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Veröffentlicht am 27.10.2018

Ein außergewöhnliches Setting mit einer taffen Protagonistin

Das Mädchen aus Feuer und Sturm
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Mariko soll den Sohn des Kaisers heiraten. Auf dem Weg wird sie jedoch angegriffen und entkommt gerade so mit ihrem Leben. Nun ist sie auf sich allein gestellt und möchte herausfinden, wer sie tot sehen ...

Mariko soll den Sohn des Kaisers heiraten. Auf dem Weg wird sie jedoch angegriffen und entkommt gerade so mit ihrem Leben. Nun ist sie auf sich allein gestellt und möchte herausfinden, wer sie tot sehen möchte. Dabei verliert sie nicht nur ihr Herz auf der Suche nach der Wahrheit, sondern deckt Unglaubliches auf...

Von Renée Adieh habe ich bereits die „Tausend und eine Nacht“ Reihe gelesen und mochte sie total gerne. Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich und ich kann nur empfehlen, sich vorher die Leseprobe durchzulesen, denn es wird nicht jeden ansprechen. Das Setting ist asiatisch angehaucht, was auch die Namen widerspiegeln.
Das Cover ist zwar nicht so auffallend, aber dennoch wunderschön! Es ist ein einem leichten rosa Pastellton gehalten und das Mädchen soll wahrscheinlich Mariko darstellen.

Anfangs hatte ich etwa Schwierigkeiten durch dem Schreibstil in die Geschichte reinzukommen. Ich brauche meistens immer etwas Zeit, aber danach hat es mir sehr gut gefallen. Das ganze Buch und somit auch das Setting erinnerten an Japan und somit gab es auch ein paar Fachbegriffe, die einen nichts sagen. Am Ende des Buches werden diese im Glossar aber auch erklärt, sodass man dort nachschauen kann. Es wird öfters zwischen der Perspektive von Mariko und ihrem Bruder Kenshin gewechselt, allerdings bleibt Mariko mehr im Vordergrund. Ab und zu wird aber auch aus der Sicht von Ökami geschrieben.

Bei Mariko war ich mir anfangs unsicher, ob ich sie überhaupt sympathisch finden würde. Denn auf dem Klappentext steht, dass sie ihr Schicksal hinnimmt, als sie erfährt, dass sie den Sohn des Kaisers heiraten soll. Nach einigen Seiten habe ich sie dann doch ins Herz geschlossen. Sie ist eine Kämpferin, was sie durch zahlreiche Taten beweist und zudem auch sehr mutig. Sie ist die Tochter eines Samurai, doch trotzdem hat sie keinerlei Kampferfahrungen, was schon etwas enttäuschend war. Trotzdem mochte ich ihre Charakterentwicklung, denn durch zahlreiche Ereignisse entwickelt sich ihre Persönlichkeit stetig weiter! Wer starke Protagonistinnen mag, ist hier definitiv richtig!
Natürlich ist hier eine kleine Liebesgeschichte vorhanden. Ökami, auch als Wolf bekannt, ist Mitglied des Schwarzen Clans und ich konnte ihn mir richtig gut vorstellen. Sein Charakter ist einzigartig und ich kann behaupten, jemanden mit solchen Charakterzügen noch nie zu vor gelesen zu haben. Ihn kann man nicht ganz einschätzen, jedoch merkt man, dass er ein gutes Herz besitzt. Die Liebesgeschichte hat meiner Meinung nach nicht zu viel Platz eingenommen, da die Haupthandlung nicht in den Hintergrund gerückt ist.

