Erstmal konnte ich mir nicht vorstellen, wie das Escape-Room-Konzept als Buch funktionieren könnte und habe mich entsprechend neugierig an die Lektüre gemacht.
Der Einstieg fiel dann leicht und die ersten ...
Erstmal konnte ich mir nicht vorstellen, wie das Escape-Room-Konzept als Buch funktionieren könnte und habe mich entsprechend neugierig an die Lektüre gemacht.
Der Einstieg fiel dann leicht und die ersten Rätsel waren im Nu gelöst. Für mich als Rätsel-Anfänger war das ein erfolgversprechender Beginn und hatte mir einen richtigen Motivationsschub verpasst. Für mich gab es dann doch die eine der andere Knacknuss. Aber wie gesagt: ich bin alles andere als ein Rätselprofi. Entsprechend dankbar war ich für die Bildhinweise, die mir ab und an den weiteren Weg gewiesen haben.
Die Geschichte ist recht einfach erzählt und einen klassisch packenden Thriller darf man hier nicht erwarten. Es geht ja in erster Linie um das Rätsellösen. Dennoch empfand ich die Geschichte für einen Krimi bzw. für ein Rätselbuch dann doch etwas zu vorhersehbar.
Ich kann mir vorstellen, dass für Rätselspezialisten das Konzept nicht ganz aufgeht, da die Hinweise doch recht offensichtlich. Ich habe mich jedoch gut unterhalten gefühlt und konnte ein paar vergnügliche Rätselstunden mit dem Buch verbringen. Ich könnte mir auch gut vorstellen, ein weiteres Buch zu „knacken“, vielleicht sogar zusammen mit einem Rätselfreund. Ich vergebe zufriedene 3 von 5 Sternen.
Zum Inhalt
Charly, die mittlere Tochter einer Farmersfamilie in Alabama, ist bildhübsch und ihre Mutter möchte daraus Kapital schlagen. Die Tochter soll als Model Karriere machen und so die Farm der Familie ...
Zum Inhalt
Charly, die mittlere Tochter einer Farmersfamilie in Alabama, ist bildhübsch und ihre Mutter möchte daraus Kapital schlagen. Die Tochter soll als Model Karriere machen und so die Farm der Familie vor dem Konkurs retten. Mehr oder weniger freiwillig fährt Charly nach New York – im Gepäck nichts als das verbliebene Ersparte, der Adresse einer Modelagentur und ganz viel Hoffnung. Die Seifenblase platzt jedoch gleich nach Charlys Ankunft im Big Apple und sie findet sich ohne Job in einer schmuddeligen Bleibe wieder. Hoffnung auf Veränderung keimt wieder auf, als ein betrunkener Engel auf der Feuerleiter vor ihrem Fenster landet. Ein Engel, der auch noch so verflixt gut aussieht…
Meine Gedanken zum Buch
Ab und zu braucht meine romantische Seite gefühlvolle Seelennahrung und ich greife dann ganz gerne zu Büchern wie „Angel Kisses: Das Weihnachtswunder von New York“. Die Kurzbeschreibung hörte sich nach einem warmherzigen Weihnachtsbuch an. Doch auch wenn das Buch kurzweilig war, bin ich leider nur teilweise auf meine Kosten gekommen.
Der Anfang der Geschichte wirkt etwas konstruiert und vor allem das Verhalten der Mutter war für mich einfach unverständlich. Ich verstehe zwar, dass die Autorin mit Klischees spielen wollte, für meinen Geschmack ging es doch zu sehr in diese Richtung und ich konnte viel zu wenig die Verhaltensweise der Protagonistin nachvollziehen. Auch blieben die Figuren eindimensional und mir fehlte vor allem das Gefühlvolle und der weihnachtliche Glitzer. Irgendwann hatte ich kapiert: ja, sie sind jetzt verliebt. Mir fehlte jedoch dieses „sich annähern“ und ich konnte auch nicht miterleben „wie die Schmetterlinge im Bauch herumfliegen“. Hier hätte der Geschichte ein paar Seiten und einige zusätzliche Beschreibungen bestimmt gut getan.
Am besten gefallen haben mir der Humor, der mich immer wieder zum Schmunzeln brachte, und die himmlischen Wesen (ich nenne sie hier mal so, da es sich doch um recht unterschiedliche Geschöpfe handelt) – allen voran Ty (was für ein Wesen er ist, wird nicht verraten). Hier zeigen sich die lebendige Fantasie und das Talent der Autorin. Und gerade ab dem letzten Drittel konnte mich die Geschichte dann doch noch erreichen und ich habe mit Charly mitgefiebert, ob sich ihre Wünsche erfüllen würden. Auch trotz der Kritikpunkte und auch wenn der Weihnachtsglitzer großzügiger hätte verteilt werden dürfen, war das Buch kurzweilig und amüsant. Wer ein gemütliches und leichtes Lesevergnügen für zwischendurch sucht, kann hier getrost zugreifen. Am besten Cupcakes bereitstellen. Denn darauf hatte ich beim Lesen einen Riesenappetit.
