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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2025

Sehr lesenswert

Noch fünfzig Sommer mehr
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Eleni wuchs bei ihren Großeltern in einem kleinen Dorf in der Bretagne nahe dem Meer auf. Sie spielte, erlebte Abenteuer und verlor in einer Nacht fast ihren besten Freund während ihr Opa bei dessen Rettung ...

Eleni wuchs bei ihren Großeltern in einem kleinen Dorf in der Bretagne nahe dem Meer auf. Sie spielte, erlebte Abenteuer und verlor in einer Nacht fast ihren besten Freund während ihr Opa bei dessen Rettung starb. Das war der erste Knick in ihrem Leben.

Später lernte die Introvertierte Theo kennen. Man erfährt nicht, wie alt Eleni ist. Aber wahrscheinlich ist sie um die dreißig als Theo stirbt. Statt zur Beerdigung zu gehen, zieht sie sich in ihr Waldhaus zurück und will von der Außenwelt nichts mehr mitbekommen. Sie igelt sich ein, zusammen mit ihrem Kaninchen. Und man erfährt in Rückblenden von ihrem Leben als Schülerin, als Partnerin von Theo und versteht sie besser. Vorrangig dreht sich alles um ihre Trauer und wie sie damit fertig wird.

Die Geschichte von Eleni läuft nicht linear ab sondern in Rückblicken und der Gegenwart. In der Gegenwart passiert etwas, das sie aus ihrem Waldhaus raus lockt. Etwas, was an einen Stalker denken lässt, aber es entpuppt sich als etwas ganz anderes. Man erfährt später auch mehr über Theo. Der Roman ist anfangs nicht leicht zu lesen, weil Eleni sich quasi vor den Lesern verschließt. Aber auch das passt, denn Theo ist ja schon gestorben und sie eingeigelt.
Fazit: lesenswert!

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Liebe auf Norderney

Unsere Frühstückspension am Meer
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Katharina und Phil stehen beide an Wendepunkten in ihrem Leben. Sie übernimmt die Pension ihrer Oma auf Norderney und Phil ist Musiker. Beide laufen sich auf der Insel über den Weg.

Man ahnt, dass die ...

Katharina und Phil stehen beide an Wendepunkten in ihrem Leben. Sie übernimmt die Pension ihrer Oma auf Norderney und Phil ist Musiker. Beide laufen sich auf der Insel über den Weg.

Man ahnt, dass die beiden am Ende zusammenkommen und liegt damit natürlich richtig. Es geht darum, wie es geschieht und welche inneren Konflikte sie teilweise mit sich herumtragen, wie sie sie lösen und welche Hoffnungen sie hegen. So entwickelt sich ein Roman, der nett ist und den man „so weglesen kann“, der aber auch Tiefe in die Figuren bringt, die sich entwickeln dürfen. Dazu ist es ein typischer Insel-Roman bei dem man Norderney aufgrund der nicht zu detaillierten Beschreibungen kennenlernt. Das etwas Piefige, dass der Insel anhaftet, bemerkt man dabei nicht. Etwas romantisierend, aber das schadet dem Roman nicht.

Veröffentlicht am 27.05.2025

Achtung: Suchtgefahr!

Dragons last Dance
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In Blackfield regiert ein kranker König und der dämonische Schattenrat. Fast alle Menschen sind Magier bis auf die Unvollendeten, diejenigen ohne Magie. Elara gehört zu letzteren und behauptet sich als ...

In Blackfield regiert ein kranker König und der dämonische Schattenrat. Fast alle Menschen sind Magier bis auf die Unvollendeten, diejenigen ohne Magie. Elara gehört zu letzteren und behauptet sich als Kräuterkundige, sie heilt als eine der Wenigen im Land. Bis jemand sie an den König verrät und die Schattenkrieger kommen, um sie zu holen.

