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EngelAnni

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2025

Die Geheimnisse einer Familie

Die Verlorene
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In dem Buch „Die Verlorene“ begleiten wir zunächst Laure, die ihre Großmutter Änne verliert, auf die Reise in die Vergangenheit. Sie findet im Nachlass ihrer Oma Unterlagen, die keinen Sinn ergeben. Ihre ...

In dem Buch „Die Verlorene“ begleiten wir zunächst Laure, die ihre Großmutter Änne verliert, auf die Reise in die Vergangenheit. Sie findet im Nachlass ihrer Oma Unterlagen, die keinen Sinn ergeben. Ihre Mutter interessiert dies erst mal gar nicht.
Erst als Laura sich auf den Weg nach Schlesien begibt, möchte auch ihre Mutter mehr wissen und reist ihr hinterher. Die decken gemeinsam die Geschichte ihrer Großmutter/Mutter auf.
In einem zweiten Zeitstrang wird die Geschichte von Änne beschrieben, die 1943 in Schlesien lebt.
Mir hat das Buch grundsätzlich sehr gut gefallen, und mit den beiden Zeitsträngen wird die Geschichte auch gut abgeschlossen. Allerdings hat mir die Geschichte aus 2019 nicht so zugesagt. Klar, durch den Tod von Änne wird erst alles ins Rollen gebracht, aber die Schwangerschaft von Laura und das Verhältnis ihrer Mutter zu ihrem Lebensgefährten haben meiner Meinung nach nichts für die Geschichte getan.
Trotzdem vergebe ich 5 Sterne, weil mich Ännes Geschichte sehr bewegt hat und ich einen tollen Einblick in die Zeit des Krieges in Schlesien erhalten habe.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Zu viele Themen auf zu wenig Seiten

Wer ins Licht treten will
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Wie ich gerade festgestellt habe, habe ich mit dem zweiten Teil der Reihe angefangen, denn "Wer ins Licht treten will" ist der zweite Teil einer Trilogie. Mir ist das beim Lesen gar nicht aufgefallen, ...

Wie ich gerade festgestellt habe, habe ich mit dem zweiten Teil der Reihe angefangen, denn "Wer ins Licht treten will" ist der zweite Teil einer Trilogie. Mir ist das beim Lesen gar nicht aufgefallen, daher kann es auch ruhig als Einzelband gelesen werden.
Der Klappentext hat mich überzeugt, deswegen habe ich mich auch für's Lesen entschieden.
Das Buch konnte mich aber nicht vollständig überzeugen. Es werden zu viel Themen untergebracht und diese dann zum Teil nur oberflächlich behandelt.
Es geht um Renates Rolle als Ärztin, ihr Verlobter Matthias verletzte sich schwer und kann seine Fußballkarriere nicht fortsetzen. Hinzu kommen Einblicke in die Psychiatrie, in den noch nicht vorhandenen Umweltschutz, Homosexualität und eine alte Familienfehde.
Das war mir alles etwas zu.
Auch der Schreibstil kann mich nicht vollends überzeugen, ich habe ihn manchmal als zu "einfach" empfunden. Häufig wiederholen sich Formulierungen (sie stimmten in das Lachen ein), was mir negativ aufgefallen ist.
Ich vergebe daher 3 Sterne und bin noch nicht sicher, ob ich Band 3 lesen möchte.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Merkwürdige Geschichte mit einer noch merkwürdigeren Auflösung

Himmelerdenblau
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In „Himmelerdenblau“ folgen wir hauptsächlich Theo, der mit fortschreitender Demenz zu kämpfen hat, der seine Tochter Julie sucht, die vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Er hat Angst, sie irgendwann ...

