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Veröffentlicht am 01.05.2026

Zwischen Gesellschaftssaison und Fae-Magie: Ein gelungener Auftakt

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Wer sich nach einer atmosphärischen, fantasievollen Geschichte mit historischem Flair sehnt, wird in diesem Buch fündig. Sowohl gestalterisch als auch inhaltlich gelingt es der Autorin, ein lebendiges ...

Wer sich nach einer atmosphärischen, fantasievollen Geschichte mit historischem Flair sehnt, wird in diesem Buch fündig. Sowohl gestalterisch als auch inhaltlich gelingt es der Autorin, ein lebendiges Bild des Englands des 19. Jahrhunderts zu zeichnen.

Im Mittelpunkt steht Ivy, die an der gesellschaftlichen Saison teilnimmt, um den Ruf ihrer in Ungnade gefallenen Familie wiederherzustellen und sich dabei in einem Wettbewerb um die Hand eines Fae-Prinzen wiederfindet. Besonders überzeugend ist ihre Figur: charakterstark, eigensinnig, zugleich ehrlich und nahbar. Ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung ist nachvollziehbar und macht sie zu einer Protagonistin, mit der man gern mitfiebert.

Etwas blasser bleiben hingegen die beiden Prinzen Bram und Emmett, Söhne der Fae-Königin Moryen. Trotz individueller Ansätze an Charme fehlt es ihren Figuren an Tiefe, wodurch auch die sich anbahnende Liebesgeschichte emotional weniger greifbar bleibt. Dennoch war sie süß zu lesen und ich kann auf jeden Fall nachvollziehen, dass einige Leser Gefallen daran finden werden.

Der Wettstreit um Prinz Brams Hand bildet zwar den erzählerischen Rahmen, drängt sich jedoch nie zu sehr in den Vordergrund. Vielmehr wird die Handlung durch zusätzliche Erzählstränge bereichert, die für Spannung und unerwartete Wendungen sorgen. Die Liebesgeschichte ist zwar vorhanden, aber nicht omnipräsent und entwickelt sich eher langsam.

Der flüssige, zugängliche Schreibstil trägt maßgeblich dazu bei, dass sich das Buch beinahe mühelos lesen lässt. Das Worldbuilding ist gelungen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch mehr Einblicke in die Welt der Fae gewünscht hätte. Gleichzeitig trägt genau das dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten.

Das Ende schließt mit einem wirkungsvollen Cliffhanger, der die Neugier auf den zweiten und abschließenden Band der Dilogie deutlich steigert.

Fazit: Ein insgesamt stimmungsvoller Auftakt mit einer starken Protagonistin, einer atmosphärischen Welt und einer spannenden Handlung. Wer historische Settings mit Fantasy-Elementen und einer ruhigen, sich entwickelnden Romance mag, wird hier gut unterhalten – und dürfte nach dem Cliffhanger gespannt auf den zweiten Band warten.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Viel gewollt, aber wenig überzeugt

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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„Empire of Burning Shadows“ konnte mich trotz erkennbarer Mühe der Autorin leider nicht überzeugen. Sowohl die liebevoll gestalteten Illustrationen als auch der detailreiche, bildhafte Schreibstil zeigen ...

„Empire of Burning Shadows“ konnte mich trotz erkennbarer Mühe der Autorin leider nicht überzeugen. Sowohl die liebevoll gestalteten Illustrationen als auch der detailreiche, bildhafte Schreibstil zeigen deutlich, wie viel Arbeit in diesem Buch steckt. Dennoch bleibt die Geschichte selbst hinter diesen Stärken zurück und konnte mich emotional nicht erreichen.

Ein zentrales Problem liegt für mich in der Protagonistin Joslin. Ihre Motivation, den entführten Bruder zu finden, ist grundsätzlich nachvollziehbar, wird jedoch im Verlauf der Handlung immer wieder durch unlogische Entscheidungen untergraben. Häufig handelt sie impulsiv, lässt sich stark von anderen beeinflussen und verliert dabei ihre eigentliche Zielstrebigkeit aus den Augen. Zwar konnte sie mich mit ihrer Leidenschaft fürs Kochen begeistern, aber sonst bleibt ihr Charakter eher blass.

