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Veröffentlicht am 23.02.2026

Fünf Kurzgeschichten die zum Nachdenken anregen

Der Fluss der Zeit
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Fünf Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen, aber auch spielerisch mit Sprache umgehen. Vom Verkauf eines Hauses bis zu einem ehemaligen Studentenwohnort sind es die Protagonisten, die mit wenigen ...

Fünf Kurzgeschichten, die zum Nachdenken anregen, aber auch spielerisch mit Sprache umgehen. Vom Verkauf eines Hauses bis zu einem ehemaligen Studentenwohnort sind es die Protagonisten, die mit wenigen Handlungen zeigen, was im Leben manchmal zählt und was nicht. Pascal Mercier füllt seine Figuren mit Leben, ohne zu viel über sie zu verraten. Eine sehr dichte, emphatische Sprache sorgt dafür, dass man sich direkt in die Geschichten einfindet und das Gefühl hat, bereits 150 Seiten gelesen zu haben.

Dabei schafft es der Autor, den Erzählungen am Ende kleine Pointen einzuflechten. Meine Lieblingsgeschichte war die der alten Mansarde, in der ein Student versucht, seine Vergangenheit noch einmal aufleben zu lassen. Diese kurze Geschichte birgt im Kern so vieles, was man selbst vielleicht einmal war oder gerne gewesen wäre. Sie zeigt, dass manche Dinge zu ihrer Zeit genau funktionieren und später ganz anders wirken als in dem Moment, in dem sie relevant waren.

Eine gute und kurzweilige Sammlung von Geschichten, die mich persönlich sehr nachdenklich gemacht hat. Die sprachliche Vielfalt und die emotionalen Nuancen sorgen für ein rundum gelungenes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Die Suffragettenbewegung und das Frauenwahlrecht

Morgen sind wir wild und frei
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Ein Roman, der uns in das Bayern zu Beginn des 20. Jahrhunderts katapultiert. Wir finden uns in Oberammergau und in München wieder. Begleitet werden wir von drei jungen Frauen: Viktoria, Agnes und Elisabeth, ...

Ein Roman, der uns in das Bayern zu Beginn des 20. Jahrhunderts katapultiert. Wir finden uns in Oberammergau und in München wieder. Begleitet werden wir von drei jungen Frauen: Viktoria, Agnes und Elisabeth, aus deren Blickwinkeln der Roman auch erzählt wird.

Viktoria ist eine ledige Mutter, die ihren Lehrerinnenberuf aufgeben musste und sich nun als Schreibkraft durchschlägt. Agnes ist verheiratet, ihr Mann Nic hält sich in Ägypten auf, während sie in München Architektur studiert. Elisabeth gehört einer Großfamilie an und lebt in Oberammergau. Sie hat über zehn Geschwister und ist gelernte Schneiderin. In Oberammergau treffen die drei Frauen zusammen und bestärken sich gegenseitig darin, ihr Leben eigenbestimmt zu gestalten. Dabei soll ihnen ein heruntergekommener Bauernhof helfen.

Leider hatte der Roman für mich einige Längen; manche Passagen hätten straffer gestaltet werden können. Besonders interessant fand ich hingegen die Fakten rund um die Tradition der Oberammergauer Passionsspiele. Weniger angesprochen haben mich die Schmuggelaktivitäten, die zu dieser Zeit zwar das Überleben mancher Familien sicherten, für mich persönlich aber weniger spannend waren – dies ist jedoch sicher Geschmackssache.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und spiegelt die Lebensverhältnisse der damaligen Zeit wider, was vor allem durch die verschiedenen Dialekte gut gelingt. Das Glossar ist hierbei sehr hilfreich, auch wenn ich es beim E-Book leider erst recht spät entdeckt habe.

Weitere Themen des Romans sind neben dem zentralen Motiv der Selbstbestimmung der Frau auch die Suffragettenbewegung und das Frauenwahlrecht. Ebenso thematisiert wird die fehlende Fürsorgepflicht gegenüber Kindern, wenn die Mutter nicht verheiratet oder nicht erziehungsberechtigt ist.

Wer gerne mehr über das Leben in Bayern zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfahren möchte, ist mit diesem Roman genau richtig.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Eine wunderbare Romance an einem traumhaften Ort

New Beginnings
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Es war mein erstes Buch bzw. Hörbuch von Lilly Lucas, und ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte: eine wunderbare Romance an einem traumhaften Ort.

Green Valley in den Rocky Mountains ist ...

Es war mein erstes Buch bzw. Hörbuch von Lilly Lucas, und ich habe genau das bekommen, was ich erwartet hatte: eine wunderbare Romance an einem traumhaften Ort.

Green Valley in den Rocky Mountains ist eine wahre Idylle. Hier sagen sich zwar Fuchs und Hase gute Nacht, aber die Naturlandschaft ist beeindruckend – und das nicht nur für Skifahrer.

Ryan und Lena sind zu Beginn wie Feuer und Wasser, doch irgendwann platzt Lena der Kragen und sie geigt Ryan so richtig die Meinung. Er beginnt, sich zu verändern, und schleicht sich nach und nach in Lenas Herz. Die Figurenzeichnung ist der Autorin gut gelungen. Auch die Nebenfiguren wie Amy oder Izi sind glaubwürdig und bereichern den Roman.

Das Erzähltempo variiert, und es gibt einige Zeitsprünge. Das Ende ist eigentlich ziemlich klar, dennoch fragt man sich, warum es so lange hinausgezögert wird. Hier hätte ich mir eine etwas stringentere Erzählweise gewünscht, was jedoch mein einziger Kritikpunkt ist.