Die Haupthandlung bezieht sich auf den Schwarzen Clan, welcher nur aus Männer besteht. Somit ist es eine große Herausforderung für Mariko zu verbergen, dass sie eigentlich eine Frau ist. Die Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet und ich hatte recht schnell ein paar Favoriten. Durch den Bruder von Mariko, Kenshin, lernt man auch Personen aus dem Umfeld von dem Kaiser kennen. Er ist auf der Suche nach seiner Schwester und gerät somit in ein Netz aus Intrigen.
Marikos Ziel ist es hingegen denjenigen zu entlarven, der sie tot sehen möchte und muss zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden. Dabei schafft die Autorin es immer wieder Spannungen aufzubauen und überraschende Wendungen gibt definitiv genug. Das Ende war richtig fies und macht neugierig auf den zweiten Band, welchen ich unbedingt lesen muss! Es gibt ein paar Andeutungen auf Magie, die im Folgeband wahrscheinlich näher erläutert werden.

Fazit: Mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil und dem asiatischen Touch konnte mich die Autorin überzeugen. Die Protagonistin war mir sympathisch und besonders das Ende macht neugierig auf den zweiten Teil. Es ist noch etwas Luft nach oben, deswegen gibt es von mir 4,5 Sterne!

Veröffentlicht am 22.10.2018

Mitternachtsgeschichten mit einer wunderschönen Gestaltung!

Die Sprache der Dornen
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Mit einer aufwendigen Gestaltung und sechs fantastischen Geschichten werden wir wieder in die Welt von Kaz und den Krähen entführt. Die märchenhaften Erzählungen handeln unter anderem von Sildroher, der ...

Mit einer aufwendigen Gestaltung und sechs fantastischen Geschichten werden wir wieder in die Welt von Kaz und den Krähen entführt. Die märchenhaften Erzählungen handeln unter anderem von Sildroher, der Macht des Wassers und magischen Kreaturen.

Da ich bislang alle Bücher von Leigh Bardugo bis in den Himmel gelobt habe, musste natürlich auch direkt „Die Sprache der Dornen“ bei mir einziehen. Allein schon die Gestaltung ist einfach wunderschön! Da habe ich mich gefreut, dass sie es vom Amerikanischen übernehmen konnten. Ein riesiges Lob an die Illustratorin, die sich wahnsinnige Mühe hiermit gemacht hat. Auf jeder Seite eines Kapitels wurden am Rand des Textes Zeichnungen hinzugefügt, sodass es am Ende ein großes Bild ergab. Und alle waren wirklich wunderschön!
Außerdem gibt es auch wieder eine Karte.

Jedem der Länder wie zum Beispiel Rawka wurde eine Geschichte zugeordnet. Eines meiner liebsten Texte war „Ayama und der Dornenwald“. Aber auch „Als das Wasser das Feuer ersang“ ist eines meiner Favoriten. Es gab aber insgesamt kein einiges Märchen, welches ich langweilig fand oder überhaupt nicht mochte. Jedes war auf seine eigene Art und Weise einzigartig und man konnte ganz klar erkennen, dass es von Leigh Bardugo geschrieben wurde. Obwohl man die Charaktere erst vor wenigen Seiten kennengelernt hat, konnte ich direkt mit ihnen mitfühlen! Es gab öfters düstere Passagen, bei welchen man schon gemerkt hat, warum es überhaupt "Mitternachtsgeschichten" sind. Denn sie sind definitiv nicht für zarte Wesen wie Kindern, geeignet! Aber genau das hat mir so gut gefallen. Es wurde beschrieben, wie Monster oder böse Wesen in den Märchen entstanden, und was sie alles für Schicksalsschläge hinter sich bringen mussten.

Das hat man meiner Meinung nach besonders bei der letzten Geschichte gemerkt "Als das Wasser das Feuer besang", welches einige Anspielungen auf das Märchen "Die kleine Meerjungfrau" hat.
Die Geschichten lehren aber auch, dass man beispielsweise nicht immer vom Aussehen her den Charakter deuten sollte, denn das kann auch schief gehen.

Dieses Buch kann man übrigens auch lesen, ohne vorher die "Grischa" Trilogie oder die Dilogie von "Das Lied der Krähen" gelesen zu haben"!

