Cover-Bild Wer ins Licht treten will
Band 2 der Reihe "Eine starke Liebe"
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11,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Tinte & Feder
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 315
  • Ersterscheinung: 05.08.2025
  • ISBN: 9782496716634
Melanie Metzenthin

Wer ins Licht treten will

Ein berührender Roman über eine junge Frau zwischen beruflicher Selbstverwirklichung und gesellschaftlichen Zwängen, und über den Mut, für seine Überzeugungen einzustehen. Von Bestsellerautorin Melanie Metzenthin

Hamburg 1959: Die junge Psychiaterin Renate Schwarz steht am Beginn einer vielversprechenden Karriere. Sie muss sich in der männerdominierten Medizinwelt zwar täglich behaupten, doch mit ihrem Verlobten Matthias, einem talentierten Profifußballer, scheint ihr privates Glück perfekt. Bis eine Knieverletzung seine Karriere abrupt beendet und beide vor neue Herausforderungen stellt.

Während Renate zwischen schwierigen Patientenfällen und Familiendramen navigiert, weckt eine ihrer Patientinnen ihr Interesse: Sie behauptet, die Industrieabwässer einer Hamburger Fabrik würden die Elbe vergiften. Doch in der Wirtschaftswunderzeit will niemand von Umweltproblemen hören, und wer zu laut protestiert, landet schnell in der Psychiatrie. Kann Renate ihr helfen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2025

Schwere Zeiten für Frauen

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Dieser zweite Band der Reihe um die junge Psychiaterin Renate schließt nahtlos an den ersten an, den ich nur empfehlen kann. Man kommt zwar auch so in die Geschichte hinein, aber die Zusammenhänge und ...

Dieser zweite Band der Reihe um die junge Psychiaterin Renate schließt nahtlos an den ersten an, den ich nur empfehlen kann. Man kommt zwar auch so in die Geschichte hinein, aber die Zusammenhänge und der Werdegang werden natürlich erst mit der kompletten Lektüre richtig nachvollziehbar.

1959 ist kein leichtes Jahr für Frauen. In Männer dominierten Berufen werden sie eher belächelt, zu Hause in der Ehe müssen sie sich nahezu alles gefallen lassen und für vieles um Erlaubnis fragen. Renate arbeitet inzwischen in der Frauenabteilung von Ochsenzoll, mit deren Chefarzt sie weitaus besser klarkommt als im letzten Band in der Männerabteilung. Man bekommt beim Lesen einen kleinen Einblick in die psychiatrische Arbeit, die sich zum Glück stark von der zur Nazizeit unterscheidet.

Privat ist bei Renate einiges los, als ihr Verlobter Matthias plötzlich vor dem Karriereaus als Profifußballer steht und seinen Platz im Leben neu finden muss. Aber sie hat ihre Familie im Hintergrund, die bei allen Widrigkeiten zusammenhält und Unterstützung bietet. Sowohl ihr Onkel als auch die Familie ihres Verlobten.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben, die Protagonisten gut ausgearbeitet. Auch wenn jetzt keine großartige Spannung vorhanden ist, so hat das Buch bzw. die Serie doch einen großen Unterhaltungswert für mich. Ich habe einiges über die damalige Zeit erfahren und warte jetzt mit Vorfreude auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Schwierige Zeiten

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Hamburg 1959. Dr. Renate Schwarz wurde von der Männerabteilung der Psychiatrie in die Frauenabteilung versetzt und hat mit Oberarzt Dr. Walter einen verständnisvollen Vorgesetzten. Dabei bekommt sie es ...