Auch die Nebenfiguren hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Lanir wirkt eher unangenehm, während Khiran zwar mit Humor punktet, letztlich aber vor allem durch eine oberflächliche, mysteriöse Ausstrahlung definiert wird. Die angekündigte „Slow Burn“-Dynamik konnte ich dabei überhaupt nicht erkennen – im Gegenteil, die Entwicklungen wirken oft zu abrupt und wenig nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist geprägt von einer Fülle an Adjektiven und ausschweifenden Beschreibungen, die jedoch selten zur Vertiefung der Handlung beitragen. Stattdessen geraten zentrale Elemente wie Plotentwicklung und Worldbuilding in den Hintergrund. Zwar gibt es Anfangs Andeutungen von Magischen Wesen wie Centrics und Etheri, aber sonst werden wir als Leser sehr im Dunkeln gehalten. Klar muss eine gewisse Spannung aufrecht erhalten werden, aber dennoch muss der Leser am Ball gehalten werden. Und das war hier nicht der Fall. Der Plott wirkte nicht wirklich ausgearbeitet, es fehlten Informationen und ich hatte das Gefühl in einer Geschichte mit ganz vielen Schlaglöchern zu wandern.

Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht, aber ich glaube es könnte eine gute Grundlage sein den zweiten Band der Reihe, den ich jedoch nicht lesen werde.

Fazit:
Trotz schöner Gestaltung fehlt der Geschichte einfach die nötige Tiefe – sowohl bei den Charakteren als auch bei Handlung und Worldbuilding. Vieles wird nicht richtig erklärt, und die Handlung wirkt stellenweise unausgereift, was den Einstieg und das Mitfiebern schwierig macht. Insgesamt bleibt das Buch damit deutlich hinter seinem Potenzial zurück. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Faszinierendes Setting trifft auf durchwachsene Story

Born of Salt and Storm
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„Born of Salt and Storm“ ist ein Buch, bei dem mir eine klare Bewertung überraschend schwerfällt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst nicht leicht – vor allem die gewählte Erzählperspektive ...

„Born of Salt and Storm“ ist ein Buch, bei dem mir eine klare Bewertung überraschend schwerfällt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst nicht leicht – vor allem die gewählte Erzählperspektive schafft eine gewisse Distanz zu den Figuren, die es erschwert, sofort eine emotionale Bindung aufzubauen.

Die Protagonistin Tavi ist eine junge Frau mit einer belastenden Vergangenheit, die sich jedoch keinesfalls unterkriegen lässt. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit sind bewundernswert, auch wenn sie dazu neigt, Entscheidungen zu treffen, die sie selbst und ihr Umfeld in Schwierigkeiten bringen. Eero hingegen verkörpert den klassischen, unnahbaren und geheimnisvollen Love Interest. Positiv hervorzuheben ist die Liebesgeschichte, die sich trotz ihres Stellenwerts angenehm langsam entwickelt. Dennoch konnten mich die Gefühle zwischen den beiden nicht vollständig überzeugen.

Ihre größte Stärke entfaltet die Geschichte im Worldbuilding: Eine facettenreiche Welt voller Menschen, Mer und anderer fantasievoller Wesen, durchzogen von Legenden und Magie. Unterstützt wird dies durch eine passende Karte zur Orientierung. So faszinierend und atmosphärisch diese Welt auch ist, fehlte mir stellenweise die inhaltliche Tiefe – vieles wird sehr bildhaft beschrieben, bleibt jedoch in seiner Ausarbeitung etwas oberflächlich. Der poetische Schreibstil der Autorin hat zwar einen hohen Wiedererkennungswert, wirkte auf mich aber stellenweise eher hemmend für den Lesefluss.

Der Plot selbst ist grundsätzlich interessant, bleibt jedoch teilweise vorhersehbar und steuert besonders zum Ende hin deutlich auf eine Fortsetzung zu. Hier hätte der Geschichte ein in sich geschlossener Einzelband möglicherweise bessergetan.

Fazit: Ein visuell wie inhaltlich beeindruckendes Buch mit starkem Worldbuilding und einer sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte. Leider konnten mich weder die emotionale Tiefe noch der Plot vollständig überzeugen. Insgesamt vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Wild, grausam und spicy

Rabid
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Wild, grausam und spicy. So würde ich das Buch in drei Worten beschreiben.

Anfangs wurde man direkt in eine Konfliktsituation geworfen und hat einen guten Eindruck gewonnen, mit welchen Problemen die ...

Wild, grausam und spicy. So würde ich das Buch in drei Worten beschreiben.

Anfangs wurde man direkt in eine Konfliktsituation geworfen und hat einen guten Eindruck gewonnen, mit welchen Problemen die Protagonistin Seneca umgehen muss. Ihre Mutter ist gestorben und sie wird direkt von dem Alpha ihres Rudels Burke beansprucht. Als das Ritual schiefgeht, ist sie im Überlebensmodus – und so kann man eigentlich ihr ganzes Wesen beschreiben. Wütend, verletzt und unglaublich mutig. Ich habe Seneca total lieb gewonnen, sie ist eine starke Frau, nur hatte ich das Gefühl, dass sie sich selbst keine Gefühle gestattet.