Kommen wir mal zu den Illustrationen! Und das ist wirklich ein Highlight! Auf jeder neuen Seite wird an dem Rand des Textes die Zeichnung weitergeführt, bis am Ende des Kapitels wirklich ein wunderschönes Bild entsteht! Außerdem sind sie perfekt auf den Inhalt abgestimmt! Das Cover kann da auch mithalten und ich kann wirklich nur hoffen, dass mehr solcher "Mitternachtsgeschichten" veröffentlicht werden! Leigh Bardugo behalte ich jedenfalls im Auge, denn ich bin schon ein kleiner Fan geworden ;)

Fazit: Dieses Buch ist ein Muss für alle Fans von Leigh Bardugo! "Die Sprache der Dornen" besteht aus fantastischen Kurzgeschichten und die Gestaltung ist ein richtiges Highlight! Dies ist definitiv eine Leseempfehlung von mir und somit hat es 5 von 5 Sternen bekommen.

Veröffentlicht am 18.10.2018

Wieder voller Fantasy, Magie und Liebe! Definitiv lesenswert!

Legendary
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Caraval öffnet zum Geburtstag der Kaiserin wieder die Pforten. Einer der Spieler ist Donatella, deren Freiheit auf dem Spiel steht. Sie muss Legend, den Meister von Caraval hintergehen und somit ihre Schulden ...

Caraval öffnet zum Geburtstag der Kaiserin wieder die Pforten. Einer der Spieler ist Donatella, deren Freiheit auf dem Spiel steht. Sie muss Legend, den Meister von Caraval hintergehen und somit ihre Schulden begleichen. Mitten im Spiel um Leben und Tod befindet sich ihr Herz genauso sehr in Gefahr, wie sie selbst...

Nachdem ich „Caraval“ so unglaublich gut fand, musste ich nun auch direkt den zweiten Teil lesen. Das Cover ist mindestens genauso wunderschön, wie auch der Vorgänger und ich bin froh, dass sie die Gestaltung vom amerikanischen übernehmen konnten. Auch hier ist wieder eine Karte vorhanden, allerdings von der Stadt Valenda, wo auch das Spiel stattfindet. Am Ende des Buches befindet sich auch noch ein Glossar, welchen man sich anschauen kann, um sich mehr über die Thematik des Buches zu informieren.

Das gesamte Buch wurde aus der Sicht von Donatella (auch Tella genannt), also der Schwester von Scarlett geschrieben. Diese war ja die Hauptprotagonistin des ersten Bandes und auch dort lernt man Tella bereits kennen. Ich fand sie ganz sympathisch, jedoch war sie auch nicht mein Liebling. Das hat sich in „Legendary“ leider fortgesetzt. Sie ist definitiv eine andere Persönlichkeit, als Scarlett und sie bleibt sich treu. Tella lässt sich leichter ablenken und denkt nicht an den nächsten Tag, also auch nicht an die Folgen ihres Handelns. Sie ist risikofreudiger als ihre Schwester, jedoch mit dem Motiv, ihre Schwester und sich selbst zu schützen. Man merkt hier auch sehr, wie sehr sich die beiden Schwestern verbunden fühlen. Das hat mir sehr gut gefallen. Donatella bringt mit ihrem Hintergrundwissen neuen Schwung in die Geschichte, was auch mit den Handlungen zum ersten Band zusammenhängt.

Da ich den ersten Teil vor nicht all zu langer Zeit gelesen habe, kam ich recht schnell wieder in die Geschichte rein, jedoch gab es nicht viele Rückblenden, weswegen es den ein oder anderen vielleicht schwer fallen könnte wieder den Faden aufzunehmen.
Zu der Handlung gehören mehrere Aspekte. So geht die Autorin auf das Verschwinden ihrer Mutter näher ein, es gibt ein Spiel um Leben und Tod und auch eine Liebesgeschichte ist mit dabei.
Insgesamt darf man nicht zu viel über den Inhalt sagen, denn man kann bei der Geschichte leicht spoilern. Es entstehen neue Handlungsstränge, aber es werden auch welche aufgenommen, was mich sehr gefreut hat. So wird man noch einmal in die Welt von Caraval entführt. Das rückt aber immer weiter in den Hintergrund, denn andere Geschehnisse überdecken das ein bisschen, was mich schon enttäuscht hat. So gibt es nicht geheimnisvolle und spannende Verfolgungsjagten und auch die Aufgaben haben mich nicht so angesprochen, wie im ersten Band. So konnte ich auch die Karte nicht vollends nutzen, wie ich es eigentlich gewollt hätte.