Hamburg 1959. Dr. Renate Schwarz wurde von der Männerabteilung der Psychiatrie in die Frauenabteilung versetzt und hat mit Oberarzt Dr. Walter einen verständnisvollen Vorgesetzten. Dabei bekommt sie es mit recht skurrilen Fällen zu tun. Unter anderem eine Frau, die ihren Mann verprügelt um geschieden zu werden und eine Frau, die nackt in der Öffentlichkeit demonstriert. Auch privat muss sie sich mit einigen Problemen befassen. Ihr Onkel wird von einem Kommissar der Sittenpolizei überwacht und ihr Verlobter zieht sich als Profifußballer eine schwere Knie-Verletzung zu. Wie wird es mit seiner Karriere beim HSV und seiner Zukunftsplanung weiter gehen? Als dann noch die Schauspielerin Tante Goldie und Onkel Rudi aus Amerika anreisen ist das Chaos perfekt.
Das Cover und der Titel passen zum vorherigen Teil dieser Roman-Reihe. Die Protagonisten sind teilweise bekannt und auch Uwe Seeler spielt eine kleine Rolle. Die Tante und der Onkel aus Amerika sind sehr schillernd beschrieben. Insgesamt ist der Erzählstil sehr passend für die damalige Zeit und den Handlungsort. Einige typische Hamburger Begriffe fließen mit ein ohne fremd zu wirken. Es werden ernste Themen angesprochen, die die Rolle von Mann und Frau auf den Prüfstand stellen.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

kann ich zu 100% empfehlen

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Auch dieser 2. Band um die so engagierte wie empathische junge Dr. Renate Schwarz hat mich wieder wunderbar unterhalten.
Die Autorin zeigt in diesem Buch, wie die Frauen im Jahr 1959 noch immer unter ...

Auch dieser 2. Band um die so engagierte wie empathische junge Dr. Renate Schwarz hat mich wieder wunderbar unterhalten.
Die Autorin zeigt in diesem Buch, wie die Frauen im Jahr 1959 noch immer unter der Männerherrschaft in ihrem beruflichen als auch im häuslichen Bereich eingeschränkt und ungerecht behandelt werden. Das gelingt ihr in meinen Augen ganz wunderbar.
Zum Glück ist Renate nun in der psychiatrischen Frauenstation unter der Leitung von Oberarzt Dr. Walter ist sie für die Aufnahme neuer Patientinnen und deren Behandlung zuständig. Zum Glück vertritt Dr. Walter die Ansichten der modernen Psychiatrie und erkennt, ungeachtet des Geschlechts, Renates Leistungen an.
Aber auch privat gibt es einige Unwägbarkeiten zu bewältigen. Renates Verlobter, Matthias Studt, gefeierter Fußball-Star des HSV mit großen Plänen für die Fußball-WM, fällt in ein tiefes seelisches Loch, als nach einer Knieverletzung feststeht, dass er den Fußballsport nicht mehr ausüben kann. Denn außer Fußball hatte er keine weiteren Zukunftspläne. Wie es Renate gelingt, sicher auch aufgrund ihrer beruflichen Kompetenz und ein bisschen auch dem Glück geschuldet. Denn eine neu eingewiesene Patientin hat auf das Thema Umweltverschmutzung mit recht drastischen Mitteln aufmerksam macht. Ein Thema, das bisher niemand für wichtig erachtet hat und für das sich Matthias nun begeistert.
Der Besuch aus Amerika, insbesondere Tante Goldie, hat mich zum Schmunzeln gebracht. Diese Frau, fast möchte man Zicke sagen, scheint mir ihren Beruf als Schauspielerin, auch in der Familie einzubringen. Genau wie mir stellte sich Renate die Frage, was sie mit ihrer Kratzbürstigkeit und ihrer ewig niederschmetternden Kritik an den Familienmitgliedern erreichen will. Bei Renates Bemühungen dahinter zu kommen, merkte man beim Lesen das berufliche Fachwissen der Autorin sehr gut, ohne den Leser mit Fachbegriffen zu erschlagen.
In meinen Augen ist das eine gelungene Fortsetzung, die im Buch auch neue Themen wie Umweltschutz, Homosexualität, Gewalt in der Ehe und Chancengleichheit für Frauen aufzeigt. Das Ganze mit den liebevoll beschriebenen Figuren der Familien Schwarz und Studt verbunden, macht diesen Roman zum Lesevergnügen. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Zeitgeschichte

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Renate Schwarz ist angekommen und arbeitet nun in der Frauenaufnahme der Psychiatrie in Hamburg. Mit ihrem derzeitigen Oberarzt kommt sie viel besser zurecht und die Patientinnen zeigen interessante Krankheitsbilder, ...

