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Veröffentlicht am 19.11.2023

Ein neues, spannendes Abenteuer im Flüsterwald

Flüsterwald - Eine neue Bedrohung. In den Fängen der Zauberin. Mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage! (Flüsterwald, Staffel II, Bd. 3)
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Achtung: Dieser Leseeindruck enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Darum geht’s:
Die Freunde rund um Lukas und Ella konnten die Zauberin noch nicht in ihre Schranken weisen. Und diese holt zum nächsten ...

Achtung: Dieser Leseeindruck enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.

Darum geht’s:
Die Freunde rund um Lukas und Ella konnten die Zauberin noch nicht in ihre Schranken weisen. Und diese holt zum nächsten Schlag aus: Sie entführt Ella! Bei der Suche könnte ihnen die Elfe Mirabella, die Spezialistin für Suchzauber, helfen. Doch ausgerechnet sie ist Felicitas Erzfeindin, die ihr im Elfeninternat das Leben schwer gemacht hatte. Wird Felicitas sich für ihre Freundin Ella überwinden können und mit Mirabella gemeinsame Sache machen? Und schaffen es die Freunde, Ella zu befreien?

So fand ich’s:
Andreas Suchanek hat es wieder getan! Er hat mich auch mit diesem 3. Band der zweiten Staffel ein spannendes und turbulentes Abenteuer im Flüsterwald erleben lassen. Ich bin nach wie vor fasziniert, dass der Autor sein Niveau über die ganze Reihe hinweg so hochzuhalten vermag. Mit Lukas, Ella, Rani und Co. wird es einfach nie langweilig. Diesmal hatte ich sogar den Eindruck, dass Andreas Suchanek in Sachen Spannung noch eine Schippe draufgelegt hat. Jedenfalls kann ich es kaum erwarten, bis der vierte und letzte Band dieser Staffel erscheint und ob es den Freunden gelingt, alle Zauberwälder zu retten.

Auch in diesem Buch kommt der Humor nicht zu kurz und vor allem Rani bringt mich immer wieder zum Lachen. Und auch diesmal gefällt mir ganz besonders, wie gezeigt wird, wie sich die Freunde aufeinander verlassen können und dass man gemeinsam stark ist.

Ich möchte auch die Illustrationen von Timo Grubing nicht unerwähnt lassen. Die Bilder sind so liebevoll und lebendig gezeichnet und runden damit das Lesevergnügen perfekt ab. Das Cover ist auch diesmal eine besondere Augenweide, finde ich.

„Der Flüsterwald“ ist und bleibt eine meiner Lieblings-Kinderbuch-Serien und ich beneide jeden, der diese Reihe noch kennenlernen darf. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich auf den Weg in den Flüsterwald zu machen!

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Spannendes Cyber-Abenteuer

RUN
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Darum geht's:
Jans kleine Schwester ist verschwunden, doch es gibt keine Lösegeldforderung und die Polizei hat noch keine Spur. Da bekommt Jan eine Datenbrille zugeschickt, mit der er auf das interaktive ...

Darum geht's:
Jans kleine Schwester ist verschwunden, doch es gibt keine Lösegeldforderung und die Polizei hat noch keine Spur. Da bekommt Jan eine Datenbrille zugeschickt, mit der er auf das interaktive Onlinespiel „Run“ aufmerksam gemacht wird. Durch einen Hinweis auf Katja, wird er aufgefordert am Spiel teilzunehmen. Mit der Hoffnung, seine kleine Schwester zu finden, lässt er sich auf das geheimnisvolle Spiel ein, bei dem der undurchsichtige Spielleiter Zero ihm und sechs weiteren Jugendlichen jeden Tag eine neue Rätselchallenge aufträgt – jede gefährlicher als die andere. Bald wird Jan aber klar, dass sein Preis das Leben seiner Schwester sein würde. Daher ist aufgeben keine Option und das perfide Spiel geht weiter…