Viele Charaktere, welche wir schon kennen, wurden wieder auf die Bühne geführt und oft lernte man eine ganz andere Seite kennen. Durch die Rollen, welche alle Schauspieler spielen, weiß man meistens nicht, was auf einem zu kommt und genau dieses Unerwartete macht dieses Buch so einzigartig.
Gegen Ende dieser Geschichte konnte ich dann leider doch vorausahnen, was genau passieren würde, was schon schade ist, denn dieses Buch lebt genau davon. Dazu haben ein paar Sätze der Autorin, als auch Gedanken von Tella beigetragen und ich denke schon, dass man das leicht hätte vermeiden können.
Die Spannung ist aber auch hier vorhanden. Zwar braucht sie ein bisschen, bis sie vollends da ist, aber damit konnte mich die Autorin definitiv überzeugen. Magie ist in dieser Geschichte im Überfluss da und ich denke, niemand kann sich beklagen, was diesen Punkt angeht. Geheimnisvoll ist dieses Buch zwar auch, aber im Vergleich zum ersten Band ist es dann doch wieder nicht ganz so, wie ich es mir erhofft habe.

Außerdem wird auch Tellas Herz verschenkt. Es beginnt mit einer Dreiecksgeschichte, welche unter anderem aus Dante besteht, aber auch aus einem Unbekannten, welche wir im Laufe der Geschichte noch näher kennenlernen. Diese nimmt einen relativ großen Platz in der Geschichte ein und ich war vom Ende sehr überrascht. Dennoch gibt es Aspekte, die mich sehr neugierig auf den dritten Teil machen. Es ist ein recht offenes Ende, jedoch weiß man grob, worum es geht und ich bin sehr gespannt, wer im nächsten Band die/der Hauptprotagonist*in werden wird.

Fazit: Es ist wieder ein spannendes, als auch magisches Buch rund um das Spiel Caraval. Zwar ist es kein 5 Sterne Buch, wie der erste Teil, aber trotzdem ist es eine interessante und individuelle Handlung, welche mich in ihren Bann ziehen konnte. Ich kann es nur empfehlen und gebe "Legendary" 4 Sterne!

Veröffentlicht am 02.10.2018

Ein gelungener zweiter Teil!

Die Stadt der besonderen Kinder
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Die besonderen Kinder sind nun auf sich gestellt. Gerade so können sie aus der Zeitschleife flüchten. Mit dabei haben sie Miss Peregrine, welche sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann. ...

Die besonderen Kinder sind nun auf sich gestellt. Gerade so können sie aus der Zeitschleife flüchten. Mit dabei haben sie Miss Peregrine, welche sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann. Um sie zu retten müssen sie eine andere Ymbryne finden. Doch die Zeit droht sie einzuholen und die Kinder machen sich auf den Weg zum zerbomten London, wo das Unglück bereits auf sie wartet...

Nachdem ich den ersten Band so unglaublich gut fand, musste ich natürlich auch direkt den zweiten Teil lesen. Das Cover spricht mich auch wieder sehr an, jedoch spielt das Mädchen, welches dort abgebildet ist, nur eine kleine Rolle in der ganzen Geschichte.
Wie auch im Band zuvor, kann ich nur empfehlen dieses Buch in Print zu kaufen, denn so sieht man die Abbildungen gleich viel besser. Auf den ersten Seiten wurden die Charaktere noch einmal beschreiben und es gibt auch einige Bilder. Wie im Vorgänger sind Abbildungen im ganzen Buch verteilt und passen wunderbar zur Handlung.

