis ermöglicht es sich gut zurecht zu finden, auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Insgesamt umfasst die Erzählung ein gutes dreiviertel Jahr, was eine sehr dichte Folge der Ereignisse mit sich bringt. Man erfährt viel wissenswertes über Pferde und die Spanische Hofreitschule in Wien im Speziellen. Zudem spiel gerade am Ende Kaiser Franz-Joseph eine entscheidende Rolle, sodass auch die Monarchie in Wien zum Tragen kommt.

Themen des Romans sind weiter die Rolle der Frau in der Gesellschaft, die Freundschaft und Loyalität unter Frauen, aber auch die Fortschritte in der Medizin.

Schade, dass die Reihe nun ihr Ende gefunden hat, aber ich kann mit diesem Happy End leben, da es zuvor sehr dramatisch ist.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein unterhaltsamer Krimi mit viel kulinarischem Flair

Salute - Der letzte Espresso
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Ein unterhaltsamer Krimi mit viel kulinarischem Flair, der für Urlaubsfeeling sorgt. In dem Roman geht es um den ehemaligen Deutschen Hauptkommissar Paul Zeitler, der in dem Ort Bardolino am Gardasee ein ...

Ein unterhaltsamer Krimi mit viel kulinarischem Flair, der für Urlaubsfeeling sorgt. In dem Roman geht es um den ehemaligen Deutschen Hauptkommissar Paul Zeitler, der in dem Ort Bardolino am Gardasee ein Café betreibt. Er möchte eigentlich nichts mehr mit seinem alten Beruf zu tun haben, wird aber leider mit einem Toten in seinem Café konfrontiert. Schnell beginnt das „Ermittler-Gen“ bei ihm zu schlagen. Die Örtliche Polizei um Commissario Lanza ist da skeptisch und Zeitler lernt die Arbeit der italienischen Polizei kennen. Alles wird immer verworrener. Kann Paul Zeitler seinen Lebenstraum weiterleiben oder ist es schon vorbei mit der italienischen „Dolce Vita“?

Paul Zeitler ist ein ruhiger Vertreter seiner Art, der in dem Betrieb seines Cafés persönlich aufgeht. Er pflegt sehr gern die Kontakte zu seinen Nachbarn und hat in der Boutique Betreiberin Lisa eine gute Freundin gefunden. Commissario Lanzer wirkt sehr abweisend und ist in gewisser Weise ein Gegenspieler von Zeitler. Mit ihm bin ich im Laufe der Erzählung etwas wärmer geworden. Diese unterschiedlichen Charaktere sorgen aber für das Salz in der Suppe der Erzählung. Überhaupt sind die sehr vielseitigen Figuren in der Erzählung eine Stärke des Autors. Ich konnte mir einige Persönlichkeiten sehr gut vorstellen und empfand die Darstellung dieser als sehr lebendig.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, humorvoll und sehr gut lesbar. Die Spannung der Erzählung ist gut temperiert und findet ein durchaus interessantes Ende. Im Vergleich zu den Tischler-Krimis hätte ich mir noch mehr Ermittlungsarbeit in dem Kriminalfall gewünscht, aber dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Ein Krimi mit viel Kopfkino für den nächsten Urlaub, der mich gut unterhalten hat. Ich würde gerne einen weiteren Fall von Paul Zeitler und Commissario Lanz lesen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Buchfiguren treffen Bambi

Das Buch der verbotenen Träume
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Wunderschön erzählt hat mich dieser Band der Bücherwelt-Reihe einfach verzaubert. Dawn Walker lebt nach dem Tod ihres Lebensgefährten zurückgezogen in einem kleinen Ort Keswick. Die kleine Bibliothek im ...