So fand ich's:
​​Die Autorin Mara Lang hält sich hier nicht mit einer langen Einführung auf und als Leser wird man direkt in die dramatischen Ereignisse rund um Katjas Verschwinden hinein geschupst. Man spürt förmlich die Verzweiflung der Eltern und des großen Bruders Jan. So konnte ich auch kurzzeitig verstehen, warum Jan erstmal seinen Eltern und auch der Polizei nichts von der Datenbrille erzählt, die ihn hoffentlich zu seiner Schwester führen würde. Trotzdem konnte ich nicht immer alle seine Entscheidungen nachvollziehen. Aber wer weiß, wie man selbst in so einer Situation reagieren würde…. Und es ist auch nur ein kleiner Kritikpunkt, der mein Lesevergnügen nicht wesentlich geschmälert hat.


Es hat nicht lange gedauert, bis sich ein richtiger Lesesog entwickelte. Die Autorin setzte bei dieser Geschichte vor allem auf Action und Spannung. Dafür kamen für meinen Geschmack ab und an die Beschreibungen und die Gefühle der Protagonisten etwas zu kurz. Aber es war dann so spannend, dass das in dem Moment keine große Rolle mehr spielte und ich einfach nur schnell weiterlesen wollte.


Gegen Ende hin spitzt sich die Spannung immer weiter zu und eines muss man auf jeden Fall der Autorin lassen: Nervenkitzel und Suspense kann sie! So war dieses Buch für mich eine Art Actionfilm in meinem Kopfkino und ich kann es allen empfehlen, die vor allem rasante Geschichten mit Thrill mögen.

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Veröffentlicht am 19.11.2023

Gelungenes Serienfinale

Seahorse - Die Hoffnung der Wasserpferde
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Darum geht‘s:
Shona ist unbeschadet auf der Insel der Wasserpferde angekommen. Sie und Cuan können sich jedoch nicht erklären, wie Shona diese andere Dimension erreichen und auch wieder ohne Probleme verlassen ...

Darum geht‘s:
Shona ist unbeschadet auf der Insel der Wasserpferde angekommen. Sie und Cuan können sich jedoch nicht erklären, wie Shona diese andere Dimension erreichen und auch wieder ohne Probleme verlassen kann, was zuvor noch keinem Menschen gelungen war. Bedeutet das, dass die beiden tatsächlich Halbgeschwister sind? Antworten können sie nur auf den verlorenen Seiten der Mythen finden. Gleichzeitig verfolgt der geheimnisvolle Peabody seinen eigenen dunklen Plan und bringt alle Wasserpferde in große Gefahr.

So fand ich’s:
Da ist er nun der heißersehnte dritte und letzte Band zu Karin Müllers Trilogie „Seahorse“. Da der zweite Band etwas länger her ist, musste ich mich zwar erst wieder zurechtfinden. Aber es hat dann nicht allzu lange gedauert, bis ich wieder mittendrin war in Shonas und Cuans Geschichte. Allerdings hat mir das wieder gezeigt, dass es sich absolut empfiehlt, diese Serie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, um alle Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen.

In diesem dritten Teil ist sich die Autorin treu geblieben und hat in gewohnter altersgerechter, flüßiger und einfühlsamer Erzählweise mein Kopfkino auf Hochtouren laufen lassen. Neben den lebendigen Figuren hat sie die passende Prise an Landschaftsbeschreibungen gefunden, so dass man sich alles wunderbar bildlich vorstellen kann. Und auch diesmal hat sie es geschafft, eine ausgewogene Balance zwischen moderner Erzählung und alten Legenden und Mystik zu finden.

Vor allem in der zweiten Buchhälfte überschlagen sich die Ereignisse und schlussendlich werden alle offenen Fragen beantwortet. Auch wenn das Ende für meinen Geschmack etwas abrupt kam, war ich mit der Auflösung und den entsprechenden Entwicklungen zufrieden und konnte das Buch mit einem guten Gefühl zuklappen.