Bei der Welt ist das aber absolut verständlich. Frauen werden von den Rudelmitgliedern beansprucht und haben kein Mitspracherecht, wer ihr Gefährte wird. Alphas töten sich gegenseitig und die gesamte Weltordnung wird durch Gewalt und Macht bestimmt. Diese Grausamkeit erlebt Seneca besonders im ersten Teil des Buches und ich kann nur raten die Triggerwarnung zu lesen, denn es wird echt einiges an Themen wie sexuelle und psychische Gewalt, Missbrauch und Gewalt eingebracht.

Da finde ich es besonders wichtig, dass diese Traumata auch aufgearbeitet werden, aber das geschieht eher sporadisch. Die Lösung für die Autorin scheint Sex zu sein. Generell würde ich die Beziehung zwischen ihr und Tyran eher erotischer Natur zuordnen. Denn von Gefühlen fehlt mir jede Spur. Und wenn diese angeschnitten wurden, dann doch recht oberflächlich und nicht wirklich glaubhaft. Tyran ist generell ein typischer Alpha, was gut in die Dark Romance Szene passt, aber an einer Charakterentwicklung oder Gefühlen mangelt es.

Die Handlung wird zwar stark von der Liebesgeschichte dominiert, aber dennoch hat man einen guten Eindruck von der Welt und weiteren begleitenden Handlungssträngen. Auch das Lesetempo ist angenehm flott, langweilig wird einem hier auf jeden Fall nicht 😊

Fazit: Das Buch steckt voller Erotik, Brutalität und Charakteren, die mutig, engstirnig und wild sind. Dabei fehlt es mir jedoch an Emotionen und einem gewissen Tiefgang. Für Fans von Werwölfen und Fokus auf den Spice könnte es aber auf jeden Fall eine Empfehlung sein.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Perfekt für Fans von Sarah J. Maas!

Heir of Illusion
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Wer die Bücher von Sarah J. Maas liebt, wird von dieser Geschichte begeistert sein. Nicht nur das Design ist mit dem Buchschnitt, einer Charakterkarte und einer Karte von der Insel der Illusion ein klarer ...

Wer die Bücher von Sarah J. Maas liebt, wird von dieser Geschichte begeistert sein. Nicht nur das Design ist mit dem Buchschnitt, einer Charakterkarte und einer Karte von der Insel der Illusion ein klarer Blickfang, sondern auch das Innere hat mich als Leser nicht losgelassen.

Allen voran die Charaktere. Ivy ist eine sehr charakterstarke, mächtige Protagonistin, die sich nicht den Mund verbieten lässt. Tagsüber gibt sie sich als Untergebene des Königs aus und nachts ist die eine kaltblütige Killerin, bereit für Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Ihre freche Art lockert die ein oder andere Situation sehr gut auf und ließ mich auch öfters schmunzeln. Der perfekte Gegenspieler dazu ist Throne. Er gibt sich als recht geheimnisvoll, aber man erhält trotzdem Einblicke in seine Schwachstellen – und dadurch bin ich ein ganz klarer Fan geworden. Warum kann er bitte nicht in Real Life existieren?!

Die Geschichte verfolgt einer klaren Geschichte mit einem gut durchdachten Plot, welcher von einer Liebesgeschichte begleitet, aber nicht überschattet wird. Dabei treten nach und nach Informationen zu Tage, aber einige relevante fehlen noch, um die Geschichte ganz verstehen zu können – darauf freue ich mich dann im nächsten Band. Obwohl man ab einer gewissen Stelle bereits einige Vermutungen hat, versteht es die Autorin diese völlig in den Wind verwehen zu lassen und Wendungen zu schaffen, die einen mit offenen Mund stehen lassen. Dennoch hätte da Finale vielleicht etwas ausführlicher sein können 😊

Was in diesem Buch noch etwas zu kurz gekommen ist, ist das Worldbuildung. Fae und magische Eigenschaften werden zwar angeschnitten, aber nicht immer ausgeführt. Das liegt vielleicht auch an de Hintergrund der Geschichte, aber dennoch hätte ich mir gewünscht, dass dieses mehr thematisiert wird. Ich denke, darauf können wir und dann aber im nächsten Band freuen.

Fazit: Das Buch überzeugt mich vor Allem durch die charakterstarken Protagonisten, einem gut ausgearbeiteten Plot und einem Worldbuildung, was zwar noch ausbaufähig ist, aber definitiv die Neugierde auf die nächsten Bände schürt.

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