In „Himmelerdenblau“ folgen wir hauptsächlich Theo, der mit fortschreitender Demenz zu kämpfen hat, der seine Tochter Julie sucht, die vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist. Er hat Angst, sie irgendwann komplett zu vergessen und begibt sich somit mit einer Postcasterin auf die Suche.
Neben Theo bekommen wir die Geschichte auch aus Sicht von Liv, der Postcasterin, die einen TrueCrime Postcast mit ihrem Freund hostet, von Daniel, der damals verdächtigt wurde, an Julies verschwinden Schuld zu sein, von Sophia, der Schwester von Julie und Lara, die sich für jemanden anderen hält erzählt.
Ich finde die verschiedenen Perspektiven sehr gut, so erhalte ich einen guten Rundum-Blick über alle Personen.
Aber damit hört auf schon auf, was mir gefällt. Die Einblicke in Theos demenzkranke Gedanken ist sehr spannend und lässt mich auch seine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen, obwohl die Personen, die gerade bei ihm sind, ihm nicht folgen können. Aber auf Dauer ist mir diese Perspektive zu schwer zu lesen. Ich musste mich sehr konzentrieren und ich habe das Buch bei diesen Passagen auch eher mal wieder weggelegt.
Die Autorin versucht uns mehrfach in die Irre zu führen, da sie zum Teil zweideutig schreibt, aber das sind mir zu viele Wendungen. Da hätte man ruhig ein oder zwei weglassen können.
Die Auflösung macht Sinn, aber gefällt mir nicht richtig und den Epilog fand ich etwas drüber.
Daher vergebe ich nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Einblick in die norwegische Geschichte

Wir sehen uns wieder am Meer
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In „Wir sehen uns wieder am Meer“ begleiten wir Birgit durch die letzten Kriegsjahre und die ersten Nachkriegsjahre.
Birgit verbringt viel Zeit mit ihrem beiden besten Freundinnen, allerdings trennen sich ...

In „Wir sehen uns wieder am Meer“ begleiten wir Birgit durch die letzten Kriegsjahre und die ersten Nachkriegsjahre.
Birgit verbringt viel Zeit mit ihrem beiden besten Freundinnen, allerdings trennen sich die Wege in den letzten Jahren des zweiten Weltkrieges.
Birgit hat den Verlust eines guten Freundes zu beklagen und bricht von Oslo nach Bodo, ganz im Norden von Norwegen auf. Hier arbeitet ist im Krankenhaus und schließt sich, nachdem sie Lager mit Gefangenen gesehen hat, dem Widerstand an.
Das Buch gibt mir einen guten Einblick in die Geschichte Norwegens, die selbst dort lange nicht behandelt wurde.
Die Geschichte hat mich sehr bewegt, allerdings kann mich der Schreibstil nicht zu 100% überzeugen. Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, dass zwischendurch Passagen fehlen. Ich kann es nicht an bestimmten Punkten fest machen, und vom Inhalt fehlt auch nichts.
Trotz dass das Buch der dritte Teil einer Trilogie ist, kann man diesen Teil auch ohne die anderen lesen.
Ich ziehe aufgrund des Schreibstils einen Stern ab, kann dieses Buch aber aufgrund des Inhalts empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Leicht überzogene Geschichte mit wahrem Hintergrund

Der Sommer am Ende der Welt
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Mir fällt es gerade richtig schwer, diese Rezension zu schreiben. Das Leid der Kinder ist unvorstellbar und es ist auch erschreckend, dass darüber fast immer noch geschwiegen wird und kaum medienwirksame ...

Mir fällt es gerade richtig schwer, diese Rezension zu schreiben. Das Leid der Kinder ist unvorstellbar und es ist auch erschreckend, dass darüber fast immer noch geschwiegen wird und kaum medienwirksame Aufarbeitung erfolgt.
Eva Völler schickt Hanna nach Borkum, um eine Reportage über ein Verschickungsheim zu schreiben, in dem Hannas Mutter 1963 als Kind war. Die Mutter spielt aber keine große Rolle, sondern eher Sabine, die damals auch in dem Heim war und schon etwas älter war. Hanna interviewt sie, damit werden wir auch direkt in das Jahr 1963 geführt und wir erhalten direkten Einblick in die damalige Zeit.
Die verschiedenen Sichtweisen gefallen mir sehr gut. Dadurch, dass Hanna sich noch in den Inselarzt verliebt, wird die ganze schreckliche Geschichte um die Kinder etwas aufgelockert.
Ich habe das Buch verschlungen, der Schreibstil gefällt mir und ich wollte wissen, ob nach so vielen Jahren noch alles aufgeklärt wird.
Allerdings hat mir das Ende nicht so sonderlich gut gefallen, das war mir alles etwas viel. Außerdem hätte die Krankheit von Hanna auch weggelassen werden können, ich finde, die ist nicht entscheidend für die Geschichte.
Für das Ende ziehe ich einen Stern ab, spreche aber eine Leseempfehlung aus. Es ist wichtig, dass dieses Thema mehr in den Fokus rückt.

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