Mit dieser Trilogie kommen vor allem Pferdebücherfans auf ihre Kosten. Für mich hatte diese Geschichte auch etwas von den Romantik-Thrillern, die ich als junges Mädchen verschlungen hatte. Von mir gibt es daher eine begeisterte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.10.2023

Überraschend, originell & faszinierend

Ich träumte von einer Bestie
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Darum geht’s:
Die junge Datenforensikerin Fleur flüchtet sich am liebsten in ihre Arbeit und findet im Internet den gewünschten Abstand zur realen Welt. Als ihr biologischer Vater verstirbt und sie somit ...

Darum geht’s:
Die junge Datenforensikerin Fleur flüchtet sich am liebsten in ihre Arbeit und findet im Internet den gewünschten Abstand zur realen Welt. Als ihr biologischer Vater verstirbt und sie somit das Erbe ihrer verhassten Großmutter antreten soll, muss sie ihr Schneckenhaus verlassen und sich der Vergangenheit ihrer Familie stellen – erst widerwillig, aber dann entfachen einige geheimnisvolle Details Fleurs Neugier und sie macht sich auf, ihrer Familiengeschichte in der französischen Auvergne auf den Grund zu gehen. Dort angekommen, wird Fleur auch immer wieder mit der Legende rund um die Bestie von Gévaudan konfrontiert und sie erkennt, dass sie auch sich selbst zuliebe herausfinden muss, ob es eine Verbindung ihrer Ahnen mit diesem Mythos gegeben hat.

So fand ich’s:
Aufgrund des Klappentextes und auch angesichts von Nina Blazons früheren Büchern hatte ich mit einer Fantasy-Geschichte gerechnet. Doch dann entwickelte sich der Plot in eine für mich sehr überraschende Richtung. Enttäuscht war ich jedoch nicht – ganz im Gegenteil!

Zu Beginn lernt der Leser Fleur recht intensiv kennen. Man merkt schnell, dass sie ein ganz besonderer Mensch mit einer sehr zarten und verletzlichen Seele ist, die ein dunkles Geheimnis mit sich trägt. Dennoch konnte ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen und hoffte, dass der Verlauf der Geschichte mir dafür Erklärungen liefern würde.

Auch die anderen Figuren wirkten auf mich sehr real. Die Autorin hat jedenfalls die Charaktereigenschaften sehr eindrücklich ausgearbeitet, so dass ich mir die wichtigsten Personen nicht nur bildlich vorstellen konnte, sondern deren Wesenszüge quasi gespürt habe. Hierzu hat bestimmt auch der intensive Erzählstil dazu beigetragen. Ich habe zumindest immer wenn ich das Buch zur Hand genommen hatte, alles um mich herum vergessen können.

Die Autorin geizt nicht mit Details und Informationen. Dadurch bin ich kurzzeitig etwas hibbelig geworden, weil ich unbedingt dem Geheimnis auf die Spur kommen wollte. Ich musste mich an der Stelle also noch etwas gedulden. Und trotzdem kam bei mir keine Langeweile auf.

Außerdem zeugen diese zahlreichen Einzelheiten von einer sehr intensiven und fundierten Recherchearbeit. Auch die Beschreibungen der Landschaften ließen viele Bilder in meinen Gedanken entstehen.

Wie bereits erwähnt, hatte ich mich auf ein Fantasy-Buch eingestellt und wurde dann von der Richtung, die die Geschichte eingeschlagen hat, sehr überrascht. Doch es hat sich definitiv gelohnt dranzubleiben. Denn Nina Blazon hat hier eine ganz besondere und originelle Mischung aus modernen Figuren, aufwühlender Familiengeschichte und Mythologie geschaffen, die mich sehr gefesselt hat.