Diese Geschichte schließt sich nahtlos an der ersten Geschichte an. Die Gruppe besonderer Kinder flieht vor den Wights und können nicht mehr zurück auf die Insel. Somit müssen sie sich ganz anderen Situationen stellen und die Umgebung ändert sich kontinuierlich. Besonders das hat mich sehr gefreut, denn das alte London faszinierte mich sehr. Der Autor beschreibt es sehr detailgetreu, sodass man es sich gut vorstellen konnte. Auch der Schreibstil war wie immer flüssig und gut zu lesen.

Die kleine Truppe besteht aus Jacob, Emma, Bronwyn, Enoch, Olive, Hugh, Horance, Millard, Claire, Fiona, sowie Miss Peregrine. Alle kennt man schon vom vorherigen Band, jedoch werden die Charaktere hier noch näher beschrieben. So zeigt sich Browyn von einer anderen Seite, genauso wie auch Hugh. Es gab keine riesigen Entwicklungen, was ich keineswegs schlimm fand, denn ich habe alle Personen sehr ins Herz geschlossen. Jacob und Emma stehen hauptsächlich im Vordergrund und sind sozusagen die Anführer.

Die Atmosphäre ist nicht angespannt, obwohl dies eigentlich angebracht wäre, da ihr Leben in Gefahr schwebt. Der Autor hat es geschafft trotz der problematischen Situation noch etwas Leichtigkeit in die Geschichte einfließen zu lassen. So gab es öfters humorvolle Passagen, als auch leicht bedrückende, denn London befindet sich in dieser Zeit noch im Krieg. Das Setting wechselte sich ständig, trotzdem hatte ich einen guten Überblick, wo sich die Kinder nun befanden. Den Stress konnte man zwar leicht spüren, war jedoch nicht die ganze Zeit vorhanden. Manchmal habe ich mir jedoch dann doch gewünscht, dass die Kinder etwas mehr Gas geben - es schien, als hätten sie in manchen Situationen vergessen, dass das Leben von Miss Peregrine am seidenen Faden hängt.
Spannung war definitiv vorhanden und man lernt mehr über das Leben der besonderen Kinder kennen. So gibt es auch mehr Informationen über die Zeitschleifen, als auch über die Pläne der Wights.
Das Ende konnte mich noch einmal sehr fesseln und irgendwie schafft der Autor es immer wieder, dass man weiterlesen möchte, denn durch diesen Cliffhanger möchte man nichts anderes mehr, als zu wissen, wie es weiter geht. Da ist es doch praktisch, dass der dritte Band schon veröffentlicht wurde.

Fazit: Es ist zwar etwas schwächer, als der erste Teil, aber dennoch ist genauso viel Spannung und Feingefühl enthalten! Das Setting ist ein Wunder für sich und ich freue mich wahnsinnig auf den dritten Teil! Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 27.09.2018

Ein guter Ratgeber rund um Feminismus!

How to be a girl
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Mit jeder Menge Frauenpower wird in diesem Buch über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung berichtet. Warum gibt es Regeln, die nur für Mädchen gelten und wie kann man diese brechen? - Kurzporträts ...

Mit jeder Menge Frauenpower wird in diesem Buch über Bodyshaming, Selfcare und Gleichberechtigung berichtet. Warum gibt es Regeln, die nur für Mädchen gelten und wie kann man diese brechen? - Kurzporträts von berühmten Frauen, Anleitungen und Checklisten inklusive -

"How to be a Girl" hat mich vom Thema her sehr angesprochen. Ich befürworte Gleichberechtigung der Geschlechter und ich war sehr gespannt, wie die Autorin es schaffen wollte für junge Mädchen eine Art Ratgeber in solchen Bereichen zu kreieren.

Die Gestaltung gefällt mir. Die Frauengesichter sind gut mit dem Inhalt abgestimmt, genauso wie auch der Rest. Jedoch frage ich mich, ob diese pinke Gestaltung auch jüngere Mädchen anspricht. Um mehr Geschmäcker zu treffen hätte ich eher auf bunte Farben gesetzt. Trotzdem ist der Titel und die Umsetzung von der Gestaltung in meinen Augen kreativ.