Wunderschön erzählt hat mich dieser Band der Bücherwelt-Reihe einfach verzaubert. Dawn Walker lebt nach dem Tod ihres Lebensgefährten zurückgezogen in einem kleinen Ort Keswick. Die kleine Bibliothek im Ort sind ihr Rückzugsort und die Freundschaft zu der Bibliothekarin Elizabeth gibt ihr Kraft und Halt. Eines Tages bekommt Dawn mit, wie der Stammkunde Joseph ein sonderbares Buch verliert. Dieses Buch sieht so schön und mysteriös aus. Sie nimmt es an sich und bekommt einen wunderbaren Traum geschenkt. Was hat es mit diesem Buch auf sich? Bald geschehen sonderbare Dinge und Dawn beginnt eine Reise deren Ausgang sehr ungewiss ist.

Dawn ist seine liebevolle in sich gekehrte Persönlichkeit. Sie trauert ihrer großen Liebe nach und die Liebe zu den Büchern gibt ihr Halt. Was mir äußerst gut gefallen hat, waren die zahlreichen Protagonistinnen und Protagonisten aus den vergangenen Bänden, die ich hier wieder treffen konnte. Aber auch neue Charaktere aus den Büchern traten auf. Ganz besonders hat es mir Bambi angetan, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Ich habe mit ihm mitgefiebert und er hat einfach mein Herz erwärmt. Aber auch für Leo konnte ich Sympathien gewinnen.

Die Story lebt von ihrer bildhaften schön verzierten Sprache. Sehr detailliert beschreibt die Autorin die Vorkommnisse in der Bücherwelt sowie ihrer “Zwillingswelt” in der realen Umgebung. Der Ausflug in die Welt verschiedenster Romane war erneut ein absolutes Highlight dieser Erzählung. Hier werden die Geschichten, die fast jeder kennt, lebendig und ich hatte die Charaktere förmlich vor Augen. Zwei der hier vorkommenden Romane durfte ich bereits lesen und konnte die Verhaltensweisen, der dort handelnden Figuren sehr gut nachempfinden.

Die Spannung der Geschichte ist sehr gut temperiert und findet am Ende ihren Höhepunkt. Denn das Böse ist allgegenwärtig und es wird dramatisch. Die liebevollen Charaktere und das Eintauchen in die vielen Bücher sind das absolute Highlight dieser gesamten Reihe. Dieser Band hat mir aufgrund der Story, dem Zusammenspiel der Figuren und dem allgemeinen Setting mit Abstand am besten gefallen. Ein Glossar am Ende des Buches erklärt auch “Neulingen” sehr gut die “faszinierende Welt der Bücherwelt”. Somit ist auch ein Einstieg an dieser Stelle für Neulinge hier sehr gut gegeben. Eine große Leseempfehlung für alle Fantasy-Fans und die es noch werden wollen. Vielen lieben Dank an die Autorin für die schönen Lesestunden

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Drei Länder, drei Gesellschaftliche Stände und drei Leidenschaften

Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer
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Peter Prange ist für mich einer der großen historischen Romanautoren, sein neustes Werk hatte ich mir extra für die Weihnachtsfeiertage aufgehoben, weil ich dieses Buch in vollen Zügen genießen wollte. ...

Peter Prange ist für mich einer der großen historischen Romanautoren, sein neustes Werk hatte ich mir extra für die Weihnachtsfeiertage aufgehoben, weil ich dieses Buch in vollen Zügen genießen wollte.

Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die drei jungen Menschen Vicky Paxton-Stokes, eine Industriellen-Erbin aus London, Paul Biermann ein deutscher Ingenieur und der französische Koch Auguste Escoffier (als historisch verbürgte Person). Die Lebenswege dieser drei Menschen kreuzen sich in Karlsbad im Jahr 1871, daraus einsteht eine Freundschaft und ihre Lebenswege und die ihrer Familien verweben sich weiter miteinander. Wir begleiten die drei Freunde fast 30 Jahre durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Mit Auguste stehen wir in der Küche und bereiten die leckersten Speisen vor und reisen mit ihm durch Frankreich und London, um den Menschen seine Kochkunst nahe zu bringen. Paul als Ingenieur kümmert sich um die Kanalisation in Berlin, aber auch sonstigen technischen Fortschritt, bevor er später am Bau des Prachtboulevard in Berlin beteiligt ist. Vickys Familie investiert in die Eisenbahn und die Verbindung Englands mit dem Festland, aber auch die Kolonien wie beispielsweise Indien spielen eine große Rolle in dem Leben ihrer Familie. Die drei kommen aus sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und trotzdem schweißt das Schicksal sie zusammen.