Ich habe den Fehler gemacht, den Roman abends anzulesen und dann fast die halbe Nacht gelesen. Auch eine Art, um das Wochenende einzuläuten !
Die Geschichte wird aus Elaras Sicht erzählt. Sie soll geopfert werden, damit irgendein noch unbekanntes Bündnis nicht zerfällt. Kein Magieloser kehrt jemals zurück. Aber bei Elara läuft es anders als geplant und der König weiß Bescheid. Ihre Magie kommt später als bei allen anderen und es steckt etwas „Altes“ in ihr. Etwas, das sie spürt und der König auch, aber es bleibt unklar wer oder was sie nun ist. Und der Roman endet mit einem gewaltigen Cliffhanger… grummel.
Freu mich auf den zweiten Band!

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Veröffentlicht am 27.05.2025

guter Krimi mit ein paar Seltsamkeiten

Die Toten von Valldemossa
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Lenis Vater ist ein gebürtiger Perez aus Valdemossa und vor ihrer Geburt gestorben. Sie selbst ist waschechte Berlinerin und erbt von einer ihr unbekannten Tante eine Finca in Valdemossa.

Kurz entschlossen ...

Lenis Vater ist ein gebürtiger Perez aus Valdemossa und vor ihrer Geburt gestorben. Sie selbst ist waschechte Berlinerin und erbt von einer ihr unbekannten Tante eine Finca in Valdemossa.

Kurz entschlossen kündigt sie ihren Job in der Pharma-Branche und zieht samt Hund nach Mallorca. Was sie erwartet, weiß sie nicht. Alles ist anders als gedacht: ihr Onkel ist mutmaßlich als „Madonnenmörder“ verschrien, die Finca heruntergekommen und mit Geheimnissen behaftet, viele Leute im Ort sind von vornherein gegen sie bis auf zwei.
Zu Beginn ergibt sich daraus ein spannendes Gemenge. Der Krimi nimmt Fahrt auf als der erste Spuk passiert, dann geschieht ein Mord und jemand scheint Leni nach dem Leben zu trachten.
Was nicht zusammenpasst: Leni wird von Beginn an als „Schisserin vor dem Herrn“ bezeichnet, dabei ist sie sehr mutig. Sie hatte eine Stelle, in der sie international unterwegs war, hat aber kein Geld, um Handwerker zu bezahlen. Und auch sprachlich ist der Roman unrund. Ein ehemaliger Polizist ist nun als Touristenführer unterwegs und hilft Leni vor Ort. In manchen Sätzen wechseln die beiden mehrfach vom Du zum Sie und umgekehrt. Das müsste dem Lektorat eigentlich auffallen. Es irritiert beim Lesen ziemlich.
Zum Ende hin klärt sich noch ein alter Fall auf und der neue hängt damit zusammen. Friede, Freude, Eierkuchen? ein wenig, ja, aber hier wieder: gut erzählt.

Fazit: Generell ein guter Krimi mit ein paar Seltsamkeiten und sprachlichen Auffälligkeiten.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Hm, nö.

Academy of Blood and Fangs 2: Schattenkuss
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Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo Band 1 aufhörte. Die Überlebenden fliehen vom Schloss, dass die Vampire weitgehend übernommen haben. Phileas kriegt spitz, dass er auf dem Weg zum Vampirdasein ...

Die Geschichte geht nahtlos da weiter, wo Band 1 aufhörte. Die Überlebenden fliehen vom Schloss, dass die Vampire weitgehend übernommen haben. Phileas kriegt spitz, dass er auf dem Weg zum Vampirdasein ist und Reyva muss zum ersten Mal Menschenblut trinken, was sie nicht will. Ihre neue Daseinsform ist damit abgeschlossen. Warum mir dieser Band nicht gefällt: Die Schreibe ist zwar gut, aber man wird von einer weitschweifig erzählten Schlachtszene zur nächsten geführt mit wenig Ausnahmen. Das ist mir zu wenig drumherum und zu blutrünstig.

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