Der Auflösung bin ich selbst nur ein Quäntchen nahegekommen und wurde auch hier nochmals von der Autorin überrascht. Rückblickend ist auch alles in sich schlüssig und meine Fragen, die sich im Verlaufe der Lektüre entwickelt hatten, wurden alle beantwortet.

So konnte ich das Buch äußerst zufrieden nach packenden Lesestunden zuklappen und empfehle es jedem Lesebegeisterten sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 14.10.2023

Poetisches Farbenspiel

Das verborgene Leben der Farben
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Darum geht‘s:
Für Mio sind Farben nicht einfach nur Farben. Sie sieht viel mehr Nuancen als wir uns vorstellen können und für sie hat jede Farbe, jede Tönung und jede Schattierung eine individuelle Bedeutung. ...

Darum geht‘s:
Für Mio sind Farben nicht einfach nur Farben. Sie sieht viel mehr Nuancen als wir uns vorstellen können und für sie hat jede Farbe, jede Tönung und jede Schattierung eine individuelle Bedeutung. Sie sieht die Welt durch ihr ganz persönliches Farbenspiel. Im Gegensatz dazu lernt man Aoi kennen, dessen Job die Ausrichtung von Beerdigungszeremonien ist. Er bereitet die Verstorbenen auf ihre letzte Reise vor und steht dabei den Hinterbliebenen zur Seite. Doch auch er hat eine besondere Gabe. Durch seine hochsensible Art, spürt und versteht er seine Mitmenschen, ohne dass sie viel über sich erzählen müssen. Als sich diese beiden besonderen und zarten Seelen begegnen kann das also nicht einfach nur Zufall sein. Die beiden scheinen sich perfekt zu ergänzen.

So fand ich’s:
„Das verborgene Leben der Farben“ ist ein Buch, das mich aus dem Alltag rausgeholt und an die Hand genommen hat, um mich in eine ganz eigene, spezielle Welt zu führen. Und normalerweise liebe ich es, über solche Leseerlebnisse zu berichten. Jedoch hier fällt es mir nicht so leicht zu erklären, auf welche Weise mich Mios und Aois Geschichte besonders berührt hat.

Ich muss auch gestehen, dass ich zwei Anläufe gebraucht habe, um in das Buch reinzukommen. Ich lese gerne am Abend vor dem Einschlafen. Aber diese Geschichte hat meine volle Aufmerksamkeit gefordert und ich habe rasch bemerkt, dass es kein Buch ist, das man einfach so zwischen Tür und Angel lesen kann. Gerade zu Beginn fühlte ich mich von Mios Gefühlswelt etwas überrollt und musste den einen oder anderen Absatz zweimal lesen, weil ich gerade in dem Moment etwas unaufmerksamer war.

Die Autorin verwendet auch viele japanische Begriffe und Kanjis, die das Lokalkolorit untermalen. Nach einiger Zeit, war es mir ein wenig zu umständlich, jeden dieser Worte nachzuschlagen und ich habe mich dann immer öfter dabei ertappt, dass ich diese Bezeichnungen überlese. Ansonsten habe ich mich jeweils sehr gerne von Laura Imai Messinas poetischer Sprache gefangen nehmen lassen.

Obwohl das ein wenig nach anstrengender Lektüre klingt, birgt die Geschichte eine ganz besondere Leichtigkeit. Es sind diese leisen Töne zwischen den Zeilen, die richtiggehend entschleunigend auf mich wirkten.

Obwohl der Plot selbst recht unspektakulär ist und man hier keine Action erwarten darf, kam bei mir zu keinem Moment Langeweile auf. Im Gegenteil! Immer wieder brachte mich die Autorin mit Mios Farbenspiel zum Staunen und Innehalten.

Für mich ist das ein Buch, über das man gar nicht so viele Worte verlieren kann. Man muss es lesen und selbst spüren und wenn man sich auf Mios Geschichte einlässt, bekommt man die Chance, die Farben um sich herum mit anderen Augen zu sehen.

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