Wunderschöne Geschichte
Die Hofreiterin – Das Versprechen der LiebeAuch der zweite Teil der Hofreiterin entführt uns wieder nach Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Romans steht wie schon in Band 1 Irma Rehberger und ihr Lipizzaner Hengst Novio, die beiden ...
Auch der zweite Teil der Hofreiterin entführt uns wieder nach Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Romans steht wie schon in Band 1 Irma Rehberger und ihr Lipizzaner Hengst Novio, die beiden sind ein unschlagbares Team, welches die Massen begeistern kann. Denn dies ist auch dringend notwendig, weil nach dem Tod von Kaiserin Sisi, die bekanntlich eine Pferdenärrin war, hat Kaiser Franz-Joseph die finanziellen Mittel der Spanischen Hofreitschule eingeschränkt. Irma möchte mit Pferdeschauen für die Wiener Geld in Kassen spülen und somit die klammen Kassen der Hofreitschule aufbessern. Dabei behilflich ist ihr nicht nur ihr Geliebter und Ausbilder Stephan Gowalka, sondern auch der Journalist Michael Brunner. Er macht keinen Hehl darum, dass er Irma vergöttert und sich in sie verliebt hat. Ist er Irmas Chance auf das große Glück, da die Beziehung zu Stephan mehr als schwierig ist?
Irma ist eine großartige Hauptfigur, die Autorin hat es geschafft eine Figur zu erschaffen die man liebt und gleichzeitig manchmal schütteln möchte, wie die beste Freundin, weil sie sich etwas vormacht.
Mit Stephan und Michael buhlen nun direkt zwei Männer um Irmas Gunst. Als dann noch ein schrecklicher Schicksalsschlag Irma ereilt, scheint ihre Welt aus den Angeln zu geraten.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht zu lesen und man fliegt nur so durch die Seiten. Meist wird der Roman aus der Sicht von Irma erzählt. Insgesamt gibt es nur wenige Rückblicke und Zeitsprünge. Der Ort und die Zeitspanne sind dem Kapitel bei einem Orts- und Zeitwechsel vorangestellt, sodass man sich gut orientieren kann. Ein Personenverzeichnis ermöglicht es sich gut zurecht zu finden, auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. Insgesamt umfasst die Erzählung ein gutes dreiviertel Jahr, was eine sehr dichte Folge der Ereignisse mit sich bringt. Man erfährt viel wissenswertes über Pferde und die Spanische Hofreitschule in Wien im Speziellen. Zudem spiel gerade am Ende Kaiser Franz-Joseph eine entscheidende Rolle, sodass auch die Monarchie in Wien zum Tragen kommt.
Themen des Romans sind weiter die Rolle der Frau in der Gesellschaft, die Freundschaft und Loyalität unter Frauen, aber auch die Fortschritte in der Medizin.
Schade, dass die Reihe nun ihr Ende gefunden hat, aber ich kann mit diesem Happy End leben, da es zuvor sehr dramatisch ist.