Der Roman wird aus allen drei Perspektiven erzählt, sodass wir ein sehr gutes Verhältnis zu den dreien aufbauen können. Besonders Vicky war mir sehr nah, aber auch Paul mochte ich sehr, wohin gegen mir Auguste fremd blieb, vielleicht auch weil ich mit der “französischen Spitzenküche” nicht ganz so viel anfangen kann, obwohl ich es schon sehr interessant fand.

Durch ihre Familie wird die Verbindung der drei im Laufe des Romans noch enger. Drei Länder, drei gesellschaftliche Stände und drei Leidenschaften kennzeichnen diesen Roman.

Der Schreibstil von Peter Prange ist sehr gut lesbar, ich liebe diese kurzen Kapitel. Man hat dadurch wunderbar das Gefühl vorwärtszukommen, obwohl der Roman mit über 660 Seiten nun wirklich nicht klein ist. Aber ich finde durch die wunderbare Atmosphäre, die der Autor erschafft, kommt es einem gar nicht so lang vor. Die vielen Beschreibungen erzeugen ein wunderbares Kopfkino und schaffen ein Gefühl Teil der Handlung zu sein.

Ein sehr guter Auftakt für die neue Dilogie von Peter Prange, ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil von “Herrliche Zeiten” und bin gespannt, welchen Abenteuern und Schicksalsschlägen sich die Familien stellen müssen.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein Krimi um die Kunst

Spur der Gier
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Ein Bild bei der Großmutter sorgt für Aufregung bei Marthe und ihrer Familie. Was als harmlose Aufdeckung beginnt, endet in einer Hetzjagd und Marthe muss lernen, dass Menschen über Leichen gehen für Geld ...

Ein Bild bei der Großmutter sorgt für Aufregung bei Marthe und ihrer Familie. Was als harmlose Aufdeckung beginnt, endet in einer Hetzjagd und Marthe muss lernen, dass Menschen über Leichen gehen für Geld und Macht.

Ein spannender Roman nimmt seinen Lauf. In der Geschichte geht es um die junge Marthe die eine sonderbare Begegnung mit einem Mann namens Steve, einen New Yorker Kunstdetektiv, hat. Sie sucht Hilfe bei Tom den sie zufällig kennengelernt hat. Tom ist ein Nerd und Darknet Aktivist und nimmt sich ihrer Sache an. Ihre Freundin Frances ist generell etwas ängstlicher eingestellt, schließt sich aber diesem ungleichen Duo an. Alsbald nehmen die Dinge ihren Lauf und Marthe wird in eine gefährliche Sache hineingezogen. Wird sie es schaffen sich aus diesem Sog zu befreien?

Marthe ist eine junge selbstbewusste Frau, die gerade im Privaten so einige Turbulenzen hinter sich hat. Obwohl sie sich selbst für nicht besonders hält, wirkt sich gerade auf die Männerwelt anziehend, was es alles nicht einfacher macht. Ihr Freund Tom ist ein Technik-Freak, aber mit seiner Hündin Perla auch ein treuer und loyaler Zeitgenosse. Die Spannung der Geschichte wird sukzessive aufgebaut und entwickelt gegen Ende noch einmal eine besondere Dynamik.

Sehr lebendig und locker ist der Schreibstil der Autorin der sehr gut lesbar ist. Die oft verwendete direkte Erzählweise sorgt für einen sehr lebendigen Lesefluss. Sehr gut hat mir das Setting gerade im zweiten Teil der Erzählung gefallen, was mich sehr gefesselt hat. Auch die Story war gut und hatte keinerlei unnötige Längen aufzuweisen. Ein gut erzählter Krimi der mich stets gut unterhalten hat. Das Ende war äußerst spannend. Vielen Dank an die Autorin für die gute Unterhaltung.

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