Renate Schwarz ist angekommen und arbeitet nun in der Frauenaufnahme der Psychiatrie in Hamburg. Mit ihrem derzeitigen Oberarzt kommt sie viel besser zurecht und die Patientinnen zeigen interessante Krankheitsbilder, die manchmal nicht leicht zu entschlüsseln sind.

Matthias muss sich durch eine schwere Verletzung damit zurechtfinden, dass seine Fußball Karriere sehr viel früher zu Ende ist, als er es sich gewünscht hätte. Die Sinnkrise, die ihn erfasst stellt auch die Beziehung zu Renate auf die Probe.

In diesem zweiten Band der Reihe treffen wir nun also altbekannte Protagonisten wieder. Die Familie Studt und deren Geschichte spielt eine große Rolle, da Renate nun in die Familiendynamik eintritt und lang festgefahrene Strukturen aufbrechen kann. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen, es war wie ein nach Hause kommen für mich.

Insgesamt hat mir das Buch wieder viel Spaß gemacht. Ich konnte so richtig in die Zeit eintauchen. Themen wie Umweltverschmutzung und die Verfolgung Homosexueller Männer zeigen hier auch ganz deutlich, wieviel sich in den letzten Jahrzehnten gerade bei diesen Themen getan hat. Heute würden Vorkommnisse, wie sie im Buch geschildert werden, ganz anders angegangen.

Ich freue mich nun auf den dritten Teil rund um Renate und Matthias und deren Umfeld. Es bleibt sicher interessant, was uns die Autorin dann erzählen wird.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Auch lange nach dem Krieg hatten Menschen zu kämpfen

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Renate Schwarz verfolgt das Fußballspiel ihres Verlobten und ist völlig aus den Häuschen. Gefangen von seinen Paraden aufs Tor des Gegners kann sie erst nach Minuten nachvollziehen, was unten auf dem Platz ...

Renate Schwarz verfolgt das Fußballspiel ihres Verlobten und ist völlig aus den Häuschen. Gefangen von seinen Paraden aufs Tor des Gegners kann sie erst nach Minuten nachvollziehen, was unten auf dem Platz vor sich geht. Matthias liegt auf dem Rasen und krümmt sich vor Schmerzen. Sofort eilt sie zu ihm und muss dennoch ratlos stehen bleiben. Er wird in die Uniklinik gebracht. Wäre ihr Onkel und Ziehvater nicht bei ihr, um sie zu trösten, sie wäre zusammengebrochen.

Auch der zweite Band um Renate Schwarz gefiel mir gut. Melanie Metzenthin verstand es wieder einmal hervorragend, Fakten und Fiktion zu verknüpfen. Der Krieg war noch in den Köpfen der Hamburger präsent und dazu gehörte auch die Gesinnung der Nationalsozialisten. Es gab zu viele Anhänger Hitlers, die sich ihren „Persilschein“ holten. Sie wollten so weitermachen, wie während des Krieges.

Nur gut, dass es Menschen wie Renate und ihren Onkel gab. Für beide war es nicht leicht, sich gegen die Anfeindungen und Intrigen durchzusetzen. Zum Glück fanden sie in den Verwandten von Matthias Hilfe. "Wer ins Licht treten will" zeigt eindrucksvoll, welchen Kampf nicht nur Frauen ausfechten mussten, damit unser Dasein lebenswert werden und bleiben konnte.

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