Zum Inhalt
Mailin scheint auf den ersten Blick ein normales junges, irisches Mädchen zu sein. Doch sie hat es alles andere als leicht und pflegt zusammen mit ihrer Mutter ihre im Wachkoma liegende Schwester. ...
Zum Inhalt
Mailin scheint auf den ersten Blick ein normales junges, irisches Mädchen zu sein. Doch sie hat es alles andere als leicht und pflegt zusammen mit ihrer Mutter ihre im Wachkoma liegende Schwester. Ablenkung findet sie in einem Dojo, in dem sie regelmäßig Kendo trainiert. Eines Tages nach dem Training wird ihr schwarz vor Augen und als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich in einem fremden Land wieder, wo nichts mehr ist wie in ihrer Heimat und gefährliche Wesen trachten nach ihrem Leben. Doch ein rätselhafter Fremder hilft ihr aus einer prekären Situation und verspricht ihr, sie in die Hauptstadt des fremden Landes zu bringen, damit sie eine Lösung findet, um wieder nach Hause zurück zu kehren. Doch das mysteriöse Land und seine Einwohner scheinen andere Pläne mit Mailin zu haben.
Meine Gedanken
Dieser erste Band der zweiteiligen „One True Queen“-Reihe hat es schon in sich. Die Autorin entführt den Leser in das geheimnisvolle Land Lyaskye, das sie sehr fantasievoll und in lebendigen Farben erschaffen hat. Gefährliche Kreaturen treiben ihr Unwesen und auch die Bewohner des unbekannten Landes wirken sehr rätselhaft und unergründlich. Auch als Leserin bin ich mir nicht sicher, wem man trauen kann und wem nicht und gerate in Gedanken schon Mal an die oder den Falschen/-n. Denn die Autorin schafft es, nicht nur ihre Figuren in die falsche Richtung zu lenken, sondern auch ihre Leser immer wieder mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Die Geschichte nimmt im Verlauf immer mehr an Fahrt auf und sogar ich gemächliche Leserin erreiche das Ende dieses ersten Teils viel zu schnell. Nur ungern verlasse ich Mailin und Lyaskye.
Jennifer Benkau ist für mich eine Zauberin der Wörter und sie verpackt ihre Geschichten mit Spannung, unerschöpflicher Fantasie und einer Liebe zu ihren Figuren, die man zwischen den Zeilen ganz deutlich spürt. Ihr Erzählstil ist klar und locker und dennoch absolut packend und erfinderisch. Ihre Umschreibungen haben oft etwas Dichterisches ohne kitschig zu wirken. Ich bin mir sicher, auch wenn „One True Queen“ ein Jugendbuch ist, vermag es auch ältere Leser zu begeistern. Die Widmung zu diesem Buch lautet: „So viele Bücher. Und du nimmst ausgerechnet dieses.“ Ich bin jedenfalls froh, dass ich nach diesem Buch gegriffen habe und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Wenn es nur nicht so lange hin wäre….
Zum Inhalt
Zehn Gäste reisen teilweise als Paar, manche auch als Alleinreisende aus unterschiedlichen Gründen zu einem abgelegenen Hotel in den Wäldern von Catskill Mountains, um dort das Wochenende zu ...
Zum Inhalt
Zehn Gäste reisen teilweise als Paar, manche auch als Alleinreisende aus unterschiedlichen Gründen zu einem abgelegenen Hotel in den Wäldern von Catskill Mountains, um dort das Wochenende zu verbringen. Es ist ein kleines, aber sehr feines Haus und zieht vor allem Menschen an, die dem Alltag für ein paar Tage entfliehen möchten. Es gibt kein Handyempfang und kein Internet – also der richtige Ort zum Abschalten oder um ein romantisches Wochenende zu verbringen. Die Gäste fühlen sich auch sichtlich wohl in der behaglichen Atmosphäre, für die der Hotelier und sein Sohn sorgen. Die Stimmung ändert sich jedoch als der angekündigte Schneesturm heftiger aufzieht als gedacht und das Hotel von der Außenwelt nicht mehr erreichbar ist. Dennoch versuchen alle das Beste aus der Situation zu machen – bis ein mysteriöser Todesfall die Stimmung endgültig kippen lässt. War es ein Unfall oder weilt ein Mörder unter den Eingeschlossenen?
Meine Gedanken zum Buch
Shari Lapena hat schon ab der ersten Seite eine dichte Atmosphäre geschaffen, die in manchen Momenten an die unvergessenen Werke von Agatha Christie erinnern und dennoch nicht kopiert wirken. Bereits bei den Anreise-Szenen erfährt man einiges über die Figuren – über ihre Erwartungen, Sorgen und gar Ängsten. Obwohl ich als Leser der außenstehende Beobachter war, fühlte ich mich mittendrin im Geschehen und konnte dennoch alles und vor allem jeden im Blick behalten. Aus der Inhaltsangabe wusste ich, dass bald jemand sterben würde. Dieses Wissen hat die Spannung, die sich im Hotel allmählich aufbaute, noch weiter angestachelt und ich konnte das Buch vor lauter Anspannung kaum aus der Hand legen.