Sandra Voll liest den Roman sehr gut, und ihre Stimme passt hervorragend zum Setting. Bei Gelegenheit werde ich sicherlich noch einmal zu einem Hörbuch der Reihe greifen. Als kleiner „Zwischendurch-Happen“ ist es für mich genau die richtige Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Flora und Fauna laden zum Verbrechen ein

Anbandelt
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Flora und Fauna laden zum Verbrechen ein. Der Klub der grünen Daumen ermittelt wieder, und diesmal reichen die Schatten der Vergangenheit bis in die heutige Zeit.

Im Mittelpunkt des Kriminalromans von ...

Flora und Fauna laden zum Verbrechen ein. Der Klub der grünen Daumen ermittelt wieder, und diesmal reichen die Schatten der Vergangenheit bis in die heutige Zeit.

Im Mittelpunkt des Kriminalromans von Martina Parker steht das Frauen-Drei-Gespann Hild, Vera und Letta, Großmutter, Tochter und Enkeltochter. Der Autorin sind hier drei wunderbare Frauenfiguren gelungen, die sowohl klare Alleinstellungsmerkmale besitzen als auch durchweg realistische und nahbare Züge haben.

Dazu kommt die Mischung aus Humor und Tradition im Südburgenland, und schon fliegt man durch die Seiten des Kriminalromans. Am Anfang plätschert der Kriminalfall noch ein wenig vor sich hin, doch ab der Mitte des Buches nimmt er richtig Fahrt auf und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Erzählstil der Autorin ist pointiert und folgt einem gut erkennbaren roten Faden. Die Nebengeschichten bereichern den Roman und machen die Figuren noch greifbarer. Für mich war es der erste Gartenkrimi von Martina Parker, aber bereits nach den ersten hundert Seiten hatte ich einen guten Eindruck von den Beziehungen der Figuren untereinander. Dabei hilft auch das Personenverzeichnis sehr.

Sprachlich hatte ich zu Beginn ein paar kleinere Schwierigkeiten mit dem Dialekt, doch dies haben der Verlag und die Autorin mithilfe von Fußnoten gut gelöst. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit empfand ich dies nicht mehr als störend.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man beim Rätseln aktiv eingebunden wird und durch die kurzen Sachtexte, die jedem Kapitel vorangestellt sind, einiges dazulernt. Dieser Gartenkrimi wird sicherlich nicht mein letzter gewesen sein. Zu weiteren Themen des Buches möchte ich nichts sagen, um nicht zu viel zu spoilern, nur so viel: Es geht um eine ganz besondere Gemeinschaft in den 70er- und 80er-Jahren.

Für Gartenfreunde und Fans von Cozy Crime ist dieser Krimi genau das Richtige, denn gute Unterhaltung wird hier großgeschrieben.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Roman zwischen Naturkatastrophe und Krimi

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Ein Krimi, der zu Beginn eher wie ein Katastrophenroman wirkt und sich am Ende fast zu einem Thriller entwickelt, ist eine treffende Umschreibung für diesen äußerst spannenden Fall von Alexa Jahn und Bernhard ...

Ein Krimi, der zu Beginn eher wie ein Katastrophenroman wirkt und sich am Ende fast zu einem Thriller entwickelt, ist eine treffende Umschreibung für diesen äußerst spannenden Fall von Alexa Jahn und Bernhard Krammer.

Durch heftige Unwetter in der Grenzregion Karwendel reißt die Flut alles mit sich, was nicht niet- und nagelfest ist. Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber sind pausenlos als Polizeikräfte im Einsatz. Bernhard Krammer wiederum geht auf österreichischer Seite einem Vermisstenfall nach. Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Naturkatastrophe der gesamten Geschichte eine ganz eigene, dramatische Atmosphäre verleiht.

Der Autorin ist es gelungen, die Gewalt der Wassermassen sehr lebendig zu beschreiben. Ich war sowohl von der Tragik als auch von den Herausforderungen im Kampf gegen die Flut sehr gefesselt. Durch verschiedene Erzählebenen schafft sie zudem immer wieder Abwechslung in der Handlung.

Alexa hat meiner Meinung nach etwas weniger Anteil an der Handlung als in den vergangenen Bänden, was mich persönlich jedoch nicht gestört hat. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die stets versucht zu helfen und ihren Beruf eher als Berufung denn als bloßen Job versteht. Ihr Kollege Florian Huber scheint immer mehr aufzutauen und sich zu öffnen, und ich bin gespannt, welche Entwicklung er noch nehmen wird. Bernhard Krammer hingegen ist stoisch und ruhig und versucht meist, sein Innenleben nicht nach außen zu kehren.

Der Fall selbst ist meiner Ansicht nach sehr gut in die Rahmenhandlung der Katastrophe integriert. Auch die Nebengeschichte der jungen Merle mit ihrer besonderen Wandergruppe fügt sich stimmig in das Gesamtgeschehen ein.

Gegen Ende des Buches findet man sich mitten in einem Thriller wieder, und das ganze Ausmaß des Wahnsinns kommt eindrucksvoll zur Geltung. Besonders großartig fand ich, dass man intensiv miträtseln konnte und dennoch lange keine Ahnung hatte, in welche Richtung sich die Ermittlungen entwickeln würden.

Ein Krimi, der mehr Thriller als klassischer Kriminalroman ist, gerade dadurch aber eine enorme Wirkung entfaltet. Auch wenn ich aus den vorherigen Bänden mehr reine Krimielemente gewohnt war, hat mich dieses Buch vollkommen gepackt. Für mich ist es bislang das interessanteste und beste Buch der Reihe, was vor allem an den vielen Erzählsträngen und Nebengeschichten liegt, die mir ein ganz besonderes Leseerlebnis beschert haben.

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