Das Buch wurde in fünf Teile gegliedert. So wurden Regeln behandelt, welche anscheinend ein Mädchen einhalten muss, Bodyshaming, das Verhältnis zwischen Männern und Frauen, Sexismus und wie man diese Vorurteile bekämpfen kann. Außerdem gibt es noch ein kurzes Vorwort, sowie die Quellenangaben.
Ich bin mit relativ hohen Erwartungen an die Geschichte ran gegangen und besonders am Anfang konnte es mich in seinem Bann ziehen. Man merkt recht schnell, dass die Autorin von ihrer Meinung überzeugt war und dies auch ausdrucksstark vermitteln möchte. Das hat mich keineswegs gestört, denn eine Autorin sollte ja auch so willensstark sein, um ein Buch schreiben zu können, welches auch die Leser überzeugend finden sollen.
Jedoch hat sie mir meiner Meinung nach etwas zu lange um den heißen Brei herumgeredet. Manche Sätze hätten besser etwas knapper geschrieben werden können, denn manchmal hatte man so das Gefühl, als würde man den roten Faden verlieren. Junge Mädchen, welche auch sonst vielleicht nicht viel lesen, verlieren sonst das Interesse.

Dieser Ratgeber ist, wie es im Klappentext steht, ca. für 13 jährige Mädchen geeignet. Diese werden öfters im Text angesprochen und auch der Inhalt war manchmal speziell auf diese Altersgruppe zugeschnitten. So gibt es Tipps, welche man zusammen mit seiner Klasse oder den Freundinnen machen kann. Manche Wörter wiederum scheinen nicht danach zu schreien, dass sie von jungen Jugendlichen verstanden werden können. Da hätte man vielleicht noch einmal kurz erklären können, was diese bedeuten. Das fiel mir besonders gegen Ende auf.

Ich habe versucht mich ein wenig in einen jungen Teenager zu versetzen und dabei fallen mir ein paar Punkte auf, welche für diese Altersgruppe vielleicht kritisch sein könnten. Die Autorin hat rückblickend auf dieser Zeit - der Pubertät recht, denn natürlich ist das Äußere nicht so wichtig und nicht immer der Junge muss auf das Mädchen zugehen, jedoch ist man vielleicht ziemlich verwirrt, wenn man das auf einmal so liest. Man kennt es nicht anders und auch das Umfeld vermittelt es nicht auf diese Weise. Mit etwas Abstand zu dieser Sache sieht man dieses Thema etwas klarer und ich habe die Befürchtung, dass manche sich durch dieses Buch vielleicht bevormundet fühlen könnten.

Neben den Texten gab es auch Abwechslung, was mir sehr gut gefallen hat. So wurden auf fast jeder zweiten Seite kleine Checklisten eingefügt oder andere Fakten, die vom eigentlichen Text abgewichen sind. Was mich besonders angesprochen hat, waren kleine Steckbriefe über Frauen, welche erstaunliches erreicht haben. Viele kannte man noch nicht, da sie auch einige Jahre vor dem jetzige Zeitpunkt gelebt haben, aber es hat mich fasziniert, was teilweise solch junge Frauen geschaffen haben.
Was mich auch sehr freut hat, waren kleine Texte über Personen aus der Gegenwart. Die Überschrift hieß „Girl Crush“ und es wurden Personen erwähnt, von denen man bestimmt schon einmal gehört hat. Es sind erstaunlich junge Mädchen, wie beispielsweise die Sängerin Lorde, welche gerade mal 1996 geboren wurde.

Fazit: Es ist ein interessantes und lehrreiches Buch für junge Mädchen, welches man sich definitiv anschauen kann! Zusammen mit anderen Texten mit Fakten, als auch Steckbriefen rund um berühmte Persönlichkeiten, konnte mich das Buch überzeugen und somit hat es 4 Sterne von mir bekommen.