Auch wenn dann die Auflösung für meinen Geschmack etwas „aus dem Nichts“ kam, empfinde ich den Plot insgesamt als in sich logisch und schlüssig. Besonders gefällt mir, dass der aufmerksame Leser tatsächlich den einen oder anderen Hinweis auf den Täter oder die Täterin bemerken könnte. Ich habe wohl zu atemlos gelesen, da ich lange Zeit auf dem Holzweg war. Aber das hat meinen Spaß am Buch nicht geschmälert – im Gegenteil. Die Autorin liefert so viel Stoff zum Grübeln und Spekulieren, so dass man immer unbedingt weiterlesen muss und als Leser in interessante Gedankenflechte hineingerät. Zeitweise war ich fast soweit, jeder Figur eine Greueltat zuzutrauen.
Meiner Meinung nach ist der Autorin ein sehr interessantes und spannendes Bild der Abgründe der menschlichen Psyche gelungen und sie zeigt auf, dass in jedem kriminelle Energie stecken kann. Shari Lapena erzählt die Geschichte auf eine sehr ruhige Weise und gänzlich ohne Effekthascherei. Dennoch wird der Spannungsbogen bis zum Zerreissen angespannt und wurde für mich zum „Pageturner“. Da ich die Autorin noch nicht kannte, möchte ich mir unbedingt ihr Vorgänger-Buch näher anschauen. „Der zehnte Gast“ kann ich jedenfalls schon allen Krimilesern sehr empfehlen.
Maddie, die Tochter des Sicherheitschefs des Weißen Hauses in Washington und der US-Präsidentensohn Logan sind im Kindesalter beste Freunde. Ein Anschlag auf die Präsidentenfamilie reißt die beiden Kinder ...
Maddie, die Tochter des Sicherheitschefs des Weißen Hauses in Washington und der US-Präsidentensohn Logan sind im Kindesalter beste Freunde. Ein Anschlag auf die Präsidentenfamilie reißt die beiden Kinder auseinander und sechs Jahre vergehen, ohne dass die beiden Kontakt zueinander haben. Maddie schreibt lange Zeit Briefe und wartet verzweifelt auf eine Antwort. Als Logan tatsächlich eines Tages wieder vor ihr steht, ist nichts mehr wie früher. Doch die beiden haben keine Zeit, sich wieder anzunähern. Logan wird entführt und es scheint, dass Maddie die einzige ist, die ihn in den Wäldern Alaskas retten kann.
Die Geschichte hat mich zu Beginn ein bisschen an die Filme „Wer ist Hanna“ und „Big Game“ erinnert. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass es sich in allen drei Geschichten um Kinder, sprich Jugendliche handelt, die sich in weiten und einsamen Wäldern behaupten müssen. Die Autorin hat nicht viel Zeit verloren und ist ohne Umschweife gleich „zur Sache gegangen“, was mir sehr gut gefallen hat. Dennoch war ich von Maddies und ihrem Vater überstürzten Abreise aus Washington genauso überrascht wie das Mädchen und konnte nicht verstehen, warum das notwendig war. Das Motiv von Maddies Vater bleibt auch sehr lange unklar.
Den Zeitspurung von sechs Jahren hat Alley Carter gut überbrückt und durch Maddies Briefe jeweils zu Beginn der Kapitel bekommt man einen guten Eindruck vom Gefühlsleben des jungen Mädchens und davon, wie sie die vorangegangenen Jahre in Alaska erlebt hatte. Logans Auftauchen – vor allem die Gründe dafür, empfand ich dann etwas zu konstruiert. Dennoch freute ich mich über das Wiedersehen der beiden und war gespannt, wie sich die Beziehung von den beiden entwickeln würde. Die Autorin lässt den beiden aber keine Zeit und kaum war Logan angekommen, begann das große Abenteuer in den Wäldern Alaskas.
Die Geschichte wurde immer spannender und auch das zwischenmenschliche zwischen den beiden sich wiedergefundenen Freunde kam nicht zu kurz. Auch wenn die Entwicklungen mir gut gefallen und mir kurzweilige Stunden beschert haben, wunderte ich mich immer wieder über Maddies Fähigkeiten à la MacGyver. Gegen Ende hin hat die Autorin für meinen Geschmack schon ein bisschen dick aufgetragen. Aber es ist ihr gelungen, mich durch Spannung bei Stange zu halten und ich konnte nicht anders und bin auf den letzten Seiten über die Zeilen geflogen.
Im Großen und Ganzen habe ich das Buch gerne gelesen und die Spannung hat mich das eine oder andere Mal ein Auge zudrücken lassen. Möglicherweise könnte dieses Buch eher Mädchen gefallen. Wer spannende Geschichten mag und wem die Realitätsnähe nicht so wichtig ist, kann hier vergnügliche und kurzweilige Lesestunden verbringen.